Kündigung in Österreich – Arbeitnehmer/Arbeitgeber Kündigung, Kündigungsfristen, Kündigungsgründe

Wer in Österreich einer Anstellung nachgeht, der hat das Recht, seinen Arbeitsvertrag zu kündigen. Ebenso ist es möglich, dass der Arbeitgeber aus bestimmten Gründen den Arbeitsvertrag kündigen kann.

Dabei ist es wichtig, dass man im Vorfeld die eigenen Rechte als Arbeitnehmer, aber auch die Rechte des Arbeitgebers kennt.

Auch Informationen zu den Kündigungsfristen in Österreich sollten in jedem Fall vorliegen, wenn man sich dazu entscheidet, einen Job in Österreich zu kündigen, bzw. mit dem Gedanken wechselt, den Arbeitgeber zu wechseln.

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Wichtig: Eine Kündigung kann angefochten werden!
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Welche Fristen und Rechte habe ich in Österreich als Arbeitnehmer zu beachten?

Wer als Arbeitnehmer in Österreich seinen Job kündigen möchte, muss zunächst wissen, ob er in einem befristeten oder in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis angestellt ist. Sollte es sich um ein befristetes Arbeitsverhältnis handelt, endet dieses automatisch durch den Ablauf der Zeit.

Häufig werden befristete Arbeitsverhältnisse zum Beispiel dann aufgesetzt, wenn Arbeitskräfte nur für bestimmte zielgerichtete Aufgaben eingestellt werden.

Dies kann zum Beispiel im Rahmen eines Projektes in Österreich der Fall sein. Wenn im Arbeitsverhältnis eine Kündigungsmöglichkeit in den Verträgen definiert wurde ist es möglich, dass das Arbeitsverhältnis auch innerhalb der angegebenen Frist gekündigt werden kann.

  • Unbefristete Verträge müssen gekündigt werden (1 Monat Kündigungsfrist)
  • Befristete Verträge laufen zu einem Stichtag aus (Kündigung oft nicht möglich)

Sollte das befriste Arbeitsverhältnis keine Kündigungsmöglichkeit vereinbart haben, ist es nicht möglich, dass dieses im Voraus gekündigt werden kann, sondern dass die Kündigung erst mit dem Ablauf des Vertrages wirksam wird.
Wenn es sich um einen unbefristeten Vertrag handelt ist es möglich, dass dieser ohne Probleme durch den Arbeitnehmer gekündigt werden kann. Das bedeutet konkret, dass der Vertrag problemlos zum Beispiel innerhalb von einem Monat gekündigt werden kann. Der Arbeitnehmer hat aber auch hier darauf zu achten, wann die Kündigung eingereicht wird und natürlich auch, wie diese eingereicht wird.

Wie soll ich die Kündigung bei meinem Arbeitgeber einreichen?

Grundsätzlich ist es in Österreich durch das Gesetz nicht definiert, dass die Kündigung unbedingt schriftlich erfolgen muss. Es ist also möglich, dass die Kündigung komplett mündlich erfolgen kann.

In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass in den meisten Fällen z.B. für bestimmte Branchen Kollektivverträge vorhanden sind. Diese Verträge sehen genau vor, wie eine Kündigung aussehen muss und wie sie einzureichen ist. In der Regel muss die Kündigung daher auf jeden Fall schriftlich eingereicht werden.

  • Kündigung sollte schriftlich eingereicht werden
  • Schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers sollte eingefordert werden

Bei einer schriftlichen Kündigung hat der Arbeitnehmer den Vorteil, dass alles dokumentiert ist und auch bewiesen werden kann. Das bedeutet, dass man z.B. einen Poststempel hat, der genau dokumentiert, wann die Kündigung abgeschickt worden ist.

Ebenso ist es notwendig, dass man sich die Kündigung durch seinen Arbeitgeber schriftlich bestätigen lässt. Dies hat den Vorteil, dass beide Seiten informiert worden sind und niemand im Nachhinein eine Beschwerde einlegen kann.

Wie soll ich die Kündigung abgeben?

Es ist zu empfehlen, dass die Kündigung entweder persönlich im Personalbüro abgegeben wird, oder aber auch per Post zugestellt wird. Wer es schafft, die Kündigung persönlich im Personalbüro abzugeben, der profitiert davon, dass er die Möglichkeit hat, direkt einen Eingangsstempel auf dem Schreiben zu erhalten.

