Erbschaftssteuer & Schenkungssteuer in Österreich – Ratgeber

Eine erfreuliche Nachricht für alle, die im Bereich „Immobilien“ tätig sind und etwas erben oder selbst eine Immobilie verschenken möchten, gab es im Jahr 2008 eine erfreuliche Änderung im österreichischen Gesetz. Seit dem 1. August 2008 fällt keine Schenkungssteuer oder Erbschaftssteuer mehr an – Diese Neuerung führte jedoch auch zu Detailänderungen.

Wann habe ich eine Anzeigepflicht?

Für Schenkungen muss ich diese gegenüber dem jeweiligen Finanzamt angeben, dies gilt auch bei Grundstücken, die vererbt/unentgeltlich übertragen (geschenkt) werden. Für Details hierzu sollte man sich trotzdem zur Absicherung im Detailfall an einen Steuerberater wenden, auch ein Notor kann helfen, um die erforderlichen Dokumente rechtsgültig und korrekt aufzusetzen.

Warum wurde die bisherige Steuer gestrichen?

Die Streichung folgte aufgrund viel Aufwand im personellen Bereich, weiters nahm die Bearbeitung viel Zeit in Anspruch. In Relation dazu wurden nur geringe Mehreinnahmen durch Steuern aus der Schenkungssteuer bezogen.

Kritiker: Vermögen in Österreich liegen unterliegen aktuell keiner Besteuerung. Somit sind im Vergleich hohe Arbeitseinkommen benachteiligt. Die Diskussion über eine mögliche Wiedereinführung der Steuern sowie eine Ergänzung durch eine zusätzliche Vermögenssteuer wird immer wieder geführt.

Sparbuch oder Bargeld: Info ans Finanzamt muss erfolgen!

Sparbuch oder Bargeld: Info ans Finanzamt muss erfolgen!

Steuerliche Aspekte beim vererben/verschenken von Grundstücken

Sollte ein Erwerb von einer Liegenschaft (unentgeltlich) erfolgen, so sind auch aktuell (2014) Steuern fällig – Die Grunderwerbssteuer muss bezahlt werden.

Was ist die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbssteuer?

Dieser liegt beim dreifachen Einheitswert – Für nahe Verwandte werden hier 2 Prozent angesetzt, ansonsten sind 3,5 % anzunehmen.

  • Ehepaare: Bei Grundstücksflächen unter der Größe von 150 m² ist es möglich, eine steuerfreie Aufteilgung durchzuführen.
  • Wichtig: Eine Meldung beim Finanzamt muss erfolgen. Dies gilt auch dann, wenn Bargeld oder Sparbuch verschenkt werden – Bei Verwandten für Vermögen im Wert ab 50.000 Euro.

 

 

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