Pendlerrechner Österreich & Pendlerpauschale 2019

Anwendung des Pendlerrechners

Geben Sie im ersten Schritt die Entfernung zwischen Ihrem Wohnsitz und Ihrem Arbeitsplatz in ganzen Kilometern an. Danach wählen Sie aus, ob die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels zumutbar ist oder nicht. Nachdem Sie die „Berechnen“-Schaltfläche betätigt haben, wird Ihnen Ihr monatliches und jährliches Pendlerpauschale sowie ein etwaiger Pendlereuro angezeigt.

Welchen Zweck hat das Pendlerpauschale?

Das Pendlerpauschale dient dem Ausgleich von Aufwendungen die entstehen, wenn ein Arbeitnehmer eine weite Anfahrt zu seinem Arbeitsplatz hat. Dementsprechend ist für seine Höhe die am Arbeitsweg zurückgelegte Anzahl an Kilometern ausschlaggebend. Darüber hinaus ist jedoch auch relevant, ob die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels zumutbar ist.

Neben dem Pendlerpauschale dienen unter anderem auch der Verkehrsabsetzbetrag sowie der Pendlereuro zur Abgeltung von Fahrtkosten. Letzterer ist ein Jahresbetrag, dessen Höhe der doppelten Entfernung zwischen Wohnsitz und Arbeitsplatz entspricht.

Wie ist das Pendlerpauschale in Österreich gesetzlich geregelt?

Grundsätzlich unterscheidet das österreichische Einkommenssteuergesetz zwischen kleinem und großem Pendlerpauschale.

Kleines Pendlerpauschale

Das kleine Pendlerpauschale kommt für Menschen in Betracht, deren Entfernung zwischen Wohnsitz und Arbeitsplatz mindestens 20 Kilometer beträgt und denen die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels zumutbar ist. Die exakte Höhe orientiert sich an der realen Distanz:

  • 20 bis 40 Kilometer: 696 €/Jahr (58 €/Monat)
  • über 40 bis 60 Kilometer: 1.356 €/Jahr (113 €/Monat)
  • über 60 Kilometer: 2.016 €/Jahr (168 €/Monat)

Großes Pendlerpauschale

Das große Pendlerpauschale kann in Anspruch genommen werden, wenn die Distanz zwischen dem Wohnsitz und dem Arbeitsplatz mindestens zwei Kilometer beträgt und die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels zumindest hinsichtlich der halben Entfernung nicht zumutbar ist. Die exakte Höhe orientiert sich wiederum an der realen Distanz:

  • 2 bis 20 Kilometer: 372 €/Jahr (31 €/Monat)
  • über 20 bis 40 Kilometer: 1.476 €/Jahr (123 €/Monat)
  • über 40 bis 60 Kilometer: 2.568 €/Jahr (214 €/Monat)
  • über 60 Kilometer: 3.672 €/Jahr (306 €/Monat)

Pendlerpauschale an arbeitsfreien Tagen

Eine Berücksichtigung des Pendlerpauschales erfolgt auch an Feiertagen sowie im Krankenstand bzw. im Urlaub.

Wie wird die Zumutbarkeit ermittelt

Die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels ist in folgenden Fällen stets unzumutbar:

  • zumindest für die Hälfte der Entfernung steht kein Massenbeförderungsmittel zur Verfügung
  • Inhaber eines Behindertenpasses mit dem Zusatz „Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel wegen dauerhafter Mobilitätseinschränkung aufgrund einer Behinderung“
  • Personen mit dauernder Gesundheitsschädigung oder Blindheit

In allen anderen Fällen gilt, dass bei einer Anfahrtszeit bis 60 Minuten das öffentliche Verkehrsmittel stets zumutbar und bei einer Anfahrtszeit über 120 Minuten stets unzumutbar ist. Bei einer Zeitdauer zwischen 60 und 120 Minuten muss die entfernungsabhängige Höchstdauer berechnet werden.

Diese beträgt 60 Minuten zuzüglich einer Minute pro Kilometer, höchstens jedoch 120 Minuten. Übersteigt die kürzest mögliche Zeitdauer die entfernungsabhängige Höchstdauer, ist die Benützung eines Massenbeförderungsmittels unzumutbar.

Welche weiteren Voraussetzungen erfordert der Anspruch auf das Pendlerpauschale?

Sowohl das kleine als auch das große Pendlerpauschale kommen nur für jene Personen in Frage, die an mindestens elf Tagen im Monat die Strecke zwischen dem Wohnsitz und dem Arbeitsplatz zurücklegen. Sollte dies nicht der Fall sein, besteht dennoch die Möglichkeit, zumindest einen Teil des Pendlerpauschales zu erhalten:

  • Fährt der Arbeitnehmer an zumindest acht Tagen, aber an nicht mehr als zehn Tagen im Monat vom Wohnsitz zur Arbeitsstätte, steht das entsprechende Pendlerpauschale zu zwei Drittel zu.
  • Fährt der Arbeitnehmer an zumindest vier Tagen, aber an nicht mehr als sieben Tagen im Monat vom Wohnsitz zur Arbeitsstätte, steht das entsprechende Pendlerpauschale zu einem Drittel zu.

Hinzu kommt, dass pro Person und Monat nur ein Pendlerpauschale in Anspruch genommen werden kann. Sollte dem Arbeitnehmer ein arbeitgebereigenes Kraftfahrzeug für Fahrten zwischen der Wohnung und der Arbeitsstätte zur Verfügung gestellt werden, besteht kein Anspruch auf das Pendlerpauschale.

Wie wird der Wohnort bestimmt?

Wie bereits erwähnt, wird das Penderpauschale mit diesem Pendlerrechner anhand der Entfernung zwischen dem Wohnort und dem Arbeitsplatz ermittelt. Als Wohnsitz gilt dabei jener Ort, an dem die Person gemeldet ist. Im Falle mehrerer Wohnsitze ist entweder der zur Arbeitsstätte nächstgelegene Wohnsitz oder der Familienwohnsitz ausschlaggebend.

Letzterer ist jener Ort, an dem die Person seine engsten persönlichen Beziehungen (z.B. Familie, Freundeskreis) und einen eigenen Hausstand hat. Als eigener Hausstand wird eine Wohnung bezeichnet, deren Einrichtung den Lebensbedürfnissen der Person entspricht. Ein eigener Hausstand liegt dann nicht vor, wenn Räumlichkeiten innerhalb eines Wohnverbandes mit einer oder mehrerer Personen, die nicht (Ehe)Partner sind, mitbenutzt werden.

Wie funktioniert die Erstattung des ermittelten Pendlerpauschales?

Der mittels Pendlerrechner ermittelte Betrag verringert die Lohnsteuerbemessungsgrundlage und reduziert somit die zu zahlende Lohnsteuer. Die genaue Ersparnis hängt vom individuellen Grenzsteuersatz ab.

Nach der Beantragung des Pendlerpauschales beim Arbeitgeber, wird es im Zuge der Lohnverrechnung berücksichtigt. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, ist auch eine Berücksichtigung in der Arbeitnehmerveranlagung möglich.

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