Lebensversicherung – Möglichkeiten und Vorteile im Überblick

Neben den Bankinstituten, die klassischerweise für die unterschiedlichen Arten der Geldanlage zuständig sind, bietet auch das Versicherungswesen verschiedene Instrumente an, die einem solchen Zweck dienen können. In dieser Hinsicht erfreut sich vor allem die Lebensversicherung großer Beliebtheit. In Österreich spielt diese Art der Geldanlage vor allem im Bereich der privaten Sicherung der persönlichen Altersvorsorge eine relativ bedeutende Rolle.

Absicherung für das Alter

Aufgrund der Tatsache, dass die staatlichen und betrieblichen Pensionskassen bereits heute die finanziellen Belastungen kaum mehr schultern können und in dieser Hinsicht die Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach noch düsterer ausschauen wird, ist beim Abschluss der Lebensversicherungen seit rund zwanzig Jahren ein regelrechter Boom festzustellen. Aber nicht nur Herr und Frau Österreicher vertrauen in punkto Pensionsvorsorge einer Lebensversicherung, auch im restlichen Europa hat sich dieser Trend durchgesetzt.

Entspannt leben dank der richtigen Absicherung

Entspannt leben dank der richtigen Absicherung

Mit Anfang der 2.000er Jahre hat sich die Republik dazu entschlossen, diese Form der Geldanlage in Form staatlicher Prämien zu unterstützen. Andererseits werden seitdem bei Lebensversicherungen nicht mehr in dem Ausmaß steuerliche Vergünstigungen gewährt, wie in den Jahrzehnten davor. Ausnahmen sind die Einkommens- und Kapitalertragssteuerpflicht, von welchen Lebensversicherungen ausgenommen sind. Diese Tatsache verschafft einer Geldanlage in Form einer Lebensversicherung einen klaren Startvorteil im Vergleich zu anderen Arten der Geldanlage.

Die bei den Österreichern beliebteste Art der Lebensversicherung stellt die so genannte Er- und Ablebensversicherung dar. Wenn es um die Geldanlage geht, empfiehlt sich dafür allerdings eher ein alternatives Produkt, wie beispielsweise die spezielle Rentenversicherung, die als eine Variante der Lebensversicherung auf die finanziellen Bedürfnisse der künftigen Pensionisten maßgeschneidert wurde.

Im Gegensatz zur Er- und Ablebensversicherung, die auch das Sterberisiko finanziell abdeckt, weshalb die Einlagen nicht vollständig seinem Kapital zufließt, garantiert die Rentenversicherung, dass die vormals getätigten Einlagen dem Versicherten auch komplett zur Verfügung stehen.

Flexibilität von langer Dauer

Bei einer Lebensversicherung handelt es sich um ein Versicherungsprodukt, das sich, je nach Ausgestaltung und in Abhängigkeit von der Laufzeit, mehr oder weniger flexibel gestalten lässt. Außerdem erhöhen sich die steuerlichen Vorteile mit der Dauer der vereinbarten Laufzeit. Im Allgemeinen ist die Lebensversicherung im Vergleich zu konkurrierenden Formen der Geldanlage von einer langen Laufzeit gekennzeichnet: In dieser Hinsicht muss mit mindestens einem ganzen Jahrzehnt gerechnet werden, indem das Einlagekapital dem Versicherten nicht zur freien Verfügung steht.

Tipp: Angebote für Lebensversicherungen vergleichen

Generell hält der Markt eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensversicherungen bereit. Das bedeutet, dass je nach persönlicher Situation, ein maßgeschneidertes Produkt gesucht werden muss. Aufgrund der mannigfaltigen Anbieter kann ein solches aber auch garantiert gefunden werden. Doch es gibt einige Richtlinien, an die sich der Interessierte vor Vertragsabschluss unbedingt halten sollte. Eine Lebensversicherung lohnt sich generell lediglich dann, wenn die finanziellen Mittel, die mit Hilfe einer solchen Versicherung erwirtschaftet werden sollten, erst spät, das heißt, nicht während der Laufzeit, zur Verfügung stehen müssen. Wer eine Lebensversicherung nämlich vor Ablauf kündigt, der erleidet einen erheblichen finanziellen Schaden.

