Heizöl kaufen – Worauf achten bei Kosten?

Das Standard-Heizöl als Brennstoff ist nicht zuletzt aufgrund seiner wirtschaftlichen Vorteile im Energiesektor etabliert. Trotz allgemein steigender Kosten zeichnet sich das Heizöl immer noch als preisgünstige Energiequelle aus.

Heizöl, auch HEL und IGO genannt, ist ein flüssiger Brennstoff fossiler Herkunft, der für den Verbrauch in den privaten Haushalten bestimmt ist. Dieser Brennstoff zeigt sich als farblose bis gelblich gefärbte Flüssigkeit mit dem typischen Erdölgeruch und entflammt bei Temperaturen über 55°C.

Laut Normen wird zwischen den mehreren Heizölsorten je nach Dichte, Schwefel- und Ascheanteil sowie dem Verhältnis Kohlenstoff zu Wasserstoff differenziert. Die Heizölsorten werden wie folgt bezeichnet: EL (extraleicht), EL schwefelarm, L (Leicht), M (Mittel), S (Schwer), ES (Extra schwer).

HEL wird aus dem Gemisch von Kerosin, verschiedenen Blauölfraktionen sowie Additiven, d.h. Zusatzstoffen, die in der Größenordnung mg/kg den Kraftstoffen zugefügt werden, um deren Qualität im Bezug auf die Verbrennungseigenschaften, Kälteresistenz sowie Stabilität bei der Lagerung zu verbessern.

Wichtig: Angebote prüfen

Wichtig: Angebote prüfen

Die verfügbaren Komponenten zur Herstellung von Heizöl können abhängig vom Rohöl variierende Qualitäten aufzeigen, so dass die Herstellung jeder Produktserie unter unterschiedlichen Verhältnissen der Mischung aus Kerosin, Leichtgasöl und Schwergasöl erfolgt, um den erforderlichen Spezifikationen zu genügen.

In den Wohnhäusern ist eine oberirdische Lagerung der Heizungsanlage verbreitet, wodurch im Falle einer Leckage schnell entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können. Eine unterirdische Lagerung bietet zwar den Schutz gegen äußere Einflüsse wie Niederschlag oder mechanische Störungen, kann aber das auslaufende Öl unbemerkt lassen. Zur Lagerung des Heizöls eignen sich einwandige Stahlbehälter und Kunststoffbehälter.

Wie muss ich Heizöl lagern?

Räume zur Heizöllagerung müssen feuerbeständig sein und über feuerhemmende selbstschließende Türen sowie über einen Auffangbehälter verfügen. Putze und Zemente sind vorschriftsmäßig so auszuführen, dass kein Öl durchsickern kann und die Türschwelle soll das Auslaufen vom Öl verhindern können. Es dürfen maximal 100.000 Liter Öl in einem Heizölraum gelagert werden.

In den meisten österreichischen Haushalten wird mit Öl und Gas geheizt. Das größte Segment ist Gasverbrauch mit 28,5 %, gefolgt vom Heizöl, das sich auf 28,2% beläuft. In Österreich werden jährlich etwa 1,8 Mio. Tonnen Heizöl Extra Leicht und 500.000 Tonnen Heizöl verbraucht. Im vergangenen Winter 2010 blieben die Preise für Heizöl von der kalten Witterung beeinflusst und im Vergleich zu Weltmarkt konstant erhöht. Die Ölpreise waren besonders hoch von den Heizölhändlern gehandelt, wenn die Haushalte eine kurzfristige Notnachlieferung vom Heizöl bestellen mussten.

Ob Super, Normal, Schwefelarm oder die neue Sorte Bio-Heizöl, sind die Heizöle in Österreich nach Ö-Norm C 1109 mit maximal 0,001 % Schwefelgehalt erhältlich.
Dank der flächendeckenden Umstellung auf die schwefelarme Heizölsorte wird ein großer Beitrag zum umweltfreundlichen Energieverbrauch geleistet. Das schwefelarme Heizöl bringt im Gegensatz zum Standard-Heizöl solche Vorteile wie eine schadstoffarme Verbrennung und geringere Kosten.