Das bedeutet konkret, dass man bereits einen Beleg darüber hat, dass man die Kündigung abgegeben hat. Dennoch sollte man auf eine schriftliche Bestätigung der Kündigung zum genannten Zeitpunkt bestehen. Das genaue Datum der Kündigung muss angegeben werden und gleichzeitig ist es erforderlich, dass auch eine Unterschrift unter dem Schreiben steht.
Wer die Kündigung via Post einreicht, sollte unbedingt den Postweg berücksichtigen. Je nachdem, wo der Arbeitgeber seinen Sitz hat ist es durchaus möglich, dass etwa 2 bis 3 Tage vergehen, bis das Schreiben zugestellt worden ist.

Besonders zu empfehlen ist es, wenn das Schreiben per Einschreiben verschickt wird und man eine Info darüber erhält, zu welchem Stichtag das Schreiben dem Arbeitgeber zugestellt worden ist.

Wann beginnt die Kündigungsfrist?

Die Kündigungsfrist beginnt mit dem Tag, an dem die Kündigung dem Arbeitgeber zugestellt worden ist, bzw. wenn der Arbeitgeber über die Kündigung informiert worden ist.

Das bedeutet, dass wenn man den Stempel hat, dass das Schreiben zugestellt worden ist, auch die Frist beginnt, unabhängig davon, ob sich jemand aus der Personalabteilung das Schreiben rechtzeitig angeschaut hat, oder nicht.

Rechenbeispiel zur Kündigung

Herr Mayer arbeitet in einem Betrieb und das schon seit vielen Jahren. Er hat einen schriftlichen Arbeitsvertrag und einen unbefristeten Arbeitsplatz.

Diesen möchte Herr Mayer allerdings wechseln, da er bei einer anderen Firma ein deutlich attraktiveres Angebot wahrnehmen will. Damit er den Job wechseln kann, ist es notwendig, dass er ein Kündigungsschreiben aufsetzt und dem Arbeitgeber den genauen Tag der Kündigung mitteilt.
Die Kündigungsfrist von Herrn Mayer beläuft sich auf 1 Monat. Er möchte ab dem 1. August bei seinem neuen Arbeitgeber anfangen. Das bedeutet, dass die Kündigung spätestens ab dem 1. Juli bei seinem aktuellen Arbeitgeber vorliegen muss. Da Herr Mayer jedoch auf Nummer sicher geht, hat er die Kündigung bereits etwas früher eingereicht mit dem Vermerk, dass der 30. Juli sein letzter Arbeitstag sein wird.
Kurzversion:

  • Neuer Job ab 1. August
  • Kündigungsfrist: 1 Monat
  • Kündigung muss spätestens zum 1. Juli beim alten Arbeitgeber vorliegen

Für den gesamten Schriftverkehr bei der Kündigung sollten in jedem Fall einige Tage einkalkuliert werden.

Freistellung nach der Kündigung – was bedeutet das?

Häufig werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von der Arbeit freigestellt, wenn sie ihren Job gekündigt haben.

Das bedeutet konkret, dass sie nicht mehr für ihren Arbeitgeber arbeiten müssen, aber weiterhin ihr Gehalt beziehen können. Es handelt sich also um eine bezahlte Freistellung des Berufes. In der Praxis wird dieses Prozedere vor allem von großen Firmen gehandhabt.

Hintergrund ist, dass man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Kürze die Firma verlassen werden nicht mehr über aktuelle Geschäftsprozesse und über die aktuelle Firmenpolitik informieren möchte.

Ebenso möchte man sich davor schützen, dass internes Know-How abgegriffen wird und zum Beispiel in andere Firmen eingebracht wird. Grundsätzlich ist es daher nicht gerade unüblich, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer freigestellt werden, wenn sie eine Kündigung ausgesprochen haben. Der Lohn wird selbstverständlich weitergezahlt.

Aus welchen Gründen werden in Österreich Jobs gekündigt?

Die Gründe, weshalb jemand in Österreich seinen Job kündigt, können sehr unterschiedlich sein. Es ist möglich, dass ein Job zum Beispiel gekündigt wird, weil man mit ihm absolut nicht mehr zufrieden ist.

Die Stimmung im Büro oder aber auch die Arbeit an sich machen keinen Spaß mehr und sorgen dafür, dass viele Menschen ihren Beruf kündigen, bzw. den Arbeitgeber wechseln wollen. Darüber hinaus ist es möglich, dass man den Beruf kündigt, weil man ein gutes Angebot von einem anderen Arbeitgeber erhalten hat.

