Private Altersvorsorge – Worauf achten?

Bereits seit langem ist absehbar, dass die gesetzliche Pensionsregelung nicht mehr ausreicht, damit auch nach der Erwerbstätigkeit nicht nur der gewohnte Lebensstandard weitergeführt werden kann. Wer sich auf die staatlich garantierte Versorgung verlässt, der muss bereits heute darum fürchten, ein angenehmes, weil frei von finanziellen Sorgen, Dasein fristen zu können.

Seit Anfang der 2000er Jahre gibt es in Österreich eine privat finanzierte Möglichkeit, dieser düsteren Zukunftsprognose zu entgehen. Gleichzeitig kann dabei noch von einer überzeugenden und sinnvollen Art und Weise einer Geldveranlagung profitiert werden.

Es handelt sich dabei um die so genannte Rentenversicherung, die eine spezifische Unterart der Lebensversicherung darstellt. Dieses Modell versichert nicht gegen den Todesfall des Versicherungsnehmers. Vielmehr kann die Rentenversicherung als Erlebensversicherung bezeichnet werden, die gegen wirtschaftliche Engpässe für den Rest des Lebens versichert.

Damit ist gemeint, dass der Versicherte nach Beendigung der Laufzeit, regelmäßig einen gewissen Geldbetrag ausbezahlt bekommt. Bei der Laufzeit handelt es sich übrigens um Zeiträume, welche in Jahrzehnten bemessen werden. Als Faustregel gilt dabei: Je höher das Einkommen und damit die zu zahlende monatliche Einlage, desto kürzer die Laufzeit.

Wichtig: Rechtzeitig vorsorgen

Wichtig: Rechtzeitig vorsorgen

Das richtige Modell für die jeweiligen Ansprüche

Je nach Anbieter können sich die einzelnen Modelle der Rentenversicherung differenzieren. Gemäß der individuellen Situation muss hinsichtlich der Laufzeit, der Prämie sowie der Verzinsung das passende Rentenversicherungsmodell eruiert werden. Hilfestellung gibt dabei unser Rentenversicherungs-Rechner, der anhand weniger Angaben das maßgeschneiderte Modell dieser Art der Geldanlage ermittelt.

Vorteil der Absicherung im Alter

Generell stellt ein Vorteil dieser Methode die Tatsache dar, dass zwar nicht auf einmal über das gesamte veranlagte Vermögen verfügt werden kann, dafür aber das monatliche Auskommen bis zum Lebensende gesichert ist. Es können übrigens auch Rentenversicherungen angeschlossen werden, die im Todesfall des Versicherten an den oder die Erben übergehen, sofern ein bestimmtes Lebensalter nicht erreicht wurde. Beendet wird die Auszahlung mit Stichtag des fiktiven Geburtstages des Versicherungsnehmers, an dem dieser das vereinbarte Alter erreicht hätte. In diesem Fall bedeutet ein niedriger Verwaltungs- bzw. Bearbeitungsaufwand auch eine niedrigere Rendite.

Staatliche Unterstützung für die Rentenversicherung

Steuerliche Vorteile sprechen ebenfalls für den Abschluss einer Rentenversicherung, ist sie doch als Posten im Rahmen der Sonderausgaben absetzbar. Die Berechnung der später ausbezahlten privatfinanzierten Rentenleistung ergibt sich aus den Angaben der so genannten Rententafel. Diese basiert auf der statistisch zu erwartenden Lebenslänge. Da es sich bei dieser Kernzahl um einen Wert handelt, der immer höher wird, werden als Konsequenz auch die ausbezahlten Prämien in Folge einer Anpassung an die tatsächlichen Gegebenheiten geringer. Alleine dieser Umstand spricht dafür, dass eine Rentenversicherung möglichst früh abgeschlossen werden sollte.

Sobald der Rentenvertrag als geeignet Form der Geldanlage ausgewählt wurde, behält die zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung offiziell anerkannte Rententafel über die gesamte Laufzeit hinweg ihre Gültigkeit. Ein weiterer Vorteil eines zeitigen Vertragabschlusses bedeutet aber auch, dass eine längere Laufzeit gewählt werden kann und damit insgesamt auch höhere Einlagen getätigt werden können.

