Unternehmen gründen in Österreich – Firmengründung

Im Jahr 2011 wurden in Österreich insgesamt 24.103 neue Unternehmen mit 61.202 Beschäftigten gegründet. Das entspricht einer Neugründungsrate von 5,9 %. Die Selbstständigkeit birgt jedoch immer ein gewisses Risiko in sich.

Faktoren für die Unternehmensgründung

Und es gibt kein allgemeingültiges Rezept, das garantiert, dass ein Unternehmens auf Dauer Bestand haben wird. Viele verschiedene Faktoren spielen beim Abenteuer Unternehmertum eine Rolle. Es kommt nicht allein auf die Persönlichkeit eines Jungunternehmers an, sondern auch auf seine Motivation und Strategien. Die wesentlichen Schritte für eine Unternehmensgründung, Voraussetzungen und Tipps erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Inhalt

Am Anfang steht eine gute Geschäftsidee

Die Geschäftsidee zählt zu den fundamentalen Voraussetzungen, um ein erfolgreiches Unternehmen führen zu können. Diese muss nicht unbedingt bahnbrechend sein. Es ist auch möglich, bereits Bewährtes fortzusetzen, zu erweitern oder zu verbessern.

Wichtig: Begeisterung

Wichtig: Begeisterung

Tipp: Unter http://www.format.at/articles/1336/581/365604/50-geschaeftsideen gibt es als Einstieg 50 tolle Geschäftsideen. Einfach mal inspirieren lassen und weiterdenken. Beim Überlegen der Geschäftsidee sollte man neben der Machbarkeit auch die eigenen Stärken sowie den Markt beachten.

Vor dem Gründen steht die Begeisterung

Entscheidend ist immer, dass ein Unternehmer von seinem Vorhaben überzeugt ist. Es gilt, künftige und potentielle Kunden, Partner und Mitarbeiter für seine Idee zu begeistern. Wer den Nutzen seines Produkts bzw. seiner Dienstleistung vermitteln kann, hat gute Chancen, dass sein Unternehmen auch auf Dauer von Erfolg gekrönt sein wird. Folgende Fragen sollten vor der Unternehmensgründung geprüft werden:

  • Produkt / Leistung: Welchen Nutzen bringt mein Angebot?
  • Kunden: Warum sollen sie ausgerechnet bei mir kaufen?
  • Lage: Wie hebt sich meine Leistung von bestehenden Angeboten ab?
  • Werbung: Wie mache ich Kunden auf mich aufmerksam?
  • Kosten: Wie viel muss und kann ich investieren?

Persönliche und fachliche Voraussetzungen zur Unternehmensgründung

Nicht jeder wird zum Unternehmer geboren. Der Gedanke an die Selbständigkeit mag für zahllose Österreicher verlockend sein, doch das Unternehmertum setzt diverse Voraussetzungen voraus. AlsSelbstständiger ist es vonnöten, sich immer wieder neuen Anforderungen und Aufgaben zu stellen.

Ausdauer, Flexibilität, Kontaktfähigkeit, Motivation, Risikobereitschaft und Konfliktfähigkeit gelten als wichtige persönliche Voraussetzungen.

Für eine erfolgreiche Unternehmensgründung sind oft aber auch fachliche Qualifikationen gefragt. Dazu zählen mitunter Branchenerfahrung, Fachkenntnisse oder auch kaufmännische Grundkenntnisse.

Quelle: https://www.gruenderservice.at/Content.Node/gruenden/Persoenliche-Voraussetzungen/Unternehmertyp/Sind-Sie-ein-Unternehmertyp.html

Finanzierung: Kapitalgeber verlangen meist einen Businessplan

Wenn die Idee steht und oben genannte Voraussetzungen erfüllt werden, gilt es die Finanzierung ins Auge zu fassen.

Nicht jeder Österreicher verfügt über genügend Startkapital. Es gibt aber in jedem Bundesland Anlaufstellen für Unternehmensgründer.

Überblick und Tipps zum Businessplan bietet der Ratgeber der WKO unter http://wkwicfo8.wkw.at/bilder/d4/BusinessPlanHandbuch2010.PDF?1704 , der viele Antworten auf häufige Fragen und Anleitungen beeinhaltet.

Eine Beratung sowie spezielle Informationen können z.B. bei der Wirtschaftskammer (Gründerservice) und beim Land in Anspruch genommen werden. Die meisten Jungunternehmer nehmen Förderungen und / oder Kredite in Anspruch, um ihren Traum realisieren zu können.

In jedem Fall in ein Businessplan vonnöten. Hierbei handelt es sich um ein schriftliches Unternehmenskonzept. Im Businessplan sind alle Schritte enthalten, die der Jungunternehmer zur Umsetzung seiner Geschäftsidee plant. Nahezu alle Kapitalgeber betrachten den Businessplan als Muss. Ein Geschäftsplan umfasst aus betriebswirtschaftlicher Sicht:

  • Visionen
  • Annahmen
  • Markt-Einschätzungen und
  • Prognosen.

Anhand des Businessplans wird die Geschäftsidee in Bezug auf die Realisierbarkeit, die Wirtschaftlichkeit und den Kundennutzen überprüft.

Wie kann der Kapitalbedarf finanziert werden?