  • Unzufriedenheit mit der Arbeit und den Aufgaben
  • Unzufriedenheit mit dem Gehalt
  • Unzufriedenheit mit Chef und Kollegen

In der Praxis bedeutet dies, dass eine andere Firma zum Beispiel bessere Arbeitsbedingungen anbietet oder einfach ein besseres Gehalt zahlt. Wenn dies der Fall ist, entscheiden sich ebenfalls viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, den Job zu kündigen und bei einer anderen Firma anzufangen.

Wie mache ich mich nach der Kündigung selbstständig?

Viele Menschen kündigen einen Arbeitsvertrag auch, weil sie den Weg in die Selbstständigkeit bestreiten wollen.

Das bedeutet konkret, dass sie sich dazu entschieden haben, eine eigene Firma zu eröffnen und ihre eigenen Ideen und Ziele zu verfolgen.

In der Praxis ist es notwendig, dass eine Menge an Vorbereitungen getroffen werden, um ein eigenes Unternehmen erfolgreich zu führen. Es ist möglich, dass das Unternehmen in jedem Fall komplett vorbereitet werden kann, wenn man z.B. noch in seinem regulären Job arbeitet. Das bedeutet, dass viele Selbstständige ihren Business Plan z.B. schreiben, während sie noch einem Hauptberuf nachgehen.

Auch ist es möglich, dass während der regulären Arbeit bereits Geld für das eigene Gewerbe und für die eigene Firma gesammelt wird. Oftmals ist es gerade in der Gründungsphase notwendig, dass sehr viel Liquidität erforderlich ist.

Das liegt daran, dass zum Beispiel unterschiedliche Investitionen erfolgen müssen. Zum Teil müssen Betriebsmaterialien erworben werden, zum Teil ist es aber auch notwendig, dass zum Beispiel Räumlichkeiten angemietet werden müssen, in denen die Geschäftstätigkeiten stattfinden.

Grundsätzlich ist es denkbar, dass sie Selbstständigkeit sehr schnell realisiert wird. Oftmals wird die Selbstständigkeit parallel zum Job als Angestellter aufgebaut und wächst dann immer weiter. In der Praxis entscheiden sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dann zu einem Stichtag X das Unternehmen zu verlassen und aktiv zu werden.

In den meisten Fällen starten Selbstständige allein mit einem Unternehmen. Das bedeutet, dass sie keine Angestellten haben, sondern sich selbst um alles kümmern müssen. Angestellte folgen meist nach einer kurzen Zeit, wenn die Unternehmer feststellen, dass sie viel Arbeit haben und das es vor allem lohnend ist, wenn Angestellte eingestellt werden.

In der Praxis sind es meist kleinere Firmen mit etwa 2 bis 5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Österreich gemeinsam in die Selbstständigkeit starten. Es ist bei solchen Vorhaben wichtig, dass entsprechende Investoren im Hintergrund aktiv sind und das junge Unternehmen finanzieren.

Darüber hinaus ist es notwendig, dass auch z.B. ein Rechtsbeistand vorhanden ist, der dafür sorgt, dass das Unternehmen ordentlich beraten wird und gerade in der Zeit der Gründung sowie in den ersten Monaten danach keine essentiellen Fehler gemacht werden. Wenn dieser Rechtsbeistand fehlt, kann es schnell dazu führen, dass die Firmen Fehler machen, die sie oft über viele Jahre bereuen werden.

Kündigung durch den Arbeitgeber – wann kann der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis kündigen?

Der Arbeitgeber hat unter bestimmten Bedingungen die Möglichkeit, dem Arbeitnehmer, bzw. der Arbeitnehmerin zu Kündigen. Wenn es sich um ein befristetes Arbeitsverhältnis handelt, ist die Kündigung durch den Arbeitgeber nur dann möglich, wenn dieser in dem Vertrag auch eine Kündigungsmöglichkeit vereinbart hat. Sollte dies nicht der Fall sein, läuft der befristete Vertrag automatisch zu einem Stichtag X aus und es ist keine vorherige Kündigung möglich.

Die Kündigung wird in Österreich in der Regel schriftlich mitgeteilt, obwohl es dafür keine entsprechenden gesetzlichen Vorteile gibt. Sollte man als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin über einen Kollektivvertrag angestellt worden sein, so sehen diese Verträge auch vor, wie man zu kündigen hat. In der Praxis wird dann davor ausgegangen, dass die Kündigung komplett schriftlich erfolgen muss.

