Einkommenssteuer in Österreich – Worauf achten

In Österreich ist die Einkommensteuer eine Steuer, die auf das Einkommen natürlicher Personen erhoben wird. Sie ist als gemeinschaftliche Bundesabgabe anzusehen, welche direkt am Einkommen der Personen anknüpft, wobei das Steueraufkommen gemäß des so genannten Finanzausgleichs in Österreich zwischen Gemeinden, Ländern und Bund aufgeteilt wird.
Das Einkommensteuerecht basiert auf dem Einkommensteuergesetz des Deutschen Reiches, wobei die derzeit gültige Version seit dem 7. Juli 1988.

Einkunftsarten

Das Einkommen einer Person in Österreich setzt sich dabei grundlegend aus den einzelnen Einkünften dieser Person zusammen, welche sich nach dem österreichischen Einkommensteuerrecht in sieben Einkunftsarten einteilen lassen. Zur ersten gehören die Einünfte aus Land- und Forstwirtschaft, die zweite Art stellen Einkünfte aus selbstständiger Arbeit dar und Einkünfte aus Gewerbebetrieb machen die dritte Art aus. Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, beispielsweise als Arbeiter oder Angestellter, stellen die vierte Art, weiter besteht die fünfte Art aus Einkünften aus Kapitalvermögen und die sechste aus Einkünften aus Vermietung und Verpachtung.

In die siebte Arte werden alle sonstigen Einkünfte eingeordnet, beispielsweise manche Leibrenten, Spekulationsgewinne oder auch Einkünfte aus gelegentlichen Vermittlungen und anderen Leistungen.

Die Steuersätze der Einkommensteuer

In Österreich existieren im Einkommensteuertarif vier Tarifzonen mit insgesamt drei Progressionsstufen. Ab der Steuerreform 2009 gelten als Grenzsteuersätze

0,00 % für Einkommensteile zwischen 0 und 1.000 im Jahr,
36,5 % für Einkommensteile im Bereich 11.000 Euro und 25.000 Euro im Jahr,
43,2143 % für Einkommensteile zwischen 25.000 und 60.000 Euro im Jahr und
50 % für Einkommensteile die 60.000 Euro im Jahr übersteigen.

Das jeweils zu versteuernde Einkommen wird erst einmal einer Tarifzone zugeordnet, wonach sich der Steuerbetrag nach verschiedenen Formeln berechnen lässt.

Besondere Ausgestaltungen der Einkommensteuer in Österreich

Sonderzahlungen werden bis zu einem Sechstel der normalen Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit mit lediglich 6 % pauschal besteuert, eine betragliche Obergrenze gibt es hier nicht.
Als Kapitalertragssteuer werden von Kapitalerträgen in der Regel 25 % von den Banken einbehalten und an den Staat abgeführt. Wenn ein entsprechender Antrag gestellt wird, können Kapitalerträge aber auch zu einem niedrigeren Tarifsteuersatz besteuert werden.

Welche Absetzbeträge gibt es?

Bei Dividenden wird unter bestimmten Bedingungen nur der halbe Steuersatz angewandt. Fahrtkosten zwischen dem eigenen Wohnsitz und dem Arbeitsplatz wird durch einen pauschalen „Verkehrsabsetzbetrag“ Sorge getragen, abzugsfähig ist er in der Regel nicht.
Spenden können bis zu einer Höhe von 10 % gemessen am Einkommen aus dem Vorjahr abgezogen werden.

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