Maria Theresia Taler – Fälschungen, Medaillen, MTT Matt Kurs & Preis/Wert

Der Maria Theresia Taler, welcher auch den Namen Levantiner Taler oder Levante Taler trägt, wurde aufgrund der Münzkonvention geprägt, welche am 21. September 1753 zwischen Maria Theresia und dem Kurfürsten von Bayern geschlossen wurde.

Der Silbergehalt, der sogenannte Münzfuß, wurde von Maria Theresia bereits am 30. Juli 1748 festgelegt. Der Silbergehalt liegt bei 833,33/1000. Der restliche Gewichtsanteil sollte damals aus reinem Kupfer sein, aber in den Originalen befinden sich zudem noch Eisen, Zink, Nickel, Gold, Blei und Quecksilber. Die moderneren Nachprägungen haben neben Silber und Kupfer noch einen Zink- und Nickelanteil.

Stockfoto-ID: 121841966 Copyright: viktoriya89/Bigstockphoto.com

MTT Taler
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Die ersten Taler, auf denen das Bildnis der Maria Theresia abgebildet war, wurden 1741 geprägt. Ab dem Jahr 1765, nachdem der Gatte Maria Theresia verstorben war, wurden die Taler mit einem Witwenschleier geprägt. Nach ihrem Tod im Jahr 1780 behielt der Taler ein gleichbleibendes Gepräge. Bis zum Jahr 1850 gab es immer noch Abweichungen im Münzbild, so war es einfacher die Stücke zeitlich einzuordnen.

Bis zum 31. Oktober 1858 war der Maria Theresia Taler ein gesetzliches Zahlungsmittel in Österreich. Der Taler wurde in den ersten beiden Jahrhunderten, seit 1751, 320 Millionen Mal geprägt. Auch heute wird die Münze noch im österreichischen Hauptmünzamt geprägt, wenn der Bedarf vorhanden ist.

Maria Theresia Taler Matt Kurs & Preis

Die Münze gibt es aktuell in einer matten sowie einer glänzenden Variante. Die Kursentwicklung im September 2014 liegt bei rund 10 Euro für den Einkauf sowie rund 15 Euro für den Verkauf.

Die historische Entwiclung der Maria Theresia Taler & deren Wert kann man auf http://www.bankkonditionen.at/service/muenze.cfm?muenze=Maria%20Theresia%20Taler%20Matt verfolgen. Die Münze gilt als begehrt bei Sammlern.

Das Leben der Maria Theresia

Maria Theresia erblickte am 13. Mai 1717 in Wien das Licht der Welt. Sie war die älteste Tochter von Kaiser Karl VI. und seiner Gattin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel. Sie kam ein Jahr nach ihrem Bruder zur Welt, welcher der Erbprinz war, doch leider verstarb dieser bereits als Baby und so wurde Maria Theresia Erbprinzessin. Im Jahr 1736 heiratete sie den Herzog von Lothringen, Franz Stephan. Bereits 1721 wurde es ihr bestimmt ihn zu heiraten.

Es waren damals politische Gründe. Das Ehepaar bekam 16 Kinder, fünf Söhne und elf Töchter. Maria Theresia begründete das Haus Habsburg-Lothringen. Durch die pragmatische Sanktion erbte sie nach dem Tod ihres Vaters alle Besitzungen des Hauses Habsburg. Die pragmatische Sanktion war ein Vertrag den ihr Vater Kaiser Karl VI. aufgesetzt hatte, damit die Erbfolge seiner Tochter möglich gemacht wurden konnte. Sie erbte das Kaisertum Habsburg. Allerdings erkannten damals nicht alle die pragmatische Sanktion an und es entbrannte der österreichische Erbfolgekrieg von 1741 bis 1748.
Maria Theresia wurde Erzherzogin und ihr Gemahl wurde zum Kaiser gekrönt. Sie selbst war noch Königin von Ungarn und Böhmen, sowie Gräfin von Tirol. 1765 verstarb ihr Ehemann und sie selbst verstarb am 29. November 1780.

Was für Fälschungen gibt es?

Es gibt vom Maria Theresia Taler leider viele Fälschungen, welche im Umlauf sind. Man unterscheidet zwischen den Verkehrsfälschungen und den Sammlerfälschungen.

Verkehrsfälschungen sind sehr selten. Sie zeichnen sich durch ein niedriges Gewicht aus und bestehen aus einem anderen Metall. In diesem Fall eben nicht aus Silber. Sie haben oft eine sehr schlechte Qualität und sich leicht erkennbar.

Sammlerfälschungen sind schwerer zu erkennen. Hier wird entweder eine eher seltene Variante des Maria Theresia Taler gefälscht oder aber es wird eine Prägung genommen, welcher sehr oft geprägt wurde. Diese wird dann aus einem schlechten Material geprägt und in einer meist recht hohen Stückzahl verkauft. Sie werden dann auch Touristenfälschungen bezeichnet. Diese Fälschungen können an der fehlerhaften Randschrift oder an einem falschen Gewicht erkannt werden.

Medaillen

Es gibt auch Medaillen mit Maria Theresia. Medaillen sind kein Zahlungsmittel und werden sehr oft veredelt. Das heißt sie werden z. B. aus Kupfer, Bronze oder Zink geprägt und dann werden sie vergoldet. Die Medaillen sind oft viel schwerer als das Original und auch ist der Durchmesser ein anderer. Es gibt allerdings auch sehr hochwertige und teure Medaillen.

Von Maria Theresia gibt es eine in Südafrika geprägte Medaille, welche aus Sterling Silber, 925 Silber, besteht. Sie ist 44 mm im Durchmesser und hat nur eine Auflage von 5000 Exemplaren. In Wien wurde 1986 eine Medaille geprägt, welche aus Feinsilber, dies entspricht 999/1000 Silber, besteht. Diese gibt es auch noch in Feingold, 999/1000 Gold. Die Medaille hat ein Gewicht von 5 Unzen, das sind 155,5g.

Medaillen werden in verschiedenen Prägequalitäten geprägt, ebenso wie Münzen. Es gibt Stempelglanz Prägungen, diese sind die normale Qualität. Die Polierte Platte ist die höchste Prägequalität, sie wird auch als Spiegelglanz bezeichnet.

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