Finanz & Wirtschafts Begriffe – Erklärungen im Lexikon

Der Begriff der Bilanz kommt aus dem Lateinischen und bedeutet dort soviel wie Waage oder Balkenwaage.

Dabei ist die Bilanz eine Aufstellung von Herkunft und Verwendungen von Kapital, welches aus einem Subjekt der Wirtschaft zum Beispiel aus einem Unternehmen oder einer Körperschaft stand. Die Bilanz ist damit eine Gegenüberstellung von Vermögen. Das Kapital, auch genannt Aktiva, und die Schulden, die so genannten Passiva, werden in Kontenform dargestellt.

Eine andere Betrachtungsweise stellt die Dynamik der Betriebsmittel in den Vordergrund. Diese verwendet die Begriffe Mittelverwendung für die Aktivseite und Mittelherkunft für die Passivseite.

Die Bilanz ist Bestandteil des Jahres-, eines Zwischenabschlusses oder anderer Stichtagsanalysen eines Unternehmens. Sie stellt mit der Gewinn- und Verlustrechnung den Erfolg eines Unternehmens aus wirtschaftlicher Sicht in einer Vergangenheitsbetrachtung dar. Die Erstellung einer Bilanz wird auf einen Stichtag, den sogenannten Bilanzstichtag erstellt. Während die Gewinn- und Verlustrechnung für einen Zeitraum erstellt wird.

Rechentechnisch stellt die Bilanz die aus der Buchführung ermittelte Vermögensübersicht systematisch gegliedert und mathematisch dar. Durch Vergleich der Endbestände der verschiedenen Aktiv- bzw. Passivkonten zu unterschiedlichen Zeitpunkten kann die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens zeitübergreifend dargestellt werden. In dabei wird durch Einsichtnahme in die Buchführung der wirtschaftliche Erfolg nachvollzogen. Diesen Vergleich nennt man auch Betriebsvermögensvergleich.

Die Bilanz erfüllt dabei folgende für das Unternehmen grundlegende, sehr wichtige Funktionen:

Die Dokumentationsfunktion

Die Bilanz gibt eine vollständige Auskunft über das insgesamt vorhandene Vermögen des Unternehmens. Durch Festhalten des Vermögens in der Bilanz wird diese zu einem handels- und steuerrechtlich aussagekräftigen Rechenwerk über die vom Unternehmen getätigten Geschäfte. Die Bilanz stellt somit den formellen Abschluss der Buchführung und eine Gesamtauflistung aller finanziellen Transaktionen im Betrieb dar.

Die Gewinnermittlungsfunktion

Der Vergleich des Eigenkapitals über den Zeitraum von einem Geschäftsjahr hinweg ergibt unter Berücksichtigung der stattgefundenen Transaktionen den Gewinn oder Verlust dieser Jahresperiode.

Dabei wird das Zustandekommen des Gewinns bzw. des Verlusts detailliert nachgewiesen, indem die im Eigenkapitalkonto vorgelagerte Gewinn- und Verlustrechnung betrachtet wird.

Informationsfunktion

Die Informationsfunktion kann als Selbstinformation oder als Drittinformation gesehen werden. Ziel ist es bei der Selbstfunktion, dass dem Kaufmann auf diesem Weg ein Instrument zur Steuerung seines Unternehmens direkt gegeben ist. Aber auch interessierte Dritte, potentielle Kreditgeber oder Gläubiger und auch Geschäftsführer und Partner haben mit diesem Informationsinstrument einen Überblick über die finanziellen Transaktionen im Unternehmen. Es gibt verschiedene Arten von Bilanzen: die laufenden Bilanzen, die Sonderbilanzen, die Handelsbilanz, die Einzelbilanz und die Eröffnungsbilanz. Diese sollen im Folgenden näher erläutert werden.

Laufende Bilanzen

Bilanzen werden in der Regel zumindest zum Ende jedes Geschäftsjahres erstellt. Zum Beispiel auf den 31.12. eines Jahres. Unternehmen, die an der Börse notiert sind, sind auch zur Veröffentlichung von Zwischenbilanzen auf das Ende jedes Quartals gesetzlich verpflichtet. Das heißt, es müssen auch Wochen-, Monats- und Jahresbilanzen einzeln angegeben werden.

Sonderbilanzen

Neben den regelmäßig zu erstellenden Bilanzen gibt es auch besondere Bilanzen, welche zu verschiedenen Zeitpunkten gesetzlich vorgeschrieben, oder als Entscheidungsgrundlage für weitere finanzielle Transaktionen sinnvoll sind. Hierzu zählen insbesondere die Gründungsbilanz und die Liquidationsbilanz. Aber auch die Fusionsbilanz.

Handelsbilanz

Die meisten Unternehmen sind dazu gesetzlich verpflichtet, dass sie sowohl eine Handelsbilanz als auch eine bereits vorher erstellte Steuerbilanz nachweisen können. Dies wird mit der Geltungsmachung der Handelsbilanz erreicht.

Bonität – Erklärung

Der Begriff der Bonität stammt aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie Vortrefflichkeit. Heute versteht man unter der Bonität die Kreditwürdigkeit in der Finanzwirtschaft.

Die Bonität beschreibt dabei, inwiefern eine Person oder ein Staat die aufgenommenen Schulden zurückzahlen kann und möchte. Es wird also die wirtschaftliche Zahlungswilligkeit mit der Bonität beschrieben. Bei Emittenten von Wertpapieren wird unter Bonität die Fähigkeit verstanden, die Emission nebst Zinsen zu bedienen und tilgen zu können. Daraus ableitbar ist die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer in der Lage und willens ist, die erforderlichen Rückzahlungen zu leisten. Die Bonität wird dabei im Allgemeinen vom Geldgeber bestimmt.

Die Bonität beinhaltet dabei zwei regelmäßige und zugleich sehr wichtige Kriterien. Bei einem Kriterium steht dabei die wirtschaftliche Rückzahlungsfähigkeit im Vordergrund der Analyse. Bei der persönlichen Kreditwürdigkeit wird die persönliche Zuverlässigkeit und Zahlungswilligkeit des Kreditnehmers bewertet. Für eine aussagekräftige Einschätzung der Kreditwürdigkeit sind dabei die beruflichen und fachlichen Qualifikationen bei natürlichen Personen als Kreditnehmer und vom Management bei Unternehmenskrediten von Interesse.

Bonität in der Wirtschaft

Bei der wirtschaftlichen Kreditwürdigkeit hingegen geht es um die wirtschaftlichen Fähigkeiten der Privatperson oder des Unternehmens aufgrund der vergangenen und der vermutlich zu erwarteten wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers. Damit verbunden ist auch die Erwartung der Rückzahlungsmöglichkeiten des Kreditnehmers. Diese Fähigkeit der Rückzahlung wird auch als Kapitaldienstfähigkeit bezeichnet.

Für die Bestimmung der Bonität werden Daten, wie Einkommensnachweise, Bilanzen usw. hinzugezogen. Gläubiger, insbesondere Kreditinstitute, müssen ihre Kreditrisiken professionell einschätzen können. Deshalb wurden Verfahren auf betriebswirtschaftlich-statistischer Grundlage entwickelt, welche sich systematisch mit der Ermittlung und der Einstufung der individuellen Bonität eines Schuldners befassen.

Was ist ein Aktionär?

Der Aktionär ist Inhaber eines in der Aktie verkörperten Anteils von Grundkapital, welches einer Aktiengesellschaft gehört. Damit ist der Aktionär mitgliedschaftlich an dem betroffenen Unternehmen beteiligt. Die Stellung als Aktionär kann durch die Gründung einer Aktiengesellschaft, dem sogenannten originären Erwerb, oder durch Kauf am Sekundärmarkt bzw. durch Erbgang, ein sogenannter derivativer Erwerb, erlangt werden. Aktionäre können sowohl natürliche, also Privatpersonen als auch juristische Personen sein.

Es gibt verschiedene Arten von Aktionären, welche nach dem Aktiengesetz als Inhaber von Aktien einer Gattung alle gleich zu behandeln sind. Dennoch können Aktionäre nach der Größe ihres Anteils am Grundkapital sowie nach dem Zweck ihres Aktienerwerbs unterschieden werden.

Hauptaktionär und Kleinaktionär

Dabei macht man den Unterschied zwischen einem Hauptaktionär und einem Kleinaktionär. Unter dem Hauptaktionär versteht man den Aktionär, der das größte Aktienpaket an einer Aktiengesellschaft hält. Ein Hauptaktionär mit über 50% Anteil der Stammaktien kann das Unternehmen weitgehend kontrollieren, er ist Mehrheitsaktionär und verfügt damit über eine sehr große Macht über die Firma.

Großaktionäre sind Aktionäre, die ähnlich wie der Hauptaktionär einen großen Anteil der Firma in Form von Aktien innehaben. Daher können sie zwar nicht ganz so großen Einfluss wie der Hauptaktionär auf die Firma ausüben, dennoch aber einen sehr merklichen.

Der Kleinaktionär ist ein Aktionär, der nur einen relativ geringen Anteil am Unternehmen besitzt. Trotz nominell gleicher Rechte im Gegensatz zum Großaktionär hat dieser aber kaum Einfluss auf das Unternehmen. Der Zusammenschluss in Aktionärsvereinigungen wirkt diesem Nachteil entgegen. Die Kleinaktionäre zu einer Gruppe vereint können auch sehr großen Einfluss auf das Unternehmen haben.

Der Begriff der Arbitrage stammt aus dem Französischen und bedeutet dort soviel wie „Gutdünken“ oder „freie Wahl“. Es bezeichnet das Ausnutzen von Preisunterschieden für gleiche Waren auf verschiedenen Märkten.

Infolge der ausgleichenden Wirkung der Arbitrage passen sich die Preise in verschiedenen Märkten einander an, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dieser Vorteil existiert in der Regel nur eine bestimmte Zeit lang und ist daher einer sehr schnellen Veränderung unterworfen. Bei der Durchführung von Arbiträgen gibt es ein sehr häufig angewendetes Verfahren.

Bei der praktischen Durchführung der Arbitrage kauft der Arbitrageur an dem einen Ort das billigere Instrument, bei simultanem Verkauf des teureren Instruments an einem anderen Ort, ohne dass es für ihn dabei zu nennenswerten Nettoausgaben kommt. Jede Arbitrage beruht hierbei auf dem ökonomischen „Gesetz des einheitlichen Preises“.

Gewinne durch die Arbitrage

Beobachtet zum Beispiel ein Arbitrageur, dass der Euro in den USA zu einem Kurs A und in der EWWU (Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion) zu einem höheren Kurs B gehandelt wird, so könnte er eine große Menge an Euro in den USA kaufen und (theoretisch) gleichzeitig teurer in der EWWU verkaufen. Durch die theoretische Gleichzeitigkeit der Handlungen wäre ein risikoloser Gewinn erzielt.

In einer strengeren Definition gilt Arbitrage nur dann als möglich, wenn die Gewinnerzielung nicht nur risikoarm, sondern risikolos, also sicher erfolgen kann. Zudem gibt es auch noch unterschiedliche Arten von Arbitragen, wie zum Beispiel die geografische Arbietrage oder die statistische Arbitrage. Bei ersterer werden Arbitragen im Vergleich zu anderen Kontinenten oder Länder gehandelt. Bei Letzteren werden historisch korrelierende Güter betrachtet, verglichen und damit versucht Gewinne zu erzielen.

Was ist ein Bluechip?

Der Blue Chip ist eine ursprünglich US-amerikanische, heute weltweit gebräuchliche Bezeichnung für Unternehmen oder Kunden mit besonders hohem Wert, der nach gewissen Kriterien, wie zum Beispiel Umsatz, Absatz etc. erfolgt.

Der Begriff Blue Chip wird insbesondere verwendet für umsatzstarke Aktien. Von Aktiengesellschaften mit hohem Börsenwert wird dieser Blue Chip jeweils auch stark beeinflusst. Aktien großer, internationaler, allgemein bekannter und angesehener Unternehmen von hoher Solidität und Bonität haben auch großen Einfluss auf Blue Chips. Substanz- und Ertragsstärke sind wesentliche Merkmale, um einen Blue Chip zu bekommen und sich mit diesen auch auszeichnen zu dürfen.

Blue-Chip-Aktien sind weltweit an den wichtigsten Börsen notiert. Ihre Kursentwicklung wird häufig der Berechnung von Indizes zugrunde gelegt. Blue Chips sind beispielsweise im Dow Jones Industrial Average, aber auch im EURO STOXX 50, DAX und im SMI vertreten.

Was ist die Bafin?

Der Begriff BaFin ist die für die Bundesaufsicht über Finanzdienstleistungsunternehmen, darunter auch die Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds, zuständige Aufsichtsbehörde. 2002 wurde diese durch Zusammenlegung des Bundesaufsichtsamts für das Kreditwesen, des Bundesaufsichtsamts für das Versicherungswesen (BAV) und des Bundesaufsichtsamts für den Wertpapierhandel eingerichtet.

Diese Zusammenlegung dient der immer wichtiger werdenden Allfinanzaufsicht. Damit ist die BaFin eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn und Frankfurt am Main. Die rechtliche und fachliche Aufsicht der BaFin hat das Bundesministerium für Finanzen.

