SVA Versicherung – Sozialversicherung für Unternehmer

Die österreichische Sozialversicherung organisiert sich selbst, was folgendermaßen aussieht: Gesetzliche Interessensgruppen schicken Vertreter in die einzelnen Organe eines Sozialversicherungsträgers. Diese dürfen die Geschäfte der Sozialversicherung in eigener Verantwortung führen, werden aber regelmäßig durch eine staatliche Aufsichtsbehörde kontrolliert.

SVA Pflichtversicherung für UnternehmerInnnen in Österreich

Alle österreichischen Sozialversicherungsträger unterstehen dem Hauptverband, welcher den Unternehmern auch die einzelnen Sozialversicherungsnummern zuteilt.

Da diese bei allen Versicherungsträgern Gültigkeit besitzt, können Unternehmer ohne Probleme zwischen den Versicherungen wechseln. Hintergründe zur Pflichtversicherung finden sich unter http://esv-sva.sozvers.at/portal27/portal/svaportal/content/contentWindow?contentid=10007.713898&action=2 zum Nachlesen.

Alle Unternehmer in Österreich sind gesetzlich verpflichtet, sich zu versichern, um so die Leistungszahlungen aufrechtzuerhalten. Diese werden wiederum in Form von beispielsweise Krankengeldern oder Pensionen an die Versicherten ausbezahlt. Die Sozialversicherung ist zudem über die Versicherungsleistungen hinaus auch für die Sicherheitsberatung, Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation ihrer Mitglieder zuständig.

Tipp: Bereits bei Firmengründung über SVA Gebühren/Kosten informieren!

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Ein Unternehmer muss sich nicht zwangsläufig in allen Bereichen der Sozialversicherung versichern. Er kann auch eine Teilversicherung in Anspruch nehmen und zum Beispiel nur eine Unfallversicherung abschließen. Von Vollversicherung spricht man, wenn alle Leistungszweige versicherungstechnisch auf Pflichtbasis abgedeckt sind.

Im Folgenden soll erläutert werden, welche Versicherungen innerhalb der SVA abgeschlossen werden müssen und können:

Krankenversicherung – Was ist abgedeckt bei der SVA?

In dieser Sparte werden nicht nur Krankheiten, sondern auch Mutterschaft sowie plötzliche Arbeitsunfähigkeit infolge einer Erkrankung versichert. Die Leistungserbringung kann sowohl in Geld- als auch in Sachleistungen erfolgen. Ersteres umfasst zum Beispiel Wochen- oder Krankengeld, wobei bei Zweitem eine häusliche oder stationäre Pflege im Vordergrund steht.

Die Krankenversicherung zählt zu den Pflichtversicherungen. Unternehmer und Selbstständige können sie jedoch nicht frei wählen, sondern sind automatisch bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft – kurz SVA – kranken, – unfall- und rentenversichert. Anders als bei den gesetzlichen Krankenkassen wird bei der SVA im Falle einer ambulanten Behandlung 20% als Selbstbehalt fällig, für den der Unternehmer aufkommen muss. Dafür erhält er aber auch weitaus mehr Leistungen als der gesetzlich Versicherte.

Unfallversicherung – Worauf muss man achten?

Jeder Unternehmer kann zusätzlich zu den Pflichtversicherungen noch verschiedene private Zusatzversicherungen abschließen, um sich dahin gehend besser abzusichern, da andernfalls häufig nur Basisleistungen übernommen werden.

Hierzu zählt die Unfallversicherung, die im Falle eines Arbeitsunfalls oder einer beruflich bedingten Erkrankung in Kraft tritt.
Wie auch bei der Krankenversicherung kann Unterstützung in diesem Fall entweder als Sach- oder als Geldleistung erbracht werden. Geldleistungen äußern sich hier meist in Form von Unfallrenten, wobei diese nur gezahlt werden, wenn sich der Unfall auf dem Arbeitsweg oder während der Ausübung der beruflichen Tätigkeit zugetragen hat. Für Unfälle in der Freizeit, nach denen der Unternehmer mit Invalidität zu kämpfen hat, werden keine Zahlungen geleistet.

