Pensionsvorsorge für Selbstständige & Unternehmer

Das derzeitige staatliche Pensionssystem in Österreich sieht eine Pensionsvorsorge für Selbständige als auch für Unselbständige vor. Doch die letzten Jahre und Entwicklungen zeigten, dass es ein fataler Fehler wäre, sich nur auf die staatliche Leistung zu verlassen.

Möglichkeiten zur Pensionsvorsorge

Vor allem junge Menschen sollten – so früh wie möglich – die private Pensionsvorsorge ins Auge fassen. Das liegt vor allem an der durchschnittlichen Lebenserwartung der Österreicher sowie an der gleichzeitig sinkenden Geburtenzahl. Wer also im hohen Alter auch eine hohe Pension möchte, sollte neben der gesetzlichen Pensionsvorsorge auch danach trachten, dass er eine private Versicherung dahingehend abschließt.

Die gesetzliche Pension für Selbständige

Die Versicherungsbranche bietet dutzende Möglichkeiten an. Hier spielt es keine Rolle, ob es sich um unselbständige oder Selbständige handelt. Der Selbständige darf jedoch nicht vergessen, dass vor allem für ihn eine private Pensionsvorsorge wichtig ist. Denn es besteht zwischen dem letzten aktiven tatsächlich Einkommen und der gewährten Pensionszahlung ein erheblicher Unterschied. Derzeit liegt die durchschnittliche Alterspension bei 1.006 Euro brutto.much money

SVA – Pensionsversicherung für Selbständige

Durch die Pensionsreform bedeutet das Zahlenspiel: Je höher das Einkommen, umso höher die Pension, nicht automatisch, dass dies auch eintrifft. Denn die Abschläge für hohe Pensionen sind gewaltig.

Aus diesem Grund ist es ratsam, dass sich Selbständige – je früher, umso besser – nach einer privaten Pensionsversicherung umsehen. Unter http://esv-sva.sozvers.at/portal27/portal/svaportal/content/contentWindow?contentid=10007.713910&action=2 gibt es Details zum modell der Selbständigevorsorge.

So steigen die Rendite und garantieren gleichzeitig, dass auch die Pension eine ordentliche Höhe aufweist. Im Internet gibt es des Weiteren auf der Homepage der Sozialversicherungsanstalt für Selbständige und Gewerbetreibende einen Vergleichsrechner sowie einen Überblick, wie hoch die tatsächliche Pension momentan ist.

Welche Berufsgruppen haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Pension

Es gibt jedoch auch Berufsgruppen, die keine betriebliche Vorsorge genießen. Das sind Gesellschafter von Personengesellschaften, Einzelunternehmer sowie auch Gesellschafter einer GmbH mit einer Beteiligung bis zu 25 Prozent sowie auch Personen mit freiem Dienstvertrag („Freiberufler“).

Wichtig: Private Vorsorge nutzen!

Diese Personengruppen sind verpflichtet eine private Vorsorge zu treffen. Der Vorteil bei dieser Personengruppe ist jedoch der Gewinnfreibetrag. Es ist egal ob dieser mittels einer Einnahmen-Ausgaben Buchhaltung dokumentiert ist, oder gar einer Bilanz unterliegt.

Die Personengruppe kann einen Gewinn von rund 13 Prozent des Gewinnfreibetrags geltend machen. Der Höchstsatz liegt jedoch begrenzt bei 100.000 Euro. Bei einem Gewinn von jährlich 30.000 Euro, beträgt der Freibetrag rund 3.900 Euro, welchen die Person von der Steuer abrechnen kann. Eine Investition muss nicht getätigt werden.

Tipp: Freibeitrag für Investitionen und Vorsorge nutzen

Bei einem Gewinn von über 30.000 Euro gilt der Freibetrag nur, wenn dieser investitionsbedingt ist. Die Gewinne muss der Selbständige aus einer selbständigen Arbeit erwirtschaften. Gewinne aus etwaigen Vermietungen oder Verpachtungen sind hier ausgenommen.

Aus diesem Freibetrag ist es für Freiberufler möglich, dass sie ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand eine private Pensionsvorsorge abschließen. Einen Überblick zum Thema Gewinnfreibetrag ab 2010 gibt es unter http://www.gruendungswissen.at/gruendungswissen/blog-post/2011/03/28/gruenderlexikon-gewinnfreibetrag/ zum Nachlesen.

Wichtig: Konditionen zur Pensionsvorsorge vergleichen

Es gibt auch einige Versicherungsgesellschaften, welche auf dieser Basis bereits Verträge anbieten. Somit investiert die Person ihren Freibetrag in eine klassische Veranlagung der Versicherung und erhält somit eine verzinste Pension aus der Investition. Informationen darüber findet der Kunde bei den jeweiligen Versicherungsgesellschaften. Wichtig: Auch wenn das Prinzip der unterschiedlichen Anbieter ident ist, so sollte man dennoch einen Vergleich anstellen. Denn viele Versicherungsgesellschaften unterscheiden sich extrem in ihren Konditionen und Angeboten.

Der geschäftsführende Gesellschafter

Ein geschäftsführender Gesellschafter hingegen kann eine Pensionsvorsorge aus dem Firmenvermögen direkt investieren. Die Beitragszahlungen verringern dabei automatisch die zu zahlende Steuer des Gesellschafters. Hat der Gesellschafter jedoch eine Beteiligung von über 25 Prozent, hat dieser keinen Anspruch auf einen Gewinnfreibetrag. Die höhe der Pensionszusage – sowie auch die Art der Pension – sind individuell geregelt.

Lebenslange Pensionsversicherung per Kapitalabfindung

Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass der Gesellschafter mit der Kapitalsabfindung eine lebenslange Pensionsversicherung ausbezahlt erhält.Unter https://www.bmask.gv.at/cms/site/attachments/3/3/1/CH2081/CMS1315208951326/band6_cover_kern.pdf informiert eine Studie des Bmask in Österreich über aktuelle Modelle zur privaten und betrieblichen Altersvorsorge und Möglichkeiten.

Wichtig: Bevor sich der Gesellschafter auf ein derartiges Modell einlässt, ist es wichtig, dass dieser die unterschiedlichen Kriterien und Rahmenbedingungen vergleicht sowie überprüft. Viele Pensionsarten können nämlich teuer für das Unternehmen werden. Etwa, wenn eine Witwenpension früher als gedacht geltend wird; solche Änderungen und finanzielle Veränderungen gefährden die Liquidität des Unternehmens.

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