Ziele der BaFin

Die Aufgaben der BaFin sind mit dem Ziel verbunden, „die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge durch die Versicherungsunternehmen sicherzustellen“. Weiterhin sollen faire und durchschaubare Verhältnisse auf den Finanzdienstleistungsmärkten gewährleistet werden können. Weitere wichtige Aufgaben liegen im Verbraucherschutz sowie in der Bekämpfung der landesweiten Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung. Die BaFin dient also der Überwachung und Finanzierung wichtiger Finanzdienstleistungen im Bundesgebiet.

Die zentralen Organe der BaFin sind das Direktorium, der Präsident und der Verwaltungsrat. Die zentralen Organe der BaFin werden durch das Direktorium gesamtverantwortlich geleitet und verwaltet. Dies bedeutet, dass die dort ansässigen vier Präsidenten die Aufgabe haben, zusammen mit den vier Geschäftsbereichen die Tätigkeiten der BaFin zu steuern.

Beschlüsse innerhalb der BaFin

Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst aus den jeweiligen Geschäftsbereichen gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Präsidenten den Ausschlag über die Durchsetzung oder Unterlassung eines Vorhabens. Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung.

Dieser besteht aus 21 Mitgliedern, darunter sechs Vertreter diverser Ministerien, fünf Bundestagsabgeordnete sowie zehn Vertreter der beaufsichtigten Unternehmen, darunter vier Vertreter der Versicherungsunternehmen. Diese haben ebenfalls erheblichen Einfluss auf Entscheidungen der BaFin in wichtigen finanztechnischen Angelegenheiten, welche der BaFin zugeordnet werden.

Die Aufgaben der BaFin sind vielfältig. Zunächst überwacht sie die Geschäftsführung, prüft aber auch den Jahresabschluss und fertigt den Lagebericht und den Bericht über die Hauptversammlung an. Im Fall der sog. Führungslosigkeit der AG kommen auf den Aufsichtsrat weitergehende Aufgaben der Passivvertretung und ggf. Insolvenzantragstellungspflicht zu.

Aufsichtsrat – Erklärung

Der Aufsichtsrat stellt ein Kontrollgremium einer Kapitalgesellschaft dar. Auch Organisationen besitzen in der Regel ein derartiges Kontrollgremium. Die Einrichtung eines solchen Kontrollgremiums ist zum Teil gesetzlich vorgeschrieben, damit das Unternehmen nach den heute erwarteten Standards funktionieren kann.

Das Vorhandensein des Aufsichtsrates kann auch mithilfe einer Satzung oder eines Gesellschaftsvertrages vereinbart sein.

Aufsichtsrate einer GmbH in Österreich

Bei einer GmbH kann in Österreich freiwillig ein Aufsichtsrat eingerichtet werden. Wobei im Falle der Vorschriften des AktG entsprechend bei einer bestimmten Größe der GmbH ein Aufsichtsrat eingerichtet werden muss.

Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe die Geschäftsführung zu überwachen. Das bedeutet, dass der Aufsichtsrat die Akteure im Vorstand zu überprüfen und deren Tätigkeit zu überwachen hat. Außerdem fallen für den Aufsichtsraten Arbeiten, wie zum Beispiel die Überprüfung der Konzernabschlüsse und der Jahresabschlüsse an. Weiterhin vertritt der Aufsichtsrat die Gesellschaft gegenüber dem Vorstand. Der Aufsichtsrat hat also nicht nur die Befugnis den Vorstand zu unterstützen, sondern auch ausdrücklich sogar die Pflicht diesen nach außen hin zu vertreten.

Bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrates muss zwischen der Zusammensetzung eines „bestimmten“ und eines „nicht bestimmten“ Aufsichtsrates unterschieden werden.

Bei Letzteren besteht der Aufsichtsrat aus drei Mitgliedern, die durch bestimmte Festlegungen in der Satzung erhöht werden kann. Dabei muss die Gesamtzahl der Mitglieder im Aufsichtsrat immer durch drei teilbar sein. Auch eine Höchstgrenze bei der Vergabe von Mitgliedern ist gesetzlich festgelegt. Die Höchstzahl von 21 Mitgliedern im Aufsichtsrat richtet sich nach dem Grundkapital der jeweiligen Gesellschaft.

Was ist eine Baisse?

An der Börse wird oft von Bullen und Bären gesprochen. Oder auch von einer Hausse oder Baisse. Die Baisse, der sogenannte Bulle stellt ein Symbol für steigende Aktienkurse bzw. eine optimistische Einstellung der Anleger, der Bär hingegen steht für Pessimismus und fallende Aktienkurse dar. Ähnlich ist es bei der Hausse und der Baisse. Während die Hausse eine Phase bezeichnet, in der die Aktienkurse stetig, sogar stark, steigen, ist mit einer Baisse gemeint, dass die Kurse an den Börsen fallen.

Kennzeichnend für die Baisse ist dabei ein langfristiger Abwärtstrend. Man spricht also nicht bereits dann von einer Baisse, wenn die Aktienkurse nur für kurze Zeit fallen. Bei einer Baisse handelt es sich um einen Fall der Aktien über mehrere Wochen oder sogar Monate. Dieser Aktienfall muss nicht zwingend stetig sein. Wichtig ist dabei mehr, dass ein fallender Trend des Aktienkurses über einen größeren Zeitraum eindeutig zu erkennen ist.

Die Baisse kann durch eine Wirtschaftskrise, aber auch durch den Vertrauensverlust der Anleger erzeugt werden. Eine Baisse kann sich auch schnell wieder durch Umstrukturierungen in einem Unternehmen oder durch neue Strategien des Unternehmens erholen.

Was bezeichnet die Asset Allocation?

Die asset allocation (englisch) bzw. Anlageaufteilung oder Portfolio-Strukturierung ist die Aufteilung (Diversifikation) eines angelegten Vermögens auf verschiedene Anlageklassen wie z. B. Anleihen, Aktien, Immobilien und Währungen.

Der grundlegende Gedanke der Asset Allocation ist die Anlage des Investmentbetrags entsprechend der Anlagepräferenzen des Investors. Dabei wird in unterschiedliche Wertpapiere und in unterschiedliche Regionen investiert.

Dabei wird auch zwischen verschiedenen Anlageformen wie Aktien, Anleihen etc. differenziert. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Anlagefokus nach kurz-, mittel- und langfristiger, sowie auch nach nationaler und internationaler Allokation. Durch die Mischung dieser soll neben einer Reduktion des Anlagerisikos auch eine höhere Rendite insgesamt erzielt werden.

Funktion der Asset Allocation

Basierend auf historischen Daten der Anlageklassen können die zu erwartende Gesamtrendite und das zu erwartende Gesamtrisiko eines Portfolios ermittelt. Durch eine Veränderung der Asset Allocation kann dieses Risiko dann indirekt gesteuert werden. Dies geschieht durch ein Umschichten von Geldmitteln zwischen den einzelnen Assetklassen des gesamten Portfolios.

Allerdings sind Umschichtungen innerhalb des Portfolios damit in der Regel mit hohen Kosten für die Transaktion verbunden, weshalb es meist sinnvoll ist, die Asset-Allocation eines Portfolios längerfristig zu planen. Damit werden dann die hohen finanziellen Belastungen in der Regel vermieden.

Umschichtungen werden bei einer aktiven Strategie vorgenommen, wenn neue öffentliche Informationen bekannt werden oder bei einer Verschiebung der relativen Anteile durch die jeweiligen Kursgewinne.Es findet also kein Buy-and-hold statt.

Da sich dann die Erträge der Werte im Einzelnen unterschiedlicher Asset-Klassen häufig nicht parallel zueinander bewegen, ist es dann auch möglich, eine positive Performance der veranlagten Gelder zu erreichen. Obwohl es bei einzelnen Teilen der Geldanlage zu einer negativen Entwicklung kommt, ist eine optimale Performance dann gegeben.

Daher kann durch Diversifikation das Risiko bei gegebener erwarteter Rendite immer minimiert bzw. die Rendite bei gegebenem Risiko gegebenenfalls maximiert werden. Die Berechnung der optimalen Asset Allocation kann damit mithilfe quantitativer Modelle wie zum Beispiel der Portfolio Selection oder des Black-Litterman-Verfahrens risikolos geschehen.

Was ist ein Börsencrash?

Als Börsencrash oder Börsenkrach bezeichnet man außergewöhnlich starke Rückgänge eines Kurses an den Börsen meist innerhalb eines Tages. Mitunter aber auch an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen. In dem meisten Fällen schließt sich ein Börsencrash an einen Börsenhype an. Dieser wird dann abrupt beendet.

Der Grund für einen Börsencrash besteht meist darin, dass die jeweiligen Kurse während des gesamten Börsenhypes in solche Höhen getrieben werden, dass sie nicht mehr mit fundamentalen Daten der Wirtschaft zu erklären sind. Die Spekulation führt dann zur Bildung einer sogenannten Spekulationsblase.

Der Auslöser für das Platzen einer solchen Blase und somit für den Börsencrash ist in der Regel eine Nachricht, welche den Anlegern plötzlich aufzeigt, dass der wirtschaftliche Aufschwung auf einmal beendet ist. Daraufhin kommt es binnen weniger Stunden zu massenhaften Verkaufsorders, ohne dass es für die Kaufinteressenten für die angebotenen Wertpapiere gibt.

Folgen des Börsencrashs

Durch das Absinken der Kursnotierungen unter der Stop-Loss-Kurse wird ein Börsencrash dann noch weiter verschärft, weil so automatisch weitere Verkäufe ausgelöst werden.

Die Kurse fallen damit unkontrolliert bis auf ein Niveau, bei welchem sie wieder auf stärkeres Kaufinteresse stoßen, was den eigentlichen Börsencrash damit wieder beendet. Meist ist ein Börsencrash aber lediglich der aufsehenerregende Beginn einer Börsenbaisse. Also einem lang anhaltenden, meist kontinuierlichen Abschwung an der Börse.

Was ist eine Bilanzsumme?

Bilanzvolumen; die Schlusssumme der linken (Aktiva) bzw. rechten (Passiva) Seite der Bilanz, die wertmäßig gleich hoch sind. Bei Buchungsfällen zwischen den Konten auf einer Bilanzseite bleibt die Bilanzsumme in der Regel unverändert.

Ein bilanzielles Vermögen, die Summe der Vermögensgegenstände bzw. Vermögenswerte, die Rechnungsabgrenzungsposten, aber auch die Korrekturposten und die Bilanzierungshilfen eines Unternehmens, welche auf der linken Seite der Bilanz aufgeführt werden fallen unter den Begriff der Bilanzsumme.

Nach einem rasanten Rekordwachstum der Bilanzsumme im Jahr 2008 ging diese im Jahr 2009 erstmals binnen eines Kalenderjahres seit 2002, um mehr als drei Prozent zurück. Ende Dezember 2009 belief sich dann die unkonsolidierte Bilanzsumme der in Österreich meldepflichtigen Kreditinstitute insgesamt auf weit über 1000 Milliarden Euro.

Unter anderem bedingt durch eine Abnahme des in- und ausländischen Interbankengeschäfts erfolgte ein rascher Rückgang im Jahr 2009 von 35 Milliarden Euro. Bei dem Stand der Forderungen an inländische Kreditinstitute war ein Rückgang von nahezu neun Milliarden Euro bzw. beinahe 29 Milliarden zu erkennen. Auch das Bankgeschäft mit ausländischen Bankkunden war bezüglich des Gesamtvolumens wieder deutlich rückläufig.

Wie erfolgt die Aktien-Analyse?

Für eine Vielzahl von Anlegern und für die Experten stellt die Analyse von Aktien eine solide Basis zur Beurteilung der eventuellen Kurschancen und der Aussichten von Aktien in der Zukunft dar. Generell kann die Aktienanalyse auf zwei verschiedene Arten erfolgen. Zum einen kann im Rahmen einer fundamentalen Analyse eine Aktienanalyse erfolgen, zum anderen aber auch durch die technische Analyse. Bei der fundamentalen Analyse wird die Aktiengesellschaft nach bestimmten Fakten wie zum Beispiel Zahlen und Kennzahlen beurteilt und aufgrund dieser Daten bewertet. Zu den Kennzahlen gehört zum Beispiel der Cashflow, das Kursgewinnverhältnis, aber auch der Quotient des Eigenkapitals.

Aktienanalysen zur Einschätzung eines Unternehmens

Neben diesen ausschlaggebenden Kennzahlen werden auch gesamtwirtschaftliche und spezielle Faktoren, welche Branche spezifisch sind, zur Einschätzung des Unternehmens mit einbezogen.

Bei der technischen Analyse, welche oft auch als Chartanalyse bezeichnet wird, passiert ausschließlich auf der prognostizierten Bewertung von historischen Kursen einer Aktie. Dabei sieht man sich ein Koordinatensystem an, auf welchen verzeichnen ist, wie der Aktienkurs sich in der Vergangenheit entwickelt hat. Oftmals sieht man sich dabei die Entwicklung des Aktienkurses über mehrere Monate bis zum Teil einige Jahre lang an. Aus diesen Entwicklungen heraus, versucht man deutlich zu erkennen, ob Unregelmäßigkeiten im Verlauf des Kurses vorhanden sind.

Falls dem so ist, werden bestimmte Linien festgelegt, wie zum Beispiel eine Widerstandslinie, eine Trennlinie, oder aber auch eine Unterstützungslinie, welche den generellen Trend der Aktie beschreibt. Damit kann die Aktie mithilfe dieser Art von Aktienanalyse relativ gut eingeschätzt werden. Zudem spielt die technische Analyse auch bei Kauf- und Verkaufssignalen eine sehr entscheidende Rolle. Die Wertigkeit der Aktie kann aufgrund dieser Signale dann dementsprechend eingeschätzt werden.

Was ist der DAX?

Der DAX ist ursprünglich ein deutscher Aktienindex. Heute ist er der wichtigste Deutsche Aktienindex überhaupt. Er spiegelt die Entwicklung der 30 größten und umsatzstärksten, an der Frankfurter Wertpapierbörse gelisteten Unternehmen wider. Seit dem 21. Juni 1999 wird dieser nur noch anhand der sogenannten Xetra-Werte ermittelt.

Zunächst war der DAX nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den anderen etablierten deutschen Aktienindizes gedacht. Mittlerweile hat er diese an Bekanntheitsgrad hinter sich gelassen und ist als Leitindex für den deutschen Aktienmarkt national und international etabliert worden.

Geschichtlicher Hintergrund

Der DAX wurde gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen entwickelt. An der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börsen-Zeitung ist er entstanden und am 1. Juli 1988 eingeführt wurde der DAX offiziell eingeführt.

Der DAX setzt den Index der Börsen-Zeitung fort. Diese Historie geht bis auf das Jahr 1959 zurück. Für den 31. Dezember 1987 ist er auf 1.000 Indexpunkte normiert worden.

Der DAX wird sowohl als Performance- als auch als Kursindex veröffentlicht. Damit ist die übliche Konvention so festgelegt, dass unter der umgangssprachlichen Bezeichnung DAX allgemein der Performanceindex einer Aktie verstanden wird.

Der Dax im Vergleich mit anderen Standardwerten

Anders ist das zum Beispiel beim EURO STOXX 50 Aktienindex europäischer Standardwerte. Bei diesem wird üblicherweise vom Kursindex gesprochen. Beim Performanceindex werden die Dividenden aus den im DAX enthaltenen Titeln in den Index investiert, während sie beim Kursindex gänzlich unberücksichtigt bleiben. Außerdem ist der DAX ein Produkt und eingetragene Marke der Deutsche Börse AG.

Besondere Arten des DAX

Im Frühjahr 1994 wurde der sogenannte DAX 100 erstmalig gehandelt. Dieser Index sollte die Entwicklung der Werte der 100 liquidesten Aktienkurse des Aktienmarkts dokumentieren. Mit der Einführung des MDAX 1996 umfasste er die 30 Werte des DAX und darüber hinaus die 70 Werte des MDAX.

MDAX und HDAX

Durch die Festlegung des MDAX auf 50 Werte trat an die Stelle des DAX 100, der sogenannte HDAX. Der CDAX umfasst dagegen alle in Frankfurt gehandelten Aktien. Der SDAX umfasst nur die 50 kleinere Werte hinter dem MDAX.

Der ShortDAX

Außerdem existiert noch der so genannte ShortDAX. Dieser ist umgekehrt proportional zur Entwicklung des DAX und ermöglicht somit Anlegern die Partizipation an negativen Kursentwicklungen. Damit ist dieser DAX besonders für Anleger geeignet, die nur Long-Positionen eingehen können. Verliert beispielsweise der DAX 5 %, dann legt der ShortDax um eben soviel Prozent zu.

Dadurch haben z. B. Indexanbieter die Möglichkeit, ein Produkt zu offerieren, das sehr einfach nachvollziehbar negative Entwicklungen des DAX berücksichtigt, zudem aber auch dem „Käufer“ Möglichkeiten eröffnet, auch an negativen Kursentwicklungen teilzunehmen.

Die DAX-Kurstafeln

Zur Indexberechnung, die auf der Indexformel von Étienne Laspeyres basieren, werden Kurse von ausgewählten Aktien der DAX-Gesellschaften unterschiedlich eingeschätzt. Es zählt dabei nur die Kapitalisierung des Marktes der sich in Streubesitz befindlichen Aktien sind.

Ist das Kapital einer Gesellschaft in mehrere Aktientöpfe, wie zum Beispiel der Stammaktie und Vorzugsaktie unterteilt, so wird die in der Berechnung zu berücksichtigende Aktienart anhand der Liquidität bestimmt. Dabei werden auch besondere Fälle berücksichtigt, so wie die 2011/2012 die zum Umtausch gehandelten Aktien der Deutsche Börse AG.

Aufgenommene Unternehmen und Voraussetzungen beim DAX

Damit ein Unternehmen in den DAX aufgenommen wird, muss es im Prime Standard offiziell gelistet sein. Zudem muss es fortlaufend in Xetra gehandelt worden sein und mindestens einen Streubesitz von insgesamt zehn Prozent aufweisen. Außerdem muss das Unternehmen einen Sitz in Deutschland haben oder den Schwerpunkt seines Handelsumsatzes an Aktien in Frankfurt und einen Sitz in Europa haben.

Als Sitz des Unternehmens kann sowohl der juristische Sitz als auch das Hauptquartier angegeben werden, von wo aus die gesamten Transaktionen stattfinden. Dies kann also der Sitz der Geschäfts- oder der der Verwaltungsführung sein.

Was ist der EURIBOR?

Der Euribor ist die Abkürzung für Euro Interbank Offered Rate. Diese Vereinbarung wurde im Rahmen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion getroffen. In Kraft getreten das System der Referenzzinssätze im Euromarkt am ersten Januar 1999. EURIBOR ist als Referenzzinssatz für einwöchige sowie Ein- bis Zwölfmonatsgelder wichtig.

Geschichtlicher Hintergrund

Der EURIBOR wird von insgesamt 57 Referenzbanken, wobei 47 aus Euro-Ländern stammen und zwölf aus Deutschland, vier aus übrigen EU-Ländern und sechs aus Nicht-Euro-Ländern sind. Der Euribor wird täglich ermittelt. Hierzu übermitteln die EURIBOR-Referenzbanken täglich um elf Uhr MEZ ihre Briefsätze. Diese sind für Ein- bis Zwölfmonatsgelder im Interbankenhandel im Euroraum an einen Bildschirmdienst gebunden.

Ziele des Euribor

Das Ziel ist es – in Analogie zu EONIA – die Verschmelzung der nationalen Geldmärkte der Mitgliedsländer zu einem einheitlichen europäischen Geldmarkt zu erreichen.

Der EURIBOR hat am 1.1.1999 auf Basis des Diskont-Überleitungs-Gesetzes (DÜG) den nationalen Referenzzinssatz damit den FIBOR abgelöst. In vielen Marktsegmenten hat der EURIBOR den LIBOR als wesentlichen Zins als Referenzzins gänzlich ersetzt.

Was versteht man unter Devisen?

Bei den Devisen handelt es sich um das Buchgeld in Form einer ausländischen Währung. Damit handelt es sich nicht wie häufig irrtümlicherweise vermutet um Bargeld, welches als Sorten bezeichnet wird, sondern die Devisen sind Kapital, welches auf einem Konto verbucht wird.

Devisen dienen dem Zahlungsverkehr im Ausland. Zudem sind sie aber inzwischen in Form des Devisenhandels, auch als Forex Trading bezeichnet, ein beliebtes Investitionsinstrument für eine Vielzahl von Anlegern geworden. Man kann den Devisenhandel zwar nicht unbedingt als Geldanlage bezeichnen, da der sehr kurzfristige, spekulative Charakter des Investments hier deutlich im Vordergrund steht. Dennoch nutzen viele Kunden den Handel mit Devisen, um möglichst schnell möglichst hohe Gewinne zu erzielen.

Der Devisenhandel

Grundsätzlich gilt für den Devisenhandel, dass sowohl mögliche Gewinne als auch eventuelle Verluste sehr hoch sein können. Daher sollte nur Anleger mit Devisen handeln, die sehr spekulativ eingestellte sind. Gehandelt werden die Devisen nicht an der Börse selbst, sondern ausschließlich über die Computersysteme. Dieser Handel erfolgt allerdings weltweit. Ein Devisenkurs setzt sich stets aus dem Verhältnis von zwei Währungen zueinander zusammen. Die Spekulation beruht also auf das Wetten, wie die Währungen sich vermutlich im Laufe einer bestimmten Zeitspanne entwickeln werden.

Der Umtausch von Devisen

Frei umtauschbare Devisen können zu jeder Zeit und ohne Einschränkung in jede beliebige Währung umgetauscht werden. Diese werden deshalb auch als Hartwährung bezeichnet. Nicht umtauschbare Devisen dürfen entweder nicht umgetauscht werden oder der Umtausch erfolgt nur mit einer besonderen Genehmigung.

Beschränkt umtauschbare Devisen unterliegen gewissen Beschränkungen, die unter Anlegern als sogenannte Konvertierbarkeits- und Konvertibilitätsbeschränkungen bekannt sind. Diese Beschränkungen können sich unter anderem auch auf den Betrag beziehen.

Renditengewinne durch Devisen

Der Devisenhandel verspricht vor allem hohe Renditen. Allerdings kann die Spekulation mit fremden Währungen auch ein sehr hohes Risiko darstellen. Besonders wenn der geschätzte Kurs bzw. die Entwicklung des Kurses nicht erreicht wird.

Beim Kauf einer fremden Währung, zu einem niedrigen Kurs, wird ein Gewinn erzielt, wenn der Kurs der jeweiligen Währung, beim Schließen der Position gestiegen ist.

Durch den Verkauf der Währung, nach dem Schließen der Position, hat der Anleger einen Gewinn erzielt. Wenn die Währung allerdings im Kurs fällt, kann das zu einem Gesamtverlust des eingesetzten Kapitals führen. Der Kauf von Devisen wird als Bid bezeichnet. Wohingegen der Verkauf von Devisen unter der Bezeichnung Ask bekannt ist.

Was ist der Cashflow?

Der Begriff Cashflow stammt aus dem Englischen und bedeutet ursprünglich soviel wie Geldfluss oder Kassenzufluss. Dabei ist der Cashflow eine wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Nettozufluss liquider Mittel während einer gesamten Periode darstellt. Die Messgröße ermöglicht eine Beurteilung der finanziellen Beständigkeit eines Unternehmens.

Inwiefern ein Unternehmen im Zuge des Umsatzprozesses die erforderlichen Mittel für die Erhaltung der Substanz des in der Bilanz abgebildeten Vermögens und für Erweiterungsinvestitionen selbst erwirtschaften kann, ist ebenfalls mithilfe des Cashflows erkennbar bzw. ermittelbar.

Definition und Funktion des Cashflows

Der Cashflow definiert sich als positiver, periodisierter Zahlungsmittelüberschuss einer wirtschaftlichen Tätigkeit eines Unternehmens. Dieser Überschuss, welcher auch als Saldo bezeichnet wird, bezieht sich dabei auf Erträge und Aufwendungen, die nicht nur erfolgswirksam, sondern auch zahlungswirksam sein sollen. Also in derselben Periode zu Einzahlungen oder Auszahlungen führen sollen. In der Bilanzanalyse stellt der Cashflow den um nicht zahlungswirksame Faktoren bereinigten bilanziellen Erfolg eines Unternehmens systematisch dar.

Man versucht dabei, die tatsächlichen Zahlungsströme abzubilden. Dies geschieht auf Basis des bilanziellen Ergebnisses eines Unternehmens. Dabei werden verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel Abschreibungen oder Rückstellungsenthaltungen, welche sich nicht direkt auf den Zahlungsrückfluss auswirken, berücksichtigt.

Die Kennzahl des Cashflows

Dabei gilt die Kennzahl des Cashflow als ein wichtiger Indikator der Zahlungskraft und des Innenfinanzierungspotenzials eines Unternehmens. Der Cashflow ist eine Liquiditätskennzahl. Ein positiver Cashflow versetzt beispielsweise ein Unternehmen in die Lage, aus den Prozessen, die sich bei den einzelnen Umsätzen abspielen, Kredite ordnungsgemäß tilgen zu können.

Im Folgenden soll auf die verschiedenen Arten des Cashflows eingegangen werden:

Negativer Cashflow

Der Abfluss des Zahlungsstroms aus einem Unternehmen wird als Cash-Loss bzw. Cash-Drain bezeichnet. Umgangssprachlich ist der negative Cash-Flow auch als Geldverbrennung bekannt und wird mittels der Cash-Burn-Rate beschrieben.

Ermittlung eines Cashflows

Der Cashflow-Wert kann sowohl direkt als auch indirekt ermittelt werden. Beide Vorgehensweisen müssen zum gleichen Ergebnis führen. Sollen einheitliche Ermittlungs- und Abgrenzungskriterien angewendet werden, ist dieses exakte Vorgehen unbedingt zu beachten.

Direkte Ermittlung

Bei der direkten Ermittlung werden alle betriebsnotwendigen, zahlungswirksamen Aufwendungen, wie zum Beispiel Ausgaben beim Personal oder Instandhaltungskosten des Betriebes als Periode von den zahlungswirksamen Erträgen, wie zum Beispiel Umsatzerlöse, Beteiligungserträge etc. subtrahiert.

