Münzen – Goldmünzen & Silbermünzen im Überblick – Geldanlage

Die 1000-Schilling-Babenberger-Bundesgoldmünze war die erste Schilling-Goldmünze der Zweiten Republik Österreich. Diese Münze wurde anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Einsetzung der Babenberger im Jahre 1976 geprägt.

Dabei zeigt der besondere Avers der Münze das Reitersiegel von Herzog Friedrich II, welcher mit der Umschrift der Jahreszahlen der Einsetzung der Babenberger graviert wurde. Die Münze wurde von Gertrude Simon entworfen. Die Rückseite von Martha Coufal-Hartl gestaltet. Die Gestaltung ziegt dabei das österreichische Bundeswappen, einen Adler mit einer Mauerkrone und einem Bindenschild auf der Brust. Die Umschrift der Gestaltung lautet “Republik Österreich”. Unter dem Adler der Republik Österreich wurde in zwei Zeilen der Wert der Münze, 100 Schilling, eingeprägt. Der Rand der Münze ist geriffelt.

Die Münze besteht aus 90 % Gold und 10 % Kupfer und hat ein Raugewicht von 13,5 Gramm. Das Feingewicht der Münze beträgt 12,5 Gramm. Die Münze hat einen Durchmesser ovn 27 mm und eine Stärke von 1,6 mm.

In der Normalprägung wurden von dieser Münze 1,8 Millionen Stück geprägt. Der Ausgabetag der neuen Münze war der 22. Oktober 1976. Der Kurs für diese Münze wird seit dem 31. Dezember 2001 angegeben.

Britannia – Britische Anlagemünze aus Gold & Silber

Die Britannia ist eine britische Anlagemünze, welche sowohl in Gold, als auch in Silber erhältlich ist und eine interessante und weit in die Vergangenheit reichende Geschichte hat.

Zur römischen Zeit wurde unter dem Namen Britannia von den Romano-Briten der weibliche Genius des Landes Britannien als Gottheit angebetet. Diese gilt heute als Personifikation Großbritanniens.

Die Britannia-Münze erschien erstmals im Jahre 1987, schon in den vier verschiedenen Größen, und war daher die erste europäische Anlagemünze. Die Prägeanstalt für die Britannia-Münze ist die “British Royal Mint”. Die Auflage der 1 zu 1 Unze-Münzen 1987 war mit 92.000 Stück die höchste und ist bisher rückläufig. Diese Rückläufigkeit kann man auch heute in der sehr geringen Verbreitung der Münze mit einem Marktanteil von nur einem knappen Prozent.

Die Münze hat genauso wie die Sovereign oder der Krügerrand einen Feingehalt von 916,66, was 22 Karat entspricht. Bis 1989 wurde die Münze als Legierung Kupfer mit einem Anteil von einem Zwölftel eingesetzt. Danach wurden Silber und Kupfer in gleichem Verhältnis zueinander eingesetzt. Dieses hatte zur Folge, dass der Farbton der Münze von Rot nach Gelb wechselte. Alle Motive sind in einem geriffelten Rand umfasst. Das „Standing Britannia Design“ von P. Nathan zeigt die Britannia mit Schild, Helm und Dreizack.

Seit einigen Jahrzehnten dient die Münze vermehrt der Anlage und der Sammlung. Der Verbreitungsgrad der Münze ist sehr gering. Mit weniger als ein Prozent Verbreitung bei den Sammlern fast schon zu vernachlässigen. Allerdings spielt in den Augen einiger Sammler gerade dieser geringe Verbreitungsgrad der Münze eine sehr gewichtige Rolle für deren Wert. Der Glaube, dass durch die sehr geringe Verbreitung der Wert der Münze nochmals ansteigt, ist bis heute allerdings nicht bewiesen. Die Münze hat im Verhältnis zu den anderen auf dem Markt ansässigen Münzen nur ein Zehntel Wert.

Amerikanische Goldmünze – Eagle Goldmünze

Die Eagle- Goldmünze ist eine amerikanische Münze mit einem Nennwert von 10 US-Dollar. Eagle bedeutet soviel wie Adler. Die Münze wurde von 1795 bis 1933 als offizielles Zahlungsmittel geprägt.Im Jahre 1785 schlug das U.S. Board of Treasury Münznamen für die neugeschaffene Währung Dollar vor. Nachdem 1792 die ersten eigenen Münzen mit dem Namen Eagle geprägt wurden, zeigte sich auf der Vorderseite der Münze (Avers) ein Frauenportrait, auf der Rückseite (Revers), das Wappentier der USA, ein Weikpfseeadler.

Das Gewicht betrug 270 grains (17,5 Gramm) und der Durchmesser etwa 33 Millimeter.

Die Eagle-Münze war ein Richtmaß für kleinere Münzen. Bei der Messung der Münzwertigkeit orientierte man sich immer an dem Eagle. So war zum Beispiel ein Half Eagle eine 2,5-Dollar-Münze. Außerdem gab es einen sogenannten Double-Eagle. Dieser ist bis heute die wertvollste Eagle-Münze überhaupt. Mit etwa 7,6 Millionen Dollar war sie bereits 1933 die wertvollste Münze überhaupt. Der hohe Wert der Münze ist vor allem darauf zurückzuführen, dass es auf der gesamten Welt nur noch ein öffentlich erhältliches Exemplar gibt.

Während des kalifornischen Goldrausches wurde auch die Prägung von 5- und 10-Eagle-Stücken diskutiert. Probeexemplare wurden hergestellt und dem amerikanischen Kongress vorgelegt. Dieser entschied sich aber gegen diesen Vorschlag der Prägung solcher Münzen. Derart hohe Wertigkeiten von Münzen würden nach Ansicht des Kongresses eine zu hohe Geldmenge am Stück darstellen. Daher lohnte sich die Prägung derartiger Geldstücke keinesfalls.

Gold-Dukaten als Sammler-Münzen

Der Dukat oder die Dukaten, welche auch als Zechine oder Zecchine bekannt sind, sind eine Goldmünze, die im ganzen europäischen Raum verbreitet waren. Die Golddukaten besitzen einen Feingehalt von 986/1000 und wiegen etwa 3,50 Gramm. Das reine Feingewicht der Münze beträgt etwa 3,44 Gramm.

