Der große Ratgeber zur KFZ-Versicherung

Das Automobil dient als schlichtes Fortbewegungsmittel, als Leidenschaft, als Statussymbol oder als Familienkutsche. Ohne Zweifel hat das Gefährt einen festen Platz in unserer Gesellschaft gefunden und ist aus dem Individualverkehr auf lange Zeit gesehen nicht wegzudenken.

Dabei ist es wichtig, dass das Fortbewegungsmittel auch entsprechend versichert wird. Wir wollen nun das große und komplexe Thema KFZ-Versicherung behandeln. Zuerst sollten die drei grundsätzlichen Pakete und deren Inhalt vorgestellt werden. Anschließend klären wir Sie über Eigenheiten, Einsparungsmöglichkeiten, die motorbezogene Versicherungssteuer, den Wechsel der Assekuranz sowie den Vergleich von Versicherungen auf.

Welche drei Typen einer KFZ-Versicherung gibt es?

Zu unterscheiden sich folgende Modelle:

  • – KFZ-Haftpflichtversicherung
  • – KFZ-Teilkaskoversicherung
  • – KFZ-Vollkaskoversicherung

Diese Modelle wollen wir Ihnen nun kurz und knapp vorstellen.
Tipp: Prinzipiell gelten die gleichen Voraussetzungen auch für Haftpflicht- sowie Kaskoversicherungen für Motorräder bzw. zweirädrige Vehikel.

Tipp: Angebote und Kosten genau vergleichen!

Tipp: Angebote und Kosten genau vergleichen!

Was ist die KFZ-Haftpflichtversicherung?

Dieses Modell darf als Fundament der KFZ-Versicherung gesehen werden. Dies ist vor allem dadurch begründet, da der Abschluss dieser Variante für das Fahrzeug gesetzlich vorgeschrieben ist. Damit werden Schäden gedeckt, die der Lenker an anderen Verkehrsteilnehmern verursacht. Dazu zählen Personenschäden (Heilungskosten, Schmerzensgeld, Renten), Sachschäden (wenn Reparaturen an anderen Fahrzeugen oder Objekten anfallen) sowie reine Vermögensschäden. Sollte allerdings ein anderer Verkehrsteilnehmer einen Schaden an Ihrem Fahrzeug verursachen, so ist Ihre Haftpflichtversicherung nicht zuständig. In diesem Fall sollte die Versicherung des anderen Teilnehmers einspringen.

Wann ist die KFZ-Haftpflichtversicherung zu empfehlen?

Da es sich um eine gesetzlich vorgeschrieben Variante handelt stellt sich diese Frage nicht wirklich. Eher muss gefragt werden, ob dieses Modell ausreicht. In der Regel ist eine sehr günstige Versicherungsprämie zu bezahlen. Im Schnitt sind ca. 230€ pro Jahr fällig. Sollten Sie also einen Totalschaden verschmerzen können, dann ist diese Versicherung ausreichend. Bei älteren Fahrzeugen rentiert sich ohnehin nur dieses Modell, da die Versicherungsprämie für Kaskoversicherungen, die in einem Jahr zu zahlen wäre, den Wert des Fahrzeuges übersteigen kann.

Was ist die KFZ-Teilkaskoversicherung?

Die Teilkaskoversicherung ist eine Stufe darüber anzusehen, wobei sich dieses Modell, wie auch die Vollkaskoversicherung, variabel anpassen lässt, sodass keine bindende Aussage darüber getroffen werden kann, wie teuer eine solche Versicherung im Schnitt ist. Prinzipiell werden damit Schäden abgedeckt, die durch höhere Gewalt entstehen. Dazu zählen etwa Naturkatastrophen, Diebstahl oder Unfälle mit Tieren. Das Modell lässt sich jedoch aufwerten, etwa gegen Schäden beim Parken oder gegen Vandalismus, was sich jedoch negativ auf die Prämie auswirkt.

Wann ist die KFZ-Teilkaskoversicherung zu empfehlen?