Die schriftliche Kündigung sollte allein aus Gründen des Beweises erfolgen. Das bedeutet, dass auch der Arbeitgeber sich sicher sein sollte, dass seine Kündigung rechtens ist und entsprechend schriftlich vollzogen werden kann.

Die Kündigung kann zum Beispiel über ein Einschreiben postalisch zugestellt werden, so dass dokumentiert wurde, dass sie auch dem Arbeitnehmer, bzw. der Arbeitnehmerin zugestellt worden ist. Hier sollte auch der konkrete Termin der Kündigung eingetragen werden.

Ab wann gilt die Kündigung?

Die Kündigung ist ab dem Zeitpunkt gültig, wo sie dem Arbeitnehmer bzw. der Arbeitnehmerin zugestellt wird. Das bedeutet, dass wenn man zum Beispiel den Brief durch den Arbeitgeber erhält, oder wenn die mündliche Kündigung ausgesprochen worden ist. Es ist nicht möglich, dass die Kündigung rückwirkend ausgesprochen wird, da auch der Arbeitgeber sich an die gesetzlichen Fristen zur Kündigung halten muss.

Wie muss die Kündigung begründet werden? – Kündigung Gründe Arbeitgeber

Grundsätzlich ist es nicht erforderlich, dass der Arbeitgeber einen Grund für die Kündigung in Österreich angibt.

Das bedeutet, dass er sich lediglich an die gesetzlichen Kündigungsfristen halten muss. Die Kündigung selbst kann jedoch aus verschiedenen Gründen erfolgen. Oftmals handelt es sich um betriebliche Gründe, wenn eine Stelle gekündigt wird, bzw. wenn einem der Arbeitgeber den Job kündigt.

Wann erhalte ich eine Kündigungsentschädigung?

Es ist möglich, dass der Arbeitnehmer Anspruch auf eine Kündigungsentschädigung hat, wenn die Kündigung zum Beispiel fristwidrig gewesen ist.

Das bedeutet, dass das Gehalt und auch Urlaubstage so abgerechnet werden, wie denn der Arbeitgeber die Kündigung korrekt ausgesprochen hat. Wer also z.B. statt zum Ende des Monats bereits zur Mitte des Monats eine Kündigung erhält, der bekommt sein Gehalt bis zum Ende des Monats weitergezahlt.

Anzumerken ist, dass auch anteilig Urlaubsgelder und Weihnachtsgelder gezahlt werden. Grundsätzlich müssen Urlaubstage ebenfalls ausbezahlt werden, da sie nicht verfallen dürfen. Wie hoch das Geld ist, dass für die Urlaubstage ausgezahlt wird, richtet sich danach, wie hoch der monatliche Lohn gewesen ist. Es ist erforderlich, dass die Anzahl der Urlaubstage anteilig verrechnet wird.

Wie kann eine Kündigung durch den Arbeitgeber während der Probezeit ausgesprochen werden?

Innerhalb der Probezeit ist es möglich, dass der Arbeitgeber die Kündigung ohne Probleme aussprechen kann und zwar auf den nächsten Tag, ohne dass eine Frist zu beachten ist. Auch eine Begründung muss in keinem Fall erfolgen.

Welche Rolle spielen die Postensuchtage während der Kündigungsfrist?

Wer durch den Arbeitgeber die Kündigung erhalten hat, hat Anspruch auf Freizeit innerhalb der so genannten Kündigungsfrist.

Das bedeutet, dass die so genannten Postensuchtage wahrgenommen werden können. Dieser Zeitraum ist auf 1/5 der Arbeitszeit definiert.

Wer eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden hat, darf also insgesamt 8 Stunden, sprich einen Tag in der Woche Freizeit verlangen, um sich auf die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz zu machen und um Bewerbungen zu schreiben.

Es ist möglich, dass die Kündigungsfrist und alle daraus resultierenden Rechte über die Kollektivverträge abgewickelt werden. Das bedeutet, dass hier genau definiert wird, wann die Kündigung durch den Arbeitgeber zu erfolgen hat.

Dienstfreistellung und Urlaubstage

Es ist möglich, dass die Dienstfreistellung durch den Arbeitgeber erfolgt, bzw. man sein Gehalt weiterbezahlt bekommt, ohne dass man arbeiten muss. Der Arbeitgeber kann einen jedoch nicht dazu zwingen, seine Urlaubstage während dieser Zeit zu nutzen.

