Steuersätze in Österreich im Überblick

Wer in Österreich seinen Hauptwohnsitz hat muss sich regelrecht mit einer Steuerflut vertraut machen. Obwohl das Österreichische Steuerrecht ausschließlich nur den Begriff Umsatzsteuer verwendet, gibt dieser Begriff dennoch gleich zwei Steuersätze vor.

Es gibt den normalen Steuersatz von 20 Prozent und einen ermäßigten Steuersatz von 10 Prozent. Auch Prozentsätze von 12 Prozent sind keine Seltenheit in Österreich. In zwei Gemeinden (Tirol und Vorarlberg) gibt es auch einen ermäßigten Steuersatz von 19 Prozent.

Was ist ein ermäßigter Steuersatz?

Ein ermäßigter Steuersatz beträgt in der Regel nur 10 Prozent. Diese Steuersatz wird unter anderem bei Lebensmitteln angewandt. Aber auch Bücher, Zeitungen, land- wie forstwirtschaftliche Produkte, Kulturereignisse, Personentransporte oder Wohnungsvermietungen fallen unter dem ermäßigten Steuersatz.
In Jungholz (Tirol) und Mittelberg (Vorarlberg) herrscht ein 19 Prozent Steuersatz, da diese beiden Gemeinden zollrechtlich der Republik Deutschland angehören.

Wann gelten 12 Prozent Steuer?

Der 12 Prozent Steuersatz kommt dann zur Geltung, wenn ein Ab-Hof-Verkauf von Wein vorliegt. Dieser spezielle Steuersatz wurde mit der Europäischen Union bei den Beitrittsverhandlungen Österreichs in die EU ausverhandelt.

Steuerbefreiungen nach § 6 Umsatzsteuergesetz

Grundstücke sind von der Steuer befreit. Grundstücke unterliegen in Österreich der Grunderwerbssteuer, welche 3,6 Prozent vom jeweiligen Kaufpreis beträgt.

Echte und unechte Steuerbefreiungen

Ein Unternehmen hat die Möglichkeit die bezahlte Umsatzsteuer vollständig vom zuständigen Finanzamt zurückzufordern. Diese echte Steuerbefreiung gilt unter anderem bei Lohnveredelungen für nicht heimische Auftraggeber oder Grenzen überschreitender Beförderungen in Drittländer.

Auch Goldlieferungen für Zentralbanken zählen hinzu.
Bei unrechten Steuerbefreiungen darf der Unternehmer keine Umsatzsteuer verrechnen und ebenfalls keinen Vorsteuerabzug geltend machen. Dies gilt vor allem bei Kontoführungen oder Kreditzinsen, Porto für Briefe oder Pakete oder Umsätze aus der Tätigkeit des Arztes.

In den letzten 9 Jahren hat das Land Österreich durch die Umsatzsteuer 196 Milliarden eingenommen.

2001 17,4
2002 17,6
2003 16,5
2004 18,2
2005 19,4
2006 20,2
2007 20,8
2008 21,9
2009 21,6
2010 22,5

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