Zahlungswirksam wird des Öfteren auch fondswirksam genannt. Da sich die Zahlungen auf den Zahlungsmittelbestand oder -fonds direkt auswirken. Die Daten erhält man aus der Gewinn- und Verlustrechnung, sofern sie nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt ist.

Bei einer Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahrenist die direkte Ermittlung des Cashflows nicht direkt ausführbar.

Indirekte Ermittlung des Cashflows

Zur indirekten Ermittlung, die auch unter dem Fachbegriff Praktikermethode bekannt ist, wird der bilanzielle Erfolg, in der Regel Gewinn nach Steuern herangezogen.

Ausgabenneutrale Aufwendungen, solche, die keine Zahlungswirkung haben, wie beispielsweise Abschreibungen oder Erhöhung der Rückstellungen, werden dabei addiert.

Einnahmenneutrale Erträge hingegen, wie Zuschreibungen, werden demnach subtrahiert. Ausgabenneutral und einnahmenneutral wird auch zahlungsunwirksam und des Öfteren auch fondsunwirksam genannt, da sich diese Bewegungen nicht auf den Zahlungsmittelbestand oder -fonds direkt auswirken können.

Für den externen Betrachter (speziell im Rahmen der Bilanzanalyse) ist meist nur die indirekte Cashflow-Ermittlung anwendbar. Für die indirekte Ermittlung gibt es keine allgemein anerkannte Methode. Um methodenbedingte Missverständnisse zu vermeiden, wird empfohlen, die gesamte Rechnung zu veröffentlichen. Die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management(DVFA) und die Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) empfehlen zudem eine einheitliche Berechnungsform.

Geldanlage – Was sind Derivate?

Das Wort Derivat ist lateinischer Herkunft, bedeutet übersetzt soviel wie herleiten und bezieht sich auf die Eigenschaft des abgeleiteten Preises dieser Instrumente von einem ihnen zugrunde liegenden Basiswert. Derivate sind damit Finanzinstrumente, deren Preis oder Wert von den künftigen Kursen oder Preisen anderer Handelsgüter abhängt. Der Begriff lässt sich nicht ganz abgrenzen und wird überwiegend als Sammelbegriff für Finanztermingeschäfte im Allgemeinen verwendet.

Der Handel mit Derivaten

Genauso kann der Wert von der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Ereignisses wie beispielsweise eines Staatsbankrotts oder einer Insolvenz eines Unternehmens unter Umständen abhängen. Es handelt sich dabei dann um Verträge, in welchen die Vertragsparteien vereinbaren, einen oder mehrere Vertragsgegenstände zu festgelegten Bedingungen in der Zukunft zu kaufen, zu verkaufen oder aber auch zu tauschen, beziehungsweise alternativ Wertausgleichszahlungen zu leisten.

Kopplungsverträge bei Derivaten

Zusammenfassend kann man sagen, dass Derivate an die Entwicklung von Indices gebunden sind und demnach von diesen abhängig sind. Ereignisse oder bestimmten Preisen gekoppelte Verträge, die börslich oder außerbörslich abgeschlossen werden, können unter Derivaten verstanden werden.

Die Unterteilung von Derivaten

Im Regelfall werden Derivate in die folgenden Kategorien eingeteilt:

1.Termingeschäfte:

Termingeschäfte sind eine Art Geschäfte über den Kauf bzw. Verkauf von Wirtschaftsgütern, die nicht unmittelbar nach Abschluss, sondern zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt werden müssen.

Diese Termingeschäfte werden weiter in zwei Untergruppen eingeteilt: Die unbedingte Termingeschäfte, bei welchen beide Vertragsparteien bei Fälligkeit die Vertragspflicht erfüllen. Werden solche Verträge außerbörslich gehandelt, nennt man diese dann Forwards. Werden sie in standardisierter Form an Terminbörsen gehandelt, werden sie Futures genannt. Außerdem gibt es so genannte bedingte Termingeschäfte oder Optionen. Damit sind die Vertragsparteien per Kaufwahlrecht an der Kaufentscheidung beteiligt.

2. Verkaufswahlrecht (Put-Option):

Damit wird bestimmt, ob zu den vertraglich fixierten Bedingungen das Tauschgeschäft zustande kommt. Jegliche Arten von Derivate lassen sich in eine dieser Kategorien einordnen oder stellen eine Kombination aus diesen dar.

Weitere Unterteilungen von Derivaten

Weiterhin kann man Derivate danach einteilen, ob sie an Terminbörsen oder außerbörslich, die auch OTC-Geschäfte oder over the counter genannt werden, gehandelt werden oder nicht.

Vorteile der Derivate

Der große Vorteil bei den OTC-Geschäften liegt in der individuellen Gestaltung der Verträge durch die Vertragspartner entsprechend der Absicherungs- und Profitbedürfnisse der Händler. Gleichartige Produkte treten deshalb weniger häufig auf. Diese Tatsache trägt maßgeblich zur fehlenden Konzentration des Handels an offiziellen Börsen und zu tendenziell niedrigerer Liquiditätder OTC-Produkte führt.

Das nominal gemessene Handelsvolumen von sogenannten OTC-Derivaten überwiegt bei Weitem das von Standard-Derivaten. Zudem fehlt es an Börsenaufsicht und eine Clearingstelle als Bonitätsprüfer für die betroffenen Aktien. Weiterhin ist ein Marginkontoverwalter nicht vorhanden. Wichtige außerbörsliche Produkte sind neben den klassischen Termingeschäften, den Forwards und Optionen, Forward Rate Agreements und Swaps.

EBIT – Wofür steht diese Abkürzung?

Der Begriff EBIT steht für Earnings Before Interest and Taxes und wir im Zusammenhang mit dem Unternehmensergebnis vor Zinsen (Zinsertrag minus Zinsaufwand) und Steuern verwendet. Dabei ist EBIT eine häufig gebrauchte Zahl aus der Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens. Der Begriff EBIT wird auch als operatives Ergebnis bezeichnet. Dabei werden auch alle Aufwendungen und Erträge vor dem Finanzergebnis berücksichtigt.

Dies geschieht noch vor der Berechnung der Ertragssteuern und den außerordentlichen Positionen. Dabei soll dies eine internationale Vergleichbarkeit ermöglichen. Da die Unterschiede in der Behandlung von Zinsen und Steuern nicht das Gesamtergebnis stören. Der EBIT kann nach dem Gesamt- und nach dem Umsatzkostenverfahren mithilfe folgender Schritte berechnet werden:

Gesamtkostenverfahren
Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen + andere aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche Erträge / Materialaufwand / Personalaufwand / sonstige betriebliche Aufwendungen

Umsatzkostenverfahren
Umsatzerlöse / Herstellungskosten = Bruttoergebnis vom Umsatz / Vertriebskosten / allgemeine Verwaltungskosten + sonstige betriebliche Erträge / sonstige betriebliche Aufwendungen = EBIT

Dabei werden alle Erträge und Aufwendungen sowohl im Umsatz- als auch im Gesamtkostenverfahren mit einbezogen. Periodenfremde und außergewöhnliche Bestandteile werden bei der Rechnung bereinigt.

Was bedeutet EBITDA?

Das EBITDA ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, welche eine Angabe zur eventuellen Rentabilität eines Unternehmens macht. Das EBITDA ist die Abkürzung für earnings before interest, taxes, depreciation and amortization. Dies bedeutet „Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Abschreibungen. Damit ist es eine Beschreibung der operativen Leistungsfähigkeit vor dem Investitionsaufwand eines Unternehmens.

In der Praxis muss bei der Bestimmung der EBITDA beachtet werden, dass Unternehmungen zum Erhalt des Geschäftes häufig Erhaltungsinvestitionen in Anlagen und Maschinen tätigen müssen. Diese sind im EBITDA definitionsgemäß nicht abgebildet. Ein positives EBITDA sagt somit nur sehr wenig über die langfristige Leistungsfähigkeit und Stabilität der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens aus. Weiterhin wird teilweise von einem „adjusted“, der so genannten angepassten EBITDA gesprochen. Diese ist um sogenannte „außerordentliche Kosten“ korrigiert.

Sinn und Zweck dieser Kennzahl ist es, darzustellen, wie das eigentliche operative Geschäft ohne Sondereinflüsse dasteht. Da es ganz im Ermessen der Firma liegt, welche Posten als „außerordentlich“ vom Unternehmen im Einzelnen bezeichnet werden.

Die Anwendung der EBITDA

In Deutschland findet der EBITDA mit der Unternehmenssteuerreform 2008 Eingang in das offizielle Steuerrecht. Die als Schranke des Zinses bezeichnete Regelung schränke die Abzugsfähigkeit des Nettozinsaufwands auf einen Betrag, der maximal bis zu dreißig Prozent des Gewinns vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände beträgt, ein.

Zur Zeit des Neuen Marktes wurde damit das adjusted EBITDA von manchen unprofitablen Unternehmen zur Verschleierung einer Verlustsituation genutzt. Daher wurde die EBITDA durch das Bereinigen des Ergebnisses um zahlreiche Aufwandspositionen unter Umständen trotzdem positiv korrigiert und lieferte dementsprechend positive Werte.

Die EBITDA-Marge ist das Verhältnis von EBITDA zu Umsatz, bei welcher die EBITDA geteilt durch Umsatz dargestellt wird. Ob die EBITDA-Marge eine sinnvolle Aussage ergibt, ist umstritten und hängt zudem auch sehr stark von der Art des Geschäfts in Einzelfällen ab.

Was ist eine Deflation?

Unter Deflation versteht man im Allgemeinen in der Volkswirtschaftslehre einen gängigen, signifikanten und anhaltenden Rückgang des Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen. Eine Deflation hat direkte und indirekte Auswirkungen auf den gesamten, von der Deflation betroffenen Markt.

Direkte Auswirkungen der Deflation auf den Markt

Zunächst gehen von einer Deflation die entgegengesetzten direkten Effekte aus wie von einer Inflation. Schuldner werden benachteiligt, da ihre über Kredite finanzierten Sachgüter sehr stark an Wert verlieren. Aber es sind nach wie vor die gleichen zu Beginn gesetzten monetären Werte zu begleichen. Hingegen profitieren Besitzer von Geldvermögen von einer Deflation. Deren Kapital ist nun, wenn es zinsbereinigt betrachtet wird, mit einem höheren Wert als am Anfang der Periode gerüstet.

In der Folge kommt es schließlich vermehrt zu Insolvenzen von verschuldeten Unternehmen. Diese Folge ist wiederum mit negativen Auswirkungen auf deren Arbeitnehmer und Gläubiger verbunden. Die Kaufkraft der Konsumenten steigt damit an, was somit zunächst allen zugutekommt. Problematisch ist auch hier die Deflation. Da nicht alle Preise frei und damit die gänzliche Anpassungsfähigkeit nicht vorhanden ist. Bei einer konstanten Geldmenge würde sich die Produktivitätssteigerung direkt auf die Preise auswirken.

Indirekte Auswirkungen einer Deflation

Gängige Deflationen in Form von massivem Preisverfall über breite Güter- und Dienstleistungsangebote hinweg hatten früher einmal eine starke Tendenz zu einer gewissen Dauerhaftigkeit. Dies war zum Beispiel während der Wirtschaftskrise in den 30er Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts der Fall.

Wenn ein Land damals unter einer deflationären Phase litt, so war die Gefahr einer selbsterhaltenden bzw. sogar selbstverstärkenden Tendenz mitunter sehr groß. Sinkende Preise und Einkommen führten zu einer merklichen Kaufzurückhaltung der einzelnen Konsumenten, da diese mit weiter sinkenden Preisen bzw. weiter steigenden Einkommen rechneten. Die sinkende Nachfrage wiederum bewirkte eine niedrigere Auslastung der Produktionskapazitäten oder gar Insolvenzen. Damit wurden weiter sinkende Preise und Einkommen verursacht.

Ursachen einer Deflation

Die Ursachen einer Deflation können sehr vielfältig sein. Eine generelle Konsum- und Investitionszurückhaltung kann zunächst eine Ursache für Deflation sein. Grundsätzlich sind geringere Bedürfnisse die Ursache einer Konsumzurückhaltung. Ob diese geringeren Bedürfnisse aus einer Selbstbeherrschung oder aus mangelndem Geld resultieren, ist dabei noch zu erschließen. Eine größere Sparneigung kann ebenfalls ein Grund dafür sein, der hervorgerufen wird durch eine verschlechterte Zukunftserwartung. Dieses Phänomen ist derzeit eindeutig in Japan zu beobachten.

Wenn sich eine Volkswirtschaft im Abschwung eines Konjunkturzyklus befindet, reagieren die Menschen beim Kauf von Konsumgütern vorsichtig. Sie erwarten, dass sich ihre Einkommenslage verschlechtern wird. Sie fürchten um ihren Arbeitsplatz und geben deshalb in der Erwartung eines zukünftig geringeren Einkommens und der daraus resultierenden Haltung der Existenzsicherung wesentlich weniger Geld aus. Dieses Verhalten wird häufig auch als Konsumstreik bezeichnet.

Was ist eine Aktien-Emission?

