Mietminderung in Österreich – Gründe und Tipps zur Reduzierung der Miete

Die eigenen vier Wände sind meist gemietet. Denn wenn das nötige Kapital für den Kauf von Wohneigentum fehlt, dann bleibt letztlich nur die Option mieten. Doch so klassisch und simpel das Thema mieten auch sein mag, es verfügt über so manche Besonderheit und immer dann, wenn Wohnmängel zum Verdruss des Mieters führen, dann ist die Mietminderung eine dieser Besonderheiten die enorme Bedeutung erhält.

Denn die Mietminderung ist eines jener Themen im Mietrecht, um die es so manches Halbwissen gibt.

  • Wer kann wann, die Miete mindern?
  • Für welchen Mangel darf man welche Mietminderung festlegen und wie genau wird eine Mietminderung richtig vorgenommen?

All dies sind Fragen rund um die Mietminderung, die weit verbreitet sind und die sich im Grunde sehr einfach beantworten lassen. Denn die wichtigsten Regeln rund um die Mietminderung sind denkbar einfach zusammenzufassen.

Wann und wie darf die Miete gemindert werden?

Denn grundsätzlich ist nur dann eine Mietminderung zulässig, wenn für eben diese Minderung der Miete auch ein triftiger Grund vorliegt. Einfach die Miete zu mindern, weil man sich von gewissen Dingen gestört fühlt, ist also nicht rechtens.

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Der Gesetzgeber schreibt hierbei ganz klar vor, wann und unter welchen Rahmenbedingungen die Miete gemindert werden darf. Einer der wichtigsten Aspekte in diesem Zusammenhang ist die gesetzliche Grundlage für die Mietminderung und somit die Beanstandung der störenden Faktoren beim Vermieter. Denn nur wer den Vermieter angemahnt und auf die Mängel hingewiesen hat, der kann letztlich nach Ablauf einer vom Gesetzgeber vorgegebenen Frist die Miete mindern.

So also muss vor der Mietminderung immer die Anmahnung der Mängel beim Vermieter erfolgen. Diese Anmahnung kann durchaus mündlich erfolgen, muss jedoch nachweisbar sein, weswegen es sich empfiehlt, Mietmängel immer schriftlich und eingeschrieben mit Festlegung eines Zeitpunktes zu welchem die Mängel abgeschafft sein müssen an den Vermieter mitzuteilen.

Die Mietminderungstabelle gibt vor wie viel gemindert werden darf!

Reagiert der Vermieter nicht und werden die Mietmängel nicht abgeschafft, dann darf der Mieter anhand der Mietminderungstabelle seine Miete reduzieren. Wichtig hierbei ist, dass lediglich die Kaltmiete reduziert werden darf. Nebenkosten und sonstige Faktoren, die in die Warmmiete einfließen, dürfen nicht reduziert werden.

Darüber hinaus gibt der Gesetzgeber einen Richtwert vor, welcher die exaktive Mietminderungshöhe beeinflusst. So gibt der Gesetzgeber zum Beispiel vor, wie Hoch die Mietminderung im Falle von Schimmelbefall oder Lärmbelästigung ausfallen darf. Maßgeblich für die Berechnung der Mietminderung anhand einer Mietminderungstabelle ist hierbei natürlich auch die Schwere des Mangels. Ist ein einzelner Wohnraum zum Beispiel nur begrenzt wegen Schimmelbefall bewohnbar, ist die Mietminderung geringer, als wenn der gesamte Wohnraum betroffen ist oder aber einzelne Räume absolut unbewohnbar sind.

Man sieht also, die vom Gesetzgeber vorgegebenen Mietminderungstabellen richten sich ganz klar nach Schwere, Ausmaß und Zeitraum der durch den Mietmangel beeinträchtigen Mietzeit. Je länger, schwerer und unzumutbarer ein Mangel im Mietobjekt vorherrscht umso größer wird der Anteil der geminderten Miete.

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