Haus sanieren & Energetische Sanierung in Österreich – Förderung

Wer sein Haus saniert, profitiert von einer günstigeren Energieversorgung und vom Werterhalt des Hauses.

Seit die österreichische Regierung jedoch die „Sanierungsoffensive“ ins Leben gerufen hat, gibt es für Hausbesitzer – und für Mieter – noch ein Extra-Zuckerl in Form einer Förderung. Noch bis 2016 sind Mittel im Bereich der thermischen Gebäudesanierung vorgesehen. Alle wichtigen Informationen und Tipps für ein erfolgreiches Ansuchen gibt es im folgenden Ratgeber.

Sanierungsoffensive in Österreich bis 2016

Die vom Umwelt- und Wirtschaftsministerium Förderungsinitiative „Sanierungscheck 2014“ in Bezug auf die thermische Sanierung von Wohn- und Gewerbebauten wurde im August 2014 beendet. Grund dafür war die hohe Nachfrage – schon am 11. August waren die Fördermittel ausgeschöpft.

Etwa 17.000 Anträge sind eingelangt, davon betrafen ca. 500 Projekte Gewerbe und Industrie und 16.500 Ansuchen den privaten Wohnbau. Im Schnitt können Antragsteller mit einer Fördersumme von ca. 4.000 Euro rechnen. Mit der Aktion will Österreich bis ins Jahr 2020 die EU-Ziele erreichen und sowohl Treibhausgase reduzieren, als auch Energie einsparen.

Förderung für das kommende Jahr: Sanierungscheck 2015

Alle, die heuer keinen Antrag mehr stellen können, dürfen beruhigt sein. Das Land Österreich wird die Aktion auch im kommenden Jahr 2015 fortsetzen – zu ähnlichen Konditionen wie 2014. Die Sanierungsoffensive 2014 brachte im Vergleich zu den Jahren 2009-2011 noch einmal um 5-10 % erhöhte Förderungen mit.

Die Förderungen werden übrigens einkommensunabhängig gewährt. Interessenten sollten sich also bereits am besten schon jetzt für die neue Förderrunde 2015 vorbereiten. Die Zuschüsse sind heiß begehrt!

Umfassende Sanierung

Umfassende Sanierung

Energetische Sanierung in Österreich – Förderungen

Was wird nun genau gefördert? Und wann muss das Ansuchen gestellt werden? Folgend die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur thermisch-energetischen Sanierung im Land Österreich.
Welche Vorteile bringt die energetische Sanierung nun Hausbesitzern?
● Senkung des Energieverbrauchs und dadurch Kostenreduktion
● Beseitigung vorhandener Bauschäden
● Werterhalt durch Erhaltung der Bausubstanz

Quelle: http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/beitrag/11679862/74837517/

Was wird gefördert?

Bezuschusst werden thermische bzw. energetische Sanierungen von Gebäuden (Haus oder Wohnung), die älter als 20 Jahre sind und das ganze Jahr über bewohnt werden. Ausschlaggebend für die Berechnung des Alters des Gebäudes ist der Ausstellungszeitpunkt der Baugenehmigung, nicht die Fertigstellung des Hauses.
Generell werden Maßnahmen zur Umstellung bestehender Wärmeerzeugungssysteme gefördert, Maßnahmen zur thermischen Sanierung (Dämmungen, Austausch Fenster) und Maßnahmen im Rahmen einer umfassenden Sanierung (Heizungsaustausch + Dämmung).

Ein Überblick der förderungswürdigen Aktionen:

● Dämmung der Außenwände
● Dämmung der obersten und untersten Geschossdecke
● Dämmung des Kellerbodens
● Sanierung und Austausch von Fenstern
● Einbindung von thermischen Solaranlagen
● Einbau von Wärmepumpen
● Umstieg auf Brennwertgeräte
● Sanierung von denkmalgeschützten Häusern

Richtlinien für die Förderung beim Haus sanieren

Welchen Richtlinien die einzelnen Anlagen entsprechen müssen, entnehmen Interessierte dem Förderungsantrag oder dieser Infoseite zur energetischen Sanierung. Es gilt die Klauseln genau zu studieren, da bestimmte Anforderungen erfüllt werden müssen.

Förderungs-Vorgaben für Solar-Anlagen

Installing Solar Panels

So werden z. B. Solaranlagen nur ab 20 m2 Kollektorfläche gefördert, außerdem müssen die Anlagen der Solar-Keymark-Richtlinie genügen. Auch werden z. B. Solaranlagen zur reinen Warmwasseraufbereitung nicht gefördert, da es sich nicht um eine Maßnahme zur thermischen Sanierung handelt. Da die Zuschüsse womöglich nur bis 2016 bestehen, bietet sich eine umfassende Sanierung an.