Vorsicht ist aber bei den Gewinnversprechen der Versicherungen geboten. Zwar wird die Auszahlung der Vertragssumme gewährleistet, aber daraus lassen sich keinesfalls hohen Erträge erzielen. In dieser Hinsicht bedeutet eine Gewinnbeteiligung, dass der Versicherte nach Ablauf der Laufzeit an den erwirtschafteten Überschüssen beteiligt werden sollte. In Zahlen ausgedrückt, handelt es sich dabei um eine Verzinsung von 2,25 Prozent. Wird mehr versprochen, sollte von Seiten des Kunden unbedingt darauf geachtet werden, dass es sich bei anders lautenden Gewinnbeteiligungen oder Ähnlichem, um keine unverbindliche Zusagen handelt, auf welche der Versicherungskunde keine gesetzlich verankerte Rechte hat.

Die Arten der versicherungstechnischen Geldanlage

Österreich kennt – neben der bereits erwähnten Er- und Ablebensversicherung sowie der Rentenversicherung – noch weitere Arten der Lebensversicherung, die für eine Geldanlage allerdings lediglich im Ausnahmefall geeignet sind: Die Ablebens- und Todesfallversicherung stellt ausschließlich ein finanzielles Absicherungsinstrument für Angehörige im Falle des Todes des Versicherten dar. Eine Erlebensversicherung dient hingegen nur dem Sparen und bietet keinen Versicherungsschutz.

Wie auch bei bestimmten Modellen der Bausparverträge, erlauben auch einige Arten der Lebensversicherungen, eine einmalige Einlage, bei der man von einer so genannten Einmalerlage spricht.

Eine Lebensversicherung ist in jedem Fall eine attraktive Möglichkeit, wie zum Beispiel eine finanzielle Sicherung fürs Alter aufgebaut werden kann. Dabei besteht durchaus die Möglichkeit, dass zum Beispiel eine Lebensversicherung an einen Fond gebunden wird. Grundsätzlich variieren die Optionen, die die Nutzer einer Lebensversicherung haben sehr stark.

Es gibt reine Lebensversicherungen, oder aber auch Lebensversicherungen, die an spezielle Finanzprodukte gebunden sind. Dabei ist die fondsgebundene Lebensversicherung eine Möglichkeit, wie durch einen Fond eine zusätzliche Rendite erwirtschaftet werden kann.

Welche Vorteile bietet eine auf Fonds basierende Lebensversicherung?

In einem Fond werden mehrere Aktien gehalten, welche eine hohe Rendite versprechen. Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Fonds, die sich zum Beispiel daran orientieren, in welche Richtung die Aktien gehen. Es ist möglich, dass zum Beispiel Fonds mit alternativen Energien genutzt werden. Auch Automobilfonds gibt es auf dem Markt. Darüber hinaus ist es aber auch möglich, dass die Fonds sehr unterschiedlich aufgebaut sind, was dazu führt, dass der Fond auch dann stabil ist, wenn einzelne Kurse nicht gerade optimal verlaufen.

Ein Abfall der Kurse kann perfekt ausgeglichen werden, wenn Kurse aus anderen Finanzfeldern vorhanden sind, die diese instabilen Kurse wieder ausgleichen können. Eine fondsgebundene Lebensversicherung kann auch dafür sorgen, dass durch den Fond eine regelmäßige Rendite erwirtschaftet werden kann. Dies ist gerade dann zu empfehlen, wenn zum Beispiel ein längerfristiger Fond stabil geführt wird. Somit kann die Rendite, die zusammen mit der Lebensversicherung erzielt wird, deutlich gesteigert werden.

Es ist allerdings auch möglich, dass der Fond selbst an Wert verliert und somit in jedem Fall keine attraktiven Gewinne mit sich bringt. Wer sich für eine Lebensversicherung entscheidet, die an einen Fond gebunden ist, der sollte in jedem Fall berücksichtigen, dass es hier zwar steil nach oben, aber auch steil bergab gehen kann. Ein gewisses Risiko ist bei einer solche Variante immer vorhanden, es ist allerdings dadurch auch möglich, dass sehr viel höhere Renditen erwirtschaftet werden können, als es sonst der Fall ist. Grundsätzlich lohnt es sich, die einzelnen Lebensversicherungsformen zu vergleichen und die Konditionen genau zu analysieren.

Lebensversicherung: Welche Varianten gibt es?

Die Lebensversicherung stellt einen Bereich dar, der viele Verbraucher nur vermindert interessiert. Doch ergeben sich vielerlei Gründe, warum diese abgeschlossen wird.

