Amtliches Kilometergeld 2016 in Österreich – Höhe & Voraussetzungen

Das amtliche Kilometergeld ist nach dem Österreichischen Bundesministerium für Finanzen eine „Pauschalabgeltung für alle Kosten, die durch die Verwendung eines privaten Kraftfahrzeuges für Fahrten im Zuge einer Dienstreise anfallen.“

Für die Steuerfreiheit müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:
1. Es muss eine Dienstreise vorliegen
2. Der Arbeitnehmer hat selbst für den Betrieb und die Aufwendungen des Fahrzeugs aufzukommen

Was ist mit dem Kilometergeld abgegolten?
Folgende Aufwendungen sind mit dem Kilometergeld abgegolten:

  • Abschreibung des Fahrzeugs/Wertverlust
  • Treibstoff und Öl
  • Wartung, Service und Reparaturen aufgrund des laufenden Betriebs
  • Zusatzausrüstungen (zum Beispiel Winterreifen, Schneeketten, Erste Hilfe Koffer)
  • Autoradio, Navigationsgerät, GPS
  • Steuern und Gebühren
  • Alle Versicherungsgebühren (zum Beispiel Vollkasko- und Kaskoversicherung sowie Rechtsschutz)
  • Autofahrerclubs Mitgliedsbeiträge
  • Finanzierungskosten (Kreditfinanzierung oder Leasingraten)
  • Parkgebühren (zum Beispiel Parkpickerl in Gemeinden oder Kurzparkscheine)
  • In- sowie ausländische Mautgebühren (zum Beispiel Autobahnplaketten, Tunnelmaut)
Amtliches Kilometergeld beachten

Amtliches Kilometergeld beachten

Es gibt nicht nur amtliches Kilometergeld für Autofahrer, sondern auch für Radfahrer, Motorradfahrer, Mitfahrer und Fußgänger, welches steuerfrei ausbezahlt werden kann.

Hat man sich aber einmal für das amtliche Kilometergeld entschieden, können keine höheren Kosten verrechnet werden. Man kann aber ein Fahrtenbuch führen.

Wenn man nachweisen kann, dass höhere Kosten angefallen sind, als im Kilometergeld veranschlagt wurden, ist es möglich, diese zusätzlichen Aufwendungen im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung als Werbungskosten geltend zu machen.

In der Privatwirtschaft gilt das amtliche Kilometergeld als höchstzulässige steuerfreie Auszahlung und als Richtlinie. Im Grunde genommen ist das „amtliche Kilometergeld“ aber nur für Bundesbedienstete verpflichtend. In der Privatwirtschaft wird die Höhe des Kilometergeldes im Zuge von Kollektivvertrag, Betriebsrichtlinien oder individuell festgelegt.

Wieviel – hier sind die amtlichen Sätze
Kilometergelder werden pro Kilometer errechnet und sind für die verschiedenen Fortbewegungsarten unterschiedlich. Im Jahr 2016 sind folgende Tarife pro gefahrenen Kilometer laut Österreichischen Bundesministerium für Finanzen gültig:

  • PKW: 0,42 Euro/km
  • Motorrad/Motorfahrrad: 0,24 Euro/km
  • Mitfahrer: 0,05 Euro/km
  • Fahrrad bzw. zu Fuß (ab 2 km): 0,38 Euro/km

Höchstgrenzen: Für maximal 30.000 Euro pro Kalenderjahr kann das amtliche Kilometergeld steuerfrei ausbezahlt werden. Für berufliche Kilometer mit dem Fahrrad gilt eine Obergrenze von 1.500 km pro Jahr, was 570 Euro entspricht.

Fahrtenbuch: Ein Fahrtenbuch sollte sorgfältig geführt sein, und nicht vernachlässigt werden. Es dient als wichtiges Beweismittel für die Dienstreise. Dabei ist es sinnvoll, alle Belege zu sammeln, um entsprechende Nachweise hieb- und stichfest erbringen zu können. Je „belegter“ die Dienstreise, desto besser.

Was muss ein Fahrtenbuch für einen Arbeitnehmer enthalten? Hier die wichtigsten Anforderungen:

  • Angabe des benutzten Kraftfahrzeuges
  • Reisedatum
  • Abfahrts- und Ankunftszeitpunkt der Dienstreise
  • Anzahl der gefahrenen Kilometer
  • Ausgangspunkt und Zielpunkt
  • Reiseroute
  • Zweck der Dienstreise
  • Unterschrift des Reisenden

Änderungen 2016
Bei der Höhe des amtlichen Kilometergeldes hat sich für das Jahr 2016 nichts verändert. Auf Grund der derzeitigen niedrigen Benzinpreise hat sich das Kilometergeld jedoch indirekt „erhöht“. Da es seit Jahren aber nicht mehr angehoben wurde, ist diese stille Erhöhung durchaus gerecht.

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