Lohnsteuer Rechner 2019 in Österreich – Lohnsteuer berechnen

Natürliche Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich sind unbeschränkt einkommensteuerpflichtig. Das bedeutet, dass auf sämtliche In- und ausländischen Einkünfte Einkommensteuer zu zahlen ist.

Für die Arbeitnehmer, also die Mehrzahl der Österreicher, hält der Staat bereits bei der Lohnauszahlung seine Hand auf. Der Fiskus behält vom Bruttolohn monatlich einen Anteil an Lohnsteuer ein. Begrifflich kann man die Lohnsteuer also als Vorauszahlung auf künftige Steuerschulden sehen. Ziel ist es nämlich, durch den Lohnsteuereinbehalt die Einkommensteuer zu decken, die der Arbeitnehmer am Jahresende voraussichtlich zahlen muss.

Der Vorteil für den Staat liegt darin, der geschuldeten Steuer nicht nachlaufen zu müssen. Im Vergleich zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung liegt der Vorteil für die Arbeitnehmer klar im vereinfachten Verfahren.

Wie tief greift der Fiskus in meine Tasche?

Die Höhe, in der Einkommen als Lohnsteuer einbehalten wird, ist keineswegs willkürlich. Sie ist gesetzlich klar geregelt. Laien wie auch Kenner stellt die Berechnung der monatlichen Lohnsteuer gleichermaßen immer wieder vor Probleme, ist sie doch teilweise von jährlich anzupassenden Faktoren wie dem Einkommensteuertarif abhängig.

Die unkomplizierteste Variante der Berechnung bietet dabei der Lohnsteuerrechner, der mit wenigen persönlichen Eingaben durch den Anwender die monatliche oder für das ganze Jahr einzubehaltende Lohnsteuer ermittelt. So ist es für jeden Arbeitnehmer möglich, den Steuerabzug vorauszuberechnen oder auch den aktuellen Gehaltszettel zu überprüfen.

Wer? Womit? Wieviel? – Wenige Angaben genügen

Eine Berechnung der Steuer ist für verschiedene Lohnzahlungszeiträume möglich – für das gesamte Jahr, wie auch für den einzelnen Monat. Achtung: Egal für welchen Zeitraum eine Berechnung vorgenommen werden soll, in jedem Fall ist das Monatsbrutto in der Eingabemaske zu erfassen.

Neben dem Bruttolohn (also dem Lohn vor allen Abzügen) sind noch wenige persönliche Abzugsmerkmale des Anwenders anzugeben. Hierzu zählt neben dem Arbeitnehmerverhältnis (Angestellter, also Arbeitnehmer in kaufmännischer Tätigkeit, oder Arbeiter) noch der AVAB, der „Alleinerzieher- und Alleinverdienerabsetzbetrag“. Bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen erfordert die Eintragung zu Letzterem bloß die Angabe der zum Haushalt zählenden Kinder.

Mit diesen überschaubaren Eingaben und einem Klick auf den „Berechnen“-Button erhält man so eine Übersicht über die Abzüge vom Bruttolohn und im Ergebnis die Berechnung des Nettolohns (anzumerken ist, dass in den meisten Fällen neben der Lohnsteuer noch weitere Beträge zur Sozialversicherung vom Bruttolohn einbehalten werden).

3.000,- € Brutto monatlich – Was kommt auf meinem Konto an?

Wer im Jahr 2017 als Arbeitnehmer im kaufmännischen Bereich (also: Angestellter) mit einem monatlichen Bruttogehalt von 3.000,- € ausgestattet wird und keine Kinder hat, muss die die Eingabemaske entsprechend mit folgenden Angaben füllen:

Brutto-Einkommen 3000,- €

Berechnung Netto
Beitragsgruppe Angestellter
Monatlich

AVAB Keine Kinder

Das Ergebnis zeigt, dass von den 3.000,- € Lohn monatlich neben den Sozialversicherungsbeiträgen weitere 441,46 € Lohnsteuer einbehalten wird. Letztlich werden 2.014,76 € Monat für Monat auf das Bankkonto des Arbeitnehmers überwiesen. Dieser Betrag entspricht dem Nettolohn.

Durch die Veränderung einer einzigen Eingabe ist die Berechnung auf das Jahresnetto auszuweiten. Mit den Angaben

Brutto-Einkommen 3000,- €

Berechnung Netto

Beitragsgruppe Angestellter

Jährlich

AVAB keine Kinder

und einem weiteren Klick auf „Berechnen“ erfolgt die Hochrechnung auf das ganze Jahr. Das ermittelte Jahresnetto von 24.168,- € wird sofort ausgegeben und ist nicht zufällig das zwölffache des zuvor ermittelten monatlichen Nettolohns.

Lohnsteuerrechner – Wo ist der Haken?

Mit dem Lohnsteuerrechner erfolgt die Berechnung der monatlichen oder jährlichen Lohnsteuer sofort, kostenfrei und nach aktuell gültiger Rechtslage. Für die Ermittlung werden keine sensiblen Daten benötigt. Es besteht damit keinerlei Risiko für den Anwender.

