Der Kleinstunternehmer in Österreich: SVA und steuerliche Aspekte, Regeln, Grenzen

Wer kann als Kleinstunternehmer angesehen werden?

Als Kleinstunternehmer gelten solche Personen, die eine Einmannfirma haben und deren jährlicher Umsatz 30000 Euro nicht übersteigt. Aus der Einstufung resutieren einige Besonderheiten, die mit dem Status des Kleinstunternehmens zusammenhängen. Wo liegt die Kleinunternehmer Grenze in Österreich 2019? – Jetzt zu aktuellen Regelungen und Details informieren!

Welche Besonderheiten bringt der Status eines Kleinunsternehmers mit sich?

Kleinstunternehmen sind von der Bezahlung der Umsatzsteuer befreit. Deswegen dürfen sie auf ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen. Außerdem reicht es, wenn sie als Nachweis eine einfache Einnahme-Überschuss-Rechnung erstellen.

Einkommennssteuerpflichtig wird der Kleinstunternehmer nur, wenn die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben 11000 Euro überschreitet, wobei die Steuerhöhe dann 36,5 % beträgt. Dies gilt auch dann, wenn der Kleinstunternehmer mehrren selbständigen Tätigkeiten nachgeht und die Summe von 11000 Euro erst durch die Addierung der Einkünfte aus allen selbständigen Tätigkeiten 11000-Euro-Grenze übersteigt.

Stockfoto-ID: 262527346 Copyright: Chaay_Tee/Bigstockphoto.com

Wichtig: Vor dem Start als UnternehmerIn genau informieren!
Stockfoto-ID: 262527346
Copyright: Chaay_Tee/Bigstockphoto.com

Wie wird der Kleinstunternehmer von der Soziaversicherung behandelt?

Auch Kleinstunternehmer werden in die Sozialversicherung aufgenommen. Allerdings werden sie dort als nebenberuflich Selbständige geführt.

Wie sieht es mit Kraknenversicherung der Kleinstunternehmer aus?

Wer nachweisen kann, dass die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben 4743,72 Euro nicht übersteigt, kann die Befreiung von der Kranken- und Pensionsversicherung beantragen. Wer hauptberuflich als Kleinstunternehmer tätig ist, kann die Befreiung schon ab einer Differenz von 6.453,36 Euro beantragen.

Bei einer höheren Differenz muss er die Beiträge zahlen. Was ist noch wichtig zu erwähnen? Wenn der Kleinstunternehmer eine Gewerbeberechtigung hat, dann muss er die Kranken-, Alters- und Unfallsversicherung unabhängig von der Höhe seiner Einkünfte bezahlen. Der Beitrag ist dabei quartalweise zu entrichten. Wichtig ist, dass die ganze Summe des Beitrages im erten Monat des Quartals überwiesen wird. Sollte der Kleinstunternehmer als Künstler eingestuft werden, so kann er einen monatichen Zuschuss von 143,50 Euro für diese Versicherungsarten beantragen.

Was ist mit Förderung der Kleinunternehmer?

Die existiert tatsächlich in Form der Befreiung von manchen Gebühren. Um von dieser Förderung zu profitieren, muss der Kleinstunternehmer sich an eine SVA-Landesstelle wenden. Wenn er das tut, wird er von der Entrichtung der Stempelgebühren befreit.

Außerdem entfällt in dem Fale auch die Notwendigkeit, Verwaltungsabgaben und Steuern zu bezahlen. Weitere Förderungsmöglichkeiten können bei der Stadtverwaltung erfragt werden.

Was ist noch wichtig zu erwähnen?

Viele Kleinstunternhemer gehen auch einer unselbständigen Tätigkeit nach. In dem Falle ändert sich die Grenze, ab der die Einkommenssteur zu entrichten ist. Denn es reichen schon 12000 Euro Einnahmen aus nicht selbständiger Tätigkeit pro Jahr, um steuerpflichtig zu werden.

Bei Einnahen aus der selbständigen Tätigkeit sind es sogar 730 Euro pro Jahr,die die Steuerpflicht begründen. Aber wirklich verpfichtet ist der Kleinstunternehmer nur, wenn seine Netto-Einkünfte (nach Abzug aler Werbekosten) 11000 Euro überschreiten. Ansonsten reicht die Ausfüllung einer Steuereerklärung für das jeweiige Kalenderjahr, um seine Steuerpflicht zu erfüllen.

Besonderheit des Status als Kleinstunternehmer in Übersicht

  • Voraussetzung für die Einstufung: eigenständige Tätigkeit mit einem jährlichen Umsatz von weniger als 30000 Euro
  • keine Umstzsteuerpflicht
  • Einkommenssteuerplficht bei Netto-Einkünften von mehr als 11000 Euro pro Jahr
  • Bei gemischter Tätigkeit muss man seine Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit bereits ab 730 Euro pro Jahr angeben
  • Beiträge zu Versicherungen werden quartalweise entrichtet
  • Bis zu einer Einkünftenhöhe von 6.453,36 Euro kann man eine Befreiung von Versicherungsbeiträgen beantragen
  • Auch die Befreiung von Verwaltungsgebühren und Steurn beantragen
  • Wer eine Gewerbebescheinigung hat, muss Versicherungsbeiträgen unabhängig von der Höhe der Einkünfte bezahlen
  • Wer als Künstler eingestuft wurde, bekommt vom Staat den Versicherungszuschuss in einer Gesamthöhe von 143,50 Euro pro Monat

Deine Meinung ist uns wichtig

*