 

Im Bank- und Börsenwesen versteht man unter Emission die Ausgabe von Aktien und anderen Wertpapieren. Das heißt, dass ihre Unterbringung im Publikum und Einführung in den Verkehr mit der Emission stattfindet. Die Schaffung von Wertpapieren, ihre Herstellung und Vollziehung durch den Aussteller ist aber noch keine Emission.

Während eine Selbstemission nur für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute allein infrage kommt, ist die Regel eine sogenannte Fremdemission. Dabei übernimmt ein eigens dafür bestimmtes Konsortium professioneller Finanzdienstleister die Abwicklung der jeweiligen Emission, meist in Form eines Übernahmekonsortiums, eines sogenannten Emissionsgeschäftes oder in Form eines Begebungskonsortiums, die Emission. Im letztgenannten Fall wird für den Emittenten überhaupt kein Risiko übernommen. Das gegenwärtig bevorzugte Emissionsverfahren ist das sogenannte Bookbuilding.

Im Unterschied zu Emissionsverfahren mit Bildung von Festpreisen wird beim Bookbuilding die Preisfindung im Dialog mit dem Anleger vorgenommen. Ein drittes noch mögliches Verfahren zur Emissionsbildung ist das in Deutschland nicht angewandte Auktionsverfahren, welches auch unter dem Fachbegriff Tenderverfahren vielfach bekannt ist. Dabei wird der Emissionspreis durch konkrete Preisgebote der Anleger explizit ermittelt.

Das Bookbuilding

Das Bookbuilding ist in verschiedene Phasen eingeteilt, auf welche im Folgenden kurz eingegangen werden soll.

Während in der Pre-Marketing-Phase zunächst großldie institutionelle Anleger in die Preisfindung einbezogen werden, erfolgt in der Marketing-Phase die publizierende Bekanntgabe der Preisspanne für den aktuellen Emissionspreis.

In der Order-Taking-Phase, welche auch als Zeichnungsfrist bekannt ist, können Zeichnungswünsche mit Preisvorstellungen abgegeben werden. Diese werden von Book Runnern, meinst der führenden Bank des Emissionskonsortiums, in einem elektronischen Zeichnungsbuch gesammelt.

Am Ende der Order-Taking-Phase kann aufgrund der Transparenz der vorliegenden Zeichnungswünsche ein marktorientierter Platzierungspreis direkt vereinbart werden. Im Unterschied zu einem bereits bei Beginn der Emission feststehenden Festpreis wird das Gelingen der Platzierung damit begünstigt. Sodann wird die Zuteilung an die einzelnen Investorengruppen abgestimmt. Wobei Privatanleger in der Regel im Rahmen einer pauschalen Zuteilungsquote berücksichtigt werden.

Das Decoupled Bookbuilding

Das spezielle Decoupled Bookbuilding ist eine weiterentwickelte entkoppelte Preisfindung. Dabei findet die Roadshow (Marketing-Phase) ohne einen vorgegebenen Preisrahmen von Konsortialführer und Börsenkandidat statt. Das eigentliche Bookbuilding beginnt meist erst in den letzten drei Tagen der endgültigen Roadshow. Damit sollen Reaktionen auf dem Mark noch besser berücksichtigt und vermieden werden. Mit zu hohen Preisvorstellungen sollen potenzielle Investoren abgeschreckt werden

Was ist ein CFD/Differenz Kontrakt?

Ein Differenzkontrakt, auch Contract for Difference, der sogenannte CFD, stellt die laufzeitunabhängige Vereinbarung über einen Barausgleich aus der Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines Finanzinstruments dar. Er reflektiert damit die exakte Kursentwicklung des zugrunde liegenden Basiswertes, ohne dass dieser durch entsprechenden Kapitaleinsatz erworben werden muss. Differenzkontrakte gehören zur Gruppe der derivativen Finanzinstrumente.

Unterscheidung von normalen Derivaten

Im Gegensatz zu den meisten anderen Derivaten sind Differenzkontrakte keine eigenen Termingeschäfte. Denn sie verfügen über keine Fälligkeit und die gesamte Haltedauer ist generell unbegrenzt. Mit Differenzkontrakten kann man sowohl auf steigende Kurse als auch auf fallende Kurse des Basiswertes spekulieren.

Der Handel mit Differenzkontrakten

Beim Handel mit Differenzkontrakten muss eine Sicherheitsleistung, eine sogenannte Margin, auf die zugrundeliegende Position hinterlegt werden, weil die Emittenten bzw. Market Maker dem Bonitätsrisiko des Anlegers andauernd ausgesetzt sind. Da diese Margin nur einen minimalen Teil des tatsächlichen Werts des Basiswerts ausmacht, ergibt sich ein „Hebeleffekt”, die sogenannte Leverage.

Was ist das Brutto-Sozialprodukt?

Das Bruttonationaleinkommen, ehemals Bruttosozialprodukt, ist ein zentraler Begriff aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Dieses misst den Wert aller Waren und Dienstleistungen, welche in einer Periode mit Hilfe von Produktionsfaktoren hergestellt werden. Die sich im Besitz von Personen befinden oder diejenigen, die im betrachteten Staat bzw. Gebiet leben werden mit einbezogen.

Damit ist das Bruttosozialprodukt gleichbedeutend mit den an Inländer geflossenen Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögensbesitz, weshalb das Bruttonationaleinkommen als zentraler Einkommensindikator einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Land gilt.

Geschichtlicher Hintergrund

Im Jahre 1999 wurde die Bezeichnung „Bruttosozialprodukt“ (BSP) im Zuge der Einführung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen und in Angleichungen an den internationalen Sprachgebrauch für jegliche Zwecke der amtlichen Statistik verwendet. War das Bruttosozialprodukt früher der Hauptmaßstab zum Vergleich von Volkswirtschaften, so verwendet man heute zu diesem Zweck meist das Bruttoinlandsprodukt.

Der begrifflichen Einordnung nach ist das Bruttonationaleinkommen der Wert der Endprodukte und Dienstleistungen, die in einer bestimmten Periode durch Produktionsfaktoren, die sich im Eigentum von Inländern befinden, produziert werden. Damit schließt es mit ein, jeweils zu dem Anteil, zu dem die Güter in der betrachteten Periode durch im Besitz von Inländern befindliche Produktionsfaktoren hergestellt worden zu sein.

Die in einer Periode hergestellten Konsumgüter (z.B. Nahrungsmitteln oder Bekleidung) zu ihren Verkaufspreisen werden ebenfalls mit eingeschlossen. Aber auch die Anschaffung von Maschinen und Anlagen durch Unternehmen sowie an Unternehmen erbrachte Dienstleistungen, die keine Vorprodukte sind und zu ihrem jeweiligen Kaufpreis verkauft werden, sind ein Teil des Bruttosozialproduktes.

Folglich kann man sich das Bruttonationaleinkommen (BNE) als den gesamten Wert der laufenden Produktion vorstellen, die die Inländer in ihrer Gesamtheit erbracht haben. Damit stellt es ausdrücklich eine wichtige Kennzahl der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) dar. Damit ist das Bruttosozialprodukt die Summe des Wertes des von allen Bewohnern eines Staates innerhalb einer bestimmten Periode bezogenen Einkommens aus Arbeit und Kapital zuzüglich der Abschreibungen, erlangt wird.

Das Inlands- und Inländerkonzept

Zudem unterscheidet man zwischen Inlands- und Inländerkonzept. Das Inlandskonzept erfasst die wirtschaftliche Leistung in einem Wirtschaftsbereich unter Einbezug der Einpendler und Nichtbeachtung der Auspendler. Im Gegensatz zum Inlandskonzept in eigener Betrachtung des Bruttoinlandsprodukts wird beim Inländerkonzept des Bruttonationaleinkommens nicht das Gebiet betrachtet, in dem die Leistung im Einzelfall erbracht wurde.

Viel mehr ist die in diesem Gebiet wohnenden Personen, an welche die Einkommen aus den wirtschaftlichen Leistungen zufließen, entscheidend.

Was versteht man als Eigenkapitalquote?

Die Eigenkapitalquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den jeweiligen Anteil des wirtschaftlichen Eigenkapitals eines Unternehmens an der bereinigten Bilanzsumme im einzelnen angibt.

Eigenkapitalquote vs. Fremdkapitalquote

Die Eigenkapitalquote und ihr Gegenstück, die Fremdkapitalquote, beschreiben die gesamte Kapitalstruktur eines Unternehmens. Die Höhe der Eigenkapitalquote ist ein spezifischer Treiber für die Rentabilität des Eigenkapitals bzw. den Return on Investment eines einzelnen Anlegers. Die Erhöhung des Verschuldungsgrades und damit die Senkung der der Quote des Eigenkapitals führt zu einer Erhöhung der Eigenkapitalrendite. Sofern die Zinsen aus dem Fremdkapital unter der Gesamtkapitalrendite liegen. Diesen Effekt nennt man auch Hebel- bzw. Leverage-Effekt.

Vorteile der Eigenkapitalquote

Im Gegenzug senkt eine hohe Eigenkapitalquote das Risiko einer eventuell drohenden Insolvenz des Unternehmens. Der höhere Anteil am Eigenkapital dient als Sicherheitspuffer für das Unternehmen. Damit können Verluste abgedeckt und schlechte Phasen überstanden werden. In Insolvenzprognoseverfahren stellt die Eigenkapitalquote daher ein wesentlicher Bestimmungsfaktor dar. Sowohl für das Insolvenzrisiko als auch für das damit verbundene Kreditrisiko und die vom Unternehmen zu zahlenden Zinssätze oder Credit Spreads.

Ermittlung des bereinigten Eigenkapitals

Die Ermittlung des bereinigten Eigenkapitals wird in Inhalt und Umfang nicht einheitlich verwendet. Das Eigenkapital weist jedoch typische Eigenschaften auf. Es begründet zunächst keine laufenden Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens. Damit ist es auf keinen Fall möglich, dass ein Ausfall herbeigeführt werden könnte. Damit unterliegt es keinerlei Fälligkeiten, wie Befristungen oder Rückzahlungsverpflichtungen. Außerdem nimmt es an Unternehmensverlusten in jedem Fall teil.

Es stellt auf diese Weise ein Sicherheitspolster für die Gläubiger des Unternehmens damit dar. Soweit es Unternehmensverluste auffangen und dadurch Insolvenzen vermeiden kann ist es damit ein sehr wichtiges Instrument zum Erhalt des Unternehmens.

Auswirkungen auf die Kapitalstruktur

Weiterhin stellt es eine dauerhafte Position in der Kapitalstruktur des gesamten Unternehmens dar. Der Ausgangspunkt bei der Ermittlung des Eigenkapitals im weiteren Sinne ist die obige enge Eigenkapitaldefinition, weil es aufgrund der Bilanz ermittelt worden ist. Zusätzlich zu diesem Eigenkapitalbegriff werden in der Literatur bestimmte weitere passive Positionen den Eigenmitteln zugerechnet. Aber auch bestimmte Aktivpositionen vom Eigenkapital werden bei der Berechnung wieder abgezogen.

Was ist ein Wechselkurs?

Im Wechselkurs ist dabei der Preis einer Währung ausgedrückt in einer anderen Währung. Der Markt, auf dem sich dieser Preis bildet, ist der so genannte globale Devisenmarkt. Der Wechselkurs ist volkswirtschaftlich von sehr großer Bedeutung, da er die Wettbewerbsfähigkeit eines Währungsraumes maßgeblich beeinflusst. Für international agierende Unternehmen und Anleger entsteht durch die Änderungen des Wechselkurses eine Wechselkursunsicherheit.

Die wesentlichen Kriterien zur Unterscheidung von Wechselkursen

Im Allgemeinen unterscheidet man Wechselkurse nach zwei grundlegenden Kriterien. Zum einen nach der Einbeziehung des Preisniveaus in die Berechnung, bei welcher nominale und reale Wechselkurse unterschieden werden. Nach der Anzahl der Länder, gegenüber denen der Wechselkurs berechnet wird, werden so genannte bilaterale und effektive, auch als multiliterale bekannt, Wechselkurse unterschieden.

Der nominale Wechselkurs gibt grundsätzlich an, in welchem Verhältnis die Währung eines Landes gegen die Währung eines anderen Landes eingetauscht werden kann. Der nominale Wechselkurs lässt sich dabei in der Mengen- oder der Preisnotierung insgesamt ausdrücken. Die Notierung der Menge, die sogenannte indirect quotation gibt den Preis einer Einheit der inländischen Währung in Einheiten der ausländischen Währung an.

Die Preisnotierung eines Wechselkurses

Dagegen gibt die Preisnotierung, die direct quotation, den Preis einer Einheit der ausländischen Währung in Einheiten der inländischen Währung an. Die Preisnotierung ist somit nach der Definition der Kehrwert der Mengennotierung. In der Eurozone, Großbritannien, Australien und Neuseeland wird heute mehrheitlich die Mengennotierung verwendet. Während in den anderen Ländern die Preisnotierung die am häufigsten verbreitete Notation ist. Insbesondere auch in der Schweiz. In der Eurozone war bis zu der Einführung des Euros die Preisnotierung üblich.

Was ist eine Chart-Analyse?