Bis heute werden Dukaten in Österreich, genauso wie der Maria-theresien-Taler für Geschenk- und Sammlerzwecke nachgeprägt. Aber auch bei vielen Anlegern erfreuen sich Golddukaten großer Beliebtheit. Dabei handelt es sich heute um offizielle Nachprägungen der Dukaten von 1872–1914 mit dem belorbeerten Kopfbild von Kaiser Franz Joseph den I. Die Nachprägungen zeigen nahezu einheitlich die Jahreszahl 1915. Bei der auch (selten) vorkommenden Jahreszahl 1951 handelt es sich um einen Fehler des Stempelschneiders. Gerade diese Fehlprägungen haben einen dementsprechend sehr hohen Wert.

Gewicht und Feingehalt entsprechen dabei dem historischen Münzfuß, der aus einer Wiener Mark zu schlagen war. Mit dem Feingehalt 986 Tausendsteln ergibt sich ohne Berücksichtigung von Fertigungstoleranzen ein Raugewicht von 3,490896 g bei einem Feingoldgehalt von 3,442411 g entsprechend 0,110676 Feinunzen.

Das österreichische 4-Dukaten-Stück mit entsprechend vierfachem Gewicht und Goldgehalt wurde auch nachgeprägt. Diese Münze mit belorbeerten Brustbild von Franz Joseph I. hat einen Durchmesser von 39,5 mm und ist daher aus empfindlich dünnem Goldblech und auch sehr wertvoll. Besonders Sammler schätzen diese Münzen sehr, da diese auch sehr selten sind.

Gulden

Der Begriff Gulden stammt aus mittelhochdeutschen und bedeutet dort soviel wie Goldmünzen. Der Gulden ist eine historische Münze und Währungseinheit mehrerer Staaten. Sie leitet sich vom Florentiner Fiorino D’Oro ab. Der Gulden ist seit dem 13. bis 16. Jahrhundert tatsächlich als Goldmünze geprägt worden. Seine Nachahmungen in anderen Ländern Europas waren zunächst auch Goldmünzen. Später wurden dann die Bezeichnungen „Gulden“ und „Florin“ auch für Silbermünzen übernommen. Etwa seit dem 19. Jahrhundert wurden auch in England Silbermünzen dieser Art als Gulden bezeichnet.

Es gab Gulden in Gold und ab dem 16. Jahrhundert vorwiegend als Silberäquivalent. Zum Beispiel auch die Joachimsthaler Guldengroschen, welche später durch den Taler ersetzt wurden, hießen auch Gulden.

Guldengroschen oder Guldiner wurden mit unterschiedlichen Gewichten in ganz Europa geprägt. In Deutschland und Schweiz kannte man den Gulden nach der Einführung der Goldmarke im Jahre 1871. In Österreich-Ungarn dauerte die Verwendung noch bis 1900. Besondere Bedeutung errangen neben dem Reichsgulden auch der ungarische Florint und der niederländische Gulden.

Außerdem machte man auch eine Unterscheidung zwischen dem Goldgulden der rheinischen und süddeutschen Art. Es gab dort Silbergulden, aber auch Talergulden und virtuelle Rechnungsgulden. Dabei bestand ein gewisses Paradoxon zwischen dem Gulden in Schasen und dem Convientionstaler, der als doppelter Gulden verstanden wurde. Der Goldgulden unterlag im Gegensatz zum Dukat ab der frühen Neuzeit der Münzverschlechterung, was seine Beliebtheit einschränkte. Auch heute sind die Gulden im Gegensatz zu manch anderen Sammlermünzen nicht so sehr beliebt. Ihr Wert ist aber immer noch so hoch, dass diese Münzen als Sammler- und Anlegerstücke verwendet werden können. Vor allem Kapitalanleger legen gerne Geld in Form von Gulden an.

Koala Goldmünze aus Australien

Der Koala ist eine australische Anlagemünze, die seit 2007 herausgegeben wird. Zwischen 1988 und 2000 gab es bereits eine australische Anlagemünze mit einem Koalamotiv. Diese bestand aber aus Platin. Reine Goldmünzen gibt es seit 4 Jahren mit jährlich wechselnden Motiven.

Auf der Bildseite zeigt die Münze ein jährlich wechselndes Koalamotiv auf einem facettierten Hintergrund. 2007 war dies ein Koala, wie im Bild zu sehen ist, der an einem Ast hing. 2008 zeigt die Münze einen Koala mit einem Jungtier auf dem Rücken. Auf der Wertseite ist, wie es auch bei anderen Münzen des Commonwealth üblich ist, ein Porträt von Königin Elisabeth abgebildet.

Zudem gibt es seit 2008 auch einzelne Versionen mit einem Gewicht von 0,5 Unzen, 10 Unzen und 1 kg. Aber auch Münzen aus Gold mit vier verschiedenen Gewichten sind erhältlich. Die Goldmünzen sind aufgrund der geringen Auflage und des hohen Aufschlages auf den Materialwert keine Anlagemünzen im herkömmlichen Sinne, sondern sind mit einem Sammlerwert und einem Faible für Sammlungen verbunden. Als reine Anlegermünzen sind diese Münzen aus Sicht von Sammlern schon alleine aufgrund des gesetzlichen Zahlungsmittels des Koalas weniger attraktiv. Der Materialwert der Münzen übersteigt allerdings den Nennwert der Münze erheblich. Diese Tatsache lässt die Münze wieder für Kapitalanleger attraktiv machen, denn mit Tauschgeschäften mit den Koala-Münzen lassen sich mit etwas Glück hohe Gewinne erzielen.

Kookaburra – Münzen in Australien

Der Kookaburra ist eine in Australien ausgegebene Anlagemünze, die ursprünglich aus Silber gefertigt wurde. Spätere Exemplare wurden auch als Gold-Modelle angeboten.

Die 1-OZ-Münzen werden seit 1990 geprägt. Wobei die PrägeanstaltThe Perth Mint zunächst die 1-OZ-Münze mit einem Nennwert von 5 US-Dollar herausgab. Seit 1992 hat die 1-OZ-Münze nur noch einen Nennwert von einem australischen Dollar.

Auf der Rückseite der Münze ist das Abbild von Queen Elisabeth II. zu sehen. Auf der Vorderseite ist das Motiv eines Kookaburras, einem australischen Vogel eingeprägt. Die Münze erscheint mit jährlich wechselnden Motiven. Die 2-OZ, 10-OZ und 1 Kg-Münzen werden erst seit 1991 geprägt. Vor allem bei Sammlern sind diese Münzen sehr beliebt, da sie jährlich andere Prägungen zeigen. Aber auch Anleger bedienen sich häufig der Kookaburra-Münze, vor allem auch der Goldversion der Münze.

Kronen & Goldkrone – Münzen aus Österreich

Die Goldkrone war die Bezeichnung für die ehemalige österreichisch-ungarische Währung. Sie war von 1892 bis 1914 die allgemein anerkannte Währung in Österreich und Ungarn. Insbesondere wurde der Begriff „Goldkrone“ nur auf die geprägten Goldmünzen angewendet. Die Goldmünzen unterlagen im praktischen Zahlungsverkehr oft einem heimlichen sogenannten Agio, was soviel wie Aufgeld bedeutet. Da ihre Häufigkeit im praktischen Geldumlauf im Vergleich zum Papiergeld sichtbar geringer war, wurde mit dem Agio die Währung aufgewertet.

Banknoten wurden daher häufig auch schon vor 1915 als „Papierkronen“ bezeichnet und deren Umwechslung war bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges in den Staatskassen in Wien und Budapest gesetzlich nur in „Metallgeld“ garantiert. Was dann in der Folge auch Silber-, Neusilber- und Bronzescheidegeld sein konnte.Die Goldkronen-Währung löste die vormalige Guldenwährung auf Silberstandardbasis ab.

Die ab 1857 bis 1871 im Deutschen Zollverein gemeinsam geprägte goldene „Vereinsmünze“ zu 50 Stück ein Pfund fein wurde auch als Goldkrone bezeichnet und war im gesamten Bereich des Deutschen Zollvereins eine allgemein anerkannte Währung. Sie setzt sich aber nicht als Goldstandardwährung in Deutschland und Österreich durch und verschwindet damit nach Zerfall des Deutschen Zollvereins anfangs des 20. Jahrhunderts.

Es gab Goldmünzen im Werte von 10, 20 und 100 Kronen bis 1914 im Bargeldumlauf. Damit waren die Goldmünzen zu dieser Zeit als allgemeine Währung anerkannt.

Vor der Einführung der Goldkrone war der Dukaten in Österreich die vorherrschende Goldmünze. Auch nach dem Übergang zur Goldkrone hat der Dukaten als Handelsmünze weitergelebt und wird noch heute – wie die 10-, 20- und 100-Goldkronenstücke – mit der Jahreszahl 1915 für Münzsammler als sogenannte Bullionmünze nachgeprägt. Nicht nur Sammler, sondern auch Geldanleger sammeln diese Münzen aus Gold gerne. Bestimmte Prägungen sind sehr wertvoll und werden im dreistelligen Eurobetrag gehandelt.

Die Münzen haben einen Durchmesser ovn 40,6 mm und eine Dicke von 4 mm. Das Gewicht beträgt 31,10 Gramm.

Krugerrand – Münze für Sammler

Der Krugerrand ist eine Anlagemünze und Kurantmünze. Die Münze wird ausschließlich aus Gold gefertigt. Im deutschen Sprachraum sind die Schreibweise Krügerrand und die entsprechende Aussprache üblich. Die offizielle internationale Bezeichnung der Münze lautet allerdings Krugerrand. Der Krugerrand wurde nach dem südafrikanischen Politiker Paul Kruger benannt und dem seit 1961 gesetzlichen Zahlungsmittel Südafrikas, dem Rand, benannt.

Formal ist er nach der südafrikanischen Notenbankverordnung ein offizielles Zahlungsmittel im Staat Südafrika. Dies ist der Fall, obwohl er nicht als Bargeld gedacht ist. Das bedeutet, dass er praktisch nicht als solches genutzt werden kann. Im Gegensatz zu den meisten Münzen trägt der Krugerrand keinen aufgeprägten Nennwert. Dieser wird stattdessen an jedem Werktag von offizieller Seite in Bezug zum Marktpreis des Goldgehaltes neu festgesetzt.

Genau dieser ständige Wechsel der Wertigkeit und deren ständig neue Festlegung macht den Krugerrand zu einem perfekten Handelskapital und ist gerade für Anleger und Spekulanten interessant.

Die Vorderseite der Münze zeigt ein Porträt von Paul Kruger und die Schriftzüge SUID-AFRIKA und SOUTH AFRICA. auf der Rückseite ist das Nationaltier von Südafrika, eine Springbock-Antilope, abgebildet. In geteilter Schreibweise befindet sich links und rechts davon die Angabe des jeweiligen Prägejahres. Im oberen Abschnitt der Münze ist das Bild umrahmt von dem Schriftzug KRUGERRAND und unten mit FYNGOUD 1 OZ FINE GOLD.

Der Feingehalt dieser Münze der seit 1967 geprägten und allgemein als erste moderne Anlagemünzen betrachteten Stücke ist 916/1000. Die Stückelungen unterhalb einer Unze werden erst seit 1980 hergestellt und sind ebenfalls bei Anlegern sehr beliebt.

Lunar Goldmünzen Serie

Die Lunar Goldmünzen Serie ist zwar weniger bekannt als beispielsweise die Maple Leaf-Serie. Allerdings sehr begehrt bei Sammlern. Die erste Serie der außergewöhnlichen 24karätigen Lunar-Goldmünzen wurde von 1996 bis 2007 von der kanadischen Perth Mint geprägt und bis heute werden die Münzen jährlich mit einem jeweils neuen Motiv gefertigt.