Sobald der gesamte Kapitalbedarf ermittelt wurde, stellt sich die Frage, wie dieser finanziert werden kann und soll. Grundsätzlich stehen folgende Wege offen:

  • Eigenkapital: Eigenmittel, Eigenleistungen, informelle Geldgeber, Business Angels, Venture Capital, Börsengang, Gewinnwertpapiere
  • Fremdkapital: Bank, Lieferantenkredit, Kundenanzahlungen
  • Alternative Finanzierungen: Leasing, Factoring
  • Förderungen: Zuschüsse, Haftungsübernahmen, bundesweite Förderungen, landesspezifische Förderungen

Freie und reglementierte Gewerbe in Österreich

Dank EU hat jeder Bürger eines EU-Staates die Möglichkeit, als selbständiger Unternehmer in einem anderen EU-Staat tätig zu werden. Wer vorhat in Österreich eine Firma zu gründen, der muss als erstes herausfinden, ob er in einem freien oder in einem reglementierten Gewerbe tätig wird.

Der Unterschied liegt darin begründet, dass in Bezug auf ein reglementiertes Gewerbe je nach Gewerbe ein besonderer Befähigungsnachweis vorgelegt werden muss (z. B. Meisterprüfung). Wenn derjenige, der das Gewerbe anmeldet, nicht über den notwendigen Nachweis verfügt, so kann er einen gewerberechtlichen Geschäftsführer bestellen, der darüber verfügt. Essentiell ist, dass dieser in der Tat mindestens 20 Wochenstunden im Unternehmen tätig ist.

Gewerbeschein erhalten – Wie kann ich ein Gewerbe anmelden?

Die Anmeldung eines Gewerbes ist, abhängig vom Standort des Betriebes, bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde vorzunehmen. Dabei handelt es sich um die Bezirkshauptmannschaft, das Magistrat oder das magistratische Bezirksamt. Bei manchen reglementierten Gewerben ist ein Unternehmensprüfung Voraussetzung.

Quelle: http://www.selbststaendig-machen.at/unternehmerpruefung-kosten-fragen-und-vorbereitung/

Wenn bei der Anmeldung alle Voraussetzungen erfüllt werden, steht einem sofortigen Arbeitsbeginn nichts im Wege. Bei einigen speziellen Gewerben darf – wie bereits erwähnt – erst mit der Gewerbeausübung begonnen werden, wenn ein rechtskräftiger Erteilungsbescheid vorliegt. Die Gewerbeanmeldung muss folgende Punkte enthalten:

  • Persönliche Angaben: Name, Geburtsdatum, Wohnort, Staatsangehörigkeit
  • Genaue Bezeichnung des Gewerbes
  • Angabe des Standortes.

Folgende Unterlagen sind bei der Gewerbeanmeldung beizulegen:

  • Einzelunternehmen: Reisepass (falls nötig Aufenthaltstitel), Heirats- bzw. Scheidungsurkunde, Unterlagen über akademische Grade, Erklärung über das Nichtvorliegen von Gewerbe-Ausschlussgründen, NEUFÖG-Bestätigung der Wirtschaftskammer, Befähigungsnachweis
  • Gesellschaften: Firmenbuchauszug – nicht älter als sechs Monate, Gesellschaftsvertrag bei Personengesellschaften des Handelsrechts, Erklärung für den Gewerbeanmelder im Fall der Bestellung eines gewerberechtlichen Geschäftsführers
  • Gewerberechtlicher Geschäftsführer: Reisepass (falls nötig Aufenthaltstitel), Heirats- bzw. Scheidungsurkunde, Bestätigung der Gebietskrankenkasse bei Anstellung des gewerberechtlichen Geschäftsführers, Befähigungsnachweis.

Quelle und Details: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/36/Seite.360638.html

Pflichtversicherung nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG)

Ein gewerblich tätiger Einzelunternehmer ist aufgrund einer Gewerbe- oder anderen Berufsberechtigung Mitglied der Wirtschaftskammer und folglich GSVG-versichert. Hierbei handelt es sich um eine Pflichtversicherung nach dem gewerblichen Sozialversicherungsgesetz bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft.

Überblick: Versicherungsumfang und Bemessungsgrundlage

Falls ein Einzelunternehmer nicht Mitglied der Wirtschaftskammer ist, ist er – abhängig von der Höhe ihres Einkommens – auch nach dem GSVG versichert. Der Versicherungsumfang umfasst die Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung. Die Bemessungsgrundlage für die Sozialversicherungsbeiträge ist das im jeweiligen Kalenderjahr erzielte Einkommen. GSVG-Pflichtversicherte sind grundsätzlich nicht arbeitslosenversichert, können sich aber freiwillig versichern lassen.

Gründungsberatung – Beratung für die Selbstständigkeit

voll-durchstartenDie Selbständigkeit und die Firmengründungen, ob 1 Mann/Frau Betriebe oder größer, boomen, das bestätigen die alljährlich veröffentlichten Zahlen der neu gegründeten Betriebe.

Wer die Idee hat, sich mit einer eigenen Firma selbständig zu machen und seine erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten im eigenen Betrieb umzusetzen, der ist gut beraten vorher einige Überlegungen anzustellen.

Gründungsidee – Voraussetzungen für die Gewerbeberechtigung

Von der Idee bis zur Realisierung ist es oft ein breiter Weg, geht es doch vorab zu klären, ob die Ausbildungen und die Erfahrungen ausreichen um auch die entsprechende Gewerbeberechtigung zu erhalten. Wenn das nicht so ist, muss eine weitere Person in die Firma geholt werden, die diese Voraussetzungen für die Gewerbeberechtigung erfüllt.

Dann muss zumindest eine KEG (Kommanditerwerbsgesellschaft) oder OEG (offene Erwerbsgesellschaft) gegründet werden. Es gibt jedoch auch Gewerbe, für die keine Gewerbeberechtigung/Prüfung notwendig ist.