Experten raten, dass Fahrzeuge, die nicht älter als sieben Jahre sind, unbedingt mit einer Teilkaskoversicherung versehen werden sollte. Zwar ist der Wert des Fahrzeuges bereits gesunken, doch gröbere Schäden ziehen hohe Kosten nach sich, sodass sich die Anschaffung der Versicherung definitiv lohnt. Auch nach zehn Jahren lässt sich ein Fahrzeug noch zu einem guten Preis verkaufen, sodass bis dahin die Teilkaskoversicherung ein sehr guter Mittelweg ist.

Wichtig: Details und Prämien ansehen

Wichtig: Details und Prämien ansehen

Was ist die KFZ-Vollkaskoversicherung?

Eine Vollkaskoversicherung ist als das Nonplusultra anzusehen. In diesem Fall kommt die Versicherung auch dann für Schäden auf, wenn Sie diese selbst verursacht haben. Das schlägt sich natürlich gehörig auf die Prämie nieder.

Wann ist die KFZ-Vollkaskoversicherung zu empfehlen?

Vor allem bei Neufahrzeugen sowie Fahrzeugen bis zu einem Alter von vier bis fünf Jahren. Hier geht es in der Regel darum, dass Reparaturkosten für eine enorme finanzielle Belastung sorgen würden, sodass dieses Versicherungsmodell sehr sinnvoll ist. Gleiches trifft auch dann zu, wenn das Auto durch einen Kredit oder per Leasing finanziert wird. Hier müssen Sie nämlich für den Schaden aufkommen.

Welche Deckungen sind zu beachten?

Nachdem nun die drei unterschiedlichen Modelle vorgestellte wurden, wollen wir uns nun mit der Deckung beschäftigen. Zu jedem Punkt erfolgt eine kurze Darlegung der wichtigsten Faktoren.
Freischaden
Dieser Faktor betrifft die Haftpflichtversicherung bzw. einen Haftpflichtschaden. Sollten Sie einen Schaden verursachen, so erhöht sich die Bonus-Malus Stufe, welche wir später noch genauer erläutern werden.

Das wiederum führt dazu, dass die Prämien ansteigen. Um diesem Fall vorzubeugen, empfiehlt es sich durch einen Freischaden abzusichern. Dabei gibt es verschiedene Ausprägung. So lässt sich die Höhe des Schadens festlegen oder aber die Anzahl der Schäden pro Jahr. Auch eine unbegrenzte Anzahl von Schäden pro Jahr lässt sich vereinbaren, was aber die Prämie in die Höhe treibt.

  • Versicherungssumme:Dieser Faktor gibt Auskunft darüber, bis zu einer welchen Höhe eines Schadens die Versicherung zahlt. Gesetzlich gesehen liegt das Minimum bei sieben Millionen Euro. Die meisten Policen sehen jedoch eine höhere Absicherung vor. Sollte diese Ihrer Meinung nach nicht ausreichen, kann natürlich eine individuelle Vereinbarung getroffen werden.
  • Insassenunfallversicherung: Prinzipiell sind bei einem Unfall die Insassen des Fahrzeuges versichert. Der Lenker selbst jedoch nicht, außer es herrschen private Versicherungen vor, die diesen Fall abdecken. Um weiterführende Schäden, an Insassen sowie am Lenker selbst, abzudecken, kann zusätzlich eine Insassenunfallversicherung abgeschlossen werden.
  • Assistanceversicherung: Sollte ein Unfall oder eine Panne passieren, dann greift dieses Modell. In den meisten Fällen ist dieser Zusatz aber unnötig, da bereits eine Mitgliedschaft beim ÖAMTC oder einem vergleichbaren Unternehmen vorherrscht. In diesem Fall ist die Zusatzversicherung obsolet.
  • Rechtsschutzversicherung: Sollte ein Unfall oder ein Schaden passieren, ist es durchaus möglich, dass es zu Rechtsstreitigkeiten kommt. Diese sind in der Regel relativ teuer. Von Gutachten über Anwaltskosten bis hin zu Verfahrenskosten kann sich einiges ansammeln. Die Rechtsschutzversicherung würde in diesem Fall greifen. Allerdings ist darauf zu achten, dass das Leistungspaket von Anbieter zu Anbieter stark variiert, was in einem Vergleich unbedingt zu beachten ist.