Auf den Münzen werden die chinesischen Tierzeichen abgebildet. Aufgrund dessen wiederholt sich ein Motiv alle 12 Jahre. Die Tierkreiszeichen wechseln allerdings nicht wie im europäischen Raum monatlich, sondern jährlich. So ziert in jedem Jahr ein anderes Tierzeichen die Lunar-Münze. Angefangen wurde 1996 mit der Ratte. Zudem sind Feinheit, Feingewicht und Prägejahr auf der Lunar Münze immer festgehalten. Auf der Rückseite befindet sich Queen Elisabeth II. Die Rückseite bleibt immer gleich. Nur die äußere Erscheinungsform dieses Motivs hat sich über die Jahre hinweg leicht verändert.

Die Lunar Goldmünze gibt es in Polierter Platte und in Stempelglanz und ist in 1,1/2, 1/4, 1/10 und 1/20 Unze erhältlich. Jedoch gibt es in begrenzter Auflage auch in 2 Unzen und seit 2006 in unglaublichen 10Kg Lunar Goldmünzen, die jedoch auf 20 Stück limitiert sind. Daher ist deren Wert besonders hoch und diese Münzen werden auf dem Sammlermarkt weltweit sehr hoch gehandelt.

Aufgrund der Attraktivität und der großen Nachfrage wurde von der Lunar Goldmünze 2008 eine weitere Serie in Silber auf den Markt gebracht. Diese Version unterscheidet sich durch ein größeres Abmaß und auch durch neue Motive.

Das erste Motiv der neuen Serie war die Ratte. Unter diesen Tierzeichen ist der Schriftzug “Year oft the..” auf die Münze eingeprägt. Diese Version ist ebenfalls in den handelsüblichen Feingewichten erhältlich. Bei dieser Ausgabe waren die 10 Kilogramm Münzen mit einer Auflage von 100 Stück stark limitiert.

Maple Leaf Goldmünze

Der kanadische Maple Leaf-Münze wurde nach dem englischen Begriff für das charakteristische Ahornblatt, welches auch auf der kanadischen Flagge in Rot abgebildet ist, gekennzeichnet. Die Maple Leaf ist zusammen mit dem Krügerrand die wohl am meisten verbreitete Anlagemünze. Die Maple Leaf-Münze wird seit 1979 geprägt. Die Maple Leaf-Münzen sind offizielle Zahlungsmittel in Kanada.

Dabei reicht ihr Nennwert von 1CAD bis hin zu 50 CAD. Ihr Feingewicht von 1/20 Unze bis zu 1 OZ.

Der Gold Maple Leaf wird in verschiedenen Stückelungen mit Feingewichten von 1/20 bis 1 Unze ausgegeben. Einmalig wurde 1994 eine Stückelung von 1/15 Unze geprägt. Gerade diese Ausgabe der Maple Leaf ist besonders wertvoll, da sie nur in einer sehr kleinen Stückzahl im Vergleich zu den anderen Prägungen vorhanden ist.

Die Prägestätte ist die Royal Canadian Mint. In den ersten drei Prägejahren besaß der Maple Leaf einen reinen Feingehalt von 999 tausendstel Gold. Ab 1982 konnte der Feingehalt sogar auf sagenhafte 999,9 Tausendstel (auch four nine fine genannt) gesteigert werden. Die erstmals 2007 erschiene Spezialedition in einer Auflage von 30 848 Stück mit einer Feinheit von 999,99 Tausendsteln und drei Ahornblättern statt einem als Motiv, hat unter Sammlern und Anlegern ebenfalls einen sehr hohen Wert.

2008 und 2009 wurden noch weitere Sondereditionen in dieser five nine-Reinheit auf den Markt gebracht. Der Verkauf dieser Münzen ist in allen EU-Staaten und der Schweiz mehrwertsteuerbefreit. Wie dies bei allen anderen Gold-Boullion-Münzen auch der Fall ist.

Der Maple Leaf gehört nach dem Krügerrand zu den am meisten verkauften Goldmünzen weltweit. Die Auflage des Maple Leafs übersteigt vereinzelt sogar jene des Krügerrandes. Allerdings hängt der Wert der Münzen vom aktuellen Goldpreis ab und liegt derzeit weit über dem Nennwert. In manchen Sammlerkreisen spricht man auch davon, dass der Wert der Münzen den Nennwert teilweise doppelt so hoch gestellt ist.

Neben der 1-Unzen-Version gab es auch eine auf fünf Stück begrenzte Version mit einem Gewicht von 100 kg und einem Nennwert von 1 Million CAD. Im Jahr 2008 hatte jede dieser Münzen einen eigenen Wert von etwa zwei Millionen Euro. Die britische Königin Elisabeth II. besitzt ebenfalls eine der Münzen. Andere Münzen sollen an Besitzern in den Arabischen Emiraten gegangen sein.

Maria-Theresien Taler

Der Maria-Theresien-Taler ist eine seit 1741 bis heute geprägte Silbermünze mit einem Konterfei der römisch-deutschen Kaiserin Maria Theresia. In der österreichischen Habsburgermonarchie diente die Münze als Handelsmünze. Aber auch in anderen europäischen und außereuropäischen Territorien wurde die Münze als Handelsmünze verwendet. Heute gilt die Münze als Sammler- und Handelsobjekt von Anlegern. Der Maria-Theresien-Taler hat ein Raugewicht von 28,0688 g und einen Feinsilbergehalt von 23,389 g, was 0,751974 einer Feinunze entspricht.

Zwischen 1751 und 2000 wurden ca. 389 Millionen Maria-Theresien-Taler geprägt und veröffentlicht.

Die Bezeichnung der Münze wird allerdings erst seit der im September 1753 mit dem Kurfürsten von Bayern abgeschlossenen Münzkonvention verwendet. Seit dem Tod der Kaiserin im Jahr 1780 wird der Taler mit dieser Jahreszahl als Handelsmünze jedes Jahr nachgeprägt. Der Taler wurde unter anderem von den zahlreichen Münzstätten im Heiligen Römischen Reich und in den habsburgischen Territorien geprägt.