Tipps zum Thema Gründungsidee gibt es auf http://unternehmensfuehrung.uni-graz.at/de/gruenden/gruendungsidee/ zum Nachlesen – Einfach informieren. Wichtig: Kopieren Sie keine fremden Ideen, verbessern Sie etwas/schaffen Sie etwas Neues!

Welche Gesellschaftsform sollte man wählen?

Es stehen noch mehrere Gesellschaftformen, wie z.B. die GmbH. zur Verfügung. Welches Firmenkonstrukt von Vorteil ist, sollte hier eingehend mit einem Steuerberater erörtert werden. Bei Neugründungen können der oder die Gründer auf das NEUFÖG zurückgreifen.

Vorteile durch das NEUFÖG Programm

Dieses Neugründungsförderungsgesetz bringt eine erhebliche Kostenermäßigung und/oder eine Null-Belastung in der Startphase. Beim zuständige AMS (Arbeitsmarktservice) und der WKO (Wirtschaftkammer) als auch im Internet sind Formulare erhältlich bzw. stehen zum Download bereit.

Quelle: http://www.selbststaendig-machen.at/betriebsuebertragung-in-oesterreich-neufoeg-foerderung-gmbh-anteile-uebertragen/

Unternehmensgründungsprogramm beim AMS

Liegt eine Anmeldung als Arbeitssuchende/r beim AMS vor und wird eine Selbständigkeit angestrebt, bietet das AMS die Aufnahme in das Unternehmensgründungsprogramm an. Das hat den Vorteil, dass der oder die potentielle JungunternehmerIn eine Beratung bei einer Beratungsfirma, die mit dem AMS kooperiert, in Anspruch nehmen kann. Details und Voraussetzungen gibt es unter https://gruendungsforum.at/ – Jetzt informieren!

Weiters können erforderliche Qualifikationen, die noch zu erwerben sind, vom AMS finanziert werden. Während dieser Weiterqualifizierungszeit und der Gründungsphase ist die finanzielle Absicherung durch das AMS gewährleistet. Die Teilnahme am Gründungsprogramm dauert im Regelfall 6 Monate kann aber auch überschritten werden.

Finanzielle Absicherung

Finanzielle Absicherung & Unterstützung durch AMS Gründerprogramm

Wichtige Überlegungen zur Selbständigkeit

Bei der Überlegung zur Selbständigkeit ist ein wichtiger Aspekt, der des Standortes, so es sich nicht um ein standortunabhängiges Geschäft (z.B. Internethandel) handelt. Soll ein Laden, eine Liegenschaft gemietet, gepachtet oder gekauft werden, diese Überlegungen sind von großer Bedeutung. Zum Standort gehört auch die Kundenstruktur, welche Kunden will ich ansprechen, wer sind meine potentiellen Kunden, ist in der Umgebung des Standortes genug Potential vorhanden oder muss ich den Umkreis ausdehnen?

Wie sieht es mit der Konkurrenz, den Mitbewerbern aus, gibt es welche, wenn ja, dann sollte der Mitbewerb genau unter die Lupe genommen werden. Wenn nein, warum nicht, sind meine Produkte, Dienstleistungen nicht gefragt? Bei sogenannten Nischenprodukten muss verstärkt Bewusstseinsbildung der Umgebung betrieben werden, hat aber auch den Vorteil konkurrenzlos zu sein.

Eine ganz wichtige Frage soll jede/n potentielle/n Selbständigen beschäftigen: Warum soll der Kunde bei mir kaufen und nicht woanders?

Diese Überlegungen sind im Vorfeld abzuklären und zu analysieren. Beziehen Sie Ihr Umfeld mit ein und fragen Sie Bekannte und Freunde, wie sie darüber denken. Lieber vorher mehrere Meinungen einholen als im Nachhinein eine Entscheidung bereuen oder rückgängig machen zu müssen.

Vorbereitung mit einem Finanzplan

Zur Umsetzung einer Idee gehört ein sehr gut durchdachter Finanzplan. Viele UnternehmerInnen scheitern in den ersten Jahren daran, dass die Eigenkapitaldecke zu gering war und zu viel Fremdkapital geliehen werden musste.

Quelle und Tipps zum Businessplan: http://www.mytoday.at/businessplan-vorlage-worauf-achten-beim-erstellen-und-finanzplan/

Abgesehen davon, dass Banken (Basel III und IV) nur mehr Geld verleihen, wenn die Idee wirklich brillant ist und/oder auch Eigenkapital von mindestens 30 % des zu investierenden Kapitals vorhanden oder durch Eigentum vollständig besichert ist, ist es besser eher auf eigenes Geld zurückgreifen zu können.

Da dies in den wenigsten Fällen gegeben ist, ist es umso wichtiger einen genauen Finanzbedarf zu errechnen.

Gründerservice der WKO nutzen

Das Gründerservice der Wirtschaftskammer stellt hier ein sehr nützliches Tool zur Verfügung: Plan4You Easy Businessplan-Software. Die Software kann am eigenen PC installiert werden und schon kann es losgehen mit der Finanzplanung.

Quelle: https://www.gruenderservice.at/Content.Node/gruenden/GS_Startseite.html

In einigen Bundesländern stehen, je nach geplantem Unternehmen, Förderungen zur Verfügung. EU-Förderungen, Förderungen der Gemeinden, ESF (Europäischer Sozialfond), Umweltförderung und vieles mehr. Hier sollte genauestens recherchiert werden, in welche Kategorie Ihre Firma fällt und welche Förderungen möglich sind.