Welche Zusätze bietet die Teilkaskoversicherung?

Unabhängig davon, welche Kaskoversicherung nun abgeschlossen wurde, gibt es viele unterschiedliche Zusatzleistungen. Wir wollen nun kurz darauf eingehen, welche Leistungen bei einer Teilkaskoversicherung abgedeckt werden.

  • Glasbruch: Schon aber der Teilkaskoversicherung werden Bruchschäden prinzipiell abgedeckt. Dies betrifft allerdings nur Windschutz, Seiten- sowie Heckscheibe. Schäden an Scheinwerfen oder Heckleuchten etwa sind nicht inkludiert, können jedoch über ein Zusatzpaket versichert werden.
  • Persönliche Gegenstände: Grundsätzlich ist er Versicherungsnehmer nicht versichert, wenn während einem Einbruch Gegenstände aus dem Fahrzeug entwendet werden. Durch eine Zusatzversicherung lässt sich dagegen vorgehen. Allerdings ist das Paket mit Vorsicht zu genießen. Die Versicherung leistet nur dann Ersatzzahlungen, wenn die Gegenstände nicht offensichtlich im Fahrzeug aufbewahrt wurden.
  • Totalscheidenleistung: Sollte das Auto einen Totalschaden erleiden oder etwa gestohlen werden, so ersetzt die Assekuranz in der Regel den Zeitwert des Fahrzeuges. Dabei handelt es sich um den gegenwärtigen Wert des Gebrauchtwagenmarktes. Es lassen sich allerdings auch Zusatzpakete abschließen. Das ist sehr zu empfehlen, wenn es sich um einen Neuwagen handelt. Ein Beispiel: Nach sechs Monaten werden 100% des Listenpreises ersetzt, in den darauffolgenden 90% und so weiter.
  • Parkschaden: Im Zuge einer Teilkaskoversicherung sind Parkschäden nicht inkludiert, da dies nicht zu höherer Gewalt zählt, es gibt jedoch Zusatzpakete, die dies inkludieren.
    Vandalismus: Hier trifft gleiches wie bei einem Parkschaden zu. Ebenfalls gibt es hier Zusatzpakete, um sich dagegen zu schützen.

Welche Leistungen bietet nur die Vollkaskoversicherung?

Wie schon erwähnt handelt es sich bei der Vollkaskoversicherung um ein Premiumprodukt, welches nur bei Neufahrzeugen zu empfehlen ist. Zwei Bereiche sind hier besonders interessant.
Grobe Fahrlässigkeit: Es gibt keine Versicherung, die von Haus aus bei grober Fahrlässigkeit greift. Das betrifft beispielsweise eine winterliche Fahrt auf Sommerreifen. Allerdings lässt sich ein Zusatzpaket ordern, das solche Fälle abdeckt, was sich jedoch nachhaltig auf die Prämien auswirkt.
Leasingrestwert: Ein besonderer Fall ist hier der Totalschaden, wenn Sie das Auto über eine Leasinggesellschaft finanzieren. Für die gesamte Zeit des Leasingverhältnisses wird ein sogenannter Leasingrestwert berechnet. Sollte ein Totalschaden vorherrschen und dieser die Kosten des Leasingrestwertes übersteigen, müsste der Leasingnehmer die Differenz aus dem eigenen Geldbeutel bezahlen. Im Zuge der Vollkaskoversicherung kann ein Produkt abgeschlossen werden, welches die Differenz bzw. den Restwert übernimmt, sodass Sie keine bösen Überraschungen ereilen können.

Was ist bei KFZ-Versicherungen im Allgemeinen zu beachten?

Hier gibt es natürlich sehr viele Bereiche, die wir nun anführen könnten. Wir haben uns die zwei wichtigsten Aspekte herausgepickt, die wir nun kurz und knapp vorstellen werden.

