Kosten für Hausanschlüsse – Kosten für Gas, Wasser, Strom Anschluss

Beim Kauf eines Grundstücks und beim Bau eines Hauses fallen Nebenkosten an, welche man unbedingt bedenken sollte. Dazu zählen zum Beispiel die Ausgaben für die Hausanschlüsse sowie die Erschließung des Grundstücks.

Bei neuen Grundstücken muss man meistens mit hohen Anschluss- bzw. Aufschließungskosten rechnen. Die Anschlüsse für Strom, Wasser, Kanal, Kabelanschluss, Internet und Telefon schlagen in der Regel mit ungefähr 8.000 Euro zu Buche.

Stromanschluss bei Neubauten

Beim Neubau gilt es bei einer Beantragung eines Stromanschlusses den zuständigen Netzbetreiber zu kontaktieren, damit das Unternehmen informiert wird, dass ein Netzzugriff benötigt wird. Anschließend teilt der Netzbetreiber mit, welche Unterlagen für eine Anbindung notwendig sind. Danach wird ein Elektriker damit beauftragt den Anschluss herzustellen, nach der Fertigstellung muss eine Bestätigung an den Netzbetreiber geschickt werden.

Stockfoto-ID: 268648462 Copyright: ratmaner/Bigstockphoto.com

Wichtig: Nebenkosten für Hausanschlüsse beim Hausbau beachten und einplanen!
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Nach dem ein Stromanbieter ausgewählt wurde, muss man das dem Netzbetreiber mitteilen, ebenso wie den gewünschten Starttermin. Stromlieferanten sind ebenfalls auch Netzbetreiber, aber die beiden Verträge müssen nicht von selben Anbieter sein. Nach der Installation und dem Abschluss der Verträge wird der Anschluss mit Strom beliefert.

Baustrom

Ein Stromanschluss kann erst hergestellt werden, wenn das Haus steht. Jedoch wird während der Bauphase Strom benötigt. Um das zu gewährleisten, benötigt man einen Baustromkasten. Diesen kann man entweder kaufen oder für einen Zeitraum mieten.

Dieser dient als Schnittstelle zwischen Elektrogeräten und Stromabnehmestellen. Im Kasten befindet sich ein Zähler, welcher den Verbrauch exakt misst. Der Stromanschluss wird durch einen betriebseigenen Elektriker des Versorgungsunternehmens hergestellt.

Wasseranschluss

Bei Wohnhäusern muss eine Versorgung zu Trinkwasser gesichert sein. Außerdem muss in einigen Bundesländern die Versorgung mit ausreichend Löschwasser nachgewiesen werden. Über einen Wasserversorger kann man leicht herausfinden, ob ein Wasseranschluss vorhanden ist.

Sollte dem nicht der Fall sein, dann muss die Gemeinde einen Anschluss beantragen. Beim zuständigen Wasserwerk ist es möglich nachzufragen, ob man ein Ansuchen stellen muss. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Grundstück zum ersten Mal an die Wasserversorgung angeschlossen wird. Hierbei sind die Höhe die Gebühren für den Anschluss, die Wasserzählergebühr und die Wasserbezugsgebühr sehr unterschiedlich.

Wenn man vor Beginn des Baus keinen Wasseranschluss legt, dann muss man für die Bauphase auf jeden Fall Bauwasser beantragen, damit die Versorgung mit Wasser sichergestellt werden kann. Dafür muss man ein zuständiges Wasserversorgungsunternehmen informieren und das am besten nach dem Vorliegen der Baugenehmigung.

Sollte ein stillgelegter Wasseranschluss auf dem Grundstück oder in der unmittelbaren Umgebung sein, dann kann das Unternehmen diesen zum Bezug von Bauwasser freigeben. Alternativ ist es auch möglich einen nahe gelegenen Hydranten zu verwenden. Dieser wird zur Verbrauchsbestimmung von einem Techniker des Unternehmens mit einem Zähler ausgestattet.

Kanalanschluss

Sollte der Bauplatz von einem bereits bestehenden Kanal nicht mehr als 30 Meter entfernt sein, sind alle Abwässer in einen Kanal abzuleiten. Wichtig ist es, dass eine Verbindung nicht über andere Liegenschaften führt. Je nach Rechtsgrundlage ist eine Kanaleinmündungsgebühr zu bezahlen.