Der Begriff Chart ist sehr eng mit der Charttechnik bzw. der Chartanalyse verbunden. Dabei beschreibt diese Technik eine Vielzahl einzelner technischer Techniken, die eine Vorhersage zukünftiger Börsenkurse anhand historischer Kursentwicklungen anstreben. Diese heute auf zahlreichen Märkten übliche Art der praktischen Finanzanalyse stellt sich primär die Aufgabe, geeignete Zeitpunkte für den Kauf oder den Verkauf von Finanzwerten zu genau zu bestimmen. Zur Unterstützung der Prognosen werden daher verschiedene Indikatoren und unterschiedliche Chartdarstellungen mit herangezogen.

Chart vs. Fundamentalanalyse

Im Gegensatz zur Fundamentalanalyse bleiben Kennzahlen aus der klassischen Makroökonomie, Branchenanalysen oder der Betriebswirtschaft bleiben dabei unberücksichtigt. Vielmehr nimmt man bei diesen Analysen an, dass sämtliche relevanten Informationen über Vergangenheit für die jeweiligen Entscheidungen enthalten sind. Und damit die Zukunft bereits in der sichtbaren Kursentwicklung, dem Chart, enthalten ist.

Was ist eine Call-Option?

Ein Call ist eine Option, bei der der Käufer das ausdrückliche Recht dazu besitzt, einen Basiswert vom Stillhalter offiziell zu erwerben. Der Käufer erwartet damit steigende Kurse des Basiswertes. Er realisiert außerdem einen bestimmten Gewinn, wenn der Kurs des Basiswertes über den Basispreis zuzüglich der Prämie für die Option ansteigt. Dieser Anstieg wird häufig auch als Break-Even-Point in der Fachsprache bezeichnet.

Funktion eines Calls

Liegt der aktuelle Kurs des Basiswertes wesentlich unter dem Basispreis, so wird die Option keinesfalls ausgeübt. Das Risiko für den Verlust des Käufers ist auf die gezahlte Optionsprämie begrenzt. Der Stillhalter kann im Gegenzug maximal einen Gewinn, welcher in Höhe dieser Prämie liegt, realisieren. Das Risiko eines erheblichen Verlustes des Stillhalters ist unbegrenzt.

Die Call Option

Mit der Call Option kann auch eine Verkaufsoption bezeichnet werden im Zuge eines Optionsgeschäftes. Die international übliche Bezeichnung für das Recht, ein Basisinstrument, z.B. eine Aktie, zu einem bestimmten Preis erwerben zu können. Das Recht ist in den meisten Fällen durch eine Option oder einen Optionsschein dem Interessenten gegeben.

Ist ein Geschäft an der Börse, bei dem ein Verkaufs- bzw. Kaufangebot laut ausgerufen wird, zu dem dann die Anwesenden bieten. Auf dem US-Markt gilt für Optionen die Bezeichnung für eine Kaufoption. Diese Optionen sind auch unter dem Namen Puts bekannt.

Dividende – Ausschüttung an Aktionäre

Die Dividende ist der Teil des Gewinns, welcher eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre oder eine Genossenschaft an ihre Mitglieder ausschütten kann. Dabei verwendet der Gesetzgeber den Begriff Dividende nicht direkt, sondern bezeichnet diesen im Aktiengesetz als auszuschüttender Betrag.

Dividenden in verschiedenen Aktiengesellschaften

Bei der GmbH spricht man statt von einer Dividende von einer Gewinnausschüttung. Die Höhe der Dividende orientiert sich häufig am Gewinn des jeweiligen Unternehmens. Wobei in der Regel ein Teil des Gewinns einbehalten und den Rücklagen direkt zugeführt wird. Dies wird zum Beispiel damit gemacht, dass Investitionen finanzieren oder Schulden getilgt werden können. Im Einzelfall kann auch eine Sonderdividende unabhängig vom Jahresüberschuss gezahlt werden. Vor allem dann, wenn Unternehmensanteile erfolgreich verkauft worden sind.

Dividenden werden verbreitet als Zeichen für die wirtschaftliche Stärke eines Unternehmens und können als Lob an diejenigen, an welche die Dividende ausgeschüttet wird, interpretiert werden.

Beschlüsse von Dividenden

Der Beschluss und die Zahlung einer Dividende wird vom Vorstand eines Unternehmens vorgeschlagen und von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit beschlossen. Die Dividendenzahlung erfolgt meist am Tag nach der Hauptversammlung. Entscheidend für den Anspruch auf eine direkte Dividendenzahlung bei ruhenden Beständen ist, ob der Aktionär am letzten Tag vor dem Beschlusstag die entsprechende Aktie in seinem Depot seiner Wertpapiere verbucht hatte.

In vielen Ländern gilt in dabei der sogenannte Record dateals Stichtag. Jedoch ist diese Regelung in Deutschland nicht der Fall. Bei schwebenden Börsengeschäften bestimmt sich der Anspruch nach dem Schlusstag. Der letzte Tag vor dem Ex-Tag ist der letzte Cum- beziehungsweise Inklusiv-Tag. Der Ex-Tag ist in der Regel der Zahlbarkeitstag. Dann muss es aber nicht zwingend sein. Trotzdem wird in solchen Ausnahmefällen bei Kauf ab Ex-Tag kein Dividendenanspruch mehr erworben.

Auszahlung von Dividenden in Deutschland und Österreich

In Deutschland und in Österreich ist es generell üblich, die Dividende nur einmal jährlich an die Kunden, die dividendenberechtigt sind, auszuschütten. In anderen Ländern sind mehrmalige Ausschüttungen bis hin zu quartalsweisen Dividendenzahlungen üblich. In den USA ist beispielsweise die quartalsbezogene Dividende die allgemein gängige Form der Dividendenzahlung.

Am Ex-Tag erfolgt dann üblicherweise ein Abschlag in Höhe der Bruttodividende vom Börsenkurs bei Unternehmen, welche an der Börse sind, was sich infolge anderer Marktfaktoren aber nicht 1:1 niederschlagen muss. Zwar spricht man dann davon, dass die Dividende aus dem Kurs „heraus gerechnet“ wird, doch tatsächlich beachten allerdings die Marktteilnehmer lediglich die Ausschüttung. Der Kurs kommt nach wie vor durch Angebot und Nachfrage zustande.

Was sind Eurobonds?

 

Die Eurobonds sind Anleihen mittlerer und längerer Laufzeit, welche für den internationalen Kapitalmarkt platziert werden. Dabei werden diese von einem anderen Land emittiert. Diese werden also dem Land, aus dem die Währung stammt, auferlegt. Die Bezeichnung Eurobonds steht allerdings in keinem Zusammenhang mit der europäischen Gemeinschaftswährung Euro.

Die Emission von Eurobonds

Die Emission erfolgt in der Regel in Form von Inhaberschuldverschreibungen durch internationale Bankkonsortien. Dominierende Anleihewährungen sind zum Beispiel der US-$, der Yen, der Schweizer Franken, die Pfund Sterling sowie der Euro. Schuldner sind private Unternehmen von hoher Bonität. Staaten u. a. öffentliche Körperschaften sowie supranationale Institutionen profitieren davon. Die Eurobonds umfassen sowohl konventionelle als auch zinsvariable Anleihen, aber auch Nullkuponanleihen, Doppelwährungsanleihen und letztlich auch die Wandelanleihen.

Geschichtlicher Hintergrund

Die Einführung von Eurobonds lässt sich zum Teil auf die 1963 in den USA eingeführte Interest Equalization Tax (IET) zunächst zurückführen. Die Anleger in den USA sollten damit davon abgehalten werden, in ausländische Anleihen zu investieren. Dies sollte dadurch geschehen, dass ausländische Zinseinkünfte mit einer Quellensteuer belastet wurden.

Vorteile des Eurobonds

Als vorteilhaft für die Emittenten waren zumeist große multinationale Unternehmen wie beispielsweise McDonald’s oder Nestlé, aber auch Volkswagen. Diese zeichneten sich vor allem durch die vergleichsweise niedrigen Registrierungspflichten aus. Diese bestehen im Allgemeinen auch in der Möglichkeit, Projekte in der Währung zu finanzieren, in der sie umgesetzt werden. Damit ist es möglich, das Währungsrisiko zu verringern. Der erste Eurobond war eine Anleihe mit einem Ausgabevolumen von US$ 15 Millionen und zehnjähriger Laufzeit. Dieser diente zur Finanzierung des italienischen Autobahnnetzwerks 1963.

Wie berechnet sich die Dividenden-Rendite?

Aus der Dividende und dem Aktienkurs lässt sich die Dividendenrendite berechnen. Dies bedeutet, dass man zur Bestimmung der Rendite zunächst eine genaue Auskunft über den Aktienkurs des Unternehmens benötigt, aus welchem die Dividende resultiert. Des weiteren muss die Höhe der Dividende berücksichtigt werden, die von Zeit zu Zeit Veränderungen vonseiten der Firma unterworfen ist.

Bei der Dividendenrendite spielt die Dividendenberechtigung eine gewichtige Rolle. Maßgeblich für die Frage, ob ein Aktionär in den Genuss einer Dividende kommt, ist der Besitz der Aktie zum dividendenrelevanten Zeitpunkt. Dieser Zeitpunkt wird im Fachjargon auch Dividenden-Ex-Tag bezeichnet. Der Ex-Tag wird von der Hauptversammlung der Gesellschaft ebenso festgelegt, wie der eigentliche Auszahlungstag der Dividende. Hält ein Aktionär die Aktie zu Handelsschluss des Vortages, so ist er generell dividendenberechtigt, selbst wenn er die Aktie am Dividenden-Ex-Tag bereits in der Morgenauktion veräußert.

Die Besteuerung in Österreich

Dividenden sind in Österreich endbesteuert. Das bedeutet, dass darauf entfallende Kapitalertragsteuer von der depotführenden Bank direkt abgezogen wird. Diese Abzüge werden dann direkt an das zuständige Finanzamt abgeführt. Derzeit beträgt die Kapitalertragssteuer 25%. D. h., ein Viertel der Brutto-Dividende wird einbehalten. Als Folge der Endbesteuerung sind damit die Einkünfte aus Dividenden vom Aktionär allerdings nicht zur Ermittlung der Einkommenssteuer als Zurechnung erlaubt.

Was bedeutet Emitent?

Bei dem Emittenten handelt es sich um eine juristische Person, welche die Wertpapiere ausgibt. Diese sind von Kunden und Anlegern erworben worden. Handelt es sich bei den Wertpapieren um Aktien, dann ist der Emittent immer ein privates Unternehmen, werden hingegen verzinsliche Wertpapiere, sogenannte Anleihen, ausgegeben, kann es sich beim Emittenten um ein privates Unternehmen, einen Staat, eine Kommune oder um sonstige Institution handeln.

Ziele des Emittenten

Der Emittent verfolgt mit der Ausgabe der Wertpapiere ein vorrangiges Ziel. Er möchte nämlich das auf diese Weise vom Anleger erhaltene Kapital in bestimmte Investitionen einfließen lassen. Der Kapitalbedarf ist also der Grund einer jeden Emission von Wertpapieren, die durch den Emittenten ausgeführt werden.

Alle Produkte, die man im Anlagebereich heute nutzen kann, werden von einer bestimmten Bank, einer Fondsgesellschaft, einer Bausparkasse oder einer Versicherungsgesellschaft angeboten. Manchmal bieten auch Unternehmen und sogar Staaten Geldanlage-Produkte an, wie zum Beispiel Unternehmens- und Staatsanleihen.

Bedeutung des Emittenten bei Verkäufen

All die genannten Gruppen in der Summe, die verschiedene Formen der Geldanlagen zum Kauf anbieten, werden ebenfalls als Emittenten bezeichnet. Der Emittent hat damit das jeweilige Produkt entworfen und bietet es den Anlegern auf dem Markt an. Damit können diese in das neue Produkt investieren. Am häufigsten wird der Begriff Emittent sicherlich im Bereich der Wertpapiere, vor allem der Anleihen als verzinsliche Wertpapiere, in der Praxis verwendet.

Die klassischen Emittenten von Wertpapieren sind vor allem die Kreditinstitute selbst. Aber auch Unternehmen und Staaten können Emittenten von Wertpapieren sein. Die Anlage ist für den Kunden stets mit dem so genannten gleichnamigen Emittentenrisiko verbunden.

Folgen einer Zahlungsunfähigkeit eines Emittenten

Denn sollte der Emittent in die Insolvenz gehe oder zuvor anderweitig zahlungsunfähig werden, droht dem Anleger der Verlust seines kompletten Kapitals. Insofern sollte man auch genau zuvor betrachten, bei welchem Emittenten bzw. in welches Produkt man sein Geld eigentlich investiert. Bewertet wird die Bonität der Emittenten weltweit durch die sogenannten Rating-Agenturen, deren Ratings ein guter Maßstab zur Einschätzung des Risikos des Anlegers sind.

Was bedeutet Duration als Kennzahl?

Die Duration ist im Allgemeinen eine Sensitivitätskennzahl, welche die durchschnittliche Bindungsdauer bei Kapital einer Geldanlage in einem festen verzinslichten Wertpapier bezeichnet. Allgemein formuliert ist die Duration der gewichtete Mittelwert der Zeitpunkte, zu welchen der Anleger Zahlungen aus einem Wertpapier ausbezahlt erhält.