Personen, die eine Rentenversicherung abschließen, profitieren aber auch in anderer Hinsicht, denn dieses Modell der Geldanlage ist auch durch die Auszahlung staatlicher Prämien gekennzeichnet. Neben der steuerlichen Abschreibungsmöglichkeit handelt es sich dabei außerdem um eine Geldveranlagung, bei der weder Kapitalertrags- noch Einkommenssteuern entrichtet werden müssen. Auch die Begleichung von Versicherungs- oder Spekulationssteuern ist nicht vorgesehen.

Eine Rentenversicherung vereint also viele finanzielle Vorteile in einem Bankprodukt. Dank der Verzinsung sowie der staatlichen Prämien vermehrt sich einerseits das Kapital. Andererseits wird dem Versicherungsnehmer mithilfe einer Vielzahl von steuerlichen Begünstigungen entgegengekommen. Vor allem ist damit aber der Lebensstandard auch im Pensionsalter sichergestellt und kann – sofern das gewählte Modell dies vorsieht – auch über den eigenen Tod hinaus die finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen gewährleisten.

Altersvorsorge: Achten auf die Inflation

Wer seinen aktuellen Lebensstandard auch im Rentenalter beibehalten möchte und seinen Lebensabend in vollen Zügen genießen will, sollte bereits frühzeitig mit einer privaten Altersvorsorge vorsorgen, denn die gesetzliche Rente reicht hierfür bei Weitem nicht aus. Je eher man sich mit dem Thema Altersvorsorge befasst und eine entsprechende Versicherung abschließt, desto gelassener kann man der Zukunft entgegensehen.

Aber auch beim Abschluss einer Altersvorsorge gilt es einiges zu beachten, schließlich existieren hierbei mitunter gewaltige Unterschiede. Aus diesem Grund ist eine ausführliche Beratung und ein Vergleich der verschiedenen Angebote unbedingt erforderlich, um die bestmögliche Vorsorge für das eigene Alter treffen zu können.

Die Stiftung Warentest ruft Sparer im Zuge dessen momentan dazu auf, die Inflation bei der Planung einer Altersvorsorge einzukalkulieren. Denn wer heute einen entsprechenden Sparvertrag abschließt, ohne die Inflation zu berücksichtigen, wird sich später wundern, denn im Laufe der Jahre verliert das Geld in gewisser Hinsicht seinen Wert.

In den vergangenen zehn Jahren betrug die Inflation hierzulande zwei Prozent, weshalb die Stiftung Warentest einen durchschnittlichen Wertverlust von zwei Prozent veranschlagt. Bei der Planung einer Altersvorsorge muss dies unbedingt kalkuliert werden, um böse Überraschungen zu vermeiden. Folglich sollte man sich beim Abschluss einer Altersvorsorge auf keinen Fall von einer vermeintlich hohen Rendite blenden lassen, denn nach Abzug der Inflation bleibt hiervon meist nur wenig übrig. Falls also beispielsweise ein Zinsertrag von vier Prozent versprochen wird, beträgt der reale Gewinn schlussendlich nur noch zwei Prozent.

Wer also mithilfe einer Altersvorsorge seine spätere Rente aufbessern möchte, darf auf keinen Fall die Inflation vergessen. Schließlich sind Ersparnisse von beispielsweise 10.000 Euro in 20 Jahren im Zuge einer stetigen Inflation von zwei Prozent nur noch etwa 6.730 Euro wert. Um sich im Rentenalter nicht massiv einschränken zu müssen, muss man also schon frühzeitig eine Altersvorsorge abschließen und diese großzügig bemessen.

Altersvorsorge in Österreich

Altersvorsorge, die sogenannte Rente, können in Österreich heute nicht nur ehemalige Beamte, sondern auch Arbeitnehmer, die in der Privatwirtschaft tätig waren, beantragen. In der Vergangenheit war nur ehemalige Beamte berechtigt, eine Altersvorsorge in Form der Pension zu beanspruchen.

Die Pension ist eine dauernde Leistung aus der Pensionsversicherung, welche erstaunlicherweise erst 1962 eingeführt worden ist. Heutige Empfänger von Pensionen werden heutzutage als Pensionisten bezeichnet. Die früher für Beamte verwendete Bezeichnung der Pension wurde bei diesen durch den Begriff hoher Genuss ersetzt.