So gilt es zu unterschieden zwischen den Beweggründen und den verschiedenen Ausprägungen der Lebensversicherung, die daraus resultieren. Im Folgenden soll dahingehend eine Einführung vorgenommen werden.

Was will mit der Lebensversicherung erreicht werden?

Der eigentliche Grund, warum Lebensversicherungen existieren, ist, dass der Haupternährer der Familie abgesichert wird, sollte dieser unerwartet sterben. Gerne nehmen auch Krimis diese Thematik auf. Vor allem für junge Familien, die über keine nennenswerten finanziellen Ersparnisse verfügen, können unerwartete Schicksalsschläge Folgen haben.

Geht man nun von diesem Szenario aus, so wird davon gesprochen, dass eine Absicherung gegenüber einem Angehörigen erzielt werden will. Es existiert jedoch noch eine weitere Ausprägung, die dieser Kategorie zugehörig wäre. Die Absicherung eines Geschäftspartners. Vielerlei Unternehmen verfügen über Manager oder nicht entbehrliche Mitarbeiter, deren Verlust nicht tragbar ist. Auch dahingehend kann eine Versicherung abgeschlossen werden.

Sicherung eines Kredites

Ein jeder Verbraucher kennt das Szenario, wenn ein Kredit beantragt werden will. Neben der Bonität spielen Sicherheiten eine übergeordnete Rolle. Daneben ist es auch nicht zu unterschätzen, dass es nicht im Interesse der Bank liegt, dass der Kreditnehmer stirbt.

In diesem Fall ist die Rede von einer Kreditrestschuldversicherung. Banken greifen dabei zumeist auf eigene Produkte zurück, so dass kein zusätzlicher Gang zu einer Versicherung angetreten werden muss.

Allerdings kann sich auch eine Mischung zweier Lebensversicherungen ergeben. So dass nicht nur die Absicherung durch den Tod vorherrscht, sondern auch eine Geldanlage bzw. zusätzliche Sicherheit geschaffen wird, sollte der Kreditnehmer zahlungsunfähig sein.

Steuervorteile

Handelt es sich um eine Versicherung, die im Interesse der Absicherung bei einem Ableben abgeschlossen wird, so lassen sich die Prämien steuerlich absetzen. Dieses Modell der Lebensversicherung nennt sich Ablebensversicherung, wobei dieser Begriff später noch genauer erläutert wird.

Dieser Rahmen wird Topf-Sonderausgaben genannt. Für den Verbraucher ist jedoch Vorsicht geboten. Handelt es sich um eine Mischform, so dass auch der Aspekt der Geldanlage mit hineinfließt, darf nur steuerlich abgesetzt werden, wenn das Ende der Laufzeit mit einer lebenslangen Rente verbunden ist.

Auch weitere Zusätze wie Einmalzahlungen am Ende des Vertrages schließen steuerliche Vorteile aus. Des Weiteren muss erwähnt werden, dass Leistungen aus einer Lebensversicherung weder unter die Einkommensteuer noch unter die Kapitalertragssteuer fallen. Vor allem deshalb konnten sich auch in Österreich Lebensversicherungen als eine Kapitalanlage entfalten.

Verschiedene Formen ? Die Risikolebensversicherung oder Ablebensversicherung

Hierbei handelt es sich um die eigentliche Form einer Lebensversicherung, welche schon Erwähnung gefunden hat. Das Produkt ist prinzipiell sehr einfach gestrickt. Vor dem Abschluss der Versicherung wird eine Versicherungssumme vereinbart.

Verstirbt der Versicherungsnehmer, bevor der Vertrag ausläuft, so wird die Versicherungssumme ausgezahlt. Wichtig ist hierbei die Todesursache. Sollte der Versicherungsnehmer die Laufzeit jedoch überleben, so erfolgen keine Leistungen. Die Prämien gestalten sich bei diesem Modell sehr günstig, da am Ende keine Rente ausgezahlt werden muss.

Die Erlebensversicherung

An dieser Stelle gestaltet sich die Thematik schon ein wenig komplexer. Hier spielt nicht unbedingt der Gedanke der Absicherung einer Existenz eine Rolle. Vielmehr handelt es sich um eine Möglichkeit der Geldanlage. Prinzipiell können hierbei zwei verschiedene Ausprägungen beobachtet werden.

Bei beiden Fällen zahlt der Verbraucher über eine vereinbare Laufzeit Prämien. Ist der Vertrag abgelaufen, so erfolgt entweder eine einmalige Auszahlung oder aber eine Rente. Was passiert jedoch, wenn der Verbraucher verstirbt? Da es sich um eine Lebensversicherung handelt, ist nicht das ganze Geld verloren. Die bis dahin eingezahlten Prämien sowie erbrachten Gewinne werden ausgezahlt.

Kombimodell Erlebensversicherung und Ablebensversicherung

Diese Form ist erstaunlicherweise ebenfalls häufig anzutreffen. Im Prinzip muss dazu nicht mehr allzu viel erklärt werden, da beide Modelle schon dargelegt wurden. Verstirbt der Versicherungsnehmer vor Ablauf des Vertrages nicht, so werden Prämien und entsprechende Gewinne ausgezahlt.

Wiederum möglich als Einmalzahlung oder Rente. Verstirbt der Versicherungsnehmer jedoch während der Laufzeit, so werden nicht bisherige Prämien und Gewinne ausgezahlt, sondern die zuvor vereinbarte Versicherungssumme. Allerdings ist von dieser Form eher abzuraten. Für die reine Absicherung ist die Ablebensversicherung wesentlich geeigneter. Für eine Kapitalanlage eignen sich andere Modelle wesentlich besser, so dass der Gewinn deutlich erhöht werden kann.

Die fondsgebundene Lebensversicherung

Bei dieser Form handelt es sich um eine Geldanlage. Wie dem Namen zu entnehmen ist, legt die Versicherung den größten Teil der Prämien in Investmentfonds an. Wichtig ist hierbei, dass sich die Mannigfaltigkeit der Ausprägungen weitläufiger gestaltet.

Die Richtlinien sind hierbei nicht klar vorgegeben, da es sich um eine Kapitalanlage handelt. So muss Erwähnung finden, dass die Risikofreudigkeit des Anlegers eine übergeordnete Rolle einnimmt.

Wie so oft in der Finanzwelt erlaubt höheres Risiko höhere Erträge. Verluste können jedoch ebenfalls verzeichnet werden. Da es sich um eine Lebensversicherung handelt, wird auch eine Summe ausbezahlt, falls der Versicherungsnehmer vor Ende der Laufzeit sterben sollte.

Inwiefern sich die Höhe ausprägt und welche Auswirkungen sie auf die Prämien hat, kann nicht klar festgehalten werden, da die Unterschiede von Versicherung zu Versicherung zu groß sind. Diese Variante ist auch nur dann wirklich zu empfehlen, wenn die Absicherung kaum eine Rolle spielt.

Lebensversicherung – Lexikon zu Begriffen

Wie in vielen Belangen, die sich um Geld drehen, herrschen unterschiedliche Begrifflichkeiten vor, die nicht immer klar zu durchschauen sind.

Dies ist jedoch sehr wichtig, so dass ein entsprechender Vertrag oder eben eine Versicherung guten Gewissens unterschrieben bzw. abgeschlossen werden können. An dieser Stelle sollen nun zentrale Begriffe und optionale Faktoren dargelegt werden.

 

Die Vertragslaufzeit

Die Wahl einer passenden Laufzeit ist sehr wichtig. Von den Versicherungen sind dahingehend kaum Grenzen gesteckt. Die Mindestlaufzeit beträgt zumeist nur wenige Jahre, die Höchstlaufzeiten sind sehr variabel.

Viel wichtiger ist in diesem Zusammenhang der Begriff Höchstendalter. Darunter ist zu verstehen, wie alt der Versicherungsnehmer maximal am Ende der Laufzeit sein darf. Zumeist sind dies 75 Jahre. Diese Begrenzung ist nur allzu gut nachzuvollziehen, da ab einem gewissen Alter die natürliche Sterblichkeit zunimmt.

Bevor eine Lebensversicherung in Angriff genommen wird, ist es wichtig, dass eine eher längere Vertragslaufzeit angestrebt wird. Eine Verlängerung ist nicht unbedingt billig zu bezahlen und bringt somit finanzielle Nachteile mit sich.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Verbraucher bei der Unterzeichnung für den zweiten Vertrag älter ist und damit ein höheres Risiko darstellt. Auch der Zweck der Versicherung sollte in die Vertragslaufzeit miteinfließen.

Will zum Beispiel die Familie abgesichert werden, bis die Kinder volljährig sind, so ist dies zu beachten.