  • Die regionale Gültigkeit der Versicherung: Wenn Sie nun eine KFZ-Versicherung in Österreich abschließen, so können Sie sich auch darauf verlassen, dass die Leistungen innerhalb von Österreich und Europa gelten. Sollte Sie außerhalb von Österreich auf Reisen sein, nehmen Sie auf jeden Fall die grüne Versicherungskarte mit, welche Sie kostenlos bei Ihrer Versicherung beantragen können. Wenn Sie einen Aufenthalt in weiter entfernte Länder planen, beispielsweise außerhalb von Europa, klären Sie das mit der Versicherung unbedingt ab. Zwar können kurzfristig Mehrkosten entstehen, dafür genießen Sie aber weiterhin das volle Leistungspaket.
  • Der Selbstbehalt: Der Selbstbehalt, auch Schadenersatzbeitrag, ist der Betrag, den die Versicherung dann verlangt, wenn der Schaden die Höhe des Selbstbehaltes übersteigt. Sollte die Summe darunter liegen, muss der Versicherungsnehmer für den Schaden selbst aufkommen.
    Drei Modelle sind hier zu unterscheiden:
    – Der generelle Selbstbehalt
    – der eingeschränkte Selbstbehalt
    – der proportionale Selbstbehalt

Der generelle Selbstbehalt wird im Falle einer Kaskoversicherung auf alle Kaskoschäden angewandt, unabhängig von der Schadensursache. Der eingeschränkte Selbstbehalt wird bei Glasbruch, Vandalismus, Parkschäden oder einen Umfall fällig, wobei mit einem Zusatzpaket diese Faktoren in den generellen Selbstbehalt miteinbezogen werden können. Bei manchen Assekuranzen wird ein proportionaler Selbstbehalt fällig. Hier gibt es keinen fixen Betrag, sondern der Versicherungsnehmer muss stets einen gewissen Prozentsatz des Schadens bezahlen. Zumeist liegt der Prozentsatz bei 5%.

Wie wählen Sie die richtige Höhe des Selbstbehaltes?

Bei einer Kaskoversicherung liegt in der Regel stets ein Selbstbehalt vor. Prinzipiell muss der Versicherungsnehmer keinen Selbstbehalt in Kauf nehmen, sodass die Versicherung stets vollkommen einsteht. Das ist jedoch nicht zu empfehlen, da die Prämien somit exorbitant steigen.

Der Selbstbehalt liegt normalerweise bei 300€ bis 400€. Je höher Sie diesen ansetzen, umso niedriger fällt die Prämie aus. Dabei sollten Sie jedoch Vorsicht walten lassen. Wählen Sie den Selbstbehalt immer so, dass dieser auch realistisch zu verkraften ist. Schließlich hilft es nur wenig, wenn die Prämie billig ist, aber Sie niemals einen Selbstbehalt von 1.500€ stemmen können.

Was ist die motorbezogene Versicherungssteuer?

Viele Autobesitzer sind sich nicht bewusst, dass im Zuge einer Versicherung auch eine motorbezogene Versicherungssteuer zu bezahlen ist. Neben der Mineralölsteuer sowie der NOVA handelt es sich um den dritten wichtigen Steuersatz auf dem Fahrzeugmarkt. Diese betrifft Automobile sowie Motorräder. Fachlich gesehen besitzt die Steuer Gültigkeit bei Kraftfahrzeugen bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Diese Steuer stellt einen wesentlich Teil der Versicherungsprämie dar, welche automatisch in der Haftpflichtversicherung mitgerechnet wird.

Nach welchen Kriterien richtet sich diese Steuer?

Prinzipiell ist der Sachverhalt sehr einfach. Umso höher die Kilowattanzahl, desto höher fällt die Steuer aus. Hier eine Auflistung für Fahrzeuge, wobei die Preise so zu verstehen sind, wie viel pro Monat zu zahlen ist, wenn eine jährlich Zahlung vereinbart wird.
– die ersten 24 Kilowatt: kostenlos
– für weitere 66 Kilowatt: 0,62€ je Kilowatt
– für weitere 20 Kilowatt: 0,66€ je Kilowatt
– was über 120 Kilowatt hinausgeht: 0,75€ je Kilowatt

Der Mindeststeuersatz liegt bei 6,20€, der Höchststeuersatz bei 72€, wobei auch unter diesen Zahlen wieder der monatliche Beitrag bei einer jährlichen Zahlungsweise zu verstehen ist.

Wo können Sie bei einer KFZ-Versicherung sparen?