Das Antriebsalter für Bedienstete ist derzeit 60 Jahre. Diese Altersgrenze wird bis 2017 auf 65 Jahre angehoben. Für Bedienstete in der Privatwirtschaft gilt ebenfalls ein Antrittsalter von 60 Jahren für Frauen aber ein Antrittsalter von 65 Jahren für Männer. Eine Anpassung ist erst Anfang 1993 erfolgt. Bis zum Jahre 2033 soll das Antrittsalter für den Ruhestand für Frauen sowie für Männer angehoben werden. Seit Mitte des letzten Jahres wird über eine vorgezogene Anhebung diskutiert.

Warum eine private Altersvorsorge

Ebenso wie in Deutschland über die drohende Altersarmut diskutiert wird, geschieht dies auch in Österreich. Damit steigt auch das Interesse an der privaten Altersvorsorge. Derzeit kann aber die Pension lege gerade noch gefüllt werden. Dies kann aber nur weiterhin ermöglicht werden, wenn die Bürger sich mit offenen Augen der Aufgabe der Vermeidung der Altersarmut stellen. Das größte Problem der Beschäftigung mit der Altersarmut in Österreich ist, dass ein Großteil der Bürger nicht über seine finanzielle Altersvorsorge Bescheid weiß. Dieses Problem ist darauf zurückzuführen, dass viele Menschen in Österreich nicht über die notwendigen Informationen zur Altersvorsorge verfügen.

Die vorhandenen Lücken zwischen letztem Gehalt und der Pension können existenzgefährdend sein. Diese Vermutung, welche sich spätestens in einigen Jahren bewahrheiten soll, sehen verantwortliche als größtes Problem im Umgang mit der Altersvorsorge. Daher ist zu vermuten, dass spätestens 2015 ein Großteil der Menschen in Österreich sich mit der Altersvorsorge im Allgemeinen sich auseinandersetzen wird, und damit auch mit der privaten Altersvorsorge Schüler oder später sich beschäftigt.

Private Altersvorsorge für Selbstständige

Beruflich selbstständig zu sein bedeutet nicht nur viele Freiheiten, sondern auch viel Verantwortung. Vor allem dann, wenn man keine weiteren Angestellten hat und die ganze Arbeit alleine macht, können Arbeitsausfälle verheerende Auswirkungen haben.
Niemand ist vor Erkrankungen oder Unfällen geschützt, auch wenn man körperlich und geistig noch so fit in die Selbstständigkeit starten mag. Als Einzelunternehmer kann man es sich kaum leisten, krank zu werden und nicht zu arbeiten. In dieser Zeit steht der Betrieb still und es kommt kein Geld herein.

Im schlimmsten Fall gibt es mit Kunden vereinbarte Termine, auf die bestanden wird. Wer als Selbstständiger nicht für solche Fälle vorsorgt, handelt unverantwortlich! Bedenken Sie bei der Unternehmensgründung immer auch, dass Sie sich versichern müssen.

Wichtig: Selbständig vorsorgen und Kosten beachten!

Die Vorstellung, selbstständig zu arbeiten und keinen Chef zu haben, der an dem eigenen Erfolg mitverdient, ist zwar schön, aber nicht ganz richtig. Denn auch als Unternehmer muss man seinen Gewinn teilen. Wie bei einem Angestelltenverhältnis auch müssen Sie einen großen Teil Ihrer Einnahmen für Versicherungen und Vorsorgen aufwenden.

Das Geld ist also mindestens ebenso hart verdient, als wenn Sie angestellt wären. Auch für Unternehmer gibt es einen großen Unterschied zwischen Bruttogehalt und Nettogehalt, wenn einmal die Sozialversicherung, die Pensionsversicherung und die Krankenversicherung für Erwerbstätige abgezogen sind.

Diese Versicherungen sind in Österreich Pflicht

Bei Einzelunternehmen und freien Selbstständigen oder freien Künstlern ist es oftmals schwer, die finanziellen Einnahmen der ersten Jahre richtig einzuschätzen. Sie haben die Möglichkeit, sich zumindest für das erste Jahr nachträglich zu versichern.

Das geht ganz einfach: Füllen Sie eine Einkommenssteuererklärung für das vorangegangene Jahr aus. Aufgrund der Einnahmen, die nicht aus einem Angestelltenverhältnis stammen, wird Ihnen vom Finanzamt eine Steuernummer zugeteilt und Sie müssen schon ab einer geringen Überschreitung der Freigrenze Steuern nachbezahlen.

