Pflegeregress Abschaffung 2018 in Österreich – Änderungen

Die Abschaffung und Änderungen hinsichtlich des Pflegeregress in Österreich 2018

Der nachfolgende Text behandelt das Ende des Pflegeregresses in Österreich und beinhaltet weitere wissenswerte Information runf zm das Thema. die in Österreich bereits am ersten Januar des Jahres 2018 durchgeführt wurde.

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Pflegeregress Abschaffung 2018 als Entlastung
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Sinn und Zweck dieses Ratgeber Textes ist es, den Leser über die Änderungen, die mit der Abschaffung einhergehen, zu informieren. Im zweiten Absatz wird kurz erklärt, was der Pflegeregress ist beziehungsweise vor der Abschaffung war.

Der Pflegeregress – Was ist beziehungsweise war das überhaupt?

Bereits zum ersten Januar 2018 wurden in Österreich der Pflegeregress auf bundesweiter Ebene abgeschafft. Der Pflegeregress ermöglichte es den Bundesländern Österreichs auf das Privatvermögen einer pflegebedürftigen Person und /oder auf das private Vermögen der Angehörigen der betroffenen Person zurückzugreifen. Es konnten also Kostenersatzansprüche vonseiten der Bundesländer gegen dritte Personen, sprich Ehegatten und Verwandte, geltend gemacht werden.

Das Ziel des Pflegeregresses war es, die Kosten beziehungsweise Aufwendungen für die Unterbringung und Verpflegung der pflegebedürftigen Person durch den Rückgriff auf die Finanzen von Ehegatten und Verwandten ersetzt zu bekommen. Für die Finanzierung des Pflegeplatzes wurde bisher die Rente oder Pension der betroffenen Person und ebenso das Pflegegeld derselben vonseiten des jeweiligen Bundeslandes einbehalten.

Die betroffene Person, die auf eine Pflege angewiesen ist, