Geld spenden in Österreich – Die besten Möglichkeiten

Von der Hunger- und Katastrophenhilfe bis zum Umweltschutz – viele extrem wichtige Projekte auf der Welt funktionieren nur durch Geldspenden. Sie werden von großen, bekannten und renommierten Organisationen eingesammelt, denen wir vertrauen können. Daneben existieren etwas weniger bekannte Verbände, deren Kampagnen ebenfalls unsere Unterstützung verdienen. Wir wollen an dieser Stelle einige dieser kleinen, aber auch große und prominente Projekte vorstellen, für die es sich lohnt zu spenden. Sie nutzen weniger privilegierten Menschen oder unserem Planeten.

Clean Clothes Campaign (©)

Bei der Kampagne für saubere Kleidung geht es um faire Arbeitsbedingungen für die ArbeiterInnen in der Textilindustrie.

Der Name ist eine Metapher für eine menschenwürdige Produktion. Es handelt sich hierbei um ein Netzwerk, zu dem sich 23 Trägerorganisationen zusammengeschlossen haben.

Darunter befinden sich unter anderem:

  • Christliche Initiative Romero
  • Inkota-Netzwerk
  • Terre des Femmes
  • Südwind-Institut

Die Kampagnenarbeit hat zum Ziel, die Textilproduktion sozialverträglich zu gestalten. Dabei geht es vor allem um Näherinnen in südlichen Ländern (Südostasien, Afrika), die vielfach unter unmenschlichen Bedingungen schuften, damit Menschen der westlichen Welt Kleidung zu Spottpreisen einkaufen können.

Clean Clothes Campaign appelliert einerseits an die Unternehmen, die Arbeitsbedingungen fairer zu gestalten, andererseits unterstützt die Kampagne direkt die TextilarbeiterInnen vor Ort in den Produzentenländern.

Sie setzt sich unter anderem auf sinnvolle Weise dafür ein, dass die Opfer der häufigen Fabrikunglücke angemessen entschädigt werden. Auch kämpft sie für Löhne, die zum Leben reichen, für bessere Arbeitsbedingungen und für einen ausreichenden Arbeitsschutz in der Schuhindustrie. Spendengelder fließen ohne großen Verwaltungsaufwand direkt in die Projekte von Clean Clothes Campaign. Am meisten interessieren sich Menschen- und, Frauenrechtler, Konsumkritiker und Verfechter eines fairen Handels für dieses Netzwerk, die gern so viel spenden können, wie sie möchten.

Die österreichische Webseite ist www.cleanclothes.at.

SOS – Save Our Seeds ©

Eine sinnvolle Geldspende kann auch an SOS gehen. Die Organisation setzt sich für ein reines, gentechnisch nicht verändertes Saatgut und die weltweite Saatgutvielfalt ein. Gegenüber gentechnischen Verunreinigungen vertritt die Organisation einen „Nulltoleranz“-Standpunkt.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in Europa, wo es noch möglich ist, die Gentechnik im Agrarsektor – eine unkontrollierbare Risikotechnologie – per Gesetz zu unterbinden. SOS will ihren Einsatz dauerhaft verhindern.

Das soll neben der gentechnikfreien Landwirtschaft gleichzeitig die vielfältigen Pflanzenarten erhalten. Es handelt sich bei SOS um eine Initiative, welche die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gründete und die inzwischen von 300.000 Menschen und rund 300 Organisationen unterstützt wird.

Wiederum kann jedermann so viel Spenden, wie er erübrigen kann. Am häufigsten interessieren sich für das Projekt Gegner der Gentechnik, Unterstützer einer ökologischen Landwirtschaft und Naturliebhaber. Webseite: saveourseeds.org/int/austria.

Hilfsgüter an UNICEF spenden

UNICEF (Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen) hat einen Spendenshop eingerichtet, wo Ihr konkrete Hilfsgüter selbst auswählen könnt. Dafür sind dann Geldspenden sinnvoll. Es gibt die Hilfsgüter in verschiedenen Kategorien und zu unterschiedlichen Preisen.

Stockfoto-ID: 275945104 Copyright: ilixe48, Bigstockphoto.com

Wichtig: Wählen Sie einen Spendenempfänger der zu Ihren Vorstellungen passt!
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Kinder benötigen Kleidung, Schulbücher, Impfstoffe, Spielzeug und vieles mehr. Eines der Projekte heißt „Schule in der Kiste“ und ermöglicht den Lehrern in Krisengebieten einen improvisierten Unterricht. Eine Kiste genügt für 40 Kinder.

Es ist eine stabile Metallbox mit diversen Unterrichtsmaterialien, darunter Schulhefte, eine aufblasbare Weltkugel, Stifte und Radiergummis, ein kurbelbetriebenes Radio (Akkuaufladung per Hand) und eine Uhr.

Die Lehrer können den Deckel der Metallkiste als Tafel verwenden. Das ist nur eines von vielen UNICEF-Projekten, das wir direkt spenden können. Es ist wie alle anderen Hilfsgüter auch als Geschenk erhältlich, dazu gibt es eine Spendenurkunde. Diese eine Spende kostet 180 Euro, doch es gibt diverse andere Hilfsgüter schon für sehr kleine Eurobeträge, darunter Schulbücher und -rucksäcke schon ab drei Euro und Fleecedecken ab sechs Euro.

Auf den tadellosen Namen von UNICEF können wir uns verlassen, die Spenden werden genau für den beschriebenen Zweck verwendet. Hierhin spenden gern Eltern, Lehrer (die sich mit weiteren Aktionen für die Kinder einsetzen können), Menschenrechtler sowie Kinderrechts- und Bildungsaktivisten.

Webseite: unicef.at

CARE-Paket

Im Jahr 1945 wurde die Organisation CARE gegründet, sie sollte den vom Krieg schwer getroffenen Europäern – darunter vorrangig den Österreichern und Deutschen – mit Lebensmitteln aushelfen (CARE-Pakete).

Das Kürzel CARE heißt „Cooperative for Assistance-and Relief Everywhere“ = Kooperative für die Hilfe und Unterstützung überall.

Heute ist die private Hilfsorganisation vor allem für Bedürftige in Asien, Afrika, Lateinamerika und immer noch in Europa tätig. Insgesamt wirkt sie in 94 Ländern, wo sie unter anderem auch die Katastrophenhilfe unterstützt. CARE verfolgt neben der reinen Hilfe bestimmte ethische Ziele, zu denen die Gleichberechtigung der Frauen gehört. Frauen und Mädchen fördert sie besonders in denjenigen Ländern, wo eine große Benachteiligung herrscht.

Ein weiterer besonderer Schwerpunkt von CARE ist die gesunde Ernährung von Kleinstkindern. Sinnvolle Spenden an CARE sollten etwa ab 50 Euro beginnen, die schon fünf mangelernährten Kindern die Basis für einen Monat medizinischer Behandlung und ausreichender Nahrung bieten würden.

Für einen Betrag von 120 Euro stellt die Organisation immerhin 8.000 Liter aufbereitetes Trinkwasser bereit. Österreicher und Deutsche spenden an CARE auch aus einem soliden Geschichtsbewusstsein heraus: Die Organisation setzte ein aktives Zeichen der Vergebung, als sie nach dem Krieg den vom Hunger geplagten Menschen in beiden Ländern half, die doch zuvor dem Nationalsozialismus die Steigbügel gehalten hatten.

Des Weiteren spenden an CARE diejenigen Frauen und Männer, denen die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Unterstützung von Kindern in Krisengebieten am Herzen liegt. Webseite: www.care.at

Österreichische Albert Schweitzer Gesellschaft

Die ÖASG unterstützt gemeinsam mit Partnerorganisationen die Werke des Forschers, Arztes, Musikers und Philanthropen Albert Schweitzer. In seinem Sinne arbeitet sie für Menschen auf der ganzen Welt. Hierfür wurden seit 1984 Hilfsaktionen in bislang 35 Ländern gestartet, unter anderem in Albanien, im Irak, in Indien, Malaysia, Rumänien, Mexiko und viele weiteren Staaten der Erde, in denen die öffentliche Unterstützung für bedürftige Personen unterentwickelt ist.

Die Hilfe fokussiert den Ideen von Albert Schweitzer entsprechend auf Arzneimittel, medizinische Geräte und Hilfsmittel sowie Trinkwasseraufbereitungsanlagen. In Österreich unterstützt die ÖASG Personen, welche alte und kranke Menschen pflegen.

Zur Unterstützung gehören auch Stipendien für Umschüler zur Alten- und Krankenpflege. Mitarbeiter der ÖASG organisieren und betreuen zudem Selbsthilfe–Gesprächsgruppen für Menschen nach dem Verlust eines Angehörigen. Ein weiterer Schwerpunkt sind Sachspenden, die an das zur Erzdiözese Wien gehörende Mutter-Kind-Haus der St. Elisabeth-Stiftung gehen. Auch Kindergärten erhalten Sachspenden, darunter die Wiener „Integrationskindergärten“, welche Deutschkenntnisse von Kindern fördern.

In Kooperation mit „Assistenz24“ betreut die ÖASG gehörlose Jugendliche. Es wurde für diese eine Lehrküche aufgebaut, in der die jungen Menschen lernen, wie eine preisgünstige und gesunde Ernährung gelingt.

Wenig bekannte Künstler gestalten für die ÖASG (gegen eine kleine Bezahlung) das Titelblatt ihres Jahresjournals. Im Ausland ist das Spektrum Tätigkeiten sehr breit. Unter anderem wurde in Griechenland eine Freiwillige Feuerwehr nach dem Vorbild der österreichischen FFW aufgebaut.

In Sumbawanga (Tansania) betreibt die ÖASG die Kinderstation im Diözesankrankenhaus, auf den Philippinen unterstützt sie die Hilfe für Leprakranke. Ein Altenheim und ein Waisenhaus in Siebenbürgen erhalten von der ÖASG seit 2007 regelmäßige Mittel, in Klausenburg unterstützt sie eine Anlaufstelle für Straßenkinder. Alle Tätigkeiten sind auf Spenden angewiesen. Die UNO und die UNESCO anerkennen die ÖASG als „Non-Governmental-Organization“ (NGO), der Global Compact (eine Assoziation der UNO mit Unternehmen) hat sie 2010 als Vollmitglied aufgenommen.

Sie erhielt viele Preise und stiftet selbst tragbare Auszeichnungen (Orden), die schon viele Prominente erhielten, darunter der Dalai Lama, die Politiker Barbara Prammer, Hans Niessl und Erwin Pröll, Arnold Schwarzenegger, Otto von Habsburg-Lothringen und der polnische Jurist und Politiker Jacek Majchrowski. Eine Spendenhöhe an die ÖASG ist ab rund 20 Euro sinnvoll.

Sie eignet sich für Menschen, denen die tätige Hilfe im Alltag mit dem Schwerpunkt der medizinischen und sozialen Betreuung am Herzen liegt.

Webseite: www.oeasg.org

Spenden für Informationsfreiheit an Reporter ohne Grenzen

Die Informations-, Presse- und damit Meinungsfreiheit gehört zu den höchsten Gütern in der Demokratie, sie ist aber immer gefährdet. Reporter ohne Grenzen setzen sich dafür ein, die Organisation dokumentiert weltweit Verstöße gegen die Informationsfreiheit. Sie alarmiert die Öffentlichkeit bei Gefahren für Journalisten.

Das kostet Geld, daher ist die Organisation auf Spenden angewiesen. Eine sinnvolle Spende beginnt etwa bei 20 Euro. Dieser Betrag ermöglicht einem Reporter in einem Entwicklungsland den Zugang zum Internet und zu einem Festnetztelefon.

Mit 118 Euro lässt sich ein Sprachkurs für einen Journalisten im Exil finanzieren, 350 Euro genügen schon für einen ersten Rechtsbeistand, wenn ein Journalist inhaftiert wurde. Diese Spende kommt von uns allen, die wir freie Medien brauchen, auch Menschenrechtler setzen sich sehr stark für die Organisation ein.

Webseite: www.rog.at

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