Vorteile und Nachteile der Selbständigkeit

Der Vorteil der Selbständigkeit, sein/e eigene/r ChefIn zu sein, wird oft von einigen Nachteilen überschattet. Als 1-Mann/Frau Betrieb ergibt sich oft eine Arbeitszeit von 60 Stunden Woche oder mehr.

Das kann zur Belastung der restlichen Familie führen. Sollte man krank werden ist es auch nicht so einfach den Betrieb aufrecht zu erhalten, hier könnten finanzielle Einbußen die Folge sein, denn Sozialversicherungsbeiträge, Rückzahlungen und Steuern müssen laufend bezahlt werden.

Es empfiehlt sich eine Arbeitsausfallversicherung abzuschließen um eventuelle Ausfälle abzufedern. Arbeitet man nicht alleine, sondern im Team und mit Arbeitern und Angestellten, ist es nicht immer leicht das passende Personal zu finden, denn die Personalauswahl ist ein wichtiges Kriterium um die Kundenzufriedenheit sicherzustellen. Zufriedene Kunden sichern guten Umsatz und ein Empfehlungsmarketing ist das, was sich jede/r UnternemerIn wünscht.

Gewerbe anmelden in Österreich

Wer in Österreich ein Gewerbe anmelden möchte, braucht dazu eine Gewerbeberechtigung – den sogenannten Gewerbeschein. Es gibt jedoch Ausnahmen – das sind die freien Gewerbe.

Bei allen anderen Gewerben, etwa einem reglementierten Gewerbe oder auch einem Teilgewerbe, benötigt der Gewerbetreibende einen Befähigungsnachweis. Dieser Befähigungsnachweis ist entweder eine Unternehmerprüfung, eine Meisterprüfung oder auch ein Studienabschluss.

Ist es nicht möglich einen dementsprechenden Befähigungsnachweis vorzulegen, benötigt der Gewerbetreibende einen Geschäftsführer, der eine entsprechende Gewerbeberechtigung besitzt. Des Weiteren ist in Österreich die Vollendung des 18. Lebensjahres ein Kriterium um ein Gewerbe anmelden zu dürfen.

Quelle: https://www.wko.at/Content.Node/Service/Wirtschaftsrecht-und-Gewerberecht/Gewerberecht/Gewerbeanmeldung/Gewerbeanmeldung.html

Was schliesst eine Anmeldung aus?

Ebenfalls dürfen keine Ausschließungskriterien bestehen. Das sind unter anderem Vorstrafen. Die Bezirkshauptmannschaft ist zuständig für eine Gewerbeanmeldung/den Gewerbeschein und somit der erste Ansprechpartner für den Gewerbetreibenden. In Statutarstädten ist es das Magistrat und innerhalb der Bundeshauptstadt Wien das Magistratische Bezirksamt.

Die Gewerbeanmeldung als Einzelunternehmer

Einzelunternehmer haben bei der Anmeldung ihres Gewerbes die Auflage, dass diese detailliert die Bezeichnung des zu eröffnenden Gewerbes angeben. Auch muss der Einzelunternehmen den Standort preisgeben.

Welche Unterlagen brauche ich für die Gewerbeanmeldung?

Für die Anmeldung benötigt der Einzelunternehmer des Weiteren seinen Staatsbürgerschaftsnachweis sowie seine Geburtsurkunde und auch die Heiratskunde (sofern dieser verheiratet ist). Lebt der Unternehmer weniger als fünf Jahre in Österreich, benötigt er einen Auszug aus dem Strafregister. Lebt dieser länger als fünf Jahre in Österreich, benötigt er keinen Auszug aus dem Strafregister.

Wie erfolgt die Anmeldung als Einzelunternehmer?

Ebenfalls muss der Unternehmer, sofern sein Wohnsitz nicht in Österreich ist, einen gültigen Meldezettel vorweisen. Die Anmeldung des Einzelunternehmens erfolgt entweder persönlich vor Ort, per Fax oder per Post. Eine elektronische Übermittlung ist ebenfalls möglich.

Nach der Erfüllung aller Kriterien und Voraussetzungen, kann der Unternehmer mit seiner Tätigkeit beginnen. Er muss jedoch die vollständigen Einlagen seiner Anmeldung bei der zuständigen Behörde abwarten. Einzige Ausnahme: Er eröffnet ein reglementiertes Gewerbe.

Der Jungunternehmer – Förderungen durch NEUFÖG nutzen

Handelt es sich bei der Gewerbeanmeldung um einen Jungunternehmer, fällt dieser unter das Neugründungsförderungsgesetz. Das bedeutet, dass die Jungunternehmer diverser Vorteile und finanzielle Ersparnisse haben. Für ihn fallen weder Stempelgebühren oder Bundesverwaltungsabgaben an. Auch Betriebsnachfolger erleben diverse Vorteile, welche jedoch leicht abgewandelt zum Jungunternehmer sind. Für Jungunternehmer oder Betriebsnachfolger bietet die Wirtschaftskammer immer wieder Informationen an und steht den Personen auch beratend zur Seite.

Das Gewerbe für Gesellschaften und juristische Personen

Ganz egal, welche Rechtsform die Gesellschaft mit sich bringt, ist ein dementsprechender Auszug aus dem Firmenbuch notwendig. Dieser Auszug kann auch über die Gewerbebehörde beantragt sein. Diese kann jedoch eine etwaige Gebühr in Rechnung stellen. Juristische Personen haben bei der Gewerbeanmeldung den Nachweis ihres Bestehens beilegen. Vereine müssen dies über das Vereinsregister, Genossenschaften hingegen über das Firmenbuch bestätigen.