Höhe der Versicherungssumme

Diese ist vor allem bei einer Ablebensversicherung bzw. Risikolebensversicherung zu beachten. Hierbei ist vor allem zu bedenken, dass sich die Leistungen, falls der Versicherungsnehmer vor Ende der Laufzeit stirbt, entsprechend gestalten. Dementsprechend hoch muss die Versicherungssumme gewählt werden.

Sollte mit einer Lebensversicherung ein Kredit abgesichert werden, so spielt die Versicherungssumme keine größere Rolle. Dabei sollte sich der Verbraucher an der Höhe der Kreditsumme orientieren.

Es ist vorteilhaft, wenn die Versicherungssumme höher als die Kreditsumme ist, so dass die Gefahr einer Unterdeckung nicht auftreten kann. Dies bedeutet in anderen Worten, dass die Versicherungssumme zu jeder Zeit zumindest gleich hoch, wie die verbleidende Kreditrestschuld ist.

Tarifprämie und Zahlprämie

Prämie ist nicht gleich Prämie. Das muss der Verbraucher unbedingt beachten, wenn verschiedene Lebensversicherungen verglichen werden wollen. Wird von einer Zahlprämie gesprochen, so ist bereits eine Gewinnbeteiligung eingerechnet.

Allerdings muss beachtet werden, dass die Höhe der Gewinnbeteiligung variieren kann. Dies hängt vor allem vom Veranlagungserfolg der Versicherung ab, zumeist wird dies jedes Jahr aufs Neue angepasst. Maximal kann jedoch nur die Tarifprämie fällig werden. Woraus sich auch die Rechnung ergibt, dass die Zahlprämie die Gewinnbeteiligung subtrahiert von der Tarifprämie ergibt.

Die Prämienzahlungsdauer

Hierbei muss zu Anfang festgehalten werden, dass die Vertragslaufzeit und die Zeit, in der Prämien zu bezahlen sind, nicht deckungsgleich sein müssen. Dies ist vor allem bei Risikolebensversicherungen bzw. Ablebensversicherungen interessant.

Im Laufe der Zeit ist es üblich, dass die Versicherungssumme sinkt. So kommt es häufig vor, dass der Versicherungsnehmer nach der Hälfte oder nach zwei Dritteln der Laufzeit keine Prämien mehr zu zahlen halt. Der Versicherungsschutz bleibt dennoch aufrechterhalten.

Die Zahlweise

Wie bei anderen Versicherungen üblich, müssen Prämien laufend bezahlt werden. Die Wahl steht zwischen Zahlschein und Bankeinzug. Auch die Zahlungsintervalle sind frei wählbar. Monatlich, quartalsweise, halbjährlich sowie jährlich.

Allerdings ist von kurzen Zahlungsintervallen abzuraten. Freilich ist dies immer mit dem Budget abzugleichen. Bei kurzen Zahlungsintervallen, etwa monatlich, fallen jedoch zumeist zusätzliche Kosten an. Auf die Zahlscheinmethode kommen zumeist ebenfalls zusätzliche Kosten. Daraus resultierend ist vor allem zu empfehlen eine jährliche Zahlung per Bankeinzug anzustreben. Der Verbraucher muss hierbei mit keinen zusätzlichen Kosten rechnen.

Dynamisierung

Dieser Begriff ist eher kritisch zu betrachten. Prinzipiell ist darunter zu verstehen, dass die Versicherungssumme Jahr für Jahr um einen gewissen Anteil ansteigt. Der Anteil bzw. Prozentsatz wird zuvor vereinbart. In gewissen Grenzen ist dieser frei wählbar. Manche Versicherungen haben dahingehend jedoch klare Vorgaben.

Allerdings ist zu beachten, dass nicht nur die Versicherungssumme, sondern auch die Prämien ansteigen. Und zwar zu dem vereinbarten Prozentsatz. Für den Verbraucher ist dieses Modell vor allem bei einer Risikolebensversicherung bzw. Ablebensversicherung interessant. So kann durchaus die Überlegung vorangetrieben werden, dass die Inflation steigt, der Bedarf an Kapital steigt und eine höhere Versicherungssumme deshalb die logische Konsequenz darstellt. Dies ist zu beachten, da die Versicherungssumme nicht an den Verbraucherpreisindex gebunden ist, im Gegensatz zu den Prämien.

