Immobilienertragsteuer 2019 in Österreich – Grundstück & Immobilien Verkauf

Die Immobilienertragssteuer (ImmoEst) wird in Österreich bei Gewinnen aus dem Verkauf von Grundstücken und Immobilien erhoben. Die davor bis 2012 gültige Spekulationsfrist von 10 Jahren gibt es nicht mehr.

Seit 2012 erfolgt eine volle Versteuerung der Verkäufe von privaten Gebäuden und Grundstücken. Wenn Grundstücke vor 2012 gekauft wurden und diese jetzt verkauft werden, hat die Spekulationsfrist weiterhin Gültigkeit.

Wenn Immobilien oder Grundstücke verschenkt oder vererbt werden, fällt keine Immobiliensteuer an. Ebenso bleibt der Hauptsitz des Verkäufers sowie auch selbst hergestellte Gebäude von der Immobilienertragssteuer ausgenommen.

Stockfoto-ID: 148741919 Copyright: utah778/Bigstockphoto.com

Wichtig: Gebühren und Steuern bei Immoblilien beachten!
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Befreiung von der Immobilienertragssteuer

Hauptwohnsitzbefreiung

Wenn man sein Eigenheim verkauft, wird hier keine Immobilienertragssteuer fällig, wenn es sich dabei um eine Eigentumswohnung nach dem Wohnungseigentümergesetz,, ein Gebäude oder ein Grundstück handelt, das den Hauptwohnsitz des Verkäufers darstellt, der dann durch den Verkauf der Immobilie aufgegeben wird.

Von einem Hauptwohnsitz wird dann ausgegangen, wenn der Verkäufer mindestens zwei Jahr oder in den letzten 10 Jahren ein Minimum von 5 Jahren in dem Eigentum gelebt und gewohnt hat.

Eine solche Befreiung hat nur dann Gültigkeit, wenn die Fläche des Grundstücks, auf dem sich der Hauptwohnsitz befindet, nicht mehr als 1000 Quadratmeter beträgt. Wenn das Grundstück größer ist, wird der Verkaufserlös gegenüber dem Anschaffungspreis mit 30 % des Neuvermögens und bei einem Altvermögen mit 4,2 % versteuert.

Herstellerbefreiung

Wenn der Verkäufer das verkaufte Haus selbst hergestellt hat, kommt hier ebenfalls keine Immobilienertragssteuer in Anrechnung. Der Verkäufer wird jedoch bei der Veräußerung des Grundstücks und für den dort erzielten Gewinn steuerpflichtig. Eine solche Regelung gilt jedoch nur dann, wenn das Haus in den letzten 10 Jahren nicht zur Erzielung von Einkünften (also .Vermietung etc.) herangezogen wurde.

Ebenfalls entfällt die Immobilienertragssteuer bei Enteignungen und Tauschvorgängen.

Der Steuersatz

Der Steuersatz liegt ab dem Jahr 2016 bei Gebäuden, die nach dem 31.März 2012 gekauft wurden, bei 30 Prozent. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, einen Antrag auf einen niedrigeren Tarifsteuersatz (die sog. Regelbesteuerungsoption) zu stellen, wenn die anderen laufenden Durchschnittseinkünfte unter dem Steuersatz von 30 Prozent liegen.
Mit diesem Steuersatz von 30 Prozent werden alle Grundstücke, Eigentumswohnungen und Gebäude beim Verkauf versteuert, welche nach dem 31. März 2002 erworben wurden.
Als Altvermögen bezeichnet man Gebäude sowie Grundstücke, die vor dem 31. März 2002 erworben wurden. Bei diesen Gebäuden und Grundstücken kommt in den meisten Fällen dann ein Steuersatz von 4,2 Prozent in Anrechnung.

Welcher Betrag wird bei der Besteuerung zugrunde gelegt?

Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Verkaufserlös ist der zu versteuernde Betrag. Wenn es sich um Neuvermögen handelt, werden hier als Berechnungsgrundlage die tatsächlich angefallen Anschaffungskosten verwendet. Beim Altvermögen (Steuersatz 4,2 Prozent) wird als Berechnungsgrundlage ein pauschaler Wert (86 Prozent) hinzugezogen. Dabei werden dann die verbleibenden 14 Prozent mit 30 Prozent besteuert. Hier muss jedoch auch bei der Berechnung des Altvermögens die Spekulationsfrist von 10 Jahren berücksichtigt werden.

Wie wird die Immobilienertragssteuer bezahlt?

Der Einzug der Immobilienertragssteuer erfolgt durch sogenannte Parteienvertreter. Dazu gehören Rechtsanwälte und Notare. Dabei erfolgt auch eine Haftung der Notare/Rechtsanwälte für die Berechnung der Immobilienertragssteuer. Die Immobilienertragssteuer ist, sobald der Verkaufserlös an den Verkäufer geflossen ist, spätestens am 15. des zweitfolgenden Kalendermonats zu entrichten.

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