EURIBOR – Begriffserklärung im Finanzlexikon

Der EURIBOR ist der Leitzinssatz, an den in der Regel die Zinsen in einem bestimmten Rhythmus – meist alle drei Monate – angepasst werden.

Zinsanpassung von Krediten

Dies geschieht unter anderem bei Krediten, die sich durch einen variablen Zinssatz auszeichnen.

EURIBOR steht dabei für European Interbank Offered Rate und beschreibt den Zinssatz, zu welchem die Banken in Europa untereinander mit Geldern handeln. Der Euribor – European-Interbank-Offered-Rate – ist ein besonderer Zinssatz, welcher bei den europäischen Banken für den Handel von Einlagen verwendet wird. Die Laufzeiten können hierbei zwischen einer Woche und bis zu zwölf Monaten liegen. Der Euribor gestaltet sich daher als ein sehr wichtiger Referenzzinssatz bei den Krediten und hier gerade bei Euro Anleihen. Jeden Tag werden von Kreditinstituten die Sätze angeboten, die unter dem Begriff Offered-Rates bekannt sind. Für die Monatsgelder muss dieses Angebot bis 11.00 Uhr beim Informationsanbieter eingegangen sein – nach Brüsseler Zeit.

Die Veröffentlichung erfolgt täglich und ist eine wichtige Verhandlungsbasis für kurzfristige Darlehen oder Kredite. Er dient aber auch für die Festgeldanlagen. Somit ist es jedem möglich, über den Zinssatz beim Festgeld zu verhandeln. Die Banken geben daraufhin das Eurogeld aus, welches mit Kreditlaufzeiten von ein bis drei oder auch sechs Monaten angelegt werden kann. Auf den Zinssatz des Euribor werden nunmehr 0,5 bis zu 2,0 Prozentpunkte gerechnet und ergeben damit den endgültigen Zinssatz.

Für Kredite sehr wichtig

So werden 15 unterschiedliche Zinssätze und auch 15 verschiedene Laufzeiten gebildet. Die Banken leihen sich die sogenannten Termingelder. Sollte eine längere Laufzeit gewählt werden, die diesen Rahmen überschreitet, greift man auf den normalen Marktzins zurück, der sich meist an den Zinssätzen aktuell für die Hypotheken oder auch die Pfandbriefe orientiert. Der Euribor ist damit der wichtigste Referenz-Zinssatz, der für die Darlehen und Kredite eine sehr gewichtige Rolle spielt. Je nach der aktuellen Lage können diese entsprechend steigen oder aber auch sinken. So kann er selbstverständlich auch bei eher variabel verzinsten Swaps oder Anleihen herangezogen werden. Die Zeitausprägungen sind sehr unterschiedlich gestaltet. So stehen ein bis drei Wochen zur Verfügung oder auch ein bis zwölf Monate. Meist greift man auf die drei- oder sechsmonatige Laufzeit zurück, da hier eine besondere Stabilität beziehungsweise eine Erhöhung während der Laufzeiten zu erwarten ist.

Aktuelle tägliche Übersichten

Der Euribor wird täglich neu errechnet und veröffentlicht. Bei den 3-Monats- und 6-Monats-Laufzeiten lassen sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren gute und lukrative Gewinne erzielen. Der Aufwärtstrend ist deutlich zu erkennen und wird auch täglich neu bestätigt. Bei einer Jahresübersicht und auch den aktuellen Werten ist eine extreme Schwankung zu verzeichnen. Sehr hohe und auch sehr niedrige Werte gehen aus den verschiedenen Grafiken heraus und machen den Euribor ebenso wichtig, wie er ist. Die Gewinnspanne der Banken richtet sich nach der Höhe. Bei sehr geringen Werten werden meist auch die Zinssätze für den Kunden gesenkt und natürlich auch umgekehrt.

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