Feststellung einer Schwerbehinderung in Deutschland – Worauf achten?

Definition
Als Behinderung werden eine oder mehrere Schädigungen bzw. Beeinträchtigungen einer Person klassifiziert. Als schwerbehindert werden solche Personen bezeichnet, deren Grad der Behinderung (GdB) mindestens 50% beträgt. Demnach kann eine Behinderung bzw. schwere Behinderung nur individuell unter der Berücksichtigung des Einzelfalles festgestellt werden.

Antrag
Voraussetzung zur Feststellung einer Schwerbehinderung ist, dass die entsprechende Person ihren Wohnsitz, ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder ihre Beschäftigung rechtmäßig in Deutschland hat.

Zunächst muss eine Schwerbehinderung von einem Arzt festgestellt worden sein. Eine entsprechende ärztliche Bescheinigung sollte zusammen mit einem formlosen Schreiben an die entsprechende zuständige Kommunalverwaltung oder dem Versorgungsamt geschickt werden. Anschließend wird das entsprechende Amt einen amtlichen Antragsvordruck an den Antragsteller versenden, der ausgefüllt zurückgesandt werden muss. Weitere Unterlagen, wie beispielsweise Gutachten, werden im Normalfall direkt vom behandelnden Arzt angefordert. Nach einer Wartezeit von bis zu einem Monat wird dem Antragsteller bei Bewilligung der entsprechende Schwerbehindertenausweis zugesandt.

Gültigkeit

Im Normalfall beläuft sich die Gültigkeit eines Schwerbehindertenausweises auf 5 Jahre, beginnend vom Monat der Ausstellung an.
Bei Kindern unter 10 Jahren ist die Gültigkeit bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres befristet.
Bei Kindern über 10 Jahren beläuft sich die Gültigkeit des Ausweises bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres.
Bei einer Entschädigungsberechtigung nach § 28 Bundesentschädigungsgesetz (Merkzeichen: EB) oder einer Versorgungsberechtigung nach dem Soldatenversorgungsgesetz, dem Opferentschädigungsgesetz oder einem anderen Nebengesetz zum BVG (Merkzeichen: VB) ist die Gültigkeit des Schwerbehindertenausweises auf maximal 15 Jahre begrenzt.

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