Unterkünfte in der Wiener City kriegen Konkurrenz – Hotels in Wien

Die deutsche Kette „Motel One“ will in zwei Jahren am Karlsplatz ihr drittes Hotel in Wien eröffnen. Noch in diesem Monat beginnen die Arbeiten am zukünftigen „Motel One Wien-Staatsoper“, die im Juni 2014 abgeschlossen sein sollen. Mit 14.000 Quadratmetern und 400 Zimmern wird am Karlsplatz dann Wiens größtes Hotel stehen.

Drittes Hotel vom selben Betreiber

„Motel One“ betreibt Hotels in Deutschland und Österreich. In Wien hat die Kette bereits einen Ableger am Westbahnhof, ein weiteres Haus am Prater ist noch im Bau. Das Konzept von „Motel One“ besteht in der Kombination von günstigen Preisen und gutem Design, auf hohe Sternewertungen sind die Hotels nicht ausgerichtet.

Das neue Hotel am Karlsplatz wird damit voraussichtlich eine günstige Konkurrenz für die traditionellen Top-Hotels in der Wiener Innenstadt darstellen. Bei der Vorstellung der Pläne wurde ein möglicher Zimmerpreis von 79 Euro pro Nacht genannt. Die Zimmer sollen einheitlich gestaltet und 18 Quadratmeter groß sein.

Jugendstilbau wird nach acht Jahren Leerstand neu genutzt

Das Hotel bezieht einen Jugendstilbau zwischen Elisabethstraße und Friedrichstraße, der seit acht Jahren leersteht. Frühere Mieter des Gebäudes aus dem Jahr 1914 waren unter anderem die Telekom und die ÖBB.

Der geplante Umbau ist das größte Wiener Bauprojekt der kommenden zwei Jahre. „Motel One“ kündigte an, mit der bestehenden Bausubstanz behutsam und angemessen umgehen zu wollen. Mit der für Juni 2014 geplanten Eröffnung wird die Kette voraussichtlich zum zweitgrößten Hotelbetreiber von ganz Wien.

Finanzierung durch private Investoren

Die Sanierungskosten für das Gebäude werden auf 54 Millionen Euro beziffert, die Hälfte des Betrags soll durch private Investoren bereits gesichert sein. Das Projekt wird gemeinsam vom Linzer Unternehmen Ifa AG und der Immovate Projektentwicklungsgesellschaft verwirklicht. Die Vorstellung der Pläne erfolgte erst letzte Woche. Die Kette „Motel One“ wurde 2000 in München gegründet und betreibt bislang insgesamt 39 Hotels nach dem gleichen Konzept.

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