Die Angst vor dem Coronavirus treibt den Goldpreis

Schon immer ist der Preis von Gold gestiegen, wenn die Angst regiert hat. Dieses Phänomen ist nun wieder zu beobachten. Der Goldpreis steuert pro Feinunze aktuell auf den Wert von 1.700 US Dollar zu. Von dieser Entwicklung profitieren auch die Goldminenfonds. Da stellen sich viele Anleger die Frage, ob es sich jetzt noch lohnt, auf den Zug aufzuspringen und in Gold zu investieren.

Wenn die Unsicherheit innerhalb der Bevölkerung zunimmt, regiert bei den Anlegern die Angst. Dies spiegelt sich dann in ihrem Verhalten wieder, besonders dann, wenn die Hoffnung schwindet, dass die Wertpapiermärkte sich positiv entwickeln. Diejenigen, die zur richtigen Zeit ihr Geld in Gold angelegt haben, profitieren von diesen Situationen, zumindest hinsichtlich ihres Gold-Depotanteils.

  • Aktuell lässt sich genau dieses Szenario beobachten. Der Coronavirus breitet sich von China in die ganze Welt aus. Auf die Anleger wirkt sich dies auf zwei Arten aus. Zum einen machen sie sich verstärkt Sorgen um ihre eigene Gesundheit, zum anderen fürchten sie, dass sich die weltweite Wirtschaft zunehmend negativ entwickeln wird.
  • Die Entwicklung des momentanen Goldpreises ist ein aussagekräftiger Indikator dafür, wie groß die Angst vor dem Virus und einer dadurch verursachten Krise tatsächlich ist. Der Preis pro Feinunze Gold ist nun auf einen Wert von 1.688 Dollar gestiegen.
  • Ein neuer Höchststand seit dem letzten Rekordhoch am 6. Januar des Jahres 2019. Umgerechnet in Euro liegt der Preis für eine Feinunze nun bei 1.520 Euro, ein absolutes Rekord-Hoch.

Gold ist damit als Anlageform so beliebt, wie schon seit langen Zeiten nicht mehr. Profite können dadurch vor allem die Indexfonds verzeichnen, die durch physisches Gold gedeckt sind, die ETFs, doch auch die Kurse der Anteile von Goldminen-Fonds steigen erheblich.

Aktuelle Entwickllung beim Goldpreis beobachten!

Aus einem rationalen Blickwinkel lässt sich dies kaum erklären. Denn natürlich ist das gelbe Edelmetall weder ein hilfreiches Medikament, noch eine Impfung. Einen weiteren Mehrwert produziert das Gold darüber hinaus auch nicht. Im Gegenteil, denn Gold zu lagern kostet Geld.

  • Bei der Motivation der Menschen, die jetzt verstärkt in Gold investieren, handelt es sich um eine defensive Strategie: Diejenigen, die in Gold investieren, tun dies, weil sie von anderen Anlageform Verluste beziehungsweise gar keine Rendite erwarten.
  • Ebenfalls schwindet ihr Vertrauen in das klassische Papiergeld. Daher ist der Preis von Gold schon seit langen Zeiten ein Angstbarometer. Der Ausschlag nach oben ist hier umso stärker, desto geringer die aktuelle Zinslage ist.
  • Aktuell befinden wir uns in einer Zeit der Niedrigzinsen, Banken in Europa zahlen bereits heute Zinsen dafür, dass sie ihr Geld bei der Zentralbank einlagern. Daher ist der Ausschlag des Barometers zur Zeit besonders stark zu spüren.

Lohnt es sich jetzt noch in Gold zu investieren?

Da der Preis des Goldes nun bereits angestiegen ist, stellen sich Anleger natürlich die Frage, ob es sich nun noch lohnt, auf den Zug aufzuspringen. Letztendlich handelt es sich bei dieser Entscheidung aber um eine Glaubensfrage. Schließlich sind die Perspektiven hinsichtliche einer Rendite bei Gold nie gegeben.

Es kann eher als Versicherung verstanden werden, bei der darauf vertraut wird, dass andere Menschen in Zeiten der Krise ebenfalls verstärkt in das Edelmetall investieren.

Allerdings haben für den aktuellen Anstieg des Goldpreises nicht nur die Menschen gesorgt, die sich vor dem Corona Virus fürchten, sondern im großen Maße auch die Zentralbanken. Diese haben im vergangenen Jahr in Summe 650,3 Tonnen Gold gekauft. Dies entspricht einem absoluten Rekordwert in der Geschichte.

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