Umsatzsteuerrechner 2019 in Österreich – Umsatzsteuer berechnen

Wie funktioniert der Umsatzsteuerrechner?

Im ersten Schritt tragen Sie den Nettobetrag in das entsprechende Feld ein. Danach wählen Sie den anzuwendenden Umsatz- bzw. Mehrwertsteuersatz und gegebenfalls das dazugehörige Land aus. Nach einem Klick auf den „Berechnen“-Button scheint im zweiten Feld der Bruttobetrag inklusive Umsatzsteuer auf. Die Differenz aus dem Netto- und dem Bruttobetrag entspricht schließlich dem Steuerbetrag.

Wer ist umsatzsteuerpflichtig?

Grundsätzlich unterliegen sämtliche von einem Unternehmen erbrachte Lieferungen und Leistungen der Umsatzsteuer. Darin inkludiert sind neben Warenlieferungen auch Dienstleistungen oder der Eigenverbrauch. Dabei gilt es zu beachten, dass ausschließlich der Letztverbraucher belastet werden soll.

Aus diesem Grund sind Unternehmer in der Regel zum Abzug der von Lieferanten an sie verrechneten Umsatzsteuer (als Vorsteuer) berechtigt. Das heißt, dass sie einen Anspruch gegenüber dem Finanzamt auf Rückerstattung der bezahlten Umsatzsteuer haben. Der Vorsteuerabzug setzt jedoch eine ordnungsgemäße Rechnungsausstellung des leistungserbringenden Unternehmens voraus, wobei die folgenden Rechnungsbestandteile zwingend vorhanden sein müssen:

  • Name und Anschrift des Lieferanten und des Empfängers
  • Menge und Bezeichnung der Ware bzw. Leistung
  • Liefer- bzw. Leistungsdatum
  • Rechnungsdatum
  • eindeutige Rechnungsnummer
  • Nettobetrag
  • Umsatzsteuersatz und -betrag
  • Umsatzsteueridentifikations-Nummer (UID-Nummer)

Sollte der Bruttobetrag der Rechnung nicht über 400 Euro liegen (Kleinbetragsrechnung) können der Name und die Anschrift des Empfängers sowie die Rechnungs- und UID-Nummer entfallen. Außerdem ist die Angabe des Bruttobetrags und des anzuwendenden Umsatzsteuersteuersatzes ausreichend.

Was wird unter der Kleinunternehmerregelung verstanden

Unternehmen, deren jährlicher Nettoumsatz die Grenze von 30.000 Euro nicht überschreitet, sind von der Umsatzsteuer befreit. Dabei ist ein einmaliges Überschreiten dieses Richtwertes um bis zu 15% innerhalb von fünf Jahren erlaubt.

Bei dieser Erleichterung wird weder eine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt bzw. abgeführt noch besteht die Möglichkeit, einen Vorsteuerabzug geltend zu machen. Kleinunternehmer haben jedoch die Option, freiwillig auf die Steuerbefreiung zu verzichten.

Wie hoch ist die Umsatzsteuer?

Der allgemeine Regelsatz der österreichischen Umsatzsteuer beträgt 20% des vom Kunden zu aufzuwendenden Entgelts. In Ausnahmefällen sind jedoch auch Steuersätze in Höhe von 10%, 13% oder 19% anzuwenden:

Ermäßigter Steuersatz in Höhe von 10% (Auswahl)

  • Lieferung von Nahrungsmitteln, Büchern, Zeitungen
  • Vermietung und Verpachtung von Grundstücken zu Wohnzwecken
  • Personenbeförderung ausgenommen Luftfahrt
  • Müllbeseitigung
  • Arzneimittel gemäß Arzneimittelgesetz

Ermäßigter Steuersatz in Höhe von 13% (Auswahl)

  • Lieferung von lebenden Tieren und Pflanzen, Tierfutter, Brennholz, Kunstgegenstände, Antiquitäten, Sammlungsstücke
  • Beherbergung in eingerichteten Wohn- und Schlafräumen wie Hotels, Gaststätten, Privatzimmervermietung etc. inklusive damit verbundene Nebenleistungen
  • Vermietung von Campingplätzen
  • Umsätze im Kulturbereich (Theater- und Musikaufführungen, Museen etc.)
  • Schwimmbäder und Thermen

Ermäßigter Steuersatz in Höhe von 19%

Da die beiden westösterreichischen Gemeinden Jungholz und Mittelberg zollrechtlich gesehen zu Deutschland gehören, ist ein ermäßigter Steuersatz in Höhe von 19% anzuwenden.

Umsatzsteuersätze in anderen europäischen Ländern

Bei diesem Umsatzsteuerrechner werden auch Umsatzsteuersätze aus anderen europäischen Ländern miteinbezogen. Diese liegen zwischen 17% und 27% und sehen für die einzelnen Staaten wie folgt aus:

  • Belgien: 21%
  • Bulgarien: 20%
  • Dänemark: 25%
  • Deutschland: 19%
  • Estland: 20%
  • Finnland: 24%
  • Frankreich: 20%
  • Griechenland: 24%
  • Großbritannien: 20%
  • Irland: 23%
  • Italien: 22%
  • Kroatien: 25%
  • Lettland: 21%
  • Litauen: 21%
  • Luxemburg: 17%
  • Malta: 18%
  • Niederlande: 21%
  • Polen: 23%
  • Portugal: 23%
  • Rumänien: 19%
  • Schweden: 25%
  • Slowakei: 20%
  • Slowenien: 22%
  • Spanien: 21%
  • Tschechien: 21%
  • Ungarn: 27%
  • Zypern: 19%

Wie werden Lieferungen innerhalb der EU behandelt?

Im Falle einer innergemeinschaftlichen Lieferung, also einer Lieferung zwischen zwei Unternehmen in unterschiedlichen EU-Ländern, ist diese grundsätzlich steuerbefreit.

Dazu müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein, so muss beispielsweise der gelieferte Gegenstand im Abnehmerland steuerbar sein. Hinzu kommt, dass eine entsprechende Rechnung mit einem Hinweis auf die Steuerbefreiung sowie der Angabe der beiden UID-Nummern ausgestellt werden muss.

Das Gegenteil einer innergemeinschaftlichen Lieferung ist der innergemeinschaftliche Erwerb. Dabei werden Gegenstände von einem anderen EU-Mitgliedsland ins Inland geliefert. Diese unterliegen grundsätzlich der Umsatzsteuer, die jedoch im Rahmen des Vorsteuerabzugs geltend gemacht werden kann. Bei Importen aus Drittstaaten fällt Einfuhrumsatzsteuer an.

Wann muss die Umsatzsteuer abgeführt werden?

Grundsätzlich muss monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung (Saldo aus Umsatzsteuer und Vorsteuer) eingereicht werden. Dies hat bis zum 15. des zweitfolgenden Monats zu erfolgen. An diesem Tag ist auch eine etwaige Zahllast fällig. Unternehmen mit Jahresumsätzen zwischen 30.000 Euro und 100.000 Euro müssen lediglich vierteljährlich eine Umsatzsteuervoranmeldung einreichen.

Ausgewählte Beispiele für Lieferungen innerhalb Österreichs

  • Lieferung von Möbeln: 20% USt
  • Lieferung von Fleisch: 10% USt
  • Lieferung von Rollrasen: 13% USt

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