Briefmarken als Geldanlage – Die 10 wertvollsten Marken

Früher waren Briefmarken ein begehrtes Gut unter Sammlern. Im Jahre 2011 wurde ein Stück der berühmten Blauen Mauritius um 900.000 Pfund verkauft. Was die wenigsten Menschen wissen: Nur zwölf Exemplare gibt es davon und alle sind im Besitz der Königshäuser.

Doch auch wenn die Blaue Mauritius eine gute Geldanlage ist, gilt das für den Rest der Marken leider nur für einen kleinen Teil. Um Briefmarken als Geldanlage zu nutzen, benötigt es sehr viel Fachwissen, Gespür, Geduld und auch viel Glück.

Die Wertentwicklung von Briefmarken schwankt stark, da nur noch wenige Menschen die Marken heute noch sammeln. Doch was sollte man dennoch über das Thema wissen? Vielleicht hat man ja ein paar Marken geerbt oder selbst lange Zeit gesammelt?

Die Wertentwicklung der Briefmarken

Anders als es bei Aktien der Fall ist, steigen Briefmarken in ihrem Wert leider nur langsam. Menschen, die Briefmarken als Geldanlage sehen, sollten daher lieber auf besondere Einzelstücke setzen oder sich auf spezielle Gebiete konzentrieren.

Ein früher weit verbreitetes Hobby: Briefmarken sammeln
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SEATTLE, WASHINGTON – MAY 29, 2019: Hand holding tongs and postage stamp are in focus, with stamp stock album in background blurred. The 30 centime stamp was issued in 1949. Top down view.

Viele Exemplare sind in den vergangenen Jahren gefallen, was ihren Wert betrifft. Nur wenige Briefmarken, die selten zu finden sind, konnten an Wert zulegen.

>> Die 10 seltensten/teuersten Briefmarken der Welt – Copyright: LifeFacts

Stanley Gibbons, ein britischer Briefmarken- und Münzhändler gibt jedes Jahr in seinem Katalog Auskunft über Besonderheiten unter den Marken. Herausgegeben wurde der Katalog zum ersten Mal im Jahre 1865. Damit gehört er zum ältesten Briefmarkenkatalog, den es zu finden gibt.

Interessant für Sammler sind gelistete Briefmarken der Jahre 2000 bis 2012, die rund 103 Prozent Rendite erzielten. Der Trend hält auch weiterhin an und zeigt, dass man mit den passenden Marken nach wie vor eine gute Geldanlage haben kann.

In welche Marken sollte man investieren?

Zu einem finanziellen Erfolg können Briefmarken nur dann führen, wenn die Qualität der Marken auch stimmt. Wer die Marken also als Geldanlage sieht, sollte in jedem Fall darauf achten, dass eine vollständige Zähnung vorhanden ist und auch der Stempel eindeutig zu identifizieren ist. Zudem sollte er sauber geschlagen sein.

Besonders wertvolle Exemplare sind beispielsweise Sammlungen von altdeutschen Staaten vor dem Jahr 1871 oder die Marken des Deutschen Reichs bis z7um Jahr 1945. Diese können bis zu 5000 Euro wert sein. Auch Einzelstücke, die aus dem deutschsprachigen Raum stammen und seltene Frankaturen aufweisen wie zum Beispiel Briefe, können bis zu 20.000 Euro wert sein. Natürlich gibt es auch seltene Spezialsammlungen und vollständige Kollektionen, die ebenfalls über 20.000 Euro wert sein können.

Ein wertsteigerndes Exemplar ist beispielsweise die Audrey-Hepburn-Wohlfahrtsmarke. Sie zählt zu den beliebtesten Marken der Welt. Auch „der Schwarzer Einser“ aus Deutschland gehört zu den wertvollsten Marken, die ein besonders beliebtes Sammlerstück sind.

Der Handel mit Briefmarken

Bei Briefmarken ist es nicht so wie bei dem Handeln mit Gold. Sie unterliegen keinen geregelten Marktpreis. Der Wert der Marken ist viel mehr abhängig von aktuellen Trends und Liebhabern.

Wer Briefmarken als Geldanlage nutzen möchte, sollte sich Rat von einem Experten holen. Immer wieder findet man zudem Fälschungen, die von echten Sammlern jedoch sofort erkannt werden.

Heute tauscht man nicht mehr Marke gegen Marke, sondern verkauft die Marken bzw. kauft sie an. Junge Menschen sammeln kaum mehr Briefmarken und ältere Sammler lösen ihre Sammlungen langsam aber sicher auf. Der Markt für Briefmarken schwindet daher.

Darüber hinaus gibt es heute ein Überangebot an Marken, was die Preise natürlich stark fallen lässt. Viele Briefmarken sind daher wertlos und eignen sich nicht als Geldanlage.