Einen wichtigen Bereich haben wir bereits in den letzten Absätzen abgedeckt. Das Spiel mit dem Selbstbehalt kann zu Einsparungen führen. Wir wollen uns nun eingehend mit den Bonus-Malus Stufen beschäftigen und stellen anschließend noch ein paar weitere Einsparmöglichkeiten dar.

  • Das Bonus-Malus System: Das System wird in Stufen von 0 bis 18 eingeteilt. Diese Stufen geben Auskunft über die Höhe ihrer Prämie. Der österreichische Versicherungsverbund führt darüber Buch. Die Stufe 9 wird dabei als Standard gesehen. Hier werden auch 100% der Prämie fällig. Hat man Stufe 0 erreicht, so gilt es 60% weniger zu zahlen, als bei Stufe 9. Niedrige Stufen werden durch jahreslanges unfallfreies Fahren erreicht. Bevor Sie eine neue Versicherung abschließen, wird überprüft, welche Bonus-Malus Stufe bei Ihnen aktuell vorliegt. Nun gibt es noch einige Eigenheiten, die wir kurz vorstellen wollen.
  • Die erstmalige Anmeldung: Dies betrifft Personen, auf die länger als 12 Monate kein Fahrzeug zugelassen war, oder Fahranfänger. Hier werden Sie in Stufe 9 eingeordnet.
    Können Bonus-Malus Stufen übernommen werden?: Prinzipiell ist das möglich. Sollte die Person, von der Sie die Stufen übernehmen wollen, das Fahrzeug innerhalb der letzten 12 Monate abgemeldet haben oder im Zuge der Übergabe der Stufen abmelden, steht dem Vorhaben nichts im Wege. Allerdings ist der Personenkreis auf Eltern, Großeltern, Ehepartner bzw. Partner sowie Lebensgefährten und Gewischter im gleichen Haushalt beschränkt.

Quelle und aktuelle Angebote: http://www.grawe.at/de/index.htm

Wie sieht es bei einem Zweitwagen aus?: Sollten Sie das erste Mal einen Zweitwagen anmelden, starten Sie auch hier in Stufe 9. Sollten Sie bei der gleichen Versicherung bleiben, die bereits der Erstwagen versichert, gibt es fast immer Rabatte.
Welchen weiteren Einsparmöglichkeiten gibt es?
Hier folgen noch drei weitere Faktoren. Wer über einen Jahreskarte für den öffentlichen Nahverkehr verfügt, erhält in der Regel einen zusätzlichen Rabatt. Auch bestimmte Berufsgruppen sind davon betroffen, was jedoch im Einzelfall mit der Versicherung abzuklären ist. Entscheidend ist übrigens auch, welches Zahlungsintervall sie wählen. Wer am meisten Geld sparen will, der wählt eine jährliche Zahlung sowie Bankeinzug. Das heißt, dass die Versicherungsprämie jeweils ein Jahr im Voraus bezahlt. Ebenfalls möglich sich folgende Zahlungsintervalle:
– halbjährlich
– quartalsmäßig
– monatlich
Welche Einsparungsmöglichkeiten gibt es bei Kaskoversicherungen?
Für Kaskoversicherungen, egal ob Teilkasko oder Vollkasko, gibt es einige Faktoren, um die Prämie nachhaltig zu senken. Hier die drei wichtigsten Faktoren:
– Ihr Fahrzeug wird in einer Garage abgestellt
– Ihr Fahrzeug verfügt über eine elektronische Diebstahlsicherung
– Sie streben eine längere Vertragsbindung an (bis zu 10% Rabatt möglich)

Wie können Sie die KFZ-Versicherung wechseln?

Sie haben einen KFZ-Versicherungsvergleich gemacht, welchen wir später noch kurz vorstellen möchten, und sind dahinter gekommen, dass ein Konkurrent weitaus günstigere Preise bietet? Dann sollten Sie unbedingt wechseln. In der Regel beläuft sich die Vertragslaufzeit einer KFZ-Versicherung auf ein Jahr, sofern Sie keine längere Vertragslaufzeit abgeschlossen haben. Zu kündigen ist stets zwei Monate im Vorhinein. Es gibt jedoch noch drei weitere Gründe für eine Kündigung.