Weitere Begrifflichkeiten

Des Weiteren soll die vorziehbare Todesfallleistung Erwähnung finden. Die Versicherungssumme kann auch noch zu Lebzeiten ausgezahlt werden, sollte der Versicherungsnehmer an einer schweren Krankheit leiden, die an eine kurze Lebenserwartung gekoppelt ist. Die Laufzeitverlängerung wurde bereits kurz erwähnt.

Eine Verlängerungsoption bedeutet, dass der Verbraucher das Recht hat die Lebensversicherung zu verlängern, allerdings vor Ablauf der Laufzeit, ohne eine Gesundheitsprüfung vornehmen zu müssen. Abschließend wird auf den Begriff Nachversicherung eingegangen.

Diese erlaubt, dass die Versicherungssumme im Nachhinein ohne Gesundheitsprüfung angehoben werden darf. Nur bestimmte Lebensumstände erlauben dies jedoch. Etwa Heirat oder Geburt eines Kindes. Der Spielraum der Höhe der Versicherungssumme ist jedoch begrenzt.

Was ist eine Ablebensversicherung?

Eine Ablebensversicherung ist eine Risikolebensversicherung, diese Versicherungsvariante gehört zu den Personenversicherungen. Mit der Ablebensversicherung können die Hinterbliebenen finanziell abgesichert werden. Der Beitrag ist in der Regel recht gering, hier spielt das Alter der versicherten Person, das Geschlecht, der Gesundheitszustand sowie die gewählte Versicherungssumme eine große Rolle.

Sollte der Versicherungsnehmer im Verlauf der vereinbarten Vertragslaufzeit sterben, so wird die festgelegte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen oder an die Begünstigten ausgezahlt. Die versicherte Person bestimmt vertraglich an wen die Versicherungssumme im Todesfall ausgezahlt werden soll. Sollte zum Beispiel der Ehepartner eingetragen werden und es kommt im Verlauf der Vertragslaufzeit zur Trennung, so kann auch eine andere Person als Begünstigter eingesetzt werden.

Ablebensversicherung – Jüngere und Frauen sind günstiger

Bei den Beiträgen spielt das Eintrittsalter eine bedeutende Rolle, umso früher eine Risikolebensversicherung abgeschlossen wird, desto günstiger ist der Beitrag. Junge Menschen stellen ein deutlich niedrigeres Risiko dar. Neben dem Alter beeinflusst auch der Gesundheitszustand die Versicherungsprämie, bevor die Versicherung abgeschlossen werden kann, müssen in der Regel Gesundheitsfragen beantwortet werden.

Gibt es Vorerkrankungen, raucht der Versicherungsantragssteller oder hat er andere gesundheitliche Einschränkungen wird eine erhöhte Prämie verlangt, da ein größeres Risiko besteht. Die Gesundheitsfragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Neben den beiden erwähnten Faktoren spielt auch das Geschlecht eine Rolle, Männer zahlen eine höhere Prämie wie Frauen. Frauen werden in der Regel älter wie Männer und dies spiegelt sich auch in der Prämiengestaltung bei Ablebensversicherungen wieder.

Ablebensversicherung – es wird kein Kapital angespart

Bei der Risikoversicherung wird kein Kapital angespart, aus diesem Grund ist die Prämie auch günstiger. Bei der Kapitallebensversicherung wird zum Beispiel durch die eingezahlten Prämien ein Kapital aufgebaut, welches auch ausgezahlt wird, wenn der Versicherte innerhalb der Vertragslaufzeit nicht versterben sollte.

Bei der reinen Ablebensversicherung wird kein Geld ausgezahlt, wenn der Versicherte nicht innerhalb der vereinbarten Vertragslaufzeit verstirbt. Wird zum Beispiel ein Vertrag mit dem Vertragsende im Jahr 2037 abgeschlossen und bis zu diesem Zeitpunkt sollte der Todesfall nicht eingetroffen sein, wird die Versicherungssumme und auch kein Kapital ausgezahlt. Die gezahlten Beiträge werden nicht zurückerstattet. Die Versicherung kann kurzfristig gekündigt und geändert werden.

Ablebensversicherung – Die Höhe der Versicherungssumme und die Laufzeit

Die Versicherungssumme sollte nicht zu niedrig angesetzt werden, denn die Hinterbliebenen sollten mit dem Geld eine längere Zeit auskommen. Aufgrund der relativ niedrigen Beiträge ist es möglich, höhere Versicherungssummen zu vereinbaren. Die Laufzeit sollte natürlich sehr lang sein, denn hier wird der eigene Todesfall abgesichert und dieser liegt hoffentlich in weiter Ferne.