Das System im Detail

Das Durationsvorgehen ist ein prinzipiell einfaches System. Die Duration wurde im Jahr 1938 durch Frederick R. Macaulay entwickelt und wird deshalb auch deshalb Macaulay-Duration genannt. Die Duration stellt jenen Zeitpunkt dar, bei dem völlige Immunisierung gegenüber dem Zinsänderungsrisikoim Sinne von Schwankungen im Endwert eintritt.

Damit beschreibt das Konzept den Aufbau auf dem Umstand, dass unvorhergesehene Zinsänderungen zwei gegenläufige Auswirkungen auf den Endwert eines festverzinslichen Wertpapiers haben können.

Folgen der Duration

So kann ein Zinsanstieg zwar zu einem geringeren Barwert der Anleihe führen. Aber wegen der Reinvestitions-prämisse werden aber die zukünftigen Zahlungen (Coupons) höher verzinst. Letztlich führt damit ein Anstieg des Zinses zu einem höheren Endwert des Gesamtkapitals.

Wir bringen Ihnen die Begriffe Versicherung, Konten, Kreditkarte sowie Kredit in verständlicher Weise näher. Mit einem Klick auf den jeweiligen Überbegriff gelangen Sie zu einer ersten umfassenden Erklärung. Benötigen Sie Details, so stehen Ihnen anschließend Unterpunkte zur Verfügung, die Sie weiter informieren. Möchten sie sich beispielsweise mit dem Begriff der Versicherung befassen, so erhalten Sie neben einer allgemeinen Definition Gelegenheit sich über einzelne Versicherungen zu informieren, darunter die Autoversicherung, Haftpflichtversicherung, Hausratsversicherung, die private Krankenversicherung, die Rechtsschutzversicherung sowie die Unfallversicherung. Wählen Sie nun die Versicherungsart, über die Sie sich erkundigen möchten, so erhalten Sie sinnvolle Details zu Notwendigkeit, Auswahl und Abschluss einer derartigen Versicherung. Auch die Begriffe Konten, Kreditkarten und Kredite werden so zunächst allgemein erklärt und können dann durch eine weitere Spezifizierung Ihrer Informationsanfrage im Detail in Erfahrung gebracht werden.

Es folgt eine kurze Übersicht über unser Informationsangebot zu den Begriffen Versicherung, Konten, Kreditkarte und Kredit.

Möchten Sie sich mit dem Begriff der Versicherung auseinandersetzen, so erklären wir Ihnen zunächst das Prinzip, durch das eine Versicherung wirkt. Wir nennen die herkömmlichsten Versicherungen und zu welchen Sie als Bürger verpflichtet sind. Wer Informationen zu den Komponenten der Berechnung eines individuellen Versicherungsbetrags möchte, wird bei uns ebenso fündig. Auch die Periodendauer von Versicherungen sowie die Umstände einer Kündigung der Versicherung werden erläutert. Auch über den Begriff Versicherungsbetrug bzw. Versicherungsmissbrauch wird informiert. Wählen Sie nun in der linken Spalte einzelne Versicherungsarten aus, können sie sich über Ihr Thema der Wahl weiterbilden.

Im Bereich Autoversicherung stellen wir Ihnen einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Versicherung für Ihr Kfz-Fahrzeug zur Verfügung.
Wer sich für eine Haftpflichtversicherung für sein Auto interessiert, erfährt in welchen Fällen eine derartige Versicherung in der Regel greift und auf was Sie beim Abschluss einer Haftpflichtversicherung achten müssen. Das jeweilige für Sie interessante Angebot sollte einen bestimmten Standard an Leistungen umfassen. Welche Komponenten bei der Berechnung der Kosten für die Versicherung zum Tragen kommen, listen wir ebenfalls auf. Außerdem geben wir Informationen zur ergänzenden Option einer Teil- oder Vollkaskoversicherung.
Neben der Haftpflichtversicherung informieren wir über die Unfallinsassenversicherung, die für die Unfälle der Versicherten aufkommt.

Des weiteren stellen wir Ihnen den sogenannten Schutzbrief vor. Dieser leistet dem Versicherten Hilfe bei einer Panne, einem Unfall oder einem Diebstahl des Wagens. Der meist genutzte Schutzbrief wird vom ADAC angeboten. Er umfasst einen umfassenden Service, beispielsweise einen kostenlosen Abschleppdienst. Auch Wohnmobile oder Fahrzeuganhänger können mitversichert werden.
Zuletzt stellen wir Ihnen in der Rubrik Autoversicherungen die freiwillige, aber empfehlenswerte Rechtsschutzversicherung vor. Kommt es zu einem Rechtsstreit, so sind Sie vor übermäßigen Kosten geschützt. Über Anliegen, für die eine Rechtsschutzversicherung aufkommen kann, informieren wir Sie ausführlich.

Info-Angebote zum Thema Vertsicherungen

Interessieren Sie sich für das Thema einer allgemeinen Haftpflichtversicherung, so finden Sie bei uns unter der gleichnamigen Rubrik eine ausführliche Schilderung dieser Versicherungsart. Wir informieren über die Tragweite einer Haftpflichtversicherung, das Prinzip der Versicherung, die Art des Abschlusses sowie über die Grundlage, auf die eine Haftpflichtversicherung baut. Außerdem erhalten Sie Informationen über Angelegenheiten, welche von einer Haftpflichtversicherung ausdrücklich nicht umfasst werden. Wir stellen die unterschiedlichen Arten der Haftpflichtversicherung vor. Neben der bereits unter der Rubrik Autoversicherungen vorgestellten Autohaftpflichtversicherung gibt es die Jagdhaftpflichtversicherung, die Privathaftpflichtversicherung sowie die sogenannte Bauherrenhaftpflichtversicherung. Wir geben Tipps, wie Sie die richtige und notwendige Haftpflichtversicherung für Ihre individuellen Bedürfnisse finden.

Leasing: Kann günstiger sein als eine Finanzierung

Leasing: Kann günstiger sein als eine Finanzierung

Wer sich über eine Hausratsversicherung informieren möchte, wird bei uns ebenfalls fündig. Die Hausratsversicherung stellt eine Unterversicherung der Haushaltsversicherung dar. Wir informieren über die Unterschiede dieser beiden Versicherungsformen und erklären, weshalb eine Hausratsversicherung eine der wichtigsten Versicherungsarten darstellt. Was Sie beim Abschluss dieser Versicherung beachten müssen und welche Teile Ihres Grundstücks in den Versicherungsbereich fallen, erfahren sie ebenso wie detaillierte Angaben zu den Fällen, in denen Sie eine Hausratsversicherung schützen kann.

Zahlreiche Zusatzversicherungen sind abschließbar und schützen Sie auch in Fällen, welche die Standard – Hausratsversicherung nicht umfasst. Hausratsversicherungen gibt es in zahlreichen Ausführungen. Wer die richtige Versicherung für die persönlichen Bedürfnisse finden möchte, sollte sich eingängig über die jeweiligen Angebote informieren. Wir empfehlen hierzu eine der vielen unabhängigen Webseiten im Internet, die Angebote zur Verfügung stellen, mit denen Sie innerhalb weniger Sekunden wertvolle Ergebnisse zur passenden Versicherung erhalten.

In unserer Kategorie zur privaten Krankenversicherung informieren wir Sie über die Voraussetzungen, welche erfüllt sein müssen, um einer privaten Krankenversicherung beizutreten. Wer diese Kriterien nicht erfüllt, dem stellen wir mögliche private Krankenzusatzversicherungen vor, die ergänzend zur Versicherung einer gesetzlichen Krankenkasse abgeschlossen werden können. Sorgfältig listen wir auf, was vor dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung bedacht werden sollte.

Was eine gute private Krankenversicherung ausmacht, stellen wir Ihnen ebenfalls vor. Selbstverständlich informieren wir auch über die Vorteile einer privaten Krankenversicherung und für wen sich diese Versicherungsform besonders empfiehlt.

Auch über die im Bereich Autoversicherung bereits angesprochene Rechtsschutzversicherung informieren wir Sie noch einmal gesondert. Neben der Definition einer Rechtsschutzversicherung erhalten Sie einen Überblick über den jeweiligen Leistungsumfang. Wir stellen Ihnen den Leistungsfall sowie die verschiedenen Leistungsarten vor. Hier informieren wir Sie gesondert über den Schadensersatz – Rechtsschutz, den Arbeits – Rechtsschutz, den Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz, den Verwaltungs – Rechtsschutz, den Disziplinar- und Standesrechtsschutz, den Straf – Rechtsschutz sowie den Beratungs – Rechtsschutz.

Unser letzter Informationspunkt zum Thema Versicherung umfasst die zum Zweig der gesetzlichen Sozialversicherungen gehörende private und gesetzliche Unfallversicherung. Die Beiträge der gesetzlichen Sozialversicherung werden hier vom Arbeitgeber alleine getragen. Eingestuft wird nach der gegebenen Gefahrenklasse im Beruf. Wer sich über die Folgen eines Unfalls im privaten Bereich informieren möchte, der liest über die private Unfallversicherung nach. Gemessen wird der Beitrag nach Eintrittsalter. Berücksichtigt werden ebenfalls gefährliche Hobbys. Über Details hierzu informieren wir ausführlich.

Im Informationsbereich zum Thema Konten bieten wir erste Informationen zu den verschiedenen Kontoformen. So werden das Girokonto, das Sparkonto, das Termin- oder Festgeldkonto, das Tagesgeldkonto und das Kreditkonto in ihren Funktionen erklärt und unterschieden. Detaillierte Informationen erhalten Sie zu den Themen Girokonto und Tagesgeldkonto.

Wer über das Girokonto nachliest, erfährt welche Aspekte bei der Suche nach dem richtigen Girokonto eine Rolle spielen. Wir geben konkrete Hinweise zu bestimmten Anbietern von Girokonten, die sich für bestimmte Nutzerklassen eignen. Unter anderem stellen wir das 1822 direkt Girokonto, das comdirect Girokonto, das DKB Cash Konto, das netbank Girokonto, das Norisbank Girokonto, das Targobank Girokonto sowie Möglichkeiten für ein kostenloses Girokonto vor. Informieren Sie sich hier über die ideale Option für Ihr privates Girokonto.

Für wen ein Tagesgeldkonto in Betracht kommt, beschreiben wir Ihnen in der Rubrik Tagesgeldkonto. Wir schildern Ihnen die Vorteile eines Tagesgeldkontos im Verhältnis zum traditionellen und in mancherlei Hinsicht bereits überholten Sparbuch. Wir beantworten einschlägige Fragen zur Suche nach dem besten Tagesgeldkonto, der Verzinsung, der Höhe der anlegbaren Summe sowie zur Sicherheit eines Tagesgeldkontos. Auch wer sich für ein Tagesgeldkonto im Ausland interessiert, wird bei uns fündig. Insbesondere stellen wir das 1822direkt Tagesgeldkonto sowie das Bank of Scotland Tagesgeldkonto vor.

Möchten Sie sich über Kreditkarten informieren, erhalten Sie neben einer allgemeinen Definition des Begriffs der Kreditkarte auch Informationen über regional erhältliche Kreditkarten und ihre zuständigen Unternehmensniederlassungen. Wir erläutern Ihnen das Kreditkartenprinzip zwischen Kreditkarteninhaber und Kreditkartenunternehmer und geben Startinformationen zu den Kosten einer Kreditkarte. Auch die Voraussetzungen der Inanspruchnahme einer Kreditkarte werden dargelegt. Inwiefern sich die unterschiedlichen Kreditkarten voneinander unterscheiden und wie sich die Gestaltung einer solchen Karte darstellt, erläutern wir ebenfalls. Auch zur Abrechnungsart mit einer Kreditkarte informieren wir. Für den Notfall, den Verlust Ihrer Kreditkarte, erhalten Sie bei uns ebenfalls wichtige Informationen für die umgehend einzuleitenden Maßnahmen. Wichtige Tipps zum vernünftigen Umgang mit der Kreditkarte dürfen selbstverständlich nicht fehlen. Detailliert berichten wir in weiteren Unterpunkten über die Barclaycard Kreditkarte, die comdirekt Kreditkarte, die DKB Kreditkarte, die Ing DiBa Kreditkarte, die netbank Kreditkarte sowie über die Prepaid Kreditkarte. Auch über kostenlose Kreditkarten sowie über Kreditkarten für Studenten berichten wir gesondert.

Wer sich auf der Suche nach dem richtigen Kredit befindet, der kann zudem das Angebot des ausführlichen Kreditvergleichs unter dem Überpunkt „Kredit“ beanspruchen. Sieben verschiedene Kredite haben wir für Sie verglichen. Über die jeweiligen Konditionen des einzelnen Kredits, d. h. Laufzeit, Jahreszins, Mindestkreditsumme, Maximalkreditsumme und die Form der Zusage des Kredits informieren wir in einer Tabelle. Ausführlich informieren wir zudem in den jeweiligen Unterpunkten über den Barclaycard Kredit, den Kredit der Credit Europe Bank, den Creditplus Sofortkredit, den Deutsche Bank Kredit, den DKB Bank Kredit, den Easy Credit, den Hanseatic Bank JA – Kredit, den Netbank Ratenkredit, den Norisbank Ratenkredit, den Onlinekredit.de, den Santander Kredit, den SEB Bank Kredit, den Smava Privatkredit, den SWK Bank Kredit sowie den Targobank Kredit. Über Kredite für die Baufinanzierung informieren wir separat.