Das bedeutet konkret, dass man seinen Anspruch auf Urlaub weiterhin hat. In den meisten Fällen bleiben somit zum Ende der Freistellung Urlaubstage übrig, die per se nicht verfallen dürfen.

Das bedeutet konkret, dass die Urlaubstage in der Praxis ausgezahlt werden und zwar in der Währung Euro entsprechend bemessen am monatlichen Entgelt des Arbeitnehmers, bzw. der Arbeitnehmerin.

Die meisten Arbeitnehmer wissen dies nicht und kommen schnell in die Gelegenheit, dass sie ihre Urlaubstage während der Freistellung einsetzen oder gar nicht wissen, dass der Urlaub nicht verfallen darf, sondern unbedingt genutzt werden muss, oder eben ausgezahlt werden muss.

Wie kann ich mich gegen eine Kündigung wehren? – Einspruch

Es gibt Situationen, in denen ein Arbeitnehmer eine Kündigung ausgesprochen hat und davon ausgeht, dass diese Kündigung nicht rechtens ist. Sollte dies der Fall sein, so ist es möglich, dass die Kündigung vor Gericht angefechtet werden kann.

In Österreich ist dies zulässig, wenn der Betrieb mindestens 5 Angestellte hat. Oftmals ist es der Grund für die Kündigung, der angefochten wird. Das bedeutet konkret, dass wenn man zum Beispiel wegen mangelnder Arbeitsleistungen gekündigt wird, oder wenn man aus anderen Gründen gekündigt wird, die gar nicht zutreffen.

Es gibt viele Unternehmen, die versuchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kündigen, die ein hohes Gehalt haben und die schon lange in der Firma arbeiten. Eine Klage vor Gericht soll zum Ziel haben, dass man weiterhin seinen Beruf ausüben kann.

Zu beachten ist, dass die Arbeitskammer, kurz AK dabei helfen kann, zu untersuchen, ob eine Kündigung rechtens ist. Bei der AK arbeiten Rechtsexperten, die helfen können, die entsprechenden Kündigungen zu untersuchen und genau festzustellen, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist, oder ob die Kündigung nicht wirksam ist und es sinnvoll ist, diese komplett anzufechten.

Welche Rolle spielt der Betriebsrat bei einer Kündigung?

Wer seinen Beruf gekündigt bekommt, der hat die Möglichkeit, dass der Betriebsrat in der eigenen Firma der Kündigung widersprechen kann. Wenn dies der Fall ist, kann der Betriebsrat auch das Recht auf Anfechtung geltend machen. Dieses Recht kann vom Betriebsrat auf den Arbeitnehmer übertragen werden, so dass dieser die Kündigung ebenfalls anfechten kann. Zunächst liegt das Recht jedoch beim Betriebsrat, welcher dieses innerhalb von einer Woche bei Gericht geltend machen kann.
Sollte der Betriebsrat diesem Recht nicht nachgehen ist es möglich, dass der Arbeitnehmer sich dem Recht annimmt und innerhalb von einer Frist von 2 Wochen die Kündigung anfechten.
Wichtig: Wer eine Kündigung anfechten möchte, sollte dies umgehend erledigen. Oftmals liegt die Frist für das Anfechten einer Kündigung bei gerade einmal einer oder zwei Wochen. Es ist daher wichtig, sich umgehend zu informieren und zum Beispiel mit der AK oder mit einem Anwalt in Kontakt zu treten und entsprechende Vorgehensweisen zu klären.

Darf mir gekündigt werden, wenn ich im Krankenstand bin?

Ja, es ist zulässig, dass mir meine Stelle gekündigt wird, wenn man im Krankenstand ist. Es ist jedoch möglich, dass die Kündigung erst dann greift, wenn der Krankenstand beendet worden ist. Wer länger krank ist, als das Arbeitsverhältnis aufrechterhalten werden soll, der hat so lange wie er im Krankenstand ist, Anspruch auf eine Fortzahlung des Entgeltes.

Dabei ist natürlich der gesetzliche Entgeltfortzahlungsanspruch zu berücksichtigen, weil dieser genau definiert, wie lange man das Entgelt erhalten kann. Auch hier ist es zu empfehlen, sich im Detail mit einem Anwalt oder der AK zu unterhalten.

Quellen:

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