Welche sind die Voraussetzungen für einen Beitrag?

Voraussetzung, um überhaupt um eine Förderung ansuchen zu können, ist der Energieausweis. Dieser muss im Voraus erstellt werden und muss bereits vorliegen. Ausnahmen gibt es bei denkmalgeschützten Gebäuden. Wichtig für das Ansuchen ist auch, bereits einen Kostenvoranschlag eines Unternehmens in der Hand zu halten.
● Haus muss mindestens 20 Jahre alt sein
● Wohnung oder Haus müssen das ganze Jahr über bewohnt werden
● Nutzfläche muss mindestens 22 Quadratmeter betragen
● Energieausweis muss vorliegen (Ausnahmen bei denkmalgeschützten Bauten)
● Kostenvoranschlag eines befugten Unternehmens für die jeweilige Sanierungsmaßnahme
Übrigens: Nur die Materialien werden nicht gefördert. Die Sanierung kann also nicht selbst durchgeführt werden.

Wer kann um eine Förderung ansuchen?

Alle Hausbesitzer im Land Österreich, die ihr mindestens 20 Jahre altes Gebäude oder eine ihrer Wohnungen einer energetischen Sanierung unterziehen möchten und die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, können sich um die Förderung bemühen.

Quelle: http://news.immowelt.at/finanzierung/artikel/2249-energetische-sanierung-wer-bekommt-eine-foerderung.html

Wo und wie kann um Förderungen angesucht werden?

Der auszufüllende Förderungsantrag ist in den Filialen von Bausparkassen und bei Energieberatern erhältlich. Außerdem können die Ansuchen auch online heruntergeladen werden, z. B. auf der Internetseite der Wüstenrot. Dort kann anschließend zwischen dem Antrag für ein Ein-/Zweifamilienhaus oder eine Einzelwohnung und dem Gesuch für mehrgeschossigen Wohnbau gewählt werden.

Förder-Antrag genau prüfen

Förder-Antrag genau prüfen

Dem ausgefüllten Antragsformular müssen noch folgende Beilagen hinzugefügt werden:
● Kopie des Energieausweises
● Kopie des Kostenvoranschlags für die Sanierungsmaßnahmen
● Kopie des Grundbuchauszugs des jeweiligen Hauses
● Baubehördliche Bewilligung (falls nötig)

Das gesamte Ansuchen muss nun, zusammen mit der Kopie des Ausweises, beim Energieberater oder der Bausparkasse abgegeben werden. Das Ansuchen wird nun von der KPC, der Public Consulting GmbH, geprüft. Wird das Gesuch angenommen, erhält der Antragsteller nach dem positiven Schreiben mit der Post eine Beurteilung (z. B. von der Bausparkasse). Dort wird dem Gesuchsteller die voraussichtliche Höhe der Förderung mitgeteilt.

Wie hoch ist die Förderhöhe?

● 20 % der förderfähigen Kosten (maximal 5.000 Euro)
● 30 % der förderfähigen Kosten, wenn zusätzlich der Heizwärmebedarf auf klima:aktiv-Standard reduziert wird (maximal 6.000 Euro)
● 2.000 € Bonus für umweltfreundliche Heizung (Pellets, thermische Solaranlage, Wärmepumpe)
● 500 € Bonus für Holzfenster
● 2.000 € Bonus für Sanierung von denkmalgeschütztem Gebäude

Aktuell kann nur von den Zuschüssen des Jahres 2014 ausgegangen werden, es ist allerdings anzunehmen, dass die Förderhöhe für das Jahr 2015 in etwa dieselbe bleibt. Der Staat übernimmt bei umfassenden Sanierungen bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Das Limit liegt bei 5.000 €.

Wird der Heizwärmebedarf auf den klima:aktiv Standard reduziert, werden bis zu 30 % der förderfähigen Kosten übernommen – dabei liegt das Limit bei 6.000 €.
Dabei gibt es noch zusätzliche Förderungen für alle, die gleichzeitig mit der thermischen Sanierung, also der Dämmung, auch auf umweltfreundliche Heizungen umstellen, z. B. auf eine thermische Solaranlage oder aber auf Wärmepumpen oder Pelletöfen. Diese Hausbesitzer erhalten zusätzlich 2.000 €. Ein weiteres Zuckerl von 500 € gibt es für alle, die auf Holzfenster setzen. Und wer ein denkmalgeschütztes Gebäude saniert, erhält zusätzlich noch einmal 2.000 € an Bonus.

Wann muss angesucht werden?