Im Vergleich zum herkömmlichen „Heizöl EL Standard“ mit Schwefelgehalt von bis zu 2000 mg/kg beträgt der Schwefelanteil vom „Heizöl EL schwefelarm“ höchstens 50 mg/kg. Durch die saubere Verbrennung des schwefelarmen Heizöls wird dafür gesorgt, dass die Schadstoffemissionen auf ein Minimum reduziert werden und sich die Verbrennungsrückstände nur in geringen Mengen an den Wänden eines Kessels ablagern, wodurch die Lebensdauer der Heizkessel ansteigt. Folgerichtig kann die Heizungsanlage sparsamer bzw. energieeffizienter betrieben werden.

Beim Verbrauch vom schwefelarmen Heizöl wird die traditionelle Neutralisationseinrichtung überflüssig, was die Kostensenkung solcher Heizungsanlage ermöglicht. HEL schwefelarm ist ursprünglich speziell zum Verbrauch in den modernen Heizungsanlagen bestimmt, wobei bei einigen Geräten ausdrücklich nur schwefelarmes Öl benutzt werden darf.

Hierbei kann das schwefelarme Heizöl auch in den meisten gängigen Kesselanlagen mit Niedrigtemperaturbetrieb gebraucht werden. Um den Gebrauch vom schwefelarmen Heizöl im Rahmen der Reduzierung von Umweltbelastungen und die Einführung von Öl-Brennwerttechnik zu unterstützen, ist eine neue Steueränderung beschlossen worden, wonach das Standard-Heizöl höher besteuert wird als das neue schwefelarme Öl. Ziel dieser Maßnahme ist die flächendeckende Umstellung der Heizölversorgung auf das HEL schwefelarm.

Die regionalen Unterschiede im Heizölpreis ergeben sich aus den Frachtsätzen, die teilweise abhängig von der Entfernung von der Raffinerie bis zum Verbrauchsort variieren. Aktuell liegt der durchschnittliche Heizölpreis in Österreich bei der Marke von ca. 75 Euro pro 100 Liter.

Beim Kauf vom Heizöl lässt sich einiges berücksichtigen:

1. Heizöl-Sammelbestellungen: Einsparungen beim Heizöl-Verkäufer, der die Kunden während einer organisierten Tour mit dem Heizöl beliefern kann. Das ist nur dann sinnvoll, wenn alle teilnehmenden Käufer sich gesamtschuldnerisch an den Kosten beteiligen und bereit sind, bei einer nicht beglichenen Rechnung für andere Beteiligten zu zahlen.

2. Der richtige Zeitpunkt: Ein richtig gewählter Termin zum Kauf vom Heizöl ermöglicht große Sparvorteile, da die Heizölpreise im Laufe des Jahres oft um bis zu 15 Cent pro Liter schwanken.

3. Richtige Heizölmenge: Man sollte sich nicht mit kleinen Ölmengen, sondern möglichst für einen ganzen Jahresverbrauch beliefern lassen. Grund dafür ist die Ölpreis-Differenz zwischen 1000 und 3000 Litern, die sich meistens auf mehr als 5 Cent pro Liter Heizöl beläuft.

4. Online-Kauf: Man verschafft sich dadurch einen besseren Überblick über die aktuelle Preislage.

Den größten Beitrag zum effektiven Energieverbrauch leisten dennoch Änderungen in der Bauweise des Hauses, Modernisierungen des Heizungssystems, sowie Umstellung auf alternative Heizölarten wie Bio-Heizöl.

Gasheizung oder Pelletsheizung?

