Kryptowährungen – Anlage der Zukunft?

Der große Wirbel um die Kryptowährungen ist mittlerweile wieder zurückgegangen und medial wird nur noch selten über Bitcoin und Co. berichtet.

Aus der Welt verschwunden sind die digitalen Währungen aber noch lange nicht. Trader, Privatanleger und Banken handeln weiterhin mit den Währungen, deren Funktionsweise durchaus interessant sein kann und Zukunftspotenzial hat.

Aber eignen sich die vielen Kryptowährungen wirklich als Anlage für die Zukunft? Werden Bitcoin und Co. in vielleicht nicht so ferner Zukunft gar ganz Dollar, Euro und Yuan ersetzen? Was sollte man unbedingt über die Kryptowährungen wissen?

Komplexer als man denkt

Das System und die Technologie hinter den Kryptowährungen sind recht komplex und gar nicht so einfach zu verstehen. Vor allem unterscheiden sich die verschiedenen Coins untereinander, was das Verständnis nicht immer ganz einfach macht.

Eine gute Anlaufstelle ist daher Kryptopedia: Die Enzyklopädie für Kryptowährungen und Blockchain liefert zu den bekanntesten digitalen Währungen interessante Fakten und Antworten. Um das Ganze dennoch kurz anschneiden zu können, nehmen wir uns den Bitcoin als Beispiel, die erste und bekannteste Kryptowährung, die bereits 2009 das Licht der Welt erblickte, damals noch ganz wertlos, abgesehen von ihrem Zukunftspotenzial. Angefangen hat dabei alles ganz unwirtschaftlich und ohne Handel.


Bild: https://pixabay.com/de/bitcoin-w%C3%A4hrung-krypto-cyber-2057405/

Bitcoin liegt eine Technologie zugrunde, die als Blockchain bekannt ist. Dabei handelt es sich um den längsten Strang von Dateninformationen innerhalb eines Systems. Neue Daten werden einfach an die Datenschlange angehängt.

Die Daten kommen in einen Block, welcher mit Rechenprozessen erschaffen wird. Dieser Prozess wird auch Mining genannt, zu Deutsch „Abbau“ oder „Bergbau“. Zur Sicherung der Blockchain enthalten die Blöcke sogenannte Hashes, die aus den Daten im Block errechnet werden.

Durch Verkettung dieser Werte wird sichergestellt, dass die Blöcke nicht nachträglich bearbeitet werden können. Manipulationen des Systems sind daher beinahe ausgeschlossen. Auch können nicht unendlich viele Bitcoins erzeugt werden. Systembedingt können maximal 21 Millionen Coins generiert werden.

Was kann das System noch?

Eigentlich wurde das System nicht als Währung konzipiert, sondern als dezentrales Rechenzentrum, bei dem jeder Teilnehmer über seine Daten selbst verfügt. Man könnte so ganz alleine den Zugriff auf wichtige Gesundheitsdaten, Bankdaten etc. haben.

Momentan sind diese auf den Servern anderer Unternehmen gespeichert, wo man keine Kontrolle über die Daten hat, zumindest keine direkte. Ein solches dezentrales System könnte die Macht über die eigenen digitalen Informationen sichern und zudem für mehr Sicherheit sorgen. Denn Manipulationen und Fälschungen sind wie erwähnt beinahe unmöglich. Das der Bitcoin und andere Währungen so sehr zum Spekulationsobjekt würden werde, hätte wohl kaum jemand für möglich gehalten.
Dennoch war der Bitcoin kurzzeitig fast 20.000 Dollar wert, pro Bitcoin wohlgemerkt. Mittlerweile ist der Bitcoin weit von dieser Marke entfernt, wenn er auch immer noch im vierstelligen Bereich pendelt. Hier liegt aber auch das Problem mit dem Bitcoin bezüglich der Anfangsfrage.

Durch die starken Kursschwankungen eignet sich der Bitcoin nicht als langfristige Wertanlage oder reale Währung. Währungen, wie der Euro, unterliege strengen Richtlinien und Regeln, die von Aufsichten und Zentralbanken festgelegt werden. Das alles gibt es bei den Kryptowährungen meist nicht. Es würde auch den Kerngedanken zerstören. Denn ein überwachtes, kontrolliertes, dezentrales System wäre ein Widerspruch in sich.
Bei den Transaktionen ist nämlich nie so ganz klar, wer eigentlich dahintersteckt. Überprüfen kann man es schließlich nicht. Daher werden Kryptowährungen auch gerne für kriminelle Machenschaften genutzt. Viele scheuen daher Bitcoin und Co., da man etwas Dubioses damit verbindet. Auch wenn dem nicht so ist, momentan sieht es nicht danach aus, als ob die Kryptowährungen den Sprung zur realen Währung oder zur Wertanlage schaffen werden. Dafür gibt es einfach zu viele Unsicherheiten und unklare Dinge.

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