Bei einer Anmeldung einer Gesellschaft oder einer juristischen Person, ist ein gewerbeberechtigter Gesellschafter notwendig. Der gewerbeberechtigte Geschäftsführer hat die Aufgabe, dass er Personaldokumente vorlegt und auch eine Anordnungsbefugnis sowie eine Einverständniserklärung – in schriftlicher Form – beibringt. Steht der Geschäftsführer in einem Angestelltenverhältnis zur Gesellschaft, benötigt er bei der Anmeldung auch eine Anmeldebestätigung der zuständigen Gebietskrankenkasse. Die Behörde hat eine Frist von drei Monaten; in dieser Frist muss müssen alle vorliegenden Dokumente und Schriftstücke eingetroffen sein. Dementsprechend hat die Behörde auch die Pflicht, dass sie den Gewerbetreibenden oder auch den Geschäftsführer dahingehend informiert.

Welche Unternehmensform wählen?

Ein Unternehmen zu gründen ist keine Entscheidung, die man leichtfertig treffen sollte. Ohne Businessplan und Durchblick kann selbst die beste Idee zum Scheitern verurteilt sein. Oftmals fehlt es nicht nur an nötigem Know-how, sondern auch an Ehrgeiz.welche-unternehmensform-waehlen

Als Einzelperson ist man da schnell überfordert und wirft gerne das Handtuch, noch bevor das Projekt richtig starten konnte. Mit einem Geschäftspartner hat man es in vielen Bereichen leichter.

Die Verantwortung und die Kompetenzen werden fair aufgeteilt, gemeinsam zieht man an einem Strang. Doch nicht jeder Unternehmer lässt sich gerne in die eigenen Karten schauen, viele möchten ihre Idee alleine verwirklichen und dann auch alleine den Erfolg genießen. Welcher Typ sind Sie?

Sobald Sie die Entscheidung getroffen haben, dass Sie sich mit einer Idee selbstständig machen wollen, sollten Sie sich schon lange vor der Gründung des Unternehmens die Frage stellen, ob Sie das Projekt alleine durchziehen oder sich auf die Suche nach einem Partner begeben möchten. Beides hat seine Vorteile.

Wann sollte man ein Einzelunternehmen gründen?

Wenn Sie erfahrungsgemäß lieber alleine arbeiten und perfektionistisch veranlagt sind, empfiehlt sich ein Einzelunternehmen. Sie haben freie Hand und müssen sich mit niemandem absprechen.

Außerdem können Sie sich sicher sein, dass die Arbeit zu Ihrer vollsten Zufriedenheit erledigt wird, da Sie sie zum Großteil selbst machen werden. Was Sie verdienen, gehört dafür vollständig Ihnen, Sie müssen den Gewinn mit niemandem teilen. Bei einem Einzelunternehmen sind die Ausgaben sehr überschaubar und die Planung entsprechend einfach, Sie alleine sind als Eigentümer ins Firmenbuch eingetragen.

Welche Vorteile hat eine Gesellschaft?

Doch auch das Gründen einer Gesellschaft hat reizvolle Vorteile. Sie müssen nicht die ganze Arbeit allein bewältigen, sondern können sich die Arbeit teilen und sind dadurch zeitlich wesentlich flexibler. Außerdem wird es finanziell einfacher sein, das notwendige Kapital für eine Unternehmensgründung aufzubringen.

Durch ein gemeinsames Zusammenarbeiten ist es möglich, dass Kompetenzen, die Ihnen eventuell fehlen, durch die zweite Person ergänzt werden. Nicht jeder, der eine gute Idee hat, weiß diese auch umzusetzen, umgekehrt können wirtschaftlich versierte Menschen für praktische Aufgaben weniger geeignet sein. In Österreich reicht es z. B. aus, wenn nur ein Partner eine Gewerbeberechtigung hat. Dies wird bei der Eintragung ins Firmenbuch entsprechend vermerkt.
Auch bei der Entscheidungsfindung ist es grundsätzlich sehr hilfreich, wenn man nicht alleine eine Wahl treffen muss, sondern sich gemeinsam über wichtige Entscheidungen im Betrieb beraten kann. Verschieden Standpunkte machen es besser möglich, eine Geschäftssituation bzw. seine Chancen richtig einzuschätzen. Die Chancen auf eine erfolgreiche Unternehmensführung sind damit deutlich höher als bei einem Einzelunternehmen.