Stetig steigende Energiekosten sind leider längst ein alltägliches Übel unserer Zeit. Strom wird immer teurer und gerade beim Thema Heizen scheinen die Preise für Heizstoffe wie Öl oder Holz in den vergangenen Jahren immer weiter anzusteigen. So stellen sich viele Hausbesitzer Jahr um Jahr die Frage, wie man wirklich nachhaltig, günstig und energieeffizient heizen kann.

Stromheizungen, ebenso wie das Heizen mit Öl oder Holz sind längst nicht mehr effizient. Denn die anfallenden Heizkosten steigen seit Jahren immer weiter an und so gilt es neue Heizmöglichkeiten zu finden, die in Heizleistung wie auch bezüglich der anfallenden Kosten reizvoller und nachhaltiger sind. Diese Alternativen gibt es im Übrigen längst. Denn eine Gasheizung oder das Heizen mit Pellets ist in jedem Fall günstiger und effizienter als das Heizen mit Strom, Holz oder Öl. Doch wo genau liegen die Besonderheiten dieser beiden Heizmöglichkeiten und wie sehen die Vorteile und Nachteile des Heizens mit Gas oder Pellets aus?

Die Gasheizung, eine klassische Form des Heizens

Die Gasheizung ist längst eine klassische Form des Heizens, die in ganz Europa weit verbreitet ist. Dank moderner Heizanlagen längst energiesparsam einsetzbar, ist das Heizen mit Gas somit nicht nur effizient, sondern im direkten Vergleich mit Ölheizungen oder Stromheizungen erheblich günstiger. Doch natürlich verfügt die moderne Gasheizung über weit mehr Besonderheiten als ihre Bekanntheit.

Die Vorteile der Gasheizung sind vielseitig, allem voran die hohe Energieausbeute und die überaus gute Wirkungsweise der Gasheizung, sind oftmals Argumente, die für eine Gasheizung sprechen. Moderne Technik und ein Brennstoff, der umweltfreundlich in Wärme und Energie umgewandelt werden kann, machten die Gasheizung zu einem der am meisten verbreiteten Heizsysteme unserer Zeit. Zudem benötigt diese Form der Heizanlage weder einen Tank noch einen Schornstein wie es zum Beispiel bei einer Ölheizung oder Holzheizung der Fall wäre und besticht die Gasheizung somit im Alltag wie auch bei der Anschaffung mit den folgenden Vorteilen.

Vorteile der Gasheizung

  • Hohe Energieausbeute bei sehr gutem Wirkungsgrad
  • Umweltfreundliche Verbrennung
  • Geringer Platzbedarf und problemlose Energieversorgung
  • Geringer Platzbedarf (Kein Tank, kein Schornstein notwendig)
  • Günstige Anschaffungskosten und hohe Versorgungssicherheit
  • Die Warmwasserbereitung ist in modernen Gasheizungen inklusive
  • Kombinationsmöglichkeit mit erneuerbaren Energieformen

Doch natürlich hat auch die moderne Gasheizung einige Nachteile, die im Vorfeld der möglichen Anschaffung bedacht werden sollten. Allem voran die hohe Abhängigkeit zum Ausland ist hierbei immer wieder im Zentrum der Diskussionen zu finden. Bei auftretenden Gasengpässen zum Beispiel kann eine Gasheizung in jedem Fall zum Nachteil werden. Darüber hinaus verfügt die Gasheizung über folgende Nachteile:

Nachteile der Gasheizung

  • Ein Gasanschluss ist zwingend notwendig
  • Steigende Gaspreise aufgrund des fossilen Brennstoffes Gas
  • Die Abhängigkeit vom Ausland als Gaszulieferer

Objektiv betrachtet bietet die Gasheizung somit also viele Vorteile bei denkbar wenigen Nachteilen. Jedoch sollte man in jedem Fall immer beachten, dass die wenigen Nachteile einer Gasheizung mit der Zeit durchaus bedeutungsvoller werden könnten. Jedoch schmälert diese Tatsache die Vorteile der Gasheizung zum aktuellen Zeitpunkt sicherlich nicht. Denn umweltfreundliches Heizen mit vielen Nutzungsvorteilen im Alltag ist in jedem Fall eine zeitgemäße und moderne Form des Heizens.