Der Taler war bis zum 31. Oktober 1858 gesetzliches Zahlungsmittel im Kaisertum Österreich. Ab dem 1. November wurde die österreichische Währung im Dezimalsystem eingeführt. Deren Gulden umfasste 100 einzelne Kreuzer. Bis weit ins 20. Jahrhundert war der Maria-Theresien-Taler dann schließlich anerkanntes Zahlungsmittel in Teilen Afrikas und Asiens. Bis in den indischen Raum wurde mit dem Taler gehandelt.

Im arabischen Raum wurde er zum Beispiel Abu Kush genannt. Trotz der unterschiedlichen Bezeichnungen in den verschiedenen Bereichen hatte er andauernd die gleiche Wertigkeit in dieser Zeit.

Eine Reihe von europäischen Staaten prägten Großsilbermünzen, die den Maria-Theresia-Thaler nachahmten. So wurde zum Beispiel in Venedig, im Königreich Italien, in Preußen oder in Ragusa der Thaler nachgeahmt. Hierbei wurde das Erscheinungsbild imitiert und auch die Wertigkeit des Talers dementsprechend hoch gehandelt.

Als Finanzmittel für koloniale Bestrebungen begann Großbritannien 1935 damit, den Taler in Eigenregie zu produzieren und zu Stabilisierungszwecken eigener Machtstellung in afrikanischen Staaten zu verwenden. Dazu wurde der Taler dort in Umlauf gemacht und als allgemeingültiges Zahlungsmittel festgelegt.

Nach dem Krieg wurde die Münze in Österreich offiziell wieder aufgelegt. Seit 1946 prägte die Münze vor allem in Wien über 49 Millionen Exemplare. Die Begehrtheit der Münze ist bis heute in Österreich deutlich sichtbar. Viele Sammler und Anleger bedienen sich der Münze. Bis heute wird der Günzburger Stempel mit dem Münzzeichen SF, welche nach den Münzmeistern der Günzburger Prägestätte Schöbl und Faby benannt sind, auf den einzelnen Münzen verwendet.

Ein Taler hat einen Durchmesser von 39,5 mm und ist 2,5 mm dick. Nach dem historisch festgelegten Münzfuß beträgt der Feinsilbergehalt 23,389 g bzw. 0,751974 Feinunzen.

Mexico Peso

Der Begriff Peso bedeutet allgemein im spanischen Gewicht. Die aus Spanien stammende Währung hat sich aus dem spanischen Raum weltweit verbreitet. Heute ist der Peso in vielen Ländern der Welt offizielles Zahlungsmittel. Vor allem in den damaligen spanischen Kolonien ist der Peso heute verbreitet. So zum Beispiel auch in Mexiko.

Auch das Dollarzeichen stammt ursprünglich für den spanisch-mexikanischen Peso und wurde erst später auch für den US-Dollar verwendet. Es wird heute als universelles Währungssymbol für alle als Dollar oder Peso bezeichneten Währungen verwendet weltweit verwendet.

Der mexikanische Peso ist heute die offizielle Währung in Mexiko. Er wird in 100 Centavos unterteilt. Der Währungscode des mexikanischen Pesos ist gemäß ISO 4217 seit 1992 MXN. Der zuvor gültige Peso mit dem Code MXP wurde im Verhältnis 1000:1 umgetauscht. Dabei zirkulieren Banknoten in Stückelungen zu 10 bis 500 und 1000 Pesos sowie Münzen zu 5, 10, 20 und 50 Centavos im öffentlichen Zahlungsverkehr. Die Münzen zu 5 und 10 (zunehmend auch 20) Centavos werden im Alltag nicht mehr benutzt und Preise auf 50 Centavos gerundet. Bei Sammlern erfreuen sich diese Pesos allerdings großer Beliebtheit, da sie seit der Ersetzung in der Öffentlichkeit weniger häufig auftreten. Die Münzen zu 20, 50 und 100 Pesos sowie die Banknoten zu 10 Pesos sind ebenfalls selten anzutreffen. Auch Geldanleger legen ihr Kapital nicht selten in Pesos an. Der große Vorteil bei den Pesos ist, dass sie sowohl als Anlage, als auch als offizielles Zahlungsmittel verwendet werden können.

Napoleon Goldmünzen

20 France

Die 20 Francs Goldmünze Napoleons des I. zeigt das Portrait des Kaisers. Der in der Zeit von 1769-1821 lebende und in Frankreich regierende Kaiser wird auf dieser Münze als sehr erhaben dargestellt.

Vor seinem Thronantritt war Napoléon Bonaparte ein General der französischen Armee gewesen. In dieser Rolle machte er sich schon damals einen Namen. Selbst in der heutigen Zeit ist er immer noch als hervorragender Soldat bekannt. Seine militärischen Strategien erlangten bis in die heutige Zeit Weltruhm.

Als Kaiser entwickelte Napoleon I. besondere Reformen und Strukturen, die das Gesamtbild des Kaiserreichs stark prägten und bis heute beeinflussen. Ab dem Jahr 1805 war er sogar König von Italien. Diese strategischen, befehlerischen und machthaberischen Erfolge trugen dazu bei, dass Napoleon auch auf den 20 Francs-Münzen verewigt wurde.

Seit dem Jahr 1803 wurden die Goldmünzen Napoleons geprägt. Auf der 20-Francs-Golmünze sieht man das Portrait Napoleons und einen Schriftzug, nämlich „Napoleon Empereur“, was soviel heißt wie “Napoleon – der Eroberer”. Auf dem Rand der Münze steht „Dieu Protege La France“. Es bedeutet „Gott schütze Frankreich“. Napoleon sollte im Auftrag von Gott also Frankreich schützen.

40 Francs

Auf der 40 Francs Münze ist nur der Kopf Napoleons zu sehen. Über 50 Jahre nach Napoleon I. erschien 1861 die erste Napoleon III. 40 Francs-Goldmünze in Frankreich. Sie ist heute ein interessantes Sammlerstück und hat eine Feinheit von 900/1000 Gold. Zur Goldlegierung wird Kupfer hinzugegeben, um die Münze fester und stabiler zu machen. Der Kupferanteil verleiht der Münze einen etwas rötlichen Ton. Man nennt diese Münze auch „Empereur Napoleon III. 20 Francs“.

