ETFs: Warum sie bei Einsteigern so beliebt sind?

Aktieninvestments sind in den letzten Jahren zunehmend wichtiger geworden. Viele Einsteiger entscheiden sich für börsengehandelte Geldanlagen aufgrund der deutlichen Zinsabschläge, die Bankeinlagen in der Vergangenheit hinnehmen mussten.

Europaweit wirkt sich die Niedrigzinspolitik der EZB aus. Zu spüren bekommen diese Sparer, bei denen nach Abzug der Steuern auf Kapitalerträge und Inflation häufig kein großes Plus mehr übrig bleibt.

Fonds werden von vielen Börsen-Neulingen als willkommener Einsteige angesehen. Die Verwaltung übernimmt das Fondsmanagement, Anleger müssen sich um die Portfoliozusammensetzung nicht weiter kümmern.

Wichtig: Aktuelle Kurse verfolgen

Aber: Investmentfonds sind vergleichsweise teuer. Zudem ist die Performance sehr stark vom Fondsmanagement abhängig. ETFs – börsengehandelte Indexfonds – sind vor diesem Hintergrund zunehmend beliebter geworden. Wo liegen die Gründe hierfür?

ETFs sind günstiger als Fonds

Klassische Investmentfonds mit aktiver Fondsverwaltung gibt´s nicht umsonst. Beim Erwerb der Fondsanteile werden Ausgabeaufschläge fällig. Deren Höhe variiert mit der Fondsart. Parallel muss im Hinterkopf behalten werden, dass Verwaltungsgebühren und Aufwandsentschädigungen fällig werden. Die Gesamtkostenquote kann hier schnell jenseits der 2-Prozent-Marke liegen.

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ETFs schneiden in diesem Bereich günstiger ab. Die Kosten liegen meist im Bereich zwischen 0,2 Prozent bis 0,5 Prozent. Ein Grund: Die ETFs werden nicht aktiv, sondern passiv verwaltet. Der Fonds bildet einen Index ab.

Einen Überblick über Chancen, Vorteile und Details zum Thema Exchange Traded Funds, kurz ETF bietet https://www.trend.at/geld/etf-investieren-index-8365684 zum Nachlesen an.

Damit orientiert sich die Zusammensetzung des Fonds nicht an den Entscheidungen der Fondsmanager, sondern am Markt. In die Betrachtung der Kosten einfließen müssen allerdings nicht nur die reinen Fondskosten. Auch die Depotkosten spielen eine Rolle. Informationen, welche Broker einen günstigen Handel mit ETFs erlauben, finden Anleger hier.

ETFs erlauben eine große Streuung

Indexfonds setzen auf ein breites Portfolio aus verschiedenen Aktien. Die Skalierung lässt sich in diesem Bereich sehr weit treiben. ETFs, denen der Deutsche Aktienindex (DAX) zugrunde liegt, beinhalten mehrere Dutzend Titel.

Bildet der ETF einen globalen Index ab, ist die Streuung meist noch einmal deutlich größer. Warum ist dieser Aspekt für Anfänger wichtig? Aktienkurse kennen nicht nur eine Richtung, es kann auch mal nach unten gehen.

Ein gut durchmischtes Portfolio ist so aufgestellt, dass sich diese Schwankungen ausgleichen. Ein Effekt, welcher mit der Risikostreuung erreicht wird. Im Idealfall setzt sich das Portfolio aus Werten in verschiedenen Märkten zusammen.

ETFs sind einfach zu handhaben

Einsteiger an der Börse reagieren zurückhaltend – und tun sich nicht selten mit Anlageentscheidungen schwer. Ein Grund ist die fehlende Erfahrung im Hinblick auf die Chart-Analyse. Um hieraus Anlageentscheidungen abzuleiten, ist neben dem nötigen Know-how auch Erfahrung gefragt.

Bei Aktien oder anderen Wertpapieren machen sich Fehlentscheidungen schnell bemerkbar. ETFs sind in diesem Zusammenhang deutlich einfacher in der Handhabung. Anleger investieren hier nicht in Einzeltitel, sondern Indizes, die Märkte abbilden.

Das Risiko, durch mehrere Under-Performer eine negative Performance im Portfolio zu akkumulieren, wird auf diese Weise deutlich reduziert, was Anlageentscheidungen deutlich einfacher macht. Wichtig: Im Gegenzug machen sich bei ETFs Werte nicht bemerkbar, die eine Performance oberhalb des Durchschnitts erreichen.

ETFs werden börsengehandelt

In der Bezeichnung Exchange Traded Fund steckt ein Teil der Erklärung, warum ETFs sich einer solchen Beliebtheit erfreuen. Deren Anteile werden über die Börsen gehandelt. Bedeutet: Der Anleger kann Fondsanteile nach Belieben kaufen oder verkaufen.

Damit sind die ETFs ein flexibles Anlageinstrument, das nicht an Mindesthaltefristen oder ähnliches gebunden ist. Hieraus ergibt sich natürlich der Vorteil, sich für den Fall einer nicht wunschgemäßen Performance des ETFs wieder vom Fonds trennen zu können.

ETFs lassen sich in Sparpläne integrieren

Der Handel mit börsengehandelten Indexfonds wird heute von vielen Wertpapierbrokern unterstützt. Anleger haben hier nicht nur die Chance, größere Summen auf einmal zu investieren. Mit ETFs lassen sich Sparpläne abschließen – sprich Kapitalanlagen, in die monatlich kleine Beträge investiert werden.

Dabei profitiert der Anleger vom Durchschnittskosteneffekt. In Zeiten steigender Kurse werden nur wenige Anteile erworben, sinken die Kurse, landen mehr ETF-Anteile im Sparplan. Dieses Instrument ist für Anleger interessant, die Kapital kontinuierlich aufbauen wollen. Die Höhe der Mindestsparplan-Rate variiert von Broker zu Broker. In einigen Fällen lassen sich Anteil bereits mit 25 Euro pro Monat in den Sparplan übernehmen.

Mit ETFs von Dividenden profitieren

Da ein Indexfonds den Verlauf der Indizes nachbildet, stecken in dessen Portfolio Aktienwerte. Und für Aktien gibt es Dividenden. Diese fließen zwar nicht kontinuierlich, sondern entsprechend der Entwicklung des jeweiligen Unternehmens.

Anleger mit ETF-Anteilen können von diesen Gewinnausschüttungen profitieren.
Einige ETFs schütten gezahlte Dividenden direkt an Anleger aus. Andere Fonds verzichten hierauf – und legen das zusätzliche Kapital an. Wiederanlegende (thesaurierende) ETFs erzielen so einen höheren Ertrag.

ETFs sprechen nicht nur Einsteiger an

Börsengehandelte Indexfonds tauchen in Anlageempfehlungen mit steter Regelmäßigkeit auf. Die Vorteile machen diese Form des Fonds nicht nur für den Beginner interessant. Auch versierte Anleger können von ETFs profitieren.

Gerade der Mix aus Wertzuwachs und Stabilität macht dieses Instrument durchaus interessant. Zugute kommt ETFs in diesem Zusammenhang das umfassende Spektrum an Branchen und Märkten, die mit deren Hilfe abgebildet werden können. Als Beimischung im Portfolio eigenen sich börsengehandelte Indexfonds für unterschiedlich ausgerichtete Anlegertypen.

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