Die Pelletsheizung, ein echter Trend in Sachen Heizen
Eine weitere moderne Form des Heizens ist die sogenannte Pelletsheizung, die allem voran in den vergangenen Jahren mehr und mehr an Beliebtheit erhalten hat. Hierbei ist allem voran der Aspekt des günstigen und umweltfreundlichen Heizens ein überaus wirkungsvolles Argument für eine Pelletsheizung. Doch die moderne Pelletsheizung besticht nicht nur durch günstiges und umweltfreundliches Heizen, nein sie ist zudem Kombinierbar mit anderen Formen des modernen Heizens und weiß dadurch mit den folgenden Vorteilen zu überzeugen:

Vorteile der Pelletsheizung

  • Günstiges Heizen dank günstiger Heizrohstoffe
  • Geringer Wartungsaufwand und somit geringe Wartungskosten
  • Umweltfreundliches Heizen mit geringer CO2 Belastung
  • Gute Kombinationsmöglichkeit mit regenerativen Energiequellen (z.B.: Solarkraft)

Wie jede moderne Heizform verfügt die Pelletsheizung jedoch auch über einige Nachteile. Allem voran die verhältnismäßig hohen Anschaffungskosten von bis zu 15.000 Euro wollen hierbei in jedem Fall vor einer Anschaffung bedacht werden. Darüber hinaus benötigt eine Pelletsheizung neben einer Lagervorrichtung für den Heizstoff Holzpellets auch eine sogenannte Fördereinrichtung, die die Holzpellets vom Lagerbehälter in die Heizung befördert. So also sind im Vorfeld der Anschaffung oftmals bauliche Veränderungen unumgänglich, will man mit einer Pelletsheizung nachhaltig und umweltfreundlich heizen.

Nachteile der Pelletsheizung

  • Hohe Anschaffungskosten von durchschnittlich 10.000 – 15.000 Euro
  • Es werden Lagermöglichkeiten für die Pellets benötigt
  • Oftmals sind bauliche Voraussetzungen im Vorfeld zu schaffen

Doch trotz der hohen Anschaffungskosten und der nicht selten benötigten baulichen Maßnahmen ist die Pelletsheizung in jedem Fall eine nachhaltige und vorteilhafte Form des Heizens. Denn dank großer Holzbestände in Europa ist diese Form des Heizens langfristig gesehen eine günstige Alternative zum Heizen mit fossilen Brennstoffen, die eindeutig nach und nach immer knapper werden und somit im Bereich der Heizkosten in jedem Fall weiter ansteigen werden.

Gasheizung oder Pelletsheizung – welche Heizform ist nun besser?

So also ist ein direkter Vergleich zwischen Gasheizung und Pelletsheizung in jedem Fall möglich. Die Variante Gasheizung bietet günstiges Heizen ohne großer baulicher Veränderungen oder großer Anschaffungskosten, hat dabei aber ganz klar das Risiko der sehr schnell steigenden Heizkosten. Auf der anderen Seite biete das Heizen mit einer Pelletsheizung zwar durchaus nachhaltiges günstiges Heizen, benötigt dabei jedoch eine teure Anschaffung der Heizanlage sowie nicht selten bauliche Maßnahmen.

Letztlich obliegt die Entscheidung immer den Hausbesitzern. Fakt ist jedoch, dass beide Heizformen im direkten Vergleich mit anderen gängigen Heizformen ihre Vorteile bieten und zumindest aktuell in jedem Fall die anfallenden Heizkosten niedriger sind, als im Falle des Heizens mit Storm, Öl oder Holz.

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