Steuersätze in Österreich – Wann gilt welcher Steuersatz?

Wer in Österreich seinen Hauptwohnsitz hat muss sich regelrecht mit einer Steuerflut vertraut machen. Obwohl das Österreichische Steuerrecht ausschließlich nur den Begriff Umsatzsteuer verwendet, gibt dieser Begriff dennoch gleich zwei Steuersätze vor.

Es gibt den normalen Steuersatz von 20 Prozent und einen ermäßigten Steuersatz von 10 Prozent. Auch Prozentsätze von 12 Prozent sind keine Seltenheit in Österreich. In zwei Gemeinden (Tirol und Vorarlberg) gibt es auch einen ermäßigten Steuersatz von 19 Prozent.

Was ist ein ermäßigter Steuersatz?

Ein ermäßigter Steuersatz beträgt in der Regel nur 10 Prozent. Diese Steuersatz wird unter anderem bei Lebensmitteln angewandt. Aber auch Bücher, Zeitungen, land- wie forstwirtschaftliche Produkte, Kulturereignisse, Personentransporte oder Wohnungsvermietungen fallen unter dem ermäßigten Steuersatz.
In Jungholz (Tirol) und Mittelberg (Vorarlberg) herrscht ein 19 Prozent Steuersatz, da diese beiden Gemeinden zollrechtlich der Republik Deutschland angehören.

Wann gelten 12 Prozent Steuer?

Der 12 Prozent Steuersatz kommt dann zur Geltung, wenn ein Ab-Hof-Verkauf von Wein vorliegt. Dieser spezielle Steuersatz wurde mit der Europäischen Union bei den Beitrittsverhandlungen Österreichs in die EU ausverhandelt.

Steuerbefreiungen nach § 6 Umsatzsteuergesetz

Grundstücke sind von der Steuer befreit. Grundstücke unterliegen in Österreich der Grunderwerbssteuer, welche 3,6 Prozent vom jeweiligen Kaufpreis beträgt.

Echte und unechte Steuerbefreiungen

Ein Unternehmen hat die Möglichkeit die bezahlte Umsatzsteuer vollständig vom zuständigen Finanzamt zurückzufordern. Diese echte Steuerbefreiung gilt unter anderem bei Lohnveredelungen für nicht heimische Auftraggeber oder Grenzen überschreitender Beförderungen in Drittländer.

Auch Goldlieferungen für Zentralbanken zählen hinzu.
Bei unrechten Steuerbefreiungen darf der Unternehmer keine Umsatzsteuer verrechnen und ebenfalls keinen Vorsteuerabzug geltend machen. Dies gilt vor allem bei Kontoführungen oder Kreditzinsen, Porto für Briefe oder Pakete oder Umsätze aus der Tätigkeit des Arztes.

In den letzten 9 Jahren hat das Land Österreich durch die Umsatzsteuer 196 Milliarden eingenommen.

2001 17,4
2002 17,6
2003 16,5
2004 18,2
2005 19,4
2006 20,2
2007 20,8
2008 21,9
2009 21,6
2010 22,5

Lohnsteuer in Österreich 2018/2019 im Überblick

Die Lohnsteuer in Österreich stellt eine spezielle Erhebungsform der Einkommensteuer dar und wird auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erhoben, wobei sie direkt vom Arbeitslohn abgezogen wird. Als Arbeitnehmer wird danach in Österreich eine natürliche Person bezeichnet, welche Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erhält.

Steuertarif der Lohnsteuer

Seit dem Steuerreformgesetz 2005 ist der Lohnsteuertarif neu ausgearbeitet worden, die Formeln zur ordnungsgemäßen Berechnung wurden im Einkommensteuergesetz festgelegt. Die Ermittlung der Lohnsteuer wird durch die Anwendung des Einkommensteuertarifes ermittelt, wobei auf das jeweilige Jahreseinkommen hochgerechnet wird, um die tatsächliche Lohnsteuer feststellen zu können.

Der daraus ermittelte Lohnsteuerbetrag wird im Anschluss um die Absetzbeträge gekürzt und weiter durch den Hochrechnungsfaktor dividiert, wobei von einer Jahresdauer von 360 Tagen ausgegangen wird, gerundet wird schließlich auf den vollen Cent.

An sich ist zwar die Steuer für die ungerundete Grundlage der Bemessung genau festzustellen, die Lohnsteuerrichtlinien machen es aber ebenso möglich, die Feststellung des Monatslohnes, der auf einen vollen Euro gerundet wird. Auf den Tageslohn übertragen ergibt sich äquivalent die Möglichkeit, diesen auf 0,10 Euro zu runden. Solche marginalen Abweichungen werden in diesem Fall toleriert und schließlich ausgeglichen.