Ablebensversicherung – Die Kündigung

Wie bereits erwähnt, kann die reine Risikolebensversicherung kurzfristig gekündigt und geändert werden. Die meisten Versicherungsgesellschaften haben in ihren Vertragsbedingungen eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Die Kündigung der Versicherung muss schriftlich erfolgen.

Die Lebensversicherung wird in der Regel abgeschlossen, um die Familienmitglieder/Hinterbliebenen abzusichern. Sollte der Versicherungsnehmer versterben, so wird an die Hinterbliebenen eine vorher vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt. Es gibt verschiedene Versicherungsvarianten, die bekanntesten sind die Risikolebensversicherung (Ablebensversicherung) und die Kapitalbildende Lebensversicherung.

Die Lebensversicherung kann nicht nur für die Absicherung der Hinterbliebenen verwendet werden, sondern auch als Pensionsvorsorge, als Absicherung von Krediten sowie als Tilgungsträger. Bevor eine Lebensversicherung abgeschlossen wird, sollten sich die Interessierten ausführlich über die verschiedenen Varianten und Verwendungsmöglichkeiten informieren.

Die Risikolebensversicherung (Ablebensversicherung)

Bei dieser Variante der Lebensversicherung wird die vereinbarte Versicherungssumme an die im Vertrag genannte Person ausgezahlt, wenn der Versicherungsnehmer stirbt. Trifft der Todesfall nicht während der vereinbarten Vertragslaufzeit ein, so gehen die eingezahlten Beiträge verloren. Die Risikolebensversicherung wird bereits zu günstigen Beiträgen angeboten.

Die Kapitallebensversicherung

Die Versicherungsgesellschaften zahlen bei der Kapitalbildenden Lebensversicherung ebenfalls im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen aus, doch hier ist das eingezahlte Geld nicht verloren, wenn der Versicherungsnehmer nicht innerhalb der Vertragslaufzeit versterben sollte. Aus den Beiträgen wird Kapital gebildet, welches auch im Erlebensfall ausgezahlt wird, die Auszahlung erfolgt entweder als Einmalbetrag oder als Rente.

Die Kreditrestschuldversicherung

Die Kreditrestschuldversicherung ist auch eine Form der Lebensversicherung. Mit dieser Versicherung wird ein Kredit sichergestellt. Sollte der Kreditnehmer versterben, so deckt die Versicherung die noch offenen Schulden ab. Diese Versicherung wird überwiegend von Kreditinstituten angeboten. Sollte der Kredit vorzeitig getilgt werden, so erhalten die Versicherungsnehmer den zu viel gezahlten Beitrag zurück.

Die Erlebensversicherung

Bei dieser Versicherungsvariante erhält der Versicherungsnehmer nach Ablauf des Vertrags eine Einmalzahlung oder eine monatliche Rente. Sollte der Versicherungsnehmer während der Vertragsdauer versterben, so wird kein Geld ausgezahlt.

Die Er- und Ablebensversicherung

Bei dieser Versicherung wird im Sterbefall und bei Erleben die Versicherungssumme ausgezahlt. Die vereinbarte Versicherungssumme wird entweder in Form einer Einmalzahlung oder in Form einer monatlichen Rente ausgezahlt.

Fondgebundene Lebensversicherung

Bei dieser Lebensversicherung legt die Versicherungsgesellschaft den Sparanteil der Prämie in Fonds an. In der Regel können die Kunden darüber entscheiden, in welchen Fonds investiert wird. Bei Fondsgebundenen Lebensversicherung ist natürlich ein gewisses Risiko gegeben. Die Rendite kann allerdings höher ausfallen. Den Kunden werden konservative, dynamische und spekulative Fonds angeboten.

Die Gewinnbeteiligung bei der Kapitalbildenden Lebensversicherung

Auf den Versicherungspolicen wird eine voraussichtliche Gewinnbeteiligung angegeben, diese ist allerdings nicht verbindlich. Sollten die Prognosen nicht zutreffen, so verändert sich automatisch die Gewinnbeteiligung, diese kann steigen oder sinken.

Rücktritt von dem Versicherungsvertrag

Nach Erhalt der Police haben die Versicherungsnehmer die Möglichkeit vom Vertrag innerhalb von 30 Tagen ohne Angaben von Gründen zurückzutreten.

