Bitcoin Schweiz: Neues Gesetz gibt mehr Sicherheit

In der Schweiz gibt es eine neue Gesetzesvorlage, die die Rechtssicherheit im Bereich Blockchain-Anwendungen erhöhen will. So soll der Finanzsektor mehr Spielraum bekommen und die Welt der Krypto-Währungen etwas weiter in die Realität rücken.

  • Es ist ein spezielles Anliegen des Schweizer Bundesrates, die Blockchain-Technologien zu fördern und ihnen Rechtssicherheit zu gewähren.
  • Es soll aber nicht, wie in einigen anderen europäischen Ländern, ein eigenes Gesetz geben, sondern nur die Gesetzgebung ausgebaut werden.

Im Schweizer Rechtsrahmen sind bereits jetzt neue Technologien integriert. Die Schweiz sieht sich als führende Standort für Informations- und Kommunikationstechnologien. Dort sind ungefähr 800 Krypto-Unternehmen angesiedelt.

  • Der Kanton Zug wird als Krypto-Valley bezeichnet, weil hier die Hälfte der Schweizer Krypto-Unternehmen angesiedelt sind.

Zwei der Krypto-Unternehmen haben sogar eine Banklizenz. Dies wird im Detail im neuen Gesetzesentwurf geregelt. Insgesamt soll es mehr Freiheiten im Bereich des Blockchain-Gesetzes geben. Die entsprechenden Anpassungen werden sowohl im Zivilrecht als auch im Finanzrecht geregelt.

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Bitcoin in der Schweiz: Gesetze und Innovationen
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Für das Schweizer Recht bedeutet das die Einführung eines Registerwertrechts. So wird auch die rechtliche Grundlage geschaffen für die Tokenisierung von Anlagevermögen wie Aktien oder Schuldscheine. Die Schweiz kann sich bald damit brüsten, den am weitesten entwickelten Privatrechtsrahmen für Kryptowährungen und tokenbasierte Geschäfte zu haben.

Das Besondere am Bitcoin-Ökosystem der Schweiz ist die Fokussierung auf den Faktor Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit spielt also nicht nur in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine Rolle, sondern eben auch am Finanzmarkt.

In den Industrieländern ist es so, dass Verbraucher immer mehr auf die Art und Herkunft ihrer Produkte achten. Bitcoins tragen dazu bei, dass Kunden in den für sie passenden Shops einkaufen können.

Die verantwortungsvolle Investition in Finanzprodukte spielt eine immer größere Rolle auch für Unternehmen. Ethisch richtig zu handeln, zu wirtschaften und gerecht zu entlohnen sind wesentliche Aspekte nachhaltiger Unternehmen.

In der Schweiz gibt es hierfür die Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren, nach denen Unternehmen in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung bewertet werden. Das Bitcoin-System hat inzwischen in der Schweiz schon so weite Ausbreitung erfahren, dass von einem Bitcoin-Ökosystem gesprochen werden kann.

Die Strukturen sind so angelegt, dass durch Bitcoins ein regelrechter Wechselkreislauf entsteht, der eine weitaus höhere Dynamik hat als der normale Geldkreislauf. Um Nachhaltigkeit zu fördern, ist es wichtig, dass Nachhaltigkeitsaktivitäten entsprechend offen gelegt werden.

  • Transparenz wird auch in den einzelnen Elementen der Bitcoin-Systeme gefordert. Auf die ESG-Werte wird auch in den einzelnen Elementen der Bitcoin-Systeme Wert gelegt.

Anleger haben ein steigendes Bewusstsein und damit auch steigende Ansprüche. Unternehmen, die mit oder ohne Bitcoins arbeiten, orientieren sich immer mehr an Standards der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

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