Wer eine Erklärung für einen bestimmten Begriff aus dem Kredit- und Finanzwesen benötigt, der konsultiert idealerweise das Lexikon. Von A wie Ablösewert bis Z wie Zwischenfinanzierung gibt das Lexikon verständlich und schnell Auskunft zu einer großen Anzahl von Begriffen. Wer im Lexikon nicht fündig wird, der hat die Option das portaleigene Forum zu nutzen, indem er Beiträge schreibt, mitliest oder Antworten auf Fragen anderer User gibt. Das Forum unterteilt sich in die Bereiche Kredit und Finanzen (mit den Unterforen zu allgemeinen Kreditfragen, Fragen zum Kredit ohne Schufa sowie allgemeinen Finanzthemen), Versicherungen (mit den Unterforen zur Krankenversicherung sowie zu anderen Versicherungen) und Kreditlexion. Im Forenbereich zum Kreditlexikon können Sie fehlende Begriffe zur Ergänzung vorschlagen oder eine Erweiterung eines bereits beschrieben Begriffs anregen. Anregungen und Wünsche zur besseren Gestaltung unseres Internetportals werden gerne entgegengenommen. Das Forum enthält zudem einen Bereich, der sich „Business, News und Talk“ nennt. Hier darf über alles diskutiert werden, was sich auf Business, Computer, Technik oder aktuelle Themen bezieht. Verpassen Sie also nicht die Chance sich in unserem Forum mit anderen Interessierten auszutauschen.

Auf der Startseite unseres Kreditinformationsportals befindet sich zudem ein Link zu unterschiedlichsten Webblog-Themen. Hier finden Sie spannende Artikel zu aktuellen und relevanten Themen der Kredit- und Finanzwirtschaft. Unterteilt in die übersichtlichen Kategorien Allgemein, Finanzen, Förderung, Geldanlage, Kredit, Kreditkarten und Versicherungen haben Sie die Möglichkeit direkt auf Ihr favorisiertes Thema zuzugreifen. Auch unsere Sparte „News“ ermöglicht einen einfachen Zugriff auf das Thema Ihres Interesses. Hier bieten wir die Kategorien Giro Konto, Festgeld Zins, Bausparvertrag kündigen, Bausparkassen sowie Kredite an. Auch der Forumsticker gibt einen Einblick in möglicherweise für Sie interessante Themen. Eine Auswahl unserer Diskussionen wird Ihnen bereits im Ticker auf der Startseite angezeigt. Generell sind wir bemüht, Ihnen eine möglichst übersichtliche Gestaltung unseres Informationsportals anzubieten. Wer dringend eine bestimmte Information benötigt, der findet als ersten Anlaufspunkt unser Suchmaschinenfeld auf der Startseite, in das Sie Ihren Suchbegriff eintragen können.

Wir hoffen, Ihnen mit unserem Informationsportal die komplexe Begriffswelt der Kredit- und Finanzwirtschaft näher bringen zu können und wünschen Ihnen viel Freude mit dem Aufenthalt in unserem Portal.

Die Prolongation, die Verlängerung einer Frist

Der Begriff der Prolongation stammt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt „Verlängerung“. Bankern, Versicherungskaufleuten und Wirtschaftsfachleuten ist der Begriff geläufig, denn Prolongation bezeichnet die Verlängerung der Laufzeit von Verträgen über einen Termin, der bis dahin als festgeschrieben galt, hinaus.
Prolongiert werden können im Bankwesen Kreditlaufzeiten, Termingeschäfte und Wechsel. Wird ein Kredit prolongiert, kann man ebenso gut von einer Anschlussfinanzierung sprechen, wobei der Zinssatz allerdings neu festgelegt wird. Platzt ein Wechsel, kann er also nicht bezahlt werden, muss ein neuer Wechsel mit längerer Laufzeit ausgestellt werden, der Prolongationswechsel. Der alte, fällig gewordene Wechsel wird regelrecht zurückgegeben.
Wie schon angedeutet, ist es bei der Prolongation eines Kredites durchaus nicht selbstverständlich, dass der prolongierte Kredit zu den ursprünglichen Bedingungen, die möglicherweise sehr günstig für den Kreditnehmer waren, weitergeführt wird. Das zu wissen ist wichtig. Prinzipiell ist der günstigste Fall natürlich immer der, den Kredit zu dem zuerst festgesetzten Termin pünktlich zu bedienen, also zurückzuzahlen.

>> Im Zusammenhang mit Termingeschäften ist dann von Prolongationsgeschäften die Rede, wenn das Geld nach Ablauf der Fälligkeit sofort wieder angelegt wird.
>> Man kann Wertpapiere verkaufen, ohne sie wirklich aus der Hand zu geben. Das heißt, dass Sie eine Aktie veräußern können mit der Auflage, sie zu einem Zeitpunkt Ihrer Wahl vom Käufer zurückzukaufen. In diesem Falle sprechen die Börsianer von Prolongationsgeschäften.
>> Bei der Laufzeit von rechtlichen Bestimmungen können Prolongationen notwendig werden, in Wirtschaft und Handel kommt es vor, dass beispielsweise die festgelegten Fristen für Liefer- und Zahlungsbedingungen prolongiert werden müssen.
>> Prolongationen sind natürlich überwiegend eine Notwendigkeit, sie können eine gute Sache sein, aber sie können auch teuer werden. Informieren Sie sich gut.

Was ist eine Grundschuldbestellung?

Mit der Grundschuldbestellung gibt der Grundstückseigentümer die Einwilligung, sein Haus oder Grundstück mit einer Grundschuld zu belasten, zum Beispiel für die Absicherung eines Darlehens. Dies erfolgt in Form einer notariell beglaubigten Urkunde. Mit der Zustimmung ist gleichzeitig ein Antrag verbunden, indem veranlasst wird die Grundschuld in das Grundbuch einzutragen. Der Eintrag erfolgt im Grundbuchamt des Amtsgerichtes.

In dem Grundbuch werden nicht nur alle Hypotheken eingetragen, sondern auch der Kredit, der benötigt wird für den Kauf oder Bau des jeweiligen Objektes. Die Formulare, die für einen Kaufvertrag erforderlich sind, erhält der Kunde von seiner Vertragsbank.
Da nur der Eigentümer eines Grundstückes eine Eintragung im Grundbuch vornehmen lassen kann, ist die Grundschuldbestellung für den Schuldner eine Sicherheit.
Die Grundschuldbestellung ist notwendig, damit der Kreditnehmer nicht die Möglichkeit erhält sein Grundstück für mehrere Kredite als Sicherheit zu verwenden und es somit höher belastet wäre, als der eigentliche Wert ist.
Die Auswahl des Notars bestimmt der Käufer selbst.

Im Verlauf einer Grundschuldbestellung ist zu beachten die Grundschuld nicht verzinslich zu bestellen, da sonst der Grundstückseigentümer mit wesentlich mehr haftet, als mit der eingetragenen Summe. Über Standardformulare wird oft die Haftung auf die Zinsen erweitert und überdies auf eine persönliche Haftung (dem Privatvermögen).
Die Grundschuldbestellung ist die gebräuchlichste Form des Grundpfandrechts und hat die Hypothek überwiegend abgelöst.

Was bedeutet Miete?

Jeder Mensch weiß, das man für eine Wohnung Geld bezahlen muss. Die Kosten der Wohnung werden Miete genannt. Aber was genau heißt eigentlich Miete. Miete ist die entgeldliche Überlassung von Gegenständen und Räumen. Was kaum jemand weiß, auch in den Videotheken, die mit Videoverleih werben, geht man einen Mietvertrag ein. Bei Erfüllung des Vertrages wird die selbe Sache dem Eigentümer wieder übergeben. Bei einem Leihvertrag wäre es eine Sache der gleichen Art und Güte.

Aber warum heißt Miete bei einem Kioskbesitzer Pacht? Für viele Leute die sich in der Betriebswirtschaftslehre nicht so auskennen stellen sich damit neue Fragen. Oftmals wird gesagt gemeint sei das selbe es würde nur anders heißen.

Ein großer Irrtum, denn bei einer Pacht darf der, sagen wir einfach Mieter, auch seinen Fruchtgenuss aus der gemieteten Sache oder Räumlichkeit ziehen. Das heißt nichts anderes als dass der Pächter in seinen Räumlichkeiten Ware kaufen und verkaufen kann. Das Geld wandert aus seiner Kasse in seine Kasse.

Das entscheidende Merkmal bei einer Miete liegt darin, dass man in einer gemieteten Immobilie keine kaufmännischen Geschäfte als Gewerbe betreiben darf. Eine gemietete Sache oder Immobilie dient lediglich der Nutzung. Die gemietete Wohnung geht nicht in das Eigentum des Mieters über sondern bleibt beim Eigentümer.

Die Miete ist also die Nutzungsgebühr, die uns erlaubt in einer Wohnung oder einem Haus, trockenen Fusses zu leben. Auch kann ein Auto gemietet werden. Es muss nicht zwangsläufig immer eine Immobilie sein. Bei einer Autoanmietung hinterlegt man eine Kaution, genau wie bei den meisten Immobilien. Denn eine gemieteten Sache darf nicht beschädigt oder zerstört werden. Die gemietete Sache ist nach Beendigung des Mietvertrages dem Eigentümer in dem Zustand zurückzugeben in dem sich die Sache, oder Immobilie, bei Vertragsabschluss befand.

Die Kaution stellt eine Sicherheit für den Eigentümer einer zu vermietenden Sache, oder Immobilie dar. Oftmals entstehen durch den Mieter verschuldete Schäden an der gemieteten Sache oder Immobile. Diese Schäden werden in der Regel mit der Kaution verrechnet. So wird das Risiko verringert als Eigentümer am Ende die Reperaturkosten alleine zu tragen, und der Mieter steht nicht vor einer eventuell hohen finanziellen Belastung am Ende des Mietverhältnisses.

Was ist die Mehrwertsteuer?

Die Mehrwertsteuer, oder im steuerrechtlichen Gebrauch Umsatzsteuer, ist genau genommen eine indirekte Verbrauchssteuer. Nach der Einstufung in der Steuergesetzgebung gilt sie als Verkehrssteuer. In Deutschland berechnet sich derzeit die Mehrwertsteuer zu einem Satz von 19 % auf den übergroßen Teil der Warengüter. Bestimmte Waren und Dienstleistungen, wie beispielsweise Bücher und seit 2010 Leistungen des Hotelgewerbes, werden mit einem geringeren MwSt von 7 % belegt. Damit liegt Deutschland ungefähr im Mittel der Länder der EU, wo es Schwankungen von Erhebungen der Umsatzsteuer von 15 bis 25 % in den einzelnen Ländern gibt.

Während ein Warenproduzent und Warenhändler diese Steuer zwar auch berechnen, jedoch steuerlich wieder für eine Rückzahlung geltend machen kann, zahlt der Endverbraucher die MwSt direkt auf jedes Produkt, das er im Handel erwirbt. Unternehmen zahlen allerdings ebenfalls eine Umsatzsteuer, die sich jedoch nach dem Maßstab ihrer Gewinne berechnet. Gerade die Einnahmen aus der MwSt Erhebung auf Gebrauchsgüter beim Endverbraucher sind letztlich abhängig vom Konsum. Sinkt der Warenverbrauch infolge geringerer Kaufkraft, vermindern sich auch die Einnahmen aus der Umsatzsteuer, die über den Endverbraucher ins Steueraufkommen fließt.
Beim kommerziellen Verkauf einer Ware oder dem Erbringen einer kommerziellen Dienstleistung ist der Händler oder der Dienstleister, verpflichtet die Mehrwertsteuer über den Warenpreis, Dienstleistungspreis, zu erheben. Er hat sie entsprechend nachzuweisen und abzuführen. Der Anteil der MwSt muss auf gewerblichen Rechnungen eigens vermerkt werden. Ausgenommen von der Erhebung der MwSt sind Privatverkäufer, die nicht regelmäßig mit Waren handeln oder Dienstleistungen erbringen. MwSt wird beispielsweise nicht erhoben, wenn Herr Y seinen gebrauchten Esstisch an Herrn X verkauft. Kauft er jedoch Esstische zum Weiterverkauf regelmäßig auf oder stellt solche zum Verkauf her, so muss er das Gewerbe anmelden und bei jedem Verkauf 19 % MwSt erheben, ausweisen und abführen.
Da die MwSt jede Handelware betrifft, ist sie eine der wichtigsten steuerlichen Einnahmen für den Bundeshaushalt, die Länder und die Gemeinden. Der Anteil der Umsatzsteuer an den gesamten Steuereinnahmen in Deutschland liegt durchschnittlich bei 30 %. Ein bestimmter Satz dieser Einnahmen ist Bestandteil der so genannten Eigenmittel der EU. In allen Einzelheiten wird die Erhebung der Umsatzsteuer in einer Reihe von Einzelartikeln des Umsatzsteuergesetzes in Deutschland geregelt.