Charles Louis Napoléon Bonaparte war der Neffe des Kaisers Napoleons I. Er wurde 1848 zum französischen Präsidenten gewählt und 1852 zum Kaiser Frankreichs gekrönt.

Die 20 Francs, sowie die 40 Francs Münze mit dem Portrait Napoleons erfreut sich heute bei vielen Sammlern, aber auch bei einer Vielzahl von Anlegern großer Beliebtheit. Die Werte der einzelnen Münzen bewegen sich im deutlichen dreistelligen Eurobetrag und der Wert nimmt zunehmend zu. Daher ist die Wahl gerade für Anleger, die mit den Napoleon-Francs Gewinne erzielen möchten, gerade richtig.

Nugget-Münze aus Australien – Goldmünze

Unter der Nugget-Münze versteht man eine australische Goldmünze. Diese wird seit 1987 in der Stückelung 5, 15, 25, 50, 100 australischer Dollar bzw. 1/20, 1/10, 1/4, 1/2 und 1 Unze geprägt.

Mittlerweile gibt es auch noch die besonders großen Stückelungen von 2 und 10 Unzen sowie 1 Kilogramm. Angeboten als Large Australian Nugget sind diese Stückelungen nun seither erhältlich.

Seit Mai 2010 gibt es auch eine 2-Dollar-Münze, die mit ihrem Gewicht von nur 0,5 Gramm als die kleinste Anlagemünze der Welt betrachtet wird. Der Feingehalt beträgt 999,9/1000, die Münze besteht also aus reinem Feingold. Der Nugget wurde 1986 erstmals geprägt und veröffentlicht.

Bis 1989 zeigte die Vorderseite ein Nugget und danach das australische Känguru. Das Motiv des Kängurus ändert sich jährlich in Größe und Form. Die Rückseite, auf welcher bis 2007 die Jahreszahl eingeprägt wurde, ist mit einer Abbildung von Königin Elisabeth II. versehen.

Als Anlagemünze wird das Nugget am Bankschalter zu täglich aktualisierten Preisen verkauft. Die Preise sind derzeit aufgrund des ständig stark wechselnden Goldpreises ebenfalls starken Schwankungen unterworfen.

Das Avers der größeren Einheiten z.B. 2 OZ, 10 OZ und 1kg ziert jährlich das gleiche Motiv des sogenannten Red Kangaroo. Die Münze ist in Australien als offizielles Zahlungsmittel gültig. Umgangssprachlich wird die Münze auch als Känguru-Nugget bezeichnet und kann überall in Australien als Zahlungsmittel verwendet werden. Seit der Ausgabe 2008 heißt sie offiziell Australian Kangaroo und das Jahr der Prägung befindet sich auf der Motivseite der Münze.

Panda-Münze aus China

Der Panda ist eine Münze, die zur Anlage geeignet ist. Sie besteht aus Edelmetall und wird seit 1982 von der Volksrepublik China herausgegeben. Der Feingehalt der Münze beträgt mit wenigen Ausnahmen 999/1000. die Panda-Münze besteht demnach fast aus reinem Gold.

Auf der Vorderseite ist immer der Himmelsstempel von Peking abgebildet. Aufgedruckt ist 中华人民共和国. Auf der Vorderseite der Münze steht immer das Ausgabejahr.

Die Rückseite zeigt Porträtierungen von Pandas. Diese Portraits fallen von Jahr zu Jahr unterschiedlich aus. Die einzige Ausnahme sind die Jahre 2001 und 2002, in welchen zwei mal das gleiche Motiv auf den Münzen zu sehen war.

Manchmal sind die Rückseiten je nach Größe oder auch bei den stückgleichen Versionen verschieden. Die offizielle Prägeanstalt für die Panda-Münzen ist die China Mint. Die aktuelle, offizielle Ausgabestelle ist die China Gold Coin Incorporation. Bei dieser sind landesweit in China die Münzen erhältlich. Die Goldmünze ist in Deutschland bei Banken und Sparkassen landesweit erhältlich. Die Silber- und Platinversionen müssen jedoch über spezialisierte Münz- und Edelmetallhändler erworben werden. Eine Übersicht dieser speziellen Händler bekommen Interessenten über ihre Hausbank.

1982 wurden nur Pandas in Gold ohne eine Nennwertangabe geprägt. In der Ausführung Stempelglanz, der so genannten Brillant Uncirculated, in der Stückelung von 1/10 Unze bis 1 Unze. Ab 1983 bekamen die Goldpandas eine Nennwertangabe auf der Rückseite zusätzlich zu dem Pandamotiv. Die Stückelung wurde dann schließlich von 1/20 Unze bis 1 Unze erweitert. Im Jahre 1984 wurden die Goldpandas mit einer 12-Unzen-Ausführung in eine Proof, einer polierten Platte ergänzt.

Sie wurde bis 1988 geprägt. 1989 wurde diese Prägung ausgesetzt und ab 1990 wieder aufgelegt. In den Jahren von 1986 bis 1994 gab es die Goldpandas der Stückelungen bis 1 Unze nun auch in der Ausführung Polierte Platte. Diese Ausführung ist gerade bei den Anlegern sehr beliebt, da sie einen höheren Wert als die Standardversion hat.

Wiener Philharmoniker – Goldmünze aus Österreich

Der Wiener Philharmoniker, oft auch nur kurz Philharmoniker genannt, ist eine österreichische Münze aus Gold. Seit Februar 2008 wird auch eine Silberversion der begehrten Münze gefertigt.

Diese Münze ist in Österreich derzeit als offizielles Zahlungsmittel anerkannt. Jede dieser Münzen hat einen entsprechenden Nennwert. Dieser Nennwert liegt allerdings häufig unter dem tatsächlichen Materialwert. Mit der Euro-Einführung im Jahre 2002 änderte sich der Nennwert von Schilling zu Euro. Allerdings ist damit auch eine Steigerung des Wertes der einzelnen Münzen einhergegangen.