Kündigung der Kapitalbildenden Lebensversicherung

Wird die Kapitalbildende Lebensversicherung vor Vertragsablauf gekündigt, so erhalten die Versicherungsnehmer nur den bis dahin erreichten Rückkaufswert und die einbezahlten Beiträge werden nicht erstattet. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.

Die Lebensversicherung beitragsfrei stellen

Die Lebensversicherung kann beitragsfrei gestellt werden, hierfür wird keine Kündigung ausgesprochen. In diesem Fall wird auch nicht das Kapital direkt ausgezahlt und auch die Beiträge werden nicht zurückerstattet. Erst beim Erreichen des Vertragsendes wird das bis dahin erreichte Kapital ausgezahlt (Kapitalbildende Lebensversicherung). Eine Beitragsfreistellung ist nur möglich, wenn bereits ein ausreichender Deckungsstock vorhanden ist.

Beleihung der Lebensversicherung

Es gibt die unterschiedlichsten Situationen, die eine kurzfristige finanzielle Überbrückung fordern. Hierfür stehen die verschiedensten Möglichkeiten zur Verfügung. Je nach Höhe der benötigten Summe ist ein Dispokredit, ein Ratenkredit oder auch die Beleihung der Lebensversicherung möglich. Die Nutzung des Dispokredites ist meist mit sehr hohen Zinsen verbunden. Ein Ratenkredit ist relativ schnell beantragt, setzt aber die entsprechende Bonität voraus. Eine sehr günstige Variante ist daher die Lebensversicherung beziehungsweise die Beleihung dieser. Für einen kurzfristigen Engpass ist dies eine lukrative Möglichkeit ohne weitere Zusatzkosten und das Beste daran ist, dass die Versicherung ganz normal weiterläuft. An der Police ändert sich rein gar nichts. Es erfolgt lediglich eine Vorauszahlung auf die Versicherungsleistung. Diese Zahlung wird auch als Policendarlehen bezeichnet.

Unbedingt Vergleiche anstellen

Die Police an sich dient als Sicherheit und daher ist in den meisten Fällen auch eine SCHUFA-Abfrage nicht notwendig. Anhand der eingegangenen Zahlungen wird erkannt, dass es sich um einen vertrauenswürdigen Versicherungsnehmer handelt. Eine Eintragung in die SCHUFA erfolgt jedoch in den meisten Fällen. Sehr interessant ist diese Möglichkeit der finanziellen Überbrückung bei Selbstständigen, die es meist sehr schwer haben einen normalen Kredit zu erhalten. Zudem sind die Konditionen bei einer Beleihung der Lebensversicherung sehr angenehm. Der erste Schritt sollte daher die Kontaktaufnahme mit der Versicherung sein. Hier sollte ein detailliertes Angebot zugeschickt werden. Es können aber auch andere Anbieter infrage kommen, die dann für einen die Verhandlungen mit der Versicherung aufnehmen. Die günstigen Konditionen rühren daher, da es nicht um die Kreditfähigkeit in erster Linie geht, sondern eher um die Police allgemein, und dass diese eben als Sicherheit dient. Vergleichbar wäre dies mit einer anderen Sicherheit, die für einen Kredit hinterlegt werden kann. Hierbei kann es sich um ein neuwertiges Fahrzeug oder auch eine Immobilie handeln.

Unproblematische Beleihung

Selbst wenn die Lebensversicherung momentan versicherungsfrei ist, besteht die Chance eine Beleihung durchzuführen. Der Rückkaufswert liegt immer bei 100 Prozent, sodass keine finanziellen Einbußen im Alter oder im Falle des Todes hingenommen werden müssen. Zudem sind flexible Rückzahlungsmodalitäten durchaus denkbar und können individuell ausgehandelt werden. Die kreditgebende Bank ist bei einer Beleihung der Lebensversicherung als Begünstigter eingesetzt, was aber jederzeit widerrufen werden kann. Sollte eine Kündigung der Zusatzversicherung anstehen oder auch eine Beitragsfreistellung, ist die Beleihung trotzdem ohne weitere Probleme möglich. So ist die Art der finanziellen Aufbesserung durch die Beleihung der Lebensversicherung eine sehr gute Möglichkeit für die unterschiedlichsten Berufsgruppen, gerade wenn keine anderen Sicherheiten in der Kreditsumme zur Verfügung stehen.

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