Die zweite Seite der Medaille

Neben den Vorteilen gibt es bei beiden Unternehmensformen auch Nachteile, die zu berücksichtigen sind.
Als Einzelunternehmer ist man zwar vollkommen unabhängig, allerdings bedeutet das auch, dass man alleine die gesamte Verantwortung für die Firma trägt. Vor allem in finanzieller Hinsicht kann das gefährlich werden. Sie haften unbeschränkt mit Ihrem Privatvermögen für die Schulden des Unternehmens, eine berufliche Pleite ist somit auch eine private. Die fehlende Kontrollinstanz, die durch eine Gesellschaft gegeben wäre, könnte oftmals Schlimmeres verhindern. Nicht nur finanziell, sondern auch zeitlich ist man als Selbstständiger kaum flexibel. Eine längere Erkrankung kann zu einem Stillstand und erheblichen finanziellen Einbußen führen. Wenn niemand arbeitet, kommt in logischer Folge auch kein neues Geld herein.
Bei einer Gesellschaft ist das nicht der Fall. Man kann sich zeitliche Freiräume schaffen und bei Bedarf füreinander einspringen. Doch nicht nur bei der Zeiteinteilung, sondern auch bei allen anderen Belangen, wie z. B. Vertragsabschlüssen oder Investitionen, muss man sich mit dem Geschäftspartner absprechen. In seinen Handlungen ist man immer an die Entscheidung der zweiten Person gebunden, jede im Firmenbuch eingetragene Partei hat ein Mitspracherecht. Dadurch wird die Unabhängigkeit wesentlich einschränkt. Sobald mehr als eine Person beteiligt ist, entsteht auch ein Konfliktpotential. Nicht selten hat die Umsetzung einer gemeinsamen Idee schon zu Streit geführt und enge Freundschaften zerstört. Oft war das liebe Geld daran schuld, das man als Gesellschafter mit den anderen Beteiligten teilen muss. Bei Geld hört die Freundschaft oftmals auf!

Sich selbst und anderen vertrauen

Die Idee, gemeinsam mit jemand anderem ein Unternehmen zu gründen, sollte gut überlegt sein. Vor allem die Gründungsjahre, aber auch fehlende Erfolge sind starke nervliche Belastungen, denen nicht jede Freundschaft gewachsen ist. Die Basis für ein Funktionieren ist absolutes Vertrauen und eine professionelle Arbeitsweise. Persönliche Beziehungen dürfen den unternehmerischen Blick nicht trüben. Wichtig ist, dass Sie schon vor der Unternehmensgründung die Kompetenzen und Arbeitsbereiche klären und diese im Idealfall auch schriftlich festhalten.

Begeisterung für eine Geschäftsidee

Die gemeinsame Begeisterung für eine Geschäftsidee kann ein enormer Antrieb sein. Andererseits ist es aber auch möglich, dass man sich gegenseitig hochschaukelt und ob der Euphorie die Bodenhaftung verliert. Eine gemeinsame Zusammenarbeit ist kein Garant für Erfolg, man kann auch eine doppelte Bruchlandung hinlegen.
Wer sein Schicksal lieber nicht in die Hände anderer legen möchte und physisch, mental und finanziell stark genug ist, um ein Unternehmen alleine zu gründen, sollte nicht vor der alleinigen Haftung zurückschrecken. Durch die alleinige Verantwortung sollte man als Selbstständiger aber seine Entscheidungen doppelt gut überlegen. Die fehlende kritische Stimme muss durch eine genaue Planung und ein umfassendes Risikomanagement ersetzt werden.

Tipp: Voraussetzungen prüfen

Ob Sie ein Einzelunternehmen oder eine Gesellschaft gründen sollten, hängt von Ihren persönlichen Voraussetzungen ab. Keine der beiden Gesellschaftsformen ist besser oder schlechter als die andere. Die Entscheidung liegt somit bei Ihnen!

Viele Menschen träumen den Traum von der Selbstständigkeit. Sie stellen sich darunter flexible Arbeitszeiten, hohe Erträge und absolute Unabhängigkeit vor. Doch die Realität sieht meist ganz anders aus. Sein eigener Chef zu sein bedeutet auch, die Verantwortung für alle Entscheidungen zu tragen und für das Unternehmen unentbehrlich zu sein.

Oftmals ist der Traum schon zum Albtraum geworden, viele sind an der Illusion gescheitert. Bevor Sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, sollten Sie es sich deshalb genau überlegen, ob Sie den Anforderungen gewachsen sind. Und noch wichtiger als die Frage ist eine ehrliche Antwort.

Nicht jeder Mensch ist ein Unternehmertyp. Schnell hat man sich überschätzt bzw. den Arbeitseinsatz unterschätzt. Doch steht erst einmal das Startup Projekt, ist ein Zurücktreten meist nur mit sehr hohen finanziellen Einbußen möglich, von der persönlichen Niederlage ganz zu schweigen.

Wenn Sie in Erwägung ziehen, sich selbstständig zu machen und zum Gründer zu werden, sollten Sie nicht nur sich selbst richtig einschätzen und eine Persönlichkeitsanalyse durchführen, sondern auch den Partner, die Familie oder Bekannte, auf deren Ehrlichkeit Sie sich verlassen können, um Rat fragen.

Sich Honig ums Maul schmieren zu lassen ist zwar schmeichelhaft, hat bei einer Entscheidungsfindung aber nichts verloren. Auch eine professionelle Beratung kann die Frage nach einer Existenzgründung beantworten. Immerhin geht es um Ihre und in manchen Fällen auch um die Existenz Ihrer Familie. Unterschätzen Sie die Selbstständigkeit nicht!

Kann ich mir die Selbstständigkeit leisten?

Das ist wohl die wichtigste Frage, die Sie sich bei der Gründung eines Unternehmens stellen sollten. Dabei ist nicht nur der finanzielle Aspekt gemeint, auch wenn er im Vordergrund steht. Prüfen Sie Ihre finanzielle Ausgangslage, indem Sie Ihr aktuelles Guthaben zusammenrechnen und überschlagen, wie viel davon Sie in das Unternehmen direkt investieren können.

Bedenken Sie bei der Planung, dass neben den Kosten für Ihren privaten Haushalt auch noch monatliche Kosten für Ihr Unternehmen anfallen, die Sie unabhängig vom Erfolg oder Misserfolg des Geschäfts auf jeden Fall zahlen müssen. Je nach Betrieb können die Ausgaben erheblich sein. Vor allem für den Anfang ist es wichtig, dass Sie in mauen Zeiten eine ausreichende finanzielle Rücklage haben.