Nachbemessungen der SVA

In weiterer Folge werden Sie Post von der Sozialversicherungsanstalt erhalten, die ebenfalls nachträglich Geld von Ihnen möchte. Außerdem schätzt Sie ein, wie hoch die zu zahlenden Beträge für das kommende Jahr sein werden. Sie müssen diese dann quartalsweise einzahlen. Sollte Ihnen der errechnete Betrag zu hoch erscheinen, können Sie Kontakt zur Bezirksstelle Ihrer SVA aufnehmen. Ist der Betrag tatsächlich zu hoch, werden Sie die zu viel gezahlten Beiträge ohnehin am Ende des Jahres beim Lohnsteuerausgleich zurückbekommen. Das Geld ist somit nicht verloren!
Um die Sozialversicherung kommen Sie somit nicht herum, was für Sie und Ihre Versorge garantiert auch am besten ist. Gewerbebetreibende bzw. selbständige Erwerbstätige aus der Wirtschaft sind laut Sozialversicherungsgesetz in folgenden Bereichen pflichtversichert:

  • Krankenversicherung,
  • Pensionsversicherung,
  • Unfallversicherung und
  • Selbstständigenvorsorge.

Wie hoch sind die Kosten für die SVA?

Die Versicherung kann bis zu 25% der Einnahmen ausmachen. Für Jungunternehmer gibt es in den ersten drei Jahren vergünstigte Tarife. Allerdings müssen Sie immer bedenken, dass die Selbstbehalte für Selbstständige wesentlich höher sind als für Angestellte.

Arbeitslos – was nun?

Die Pflichtversicherung für Gewerbetreibende bzw. Selbstständige umfasst keine Arbeitslosenversicherung. Auch wenn Sie von Ihrem Unternehmen überzeugt sind, sollten Sie dennoch unbedingt auch für den Fall einer Arbeitslosigkeit vorsorgen. Dafür gibt es einen eigenen freiwilligen Arbeitslosenversicherungsschutz für Unternehmer, den Sie unbedingt abschließen sollten.

Doppelt hält besser

Als Ihr eigener Arbeitgeber tragen Sie eine große Verantwortung. Meist ist nicht nur Ihre eigene Existenz, sondern auch die einer ganzen Familie von Ihrem Erfolg abhängig. Aus diesem Grund sollten Sie – sobald es Ihnen finanziell möglich ist – die gesetzliche Versicherung durch freiwillige bzw. private Versicherungen ergänzen. Die Selbstbehalte werden dadurch geringer, eine umfangreichere Palette an Leistungen ist gedeckt und auch die Angehörigen können gut versorgt werden. Einige freiwillige Personenversicherungen können Sie außerdem zumindest teilweise von der Steuer absetzen.

Überbrückungshilfe für 2014

Lange krankheitsbedingte Ausfälle kann man sich als Selbstständiger nicht leisten. Die Arbeit bleibt liegen, im schlimmsten Fall verliert man Kunden. Der Wiedereinstieg kann sich als sehr schwierig gestalten, nicht selten ist es ein Kampf um die berufliche Existenz. Um sich während der Zeit der Krankheit wenigstens finanziell keine großen Sorgen machen zu müssen, gibt es 2014 die Möglichkeit der Überbrückungshilfe für Kleinunternehmer.

Eine Überbrückungshilfe steht Ihnen zu, wenn:

  • Sie seit mindestens drei Jahren die Beiträge für die Pflichtversicherung nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz eingezahlt haben,
  • das monatliche Nettoeinkommen nicht über 1.126,- € liegt und
  • ein außergewöhnliches Ereignis, wie z. B. Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer über drei Monate andauernden Erkrankung, vorliegt.

Treffen diese Punkte auf Sie zu, können Sie einen Zuschuss für die Pensionsbeiträge und Krankenversicherungsbeiträge beantragen. Die Überbrückungshilfe wird für maximal drei Monate gewährt und einmalig als Gutschrift auf Ihr Beitragskonto überwiesen.

Ein Unternehmen, das mit Ihnen steht und fällt
Wenn Sie auf eigenen Beinen stehen, sollten Sie darauf achten, dass dies auf solidem Grund geschieht. Schützen Sie sich und Ihr Unternehmen so gut wie möglich und sorgen Sie ausreichend vor. Je besser die Versicherung, umso sorgloser können Sie sich in die Arbeit stürzen.

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