Es empfiehlt sich gleich zu Beginn des Jahres, nachdem die Weiterführung der Sanierungsoffensive publik gemacht wird, den Antrag zu stellen. Weil die verfügbaren Mittel begrenzt sind, kann der Topf im Sommer bereits ausgeschöpft sein. Mit der Suche nach der passenden Handwerksfirma sollte also rasch begonnen werden.

Wann wird der Förderungsbetrag ausbezahlt?

Die Umsetzung der geförderten Maßnahmen muss sechs Monate nach der Zusicherung begonnen werden.

Die Arbeiten dürfen höchstens drei Jahre dauern und müssen bezahlt werden. Damit schlussendlich die Auszahlung der staatlichen Beiträge erfolgt, muss man die Endabrechnung mitsamt allen Rechnungen der beauftragten Handwerksunternehmen an die zuständige Kommunalkredit Public Consulting GmbH weiterleiten.

Wichtig: Angebote vergleichen

Wichtig: Angebote vergleichen

Auch eine Bestätigung des Energieberaters, dass alle Maßnahmen gemäß dem Energieausweis durchgeführt wurden (Fensterprüfbericht, Kaminbefund etc.), muss übermittelt werden. Nachdem die Rechnungen geprüft wurden, wird der Förderbetrag direkt auf das Konto des Antragsstellers ausbezahlt.
Die Fördersumme bzw. der Sanierungsscheck wird also erst nach dem Abschluss der Arbeiten ausbezahlt.

Wie hoch sind in etwa die Kosten für eine Sanierung?

Folgend ein kurzer Überblick:
● Dämmung der obersten Geschoßdecke: ca. 30-50 Euro pro m2
● Dämmung der Fassade: 80-180 Euro pro m2
● Dachdämmung: 90-130 Euro pro m2
● Dämmung der Innenwand: 40-70 Euro pro m2
● Dämmung des Kellers: 30-45 Euro /m2

Quelle & Tipps zum Sanieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Energetische_Sanierung

Gibt es noch andere Fördermöglichkeiten für die energetische Sanierung abseits des Sanierungsschecks?

Was ist eine thermische Sanierung?

Unter energetischer Sanierung, die auch als thermische Sanierung bezeichnet wird, wird die Modernisierung eines Gebäudes zum Zwecke einer Minimierung des Energieverbrauchs verstanden. Darunter fallen Warmwasser, Heizung und Lüftung. Die Sanierungsoffensive des Staates konzentriert sich zum einen auf die Dämmung, zum anderen auf die Minimierung der Heizenergie.

Doch auch die einzelnen Bundesländer vergeben zusätzliche Förderungen, z. B. für Ökostromanlagen oder Solarthermie. Es sollte das zuständige Amt des jeweiligen Bundeslandes konsultiert werden, um die genauen Beiträge zu erfahren.
Aktuell gibt es in den meisten Bundesländern – neben den oben bereits aufgezählten Zuschüssen – auch Beiträge für:
● Biomassenheizanlagen
● Öko-Strom (z. B. Biogasanlage)
● Fernwärmeanschluss

Zusätzlich gibt es in einigen Bundesländern noch andere Förderungen, die im Rahmen der Wohnbauförderung realisiert werden:

● Öko-Förderung
● Photovoltaik-Beitrag
● Zuschüsse für die Dachbegrünung

Wie unterscheiden sich die österreichischen und deutschen Beiträge für die energetische Sanierung?

Die aktuelle österreichische Beitragsvergabe für die energetischen Maßnahmen dient auch dazu, die EU-Klimaziele für 2020 in greifbare Nähe rücken zu lassen. Auch andere europäische Ländern müssen die Ziele erreichen – und greifen dabei auf monetäre Anreize zurück.

KfW Förderung in Deutschland

Auch in Deutschland wurde die KfW-Förderung zur energetischen Sanierung erhöht – es ist eine jährliche Erhöhung des 1,5 Mrd. Etats um 300 Millionen pro Jahr vorgesehen. Dadurch sollen Hausbesitzer ihre Häuser und Wohnungen unkompliziert und relativ unbürokratisch auf den neuesten energetischen Stand bringen können. Dabei sieht diese flächendeckende Förderung, die alle Bundesländer abdeckt, relativ ähnlich aus wie in Österreich.
Subventioniert werden:
● Einzelmaßnahmen für Wohnungen und Häuser: Förderung von 10 % der Investitionssumme (max. 5.000 Euro)
● Effizienzhäuser werden mit 25 % bezuschusst (max. 18.750 Euro).

Kommentare

  1. Gussmagg Anita meint:

    Frage: Wird auch nur der Austausch der Hauseingangstüre (von Kunststofftüre in Holztüre massiv)
    gefördert?
    Ich bitte um eine Antwort – danke und freundliche Grüße Anita Gussmagg.

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