Förderungen für Jungunternehmer

Selbstverständlich können Sie auch einen Kredit in Anspruch nehmen. Vor allem für Jungunternehmer, die einen ersten Einstieg in die Wirtschaft wagen, gibt es diesbezüglich sehr attraktive Förderprogramme. Die finanzielle Spritze am Anfang erhöht in weiterer Folge aber die monatlichen Fixkosten, da sie abbezahlt werden müssen. Um nicht in die finanzielle Bredouille zu geraten, sollten Sie unbedingt einen Finanzberater zu Rate ziehen. Wägen Sie die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben ab und prüfen Sie, ob sie sich die Selbständigkeit finanziell leisten können. Gehen Sie dabei nicht von traumhaften Höchstumsätzen aus, sondern orientieren Sie sich bei der Berechnung lieber an niedrig gewählten Werten. Zu tief zu stapeln bedeutet, vorsichtig zu sein.

Bin ich fit auf allen Ebenen?

Nicht nur in finanzieller Hinsicht müssen Sie sich die Selbstständigkeit leisten können. Auch physisch und psychisch müssen Sie dieser verantwortungsvollen Aufgabe gewachsen sein. Eine gute körperliche Verfassung und Gesundheit ist eine Grundvoraussetzung dafür, um ein Unternehmen gründen und leiten zu können.

Voraussetzungen für die Selbständigkeit

Vor allem dann, wenn Sie keine weiteren Angestellten beschäftigen und die ganze Arbeit an Ihnen alleine hängen bleibt, können Sie sich das Kranksein kaum leisten. Fallen Sie als Arbeitskraft aus, steht auch der Betrieb still und es kommt kein Geld in die Kasse. Während Sie bei einer Anstellung in Krankenstand gehen und in Ruhe Ihre Erkrankung auskurieren können, drängen bei einem Einzelunternehmen stets die liegengebliebenen Arbeitsaufträge. Aus diesem Grund müssen Sie sich unbedingt die Frage stellen: Bin ich körperlich bzw. gesundheitlich für die Selbstständigkeit geeignet?voller-einsatz-unternehmer

Genauso wichtig wie die körperliche ist auch die mentale Gesundheit. Nicht jeder Mensch hat das Zeug zur Selbstständigkeit bzw. zu einer Führungsposition. Es gehören nicht nur viel Willensstärke und Vernunft, sondern auch logisches Denken und Bodenhaftung sowie viele weitere Eigenschaften dazu. Vielen Jungunternehmern wächst die Verantwortung schnell über den Kopf, da sie sie vorab nicht richtig eingeschätzt haben oder in Sachen Ordnung nicht gerade begabt sind.

Wichtig: Überblick und Selbstorganisation

Nur wer den Überblick bewahren kann und auf allen Ebenen, wie z. B. der Planung, dem Marketing, den Steuern, der Personalführung, der Buchhaltung usw., ausreichend versiert ist, wird Erfolg mit seiner Firma haben. Das Wissen über das Produkt alleine reicht nicht aus!
Auch wenn Sie sich selbst diese Aufgabe zutrauen, sollten Sie trotzdem noch einmal bewusst eine ehrliche Bilanz ziehen. Eruieren Sie, ob Sie in der Vergangenheit selbst gesteckte Ziele auch immer erreicht haben und wenn ja, wie. Sollten Sie Projekte oft wieder abgebrochen haben, ist auch die Unternehmensgründung keine gute Idee. Fragen Sie auch Freunde und unabhängige Unternehmensberater oder Ihren Steuerberater danach, was sie von Ihrer Idee, ein Unternehmen zu gründen, halten. In der Wirtschaft gilt ein Grundsatz, der Ihnen bewusst sein muss: Nur die Harten schaffen es an die Spitze.

analyse-markt

Für ein erfolgreiches Unternehmen reicht es nicht aus, eine gute Idee oder ein hervorragendes Produkt zu haben. Man muss auch zur rechten Zeit am rechten Ort sein. Bei einem schlechten Timing kann eine Geschäftsidee von vornherein zum Scheitern verurteilt sein, während sie zu einem anderen Zeitpunkt und mit einer anderen Strategie viel Geld eingebracht hätte.

Für Sie als Unternehmerin ist es deshalb absolut wichtig, eine entsprechende Marktforschung zu betreiben. Wie viele große, auf dem internationalen Wirtschaftsmarkt erfolgreiche Unternehmen beweisen, kann sie über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Nicht umsonst gibt es eigene Marktforschungsabteilungen, die sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigen. Auch wenn es sich bei Ihrem Betrieb nur um ein kleines Unternehmen handelt, sollten auch Sie sich intensiv der Marktanalyse widmen. Ihr Erfolg wird Ihnen Recht geben!

Genauso wie das Erstellen eines Businessplans ist die Marktforschung ein entscheidender Faktor für einen schnellen Erfolg eines neugegründeten Unternehmens und ein dauerhaftes Bestehen.

Der Markt ist nichts Statisches, er befindet sich in einem ständigen Wandel. Nachfrage und Angebot bleiben nie gleich. Darauf müssen Sie mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung unbedingt reagieren. Je schneller, desto besser. Das bedeutet für Sie, dass Sie die Marktentwicklung ständig im Auge behalten und Tendenzen für die Zukunft frühzeitig erkennen müssen.

Erst die Lage checken!

