Businessplan erstellen – Anleitung & Checkliste

Eine gute Idee oder der Wunsch sich selbstständig zu machen, reicht für eine erfolgreiche Karriere leider nicht aus. Auch die Umsetzung will gut durchdacht sein und basiert auf einer teilweise jahrelangen Planung.

Ein Unternehmen ist schnell gegründet, erfolgreich ist es deshalb aber noch lange nicht. Mit einem gut überlegten Businessplan können Sie erste wichtige Schritte in Richtung Erfolg setzen und sich vor dem bösen Erwachen in der Selbstständigkeit schützen.

Businessplan – Erst planen, dann handeln

Niemand wird spontan zum erfolgreichen Unternehmer. Stattdessen sollte jeder Unternehmensgründung eine detaillierte Planung vorausgehen. Je besser Sie informiert sind und je genauer Sie zumindest die ersten paar Jahre Ihres Unternehmerdaseins strukturiert haben, umso schneller werden Sie sich beim Einstieg in die Wirtschaft zurechtfinden.

Viele wichtige Überlegungen sind vorab anzustellen, wie z. B.:

  • Gibt es für mein Produkt bzw. meine Dienstleistung einen Markt? Wenn ja, wo kann ich mich dann erfolgreich positionieren?
  • Gib es ausreichend Nachfrage, um auch als Neueinsteiger eine Chance zu haben?
  • Wie viel Kapital steht mir zur Verfügung?
  • Welche Förderungen gibt es?
  • Welcher Standort kommt infrage?
  • Brauche ich Personal bzw. wie hoch sind die Anschaffungskosten für Geräte, Ausstattung, Räumlichkeiten usw.?
  • Kann ich mögliche Anfangsschwierigkeiten finanziell überbrücken?
  • Welche Gesellschaftsform wähle ich?
  • Mit welchen Ausgaben und Einnahmen ist in der Startphase zu rechnen?

Auch mit einer noch so guten Geschäftsidee kann man wirtschaftlich eine Bruchlandung hinlegen, wenn ihre Umsetzung nicht richtig geplant ist.

Der geplante Erfolg- Einen Businessplan erstellen

Mit einem Businessplan werden Ihre Vorstellungen von Ihrem Unternehmen und der dazugehörige Kapitalbedarf konkret. Der Plan sollte neben den konkreten Angaben, wie z. B. Name, Standort, Gesellschaftsform, Eigentumsverhältnisse, Produkt oder Dienstleistungsform usw., auch Angaben zur Finanzierung, zur Marktanalyse, zum Unternehmenskonzept usw. enthalten.vorab-planen

Wichtig ist auch, dass bereits erste konkrete Ziele, wie z. B. eine festgesetzte Verkaufszahl innerhalb eines bestimmten Zeitraums, definiert werden. Die Nennung aller Förderungen und Geldquellen gehört selbstverständlich auch dazu.

Wichtig: Risikomanagement bei der Gründung

Genauso wie bei jedem bereits erfolgreichen Unternehmen ist auch beim Gründen eines Jungunternehmens ein gutes Risikomanagement von entscheidender Bedeutung. Gehen Sie nicht nur vom Idealfall aus, sondern berücksichtigen Sie auch mögliche Fehlschläge bei Ihrer Planung.

Auch wenn Sie von Ihrem Unternehmen absolut überzeugt sind und dieses auch unbedingt sein sollten, sind Schwierigkeiten trotz bester Planung nie ausgeschlossen. Je besser Sie darauf vorbereitet sind und je schneller Sie darauf reagieren können, umso eher lässt sich ein „Worst Case“ abwenden.

Ihr Kompass bei der Navigation zum Erfolg

Wenn Sie einen Businessplan erstellt haben, ist das schon einmal ein erstes gutes Anzeichen dafür, dass Sie sich Ihrer Verantwortung als zukünftige Unternehmerin bewusst sind.

All die Überlegungen, die Sie vor der Gründung Ihres Unternehmens anstellen, gehören bereits zu Ihrem Businessplan. Nicht nur für Sie, sondern auch für mögliche Teilhaber oder Geldgeber ist es wichtig, dass Sie diesen Plan auch schriftlich festhalten.
Indem Sie nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht, sondern auch in Bezug auf die Realisierbarkeit Ihre Ideen zu Papier bringen, schaffen Sie eine grundlegende Orientierungshilfe.

Vorteile: Fehler dank Businessplan frühzeitig vermeiden

Nicht selten sind bereits beim Erstellen des Businessplans mögliche Stolpersteine aufgetaucht, die dann frühzeitig aus dem Weg geräumt werden konnten. Außerdem wird es durch einen detailliert ausgearbeiteten Plan besser möglich, den finanziellen und auch zeitlichen Aufwand richtig einzuschätzen.

Oftmals erfolgt diesbezüglich nämlich eine gravierende Fehleinschätzung. Trotz zahlreicher Negativbeispiele vergessen viele zukünftige Jungunternehmerinnen gerne, dass die eigene Selbstständigkeit zwar einige Freiheiten, meist aber auch wesentlich längere Arbeitszeiten mit sich bringt. Nicht selten scheitert ein Unternehmen nicht an den Finanzen, sondern an der physischen und psychischen Belastung.

Vom Erfolg der anderen profitieren

Bei der Gründung eines Unternehmens wird man in Österreich nicht alleine gelassen. Das Ankurbeln der Wirtschaft wird von vielen staatlich geförderten Stellen unterstützt. So gibt es z. B. in jedem Bundesland regelmäßige Gründerakademien, in denen Ihnen das grundlegende Handwerk mit auf den Weg gegeben und vor möglichen Fehleinschätzungen gewarnt wird.

Veranstaltungen für GründerInnen besuchen

Auch 2014 gibt es wieder zahlreiche Veranstaltungen, wo Sie alle wichtigen Informationen zur Gründung eines Unternehmens erhalten. Einen besonderen Service in Österreich bietet i2B. Der gemeinnützige Verein i2B hilft Ihnen beim Erstellen eines Unternehmenskonzeptes und gibt bis zu zwei fachliche Feedbacks zu Ihrem Businessplan.

Auch wenn die Planung viel Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt, sollen Sie sie nicht vernachlässigen. Sie ist die Basis für Ihr Unternehmen, und bekanntlich lässt sich nur auf solidem Fundament gut bauen.

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