  • Die Prämien wurden erhöht: Natürlich kann es vorkommen, dass die Prämien für die Versicherung erhöht werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine sogenannte Indexanpassung handelt oder aber die Assekuranz aus scheinbarer Lust und Laune die Preise erhöht. In diesem Fall greift das Sonderkündigungsrecht. Nach Mitteilung über die Preiserhöhung haben Sie einen Monat Zeit, um zu kündigen.
  • Die Versicherung übernimmt den Schadensfall nicht: Sofern die Leistungen für einen Schaden verweigerst worden sind, kann der Versicherungsnehmer innerhalb von einem Monat kündigen aber auch gekündigt werden.
  • Sie wechseln das Fahrzeug:Sollte Sie ihr Fahrzeug verkaufen, kann die Versicherung umgehend gekündigt werden. Dabei spielen Fristen überhaupt keine Rolle. Die Kündigung der Versicherung übernimmt dabei jedoch nicht der Verkäufer, sondern der Käufer des Fahrzeuges.

Was ist bei einem Wechsel der Versicherung zu beachten?

Sollte Sie also zu dem Schluss gekommen sein, dass Sie die Versicherung wechseln möchten, dann muss unbedingt ein Vergleich vorgenommen werden. Im Internet finden sich unzählige KFZ-Versicherungsrechner, die bereitwillig ihre Dienste anbieten. Wichtig ist hierbei, dass umfangreiche Eingaben getätigt werden können.

Nur so erhalten Sie ein nachhaltiges Ergebnis, das für einen Vergleich auch sinnvoll ist. Das heißt, dass Prämien sowie Leistungen genau unter die Lupe genommen werden. Welche Faktoren dabei eine Rolle spiele, durften Sie in diesem Ratgeber schon zu genüge erfahren. Wir wollen abschließend nein zwei Rechenbeispiele geben, einmal die Haftpflichtversicherung und einmal Haftpflichtversicherung plus Vollkasko.

Als Vergleichsobjekt dient folgendes Auto:
– BMW 318i Fleet Touring, 100kw, Baujahr 2010, Erstzulassung 02.01.2010, fabrikneu bei
Erstzulassung sowie Barkauf, bis 10.000km im Jahr, Barkauf
– keine Sonderausstattung, Fahrzeug ist auf Sie zugelassen
– Angaben zur Person: männlich, 01.01.1980, wohnhaft in 1080 Wien, derzeit keine
Autoversicherung, Bonus-Malus Stufe 6
Nur Haftpflichtversicherung

Hierbei wählen wir als Versicherungssumme 10€ Millionen Euro, sonstige Pakete, wie Assistance, Freischaden oder Rechtsschutz lassen wir weg. Die Zahlungsweise erfolgt jährlich sowie mit Bankeinzug. Auch Rabatte werden nicht geltend gemacht. Des Weiteren akzeptieren Sie einen Selbstbehalt.

Ergebnis günstiges Angebot:
– Anbieter ERGO
– 917,14€ jährlich
– motorbezogene Versicherungssteuer: € 570,24 jährlich (ist in der Prämie schon inkludiert)
– Versicherungssumme 15€ Millionen
– Selbstbehalt 400€
Haftpflicht plus Vollkaskoversicherung

Hier muss nun zusätzlich angegeben werden, wann der Kaskoselbstbehalt fällig wird. Wir wählen hierbei alle Schäden aus. Die Versicherungssumme für die Haftpflicht bleibt bei 10€ Millionen Euro. Zusätzliche Deckungsoptionen werden ebenfalls weggelassen, um den Vergleich transparenter zu gestalten. Die Bezahlung erfolgt auch hier jährlich sowie per Bankeinzug.

Ergebnis günstiges Angebot:
– Anbieter Zürich Connect
– 1741,40 jährlich
– motorbezogene Versicherungssteuer: € 570,24 jährlich (ist in der Prämie schon inkludiert)
– Selbstbehalt 5%, wobei mindestens 550€
– Vertragsbindung auf 4 Jahre

Deine Meinung ist uns wichtig

*