Die Preisfaktoren

Wie auch bei allen anderen Gütern richtet sich der Preis stets nach Angebot und Nachfrage. Je höher die Nachfrage ist und je geringer gleichzeitig das Angebot ist, desto höher wird am Ende natürlich auch der Preis sein.

Briefmarken, die eine geringe Auflage von nur rund 100 Stück haben oder sogar noch weniger, sind natürlich besonders interessant. Echte Sammler besitzen meist schon alle bekannten und weitverbreiteten Marken. Sie interessieren sich nur für Marken, die es kaum zu finden gibt und sehr selten sind.

Die meisten Sammlungen sind leider wertlos

Tatsache ist, dass nur rund 15 Prozent der rund 4000 deutschen Briefmarken auch einen Sammlerwert besitzen. Das Sammeln der Marken war das Hobby einer ganzen Generation, die meisten Marken gibt es daher wie Sand am Meer. Nur wenige Sammler trauten sich nach Jahren des Sammelns auch bestimmte Raritäten zu erwerben. Auf den Dachböden der Erben findet man heute kaum noch Überreste davon.

Nur seltene Exemplare sind auf dem Markt gefragt und bei der Bevölkerung zu finden. Diese Marken haben meist bestimmte Motive aus der Geschichte.

Experten befragen

Wer Briefmarken geerbt hat und nun nicht weiß, wie deren Wert tatsächlich ist, sollte sich an einen Experten wenden. Dieser kann meist mit nur einem Blick erkennen, ob die Sammlung interessant und wertvoll ist oder auf dem Markt keine Chance hat.

Zu bedenken ist dabei jedoch, dass der Experte die Sammlung eventuell selbst kaufen möchte und den Wert eventuell daher geringer einschätzen wird als er tatsächlich ist. Wer sich selbst ein wenig erkundigen möchte, findet dazu natürlich im Internet eine gute Möglichkeit. Auf Aktionshäusern wie Ebay kann man oft den Wert seiner eigenen Marken schnell herausfinden. Auch der Michel-Katalog kann weiterhelfen und Auskunft über den Wert seiner Sammlung geben.

Bei besonders wertvollen Marken sollte man sich stets eine zweite Meinung einholen. Dies kann durch Händler oder Auktionshäuser geschehen. Wenn ein Auktionshaus eine Sammlung zur Versteigerung aufnimmt, wird man am Erlös prozentual beteiligt. Ein Auktionshaus erreicht mehr Menschen als man selbst als Privatverkäufer könnte. Den meisten privaten Verkäufern bleibt nur der Weg zu Ebay oder anderen online Portalen, wo sie ihre Ware meist für ein paar Euro loswerden.

Was man über Briefmarken als Geldanlage wissen sollte:

Wer die Marken als Geldanlage sehen will, braucht nicht nur Fachkenntnis, sondern auch viel Geduld und Glück. Unerfahrene Anleger sollte daher lieber die Finger von den Briefmarken lassen.

Die Wertentwicklung schwankt bei Briefmarken enorm. Wertvoll sind nur wirklich seltene Exemplare. Sammlungen und ganze Kollektionen weisen den größten Wert auf. Einzelne Marken sind nur selten wertvoll.

Briefmarken verlieren immer mehr an Wert, da die Nachfrage immer mehr sinkt. Die jungen Menschen sammeln kaum mehr und die ältere Generation löst ihre Sammlung auf oder verstirbt.

Die Marken sollten in jedem Fall in einem Album aufbewahrt werden, damit sie vor Licht und Staub geschützt sind. Je besser die Qualität der Briefmarken ist, desto höher ist in der Regel natürlich auch ihr Wert.

Fazit:Briefmarken sind nicht unbedingt die beste Geldanlage, außer man hat eine ganz spezielle Sammlung. Die meisten Sammlungen, die es zu finden gibt, sind mehr oder weniger Massenware. Heute gibt es nur mehr sehr wenige Menschen, die Briefmarken tatsächlich sammeln.

Die jungen Menschen interessieren sich meist nicht für die bunten Marken und die ältere Generation löst ihre Sammlungen auf oder verstirbt. Die Erben sind nicht mehr an den Briefmarken interessiert und wollen sie so schnell es geht loswerden, weshalb wir es heute mit einem Überangebot zu tun haben.

Dennoch gibt es einige Marken und Sätze, die sehr wertvoll sein können. Briefmarken, die es nur in geringer Stückzahl gibt und somit selten sind, haben nach wie vor einen hohen Wert. Aus diesem Grund sollte man einen Experten hinzuziehen, wenn man eine Sammlung geerbt hat oder mit dem Gedanken spielt, Briefmarken als Geldanlage zu sehen. Auch das Internet kann dabei behilflich sein, den Wert der Marken herauszufinden. Auktionshäuser geben Aufschluss darüber, was manche Marken tatsächlich noch wert sein können und was wirklich nur Massenware ist und somit leider wertlos.

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