Lohnzahlungszeitraum bei der Lohnsteuer

Als Lohnzahlungszeitraum bezeichnet man den Zeitraum, für welchen der jeweilige Arbeitslohn gezahlt wird, einen Kalendermonat darf dieser Zeitraum jedoch nicht überschreiten. Sollte das Arbeitsverhältnis während eines Monats erst beginnen oder bereits enden, so ist der Zeitraum der Lohnzahlung der Kalendertag. Ein Monat wird mit 30 Tagen angesetzt, während für das Jahr mit 360 Tagen gerechnet wird.

Lohnsteuerermittlung

Zur Ermittlung der Lohnsteuer, also bevor der Lohnsteuertarif angewendet werden kann, müssen einige Beträge vom Arbeitslohn abgezogen werden, dazu gehören unter anderem die Pauschbeträge für Werbungskosten und Sonderausgaben, aber auch die Pflichtbeiträge zu gesetzlichen Interessenvertretungen und die Beiträge der Pflichtversicherten in der gesetzlichen Sozialversicherung. Auch die Pendlerpauschale sowie pauschale Freibeträge für Behinderte sind abzuziehen.

Steuerbefreiungen

Steuerbefreiungen in Bezug auf die Lohnsteuer in Österreich werden beispielsweise gewährt auf Wochen- und Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Familienbeihilfe oder Einkünften für begünstigte Auslandstätigkeit.

Lohnsteuer-Tabelle 2013

Die Lohnsteuer, oder auch Einkommenssteuer genannt, ist für viele Menschen ein undurchsichtiges Blatt, das man teilweise nur schwer versteht. Wer als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin nicht selbstständig tätig ist erhält Einkünfte. Für diese Einkünfte wird die sogenannte Einkommenssteuer berechnet. Die Lohnsteuer wird vom Arbeitgeber eingehoben und danach direkt an das Finanzamt abgeführt. Die Höhe der Lohnsteuer errechnet man sich mit der Lohnsteuertabelle. Abgezogen wird diese vom Bruttogehalt der Arbeitnehmer.

Überstundenzuschläge unterliegen nur teilweise der Lohnsteuer. Steuerfrei sind zum Beispiel die ersten zehn Überstunden, bei denen die Zuschläge mindestens 50 Prozent sind. Zu beachten ist jedoch, dass der steuerfreie Betrag bei maximal 86 € liegt.

Weitere steuerbegünstigte Zuschläge:

  • Nacht-, Feiertags- und Sonnarbeit: pro Monat maximal 360 Euro
  • Überwiegende Nachtarbeit: pro Monat maximal 540 Euro

Wenn ein Arbeitnehmer die Schutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulage erhält, ist diese bis 360 Euro pro Monat steuerfrei. Wer überwiegend in der Nacht arbeitet, sogar bis zu 540 Euro pro Monat. Jedoch ist hier auf die gesetzlichen Vorschriften, den Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber sowie dem Kollektivvertrag zu achten.

Wie wird die Lohnsteuer berechnet – die Lohnsteuertabelle:

Keine Einkommenssteuer bezahlt man, wenn man jährlich nicht mehr als 11.000 Euro verdient. Sehr wohl lohnsteuerpflichtig sind jährliche Beträge von 11.000 Euro bis 25.000 Euro. Die weitere Staffelung des Einkommens gilt bei 25.000 Euro bis 60.000 Euro und des Weiteren 60.000.

Hier ein kurzer tabellarischer Überblick:

Grundsteuersatz: Mit diesem Prozentsatz wird bei einem zusätzlichen Einkommen besteuert.

Einkommen in Euro Einkommenssteuer in Euro Grenzsteuersatz
bis 11.000 €

Keine Einkommenssteuer

11.000 – 25.000 € [(Einkommen – 11.000) x 5.110] : 14.000

36,50 %

25.000 – 60.000 € (Einkommen – 25.000 x 15.125) : 35.000 + 5.110

43,21 %

60.000 € (Einkommen – 60.000) x 0,5 + 20.235

50,00 %

Wer noch eine Nachzahlung vom Arbeitgeber erhält (Reisekosten, Überstundenentgelt, offener Lohn, Abfertigung, …) sollte wissen, dass dies auch der Lohnsteuerpflicht unterliegt.

Für Arbeitnehmer ist es wichtig, jährlich den Lohnsteuerausgleich zu machen. Die zu viel bezahlte Lohnsteuer wird Ihnen hierbei vom Finanzamt rücküberwiesen. Und möglicherweise sind dies mehrere hundert Euro – meist lohnt es sich also.

Kommentare

  1. Maik Jahn meint:

    GUTEN Tag. Ich bin Deutscher und arbeite in Österreich. Mein Hauptwohnsitz ist aber in Deutschland. Ich bin Single und habe keine Kinder. Ich bekam im ersten Jahr noch Lohnsteuer zurück. Im 2ten Jahr hatte ich dann aber kein Guthaben mehr. Angeblich wäre dies so weil man als Single dann keine Ansprüche hätte. Stimmt dies oder kann ich trotzdem versuchen das ich meine Lohnsteuer zurückbekomme ? Meine Firma zählt die Steuern alle in Österreich. Mit freundlichen Grüßen.

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