Die Bullionsmünze wird also nicht zum Nennwert, sondern zum Edelmetallwert gehandelt. Daher ist sie ausschließlich als Sammler- und Anlagemünze im Gebrauch.

Der Gold-Philharmoniker hat einen Feingehalt von 999,9. Sein Verkaufspreis orientiert sich am tagesaktuellen Goldpreis zuzüglich eines geringen Aufgeldes, analog zu der Silber-Philharmoniker am Silberpreis. In den meisten Ländern werden die Münzen umsatzsteuerfrei gehandelt.

Sie wird ausschließlich in Wien in der Münze Österreich und nur nach Bedarf geprägt. Das Motiv bleibt jährlich gleich. Allerdings ändert sich lediglich das Prägejahr. Von der ersten Prägung an zeigt die Münze auf der einen Seite Instrumente des berühmten Wiener Orchesters. Auch die abgebildeten Instrumente, ein Horn, ein Fagott, eine Harfe und vier Geigen sind bei allen Ausführungen der Münzen gleich.

Die Geschichte der Gold-Philharmoniker-Münze geht auf das 1989 zurück. Damals wurde diese Münze erstmalig im Handel angeboten. Allerdings gab es zum damaligen Zeitpunkt nur zwei Ausführungen der Münze, welche sich in der Größe unterschieden. Das Angebot der Wertigkeiten wurde um halbe und viertel Unzenwerte erweitert.

Im Jahr 1990 war die Münze die meistverkaufte Münze in ganz Europa. Am Weltmarkt erreichte sie einen beachtlichen zweiten Rang. Außerdem wurde die Münze aus Wien 1992, 1995, 1996 und 2000 vom World Gold Counsil zur meistgekauften Münze der Welt erklärt.

Seit dem Beginn der Prägung im Oktober 1989 wurden weltweit bis 2010 mehr als 8,2 Millionen Wiener Philharmoniker verkauft. All diese Münzen zusammen haben ein Feingewicht von 5,6 Millionen Unzen, was einem Goldgewicht von etwa 174 Tonnen entspricht.

Zum 15-jährigen Jubiläum der Anlagemünze Wiener Philharmoniker gab es eine Sondermünze, die sogenannte “Big-Phil”, welche eine 1000-Unzen-Version mit Nennwert 100.000 Euro ist. Die „Big Phil“ genannte Münze besteht aus 31,103 kg purem Gold. Sie hat einen Durchmesser von 37 cm und ist etwa 2 cm dick. Entsprechend den 15 Philharmoniker-Jahren gibt es von der Rekordmünze auf der ganzen Welt nur 15 Stück. Ihr Materialwert beträgt etwa 1.310.000 Euro. Die Präsentation der Münze fand vor dem Wiener Riesenrad im Rahmen einer Galaveranstaltung statt.

Für diese Veranstaltung wurde das Riesenrad in eine überdimensionale Goldmünze verwandelt. Auch in Deutschland gibt es eine derartige Münze, welche sich im Foyer der Münchener Hauptzentrale von “Pro Aurum” ausgestellt wurde.

5 & 10 Schilling Silbermünze aus Österreich – Wert

Der Schilling war seit dem Jahre 1925 bis zur Einführung des Euro am 1. Januar 1999 die Währung von Österreich. Anschließend konnte noch bis zum 28. Februar 2002 gesetzlich mit dem Schiling bezahlt werden. Seit diesem Zeitpunkt gilt in Österreich als aktuelle Währung der Euro. Ein Schilling wurde bis dahin in 100 Groschen unterteilt.

Nach der Einführung des Euro sind die Schilling nur noch zu Sammelzwecken oder als Geldanlage angesehen worden. Viele Sammler sehen im Schilling bis heute die besondere Form der Kapitalanlage, da die Schilling insbesondere in einer versilberten Version sehr wertvoll sein können.

Vor allem aber die 5 und 10 Schilling-Münzen haben heute einen Wert von fast 15 Euro. In den Abbildungen sehen Sie jeweils eine 5 und eine 10 Schilling-Münze, welche versilbert ist.

Schweizer Vreneli – Goldmünze aus der Schweiz

Das Goldvreneli ist die bekannteste Goldmünze aus der Schweiz. Die 20-Franken-Münze wurde im Zeitraum von 1897 bis 1949 geprägt. Die Gesamtauflage betrug etwa 58,6 Millionen Exemplare. Den Namen Vreneli bedeutet ursprünglich Verkleinerungsform des traditionellen Schweizer Vornamens Verena.Der Name wurde an die Münze im Rahmen des von Ulisse Landry gestalteten Frauenbildes vergeben. Die Münze ist Nachfolgerin der von 1883 bis 1896 geprägten Goldmünze Helvetia.

Von 1911 bis 1922 wurde auch ein 10-Franken-Vreneli geprägt. Die Auflage betrug damals 2,6 Millionen Stück. Im Jahr 1925 wurden 5000 100-Franken-Vreneli geprägt. Die Münzen waren nach der so genannten Lateinischen Münzennorm geprägt und gestaltet.

Goldvreneli sind in der Schweiz als Geschenke und Wettbewerbspreise populär. Aber auch Sammler und Anleger erfreut der Anblick und der Besitz einer solchen Münze. Die im Bild gezeigten Exemplare der Münze stammen aus dem Jahre 1897 und sind mit dem typischen Vreneli Pattern gekennzeichnet.

Sovereign Münze – Goldmünze aus England

Bei der Sovereign-Münze handelt es sich um das Nominal einer englischen Goldmünze. Diese wurde erstmals 1489 unter Hinrcih VII. geprägt. Später, im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Sovereign zunächst von Laurel, dann von der Unite under Giunee verdrägt. Die Bedeutung der Sovereign-Münze ist damit also zunehmend gesunken. Erst mit der Prägung dieser Münze als eine Goldmünze mit einem Nennwert von einem Pfund Sterling zu 20 Schilling wurde im Jahre 1817 wieder ein Wert mit dieser Münze verbunden. Sovereigns haben seitdem ein Raugewicht von 7.98805 g und einen Feingehalt von 22 Karat.