Das Studieren des Marktes sollte bereits lange vor der Gründung eines Unternehmens beginnen. Dabei sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wie ist das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage?
  • Welcher Konkurrenz muss ich mich stellen?
  • Gibt es bereits besonders erfolgreiche Unternehmen mit demselben Produkt? Wenn ja, welches Konzept verfolgen sie?
  • Ist der Markt starken Schwankungen unterworfen?
  • Welche Prognosen können für die Zukunft gemacht werden?
  • Gibt es Marktlücken, die viel Potential bieten?
  • Wie hat sich die Lage in den letzten Jahren entwickelt?
  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Welche Werbemittel werde ich einsetzen müssen bzw. wie erreiche ich mein Zielpublikum?
  • Ist der Markt vielleicht schon gesättigt?
  • Wie kann ich mich von anderen Anbietern abheben?

Marktforschung vor der Gründung

Ein wichtiger Bestandteil der Sammlung von Informationen, die Sie bereits vor der Gründung eines Unternehmens betreiben, ist die Frage nach dem Standort. Sie sollten Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung im Idealfall dort anbieten, wo die Konkurrenz noch nicht war. Informieren Sie sich darüber, ob ähnliche Anbieter in der Umgebung bereits existieren und wenn ja, wie sie sich von ihnen unterscheiden können. Der Standort sollte strategisch gut gewählt sein, und zwar so, dass er ausbaufähig ist.

Über die Grenzen hinausgehen

Marktforschung ist keine einmalige Sache. So lange Sie Erfolg haben möchten, müssen Sie sie ständig betreiben. Dazu gehört z. B. eine genaue Auflistung der Unternehmensentwicklung. Jedes Jahr sollte aufs Neue von einem fähigen Team eine Marktanalyse erstellt werden. Notieren Sie besonders absatzstarke bzw. absatzschwache Zeiten und halten Sie fest, was sie verursacht haben kann. Nicht immer ist die Ursache im Betrieb zu finden, oftmals sind auch äußere Faktoren wie z. B. aktuelle Trends, die allgemeine wirtschaftliche Lage oder auch einfach nur das Wetter ausschlaggebend. Die gewonnenen Informationen sind eine wichtige Grundlage für das anschließende Marketing.
Für eine lückenlose Forschung müssen Sie über die eigenen Unternehmensgrenzen hinausgehen. Informieren Sie sich darüber, wie die allgemeine Marktentwicklung aussieht, ob und wie sich der Kundenstamm geändert hat, welche neue Produkte auf dem Markt sind usw.

Der Kunde bestimmt den Markt

In einer Zeit, in der die Kunden weniger an einen Standort gebunden sind und eine wesentlich größere Auswahl haben, ist die Orientierung am Kunden die größte Voraussetzung für Erfolg. Um herauszufinden, was der Kunde von Ihnen erwartet und wie Sie ihn an sich binden können, gibt es viele Möglichkeiten. Eine der beliebtesten Methoden sind dabei Umfragen. Allerdings müssen Sie damit rechnen, dass vor allem Umfragen, die per E-Mail versendet werden, eine geringe Resonanz bringen.

Sie sind zwar kostenlos, aber immer weniger effektiv, da die Kunden von verschiedenen Seiten damit überschwemmt werden. Soll Ihre Umfrage die Ausnahme sein, können Sie z. B. mit einem Gewinnspiel oder einem kleinen Rabatt beim nächsten Einkauf locken.
In den letzten Jahren hat sich anstelle von Umfragen bzw. Meinungsforschung die raffinierte Art der Marktforschung anhand von Kundenkarten durchgesetzt. Indem Sie mit Rabatten, Geburtstagsrabatten oder Clubvorteilen die Kunden zum Beitreten animieren, verschaffen Sie sich einen Einblick in deren Kaufverhalten. Auch ohne Kundenkarte können über ein Kundenkonto wichtige Daten gesammelt werden.

Die Forschung in fremde Hände geben

Marktforschung ist ein umfangreiches Feld, das viel Potential, aber auch viel Arbeit mit sich bringt. Nicht jedes Unternehmen kann sich die Zeit dafür nehmen. Damit Sie aber trotzdem immer up to date sind und erfolgreich auf dem Markt mitmischen, sollten Sie die Research Arbeit nicht einfach unter den Tisch fallen lassen, sondern stattdessen aus dem Betrieb auslagern.

Wer erledigt die Marktforschung für mich?

Nehmen Sie Kontakt zu einer Firma oder einem Institut auf, das sich auf Marktforschung spezialisiert hat. In Österreich gibt es eine große Auswahl an Anbietern. Ihre professionelle Arbeit umfasst viele Forschungsbereiche, die man als Laie gerne vernachlässigt, wie z. B. das Suchverhalten der User im Internet, die Besuche auf der Homepage und die am häufigsten angeklickten Links, die häufigsten Schlagworte, die in Bezug auf Ihr Unternehmen genannt werden usw.
Marketingberater bzw. Marktforschungsinstitute sind zwar eine recht kostspielige Angelegenheit, verglichen mit dem steigenden Erfolg lohnt sich die Investition meist aber auch.
Wichtig ist, dass Sie dabei den richtigen Anbieter auswählen. Informieren Sie sich über die Leistungen und den Ruf der Firma und vergleichen Sie sie mit anderen Profis. Im Idealfall finden Sie einen Anbieter, der sich auf Ihre Branche spezialisiert hat. Hier schlüpfen Sie in die Rolle des Kunden, weshalb sie auch entsprechend wählerisch sein dürfen!

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