Pensionsversicherung – Absicherung in der SVA?

Nicht zuletzt sollte ein Unternehmer über eine Pensionsversicherung nachdenken, da hier die Versicherungsfälle des Alters und Todes abgedeckt sind. Diese tritt aber auch bei verminderter Arbeitsfähigkeit oder kompletter Erwerbsunfähigkeit ein und übernimmt Rehabilitationsleistungen.
Vor allem werden bei dieser Versicherungsart Geldleistungen in Form von Pensionen ausgeschüttet.

Folgende Fragen werden im Zusammenhang mit der SVA häufig gestellt:

Was bedeutet die SVA nun genau für Unternehmer in Österreich?

Unternehmer in Österreich müssen sich, wie schon oben beschrieben, in der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft versichern. Dabei fallen von den erwirtschafteten Erträgen folgende Abgaben an: 18,5% gehen in die Pensionsversicherung, 7,65% in die Krankenversicherung, 1,53% in die Selbstständigenvorsorge und schließlich 8,67 Euro je Monat in die Unfallversicherung.

Quelle: http://www.mytoday.at/sva-beitraege-und-pflichtversicherung-in-oesterreich/

Etwas anders sieht es bei Jungunternehmern aus, die innerhalb der ersten drei Jahre in den Genuss von Sonderregelungen kommen. Monatlich müssen sie mindestens 140,63 an die SVA zahlen. Erst nach Ablauf der drei Jahre wird der zu zahlende Beitrag basierend auf dem Einkommenssteuerbescheid endgültig festgesetzt.

Was wird durch die SVA Beiträge abgedeckt?

Ein selbstständiger österreichischer Unternehmer ist dank einer Basisversicherung im Krankheitsfall oder bei einem Arbeitsunfall abgesichert. Für eine Pension im Alter ist ebenso gesorgt.

In welchen Fällen kommt die SVA nicht zum Tragen?

Im Falle eines Freizeitunfalls tritt die SVA wie beschrieben nicht in Kraft. Darüber hinaus sind in der Basisvorsorge nur der reine Arbeitsweg sowie potenzielle am Arbeitsplatz vorhandene Unfallrisiken abgesichert. Aus diesem Grund sollte unbedingt zusätzlich eine private Unfallversicherung abgeschlossen werden.

Da die staatlichen Renten für Selbstständige in Österreich meist sehr gering ausfallen, sollte weiterhin auch über eine private Altersvorsorge nachgedacht werden. Die geringen Renten rühren daher, dass Unternehmer häufig steuerliche Aspekte während ihrer Tätigkeit in den Vordergrund stellen, was zu einer niedrigen Bemessungsgrundlage für die SVA führt.

Wann beginnt und endet die Beitragszahlung in der SVA?

Ein Unternehmer muss in die SVA einzahlen, sobald er seinen Gewerbeschein erhalten hat. Wird dieser wieder gelöscht, so endet das Versicherungsverhältnis einen Monat später. Etwas andere Regeln gelten für die sogenannten „neuen Selbstständigen“. Hier startet die Pflichtversicherung am ersten Tag, an dem gearbeitet wird und endet am letzten Tag des Kalendermonats, in welchem die betrieblichen Aktivitäten eingestellt werden. Der Unternehmer muss die SVA mit Frist von einem Monat informieren, sobald er seine Tätigkeit begonnen hat.

Lassen sich die SVA-Beiträge von der Steuer absetzen?

Da die Beiträge zu den Betriebsausgaben zählen, sind sie steuerlich absetzbar. Zahlt ein Unternehmer sie im Voraus, kann er damit seine steuerliche Belastung sogar mindern. Anders sieht es bezüglich der Beitragsgrundlage zur SVA aus. Der zu leistende Beitrag wird hier dem erzielten Gewinn laut Steuerbescheid hinzugerechnet.

Quelle: http://www.steuerverein.at/einkommensteuer/05_betriebseinnahmen_betriebsausgaben_08.html

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