Die Ära der Sovereigns als Zahlungsmittel endete zunächst in Großbritannien während des Ersten Weltkrieges 1917 und in Südafrika mit der Abschaffung der Golddeckung im Jahre 1932.

Die Prägeorte waren neben London vor allem Städte in Ländern des Commonwealth mit eigenen Goldvorkommen. So wurde die Münze auch in Ottawa, Sidney und Melbourne geprägt. Ab 1957 wurde die Prägung als Anlagemünze wieder aufgenommen. Als solche ist der Sovereign auch außerhalb Großbritanniens beliebt.

Vor allem gilt die Anlagemünze in ihrer versilberten Form bei Anlegern als sehr beliebt. Der Wert der Münze beträgt zwischen 150 und 400 Euro, je nach Fertigungsstandard.

Tscherwonez – Goldmünze aus Russland

Der Tscherwonez ist eine russische Goldmünze, später auch ein Geldschein. Heute werden im russischsprachigen Raum in der Umgangssprache Banknoten verschiedener Währungen mit einem Wert von zehn Währungseinheiten ebenfalls mit Tscherwonez bezeichnet. Diese Tscherwonez entsprechen aber nicht mehr den ursprünglichen Tscherwonez, welcher im Russischen Reich die aus dem Westen stammenden Goldmünzen meinte.

Nach der Oktoberrevolution in Russland und dem Scheitern der Übergangs-Währung, dem Sowsnak, wurde 1923 erstmals eine russische Goldmünze mit dieser Bezeichnung geprägt. Sie trug den Namen und das Wappen der Russischen SWFR.

Ab 1922 war der Tscherwonez auch die Währungsbezeichnung auf sowjetischen Banknoten. Mit der Währungsreform von 1947 wurden diese Noten aber abgeschafft.

Da 10 alte Rubel einem neuen Rubel entsprachen, war ein alter Tscherwonez gleichwertig mit einem neuen Rubel. Die Münzen aus dem Jahre 1925 tragen dabei auf der Rückseite den Schriftzug СССР (dt.: SSSR), die anderen Ausgaben sind mit РСФСР (dt.: RSFSR) geprägt. Zwischen 1975 und 1981 wurden in der damaligen Sowjetunion erneut Gold-Tscherwonzen mit dem alten Motiv geprägt. Diese waren zum Verkauf als Bullionmünzen ins Ausland gedacht. Heute werden die Münzen in vergoldeter oder versilberter Form als Anlage von Sammlern verwendet. Die Wertigkeiten der Münzen sind je nach Größe, Schwere, verwendetem Material und deren Verarbeitung sehr unterschiedlich.

Dukaten

Dukaten haben unterschiedliche Namen, bedeuten jedoch immer dasselbe. Bekannt sind die Goldtaler auch als Dukat oder Zechine. Der Ursprung der Dukaten liegt in Venezien. Hier wurden sie das erste Mal 1284 geprägt. Das Besondere an einem Dukat ist der Feingehalt des Goldes, der bei 986/1000 liegt und damit kommt sie auf ein Feingewicht von 3,44 Gramm und wiegt insgesamt 3,49 Gramm.

Die Dukaten sind damit reine Goldmünzen und galten selbstverständlich als Zahlungsmittel. Die Ersten zeigten den Heiligen Markus auf der Vorderseite und auf der Rückseite wurde das Bildnis von Jesus eingeprägt. Bis in das Jahr 1797 wurden die Dukaten in Venezien geprägt und enthielten nahezu identische Gewichte. Daher galt dieses Zahlungsmittel als die stabilste Währung in der gesamten Welt – und das über Jahrhunderte. Durch den weltweiten Handel haben sich die Dukaten zuerst in den europäischen Ländern verbreitet. Im Mittelalter – im 14. und 15. Jahrhundert – war sie die Welthandelsmünze und überall anerkannt.

In dieser Zeit begannen auch die Prägungen von Teilnominalen. Diese wurden für Geschenkzwecke verwendet oder auch für sehr besondere Feierlichkeiten oder Anlässe hergestellt. Der Einzug der Dukaten in Deutschland war um 1559 und hier wurden sie sodann als Reichsmünze bezeichnet und erklärt. Eine Aufhebung fand erst 1857 durch den Deutschen Zollverein statt. In Dresden und Leipzig wurden sie geprägt. Der Wert einer Dukate lag um 1780 bei umgerechnet etwa 2,75 Reichstalern. In Österreich galten die Dukaten ab 1858 nicht mehr als offizielles Zahlungsmittel. Allgemein nahm ab dem 19. Jahrhundert der Währungscharakter ab und es fanden mehr oder weniger eher Medaillen-Prägungen statt. Sehr bekannt sind da aus dem deutschen Bereich die Donaudukaten, die Rheingolddukaten, die Goldkronacher-Dukaten und die Ausbeutedukaten.

 

Selbst in der heutigen Zeit finden noch Prägungen statt, die jedoch nur einen Sammlerwert darstellen. Hochoffizielle Nachprägungen werden gefertigt, die beispielsweise den Kaiser Franz Joseph I. zeigen. Die geprägte Jahreszahl ist ausschließlich 1915. Es sind allerdings auch Falschprägungen im Umlauf, die das Jahr 1951 aufweisen. Hierbei handelt es sich lediglich um einen Prägefehler. Das Gewicht und auch der Feingehalt sind noch immer die gleichen. Diese orientieren sich an dem sehr historischen Münzfuß. In Wien wird dafür eine Wiener Mark, die ebenfalls einen Feingoldanteil aufweist, zerschlagen, abgewogen und die Dukaten geprägt. In Österreich sind die Vier-Dukaten-Stücke zu erhalten, die ein entsprechend vervierfachtes Gewicht und auch einen entsprechenden Goldgehalt aufweisen. Der Durchmesser einer solchen Dukate liegt bei 39,5 Millimetern und sie besteht aus Goldblech.

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