Zudem kann in einzelnen Fällen eine Ergänzungsgebühr fällig werden. In vielen Gemeinden ist die Vorlegung eines Kanalplans, wo sämtliche Errichtungen bzw. Änderungen von bereits vorhandenen Anschlüssen ersichtlich sind, erforderlich. Dies ist außerdem eine Voraussetzung für eine Erteilung der Baubewilligung. Auch eine Kläranlage und Senkgruppen auf dem Grundstück müssen von der Gemeinde genehmigt werden.

Gasanschluss

Wenn man einen Gasanschluss wünscht, muss bei einem örtlichen Versorgungsunternehmen nachfragen, ob das überhaupt möglich ist. Anschließend muss man mit einem Installateur klären, wie groß der Hausanschluss sein muss. Erst dann kann ein Anschluss beantragt werden. Wenn keine Möglichkeit für die Installation eines Gasanschlusses besteht, dann ist es möglich die Versorgung durch einen Gastank sicherzustellen. Die Aufstellung, welche nur von konzessionierten Betrieben durchgeführt werden darf, muss zusammen mit der Baueinreichung genehmigt werden.

Wenn man ein Generalunternehmen mit der Errichtung des Heims beauftragt hat, dann hat sich dieser um die Erlangung der notwendigen Unterlagen und Bewilligungen für die Anschlüsse zu kümmern. Jedoch sind die Beantragungen der Internet- und Telefonanschlüsse Sache des Hausbesitzers.

Telefon- und Internetanschluss

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, um einen Telefonanschluss per Kabel herzustellen bzw. um die Leitung zu dem Neubau zu legen.

  • Oberirdische Versorgung
    Das Kabel wird von einem nahegelegenen Mast zum neuen Haus. Hierfür sollte man den Befestigungspunkt und die Durchführung des Kabel bedenken.
  • Unterirdische Versorgung
    Hierbei werden unterirdische Rohre verlegt, darin werden dann anschließend die Kabel eingezogen. Die Rohre müssen bereits während der Bauphase verlegt werden.

Mittlerweile ist es möglich über einen mobilen Anschluss sowohl eine Festnetznummer als auch Internet zu erhalten. Eine andere Alternative ist die Satellitenverbindung, welche Breitband-Internet, Satelliten-Fernsehen und Telefonieren ermöglicht. Ob man diese Möglichkeit wahrnehmen kann und ob es Unterschiede in der Qualität hängt davon ab, in welchen Netzgebiet der Neubau steht.

Schritt für Schritt zum Telefonanschluss

Zunächst sollte man sich bei der Gemeindeverwaltung informieren, welcher Netzbetreiber für den Baugrund zuständig ist. Wenn die Gemeindeverwaltung darüber keine Auskunft geben kann, sollte man den Netzbetreiber informieren.

Anschließend muss man den Netzbetreiber kontaktieren um nachzufragen, welche Unterlagen für die Beantragung notwendig sind. Im Regelfall braucht der Betreiber des Netzes einen Lageplan des Grundstücks sowie einen Grundriss des Hauses mit den eingezeichneten Hausanschlüssen. Zum Schluss muss ein Termin festgesetzt werden, das ist allerdings erst möglich, wenn alle notwendigen Unterlagen eingereicht wurden.

Finanzielle Förderungen in Österreich

In einigen Fällen ist eine finanzielle Förderung für Hausanschlüsse möglich. Dies ist aber abhängig vom Bundesland, Anschlussart und Anbieter. So ist es zum Beispiel in Oberösterreich möglich, nachträgliche Fernwärmeanschlüsse durch Zuschüsse finanziell fördern zu lassen.

Vorarlberg unterstützt Anschlüsse an das Nahwärmsystem mit Zuschüssen. Hierbei können aber die Förderkriterien variieren. So spielen beispielsweise im Fall der Förderung von Vorarlberg die Größe des Hauses und das Einkommen keine Rolle. Voraussetzung ist es aber, dass das Gebäude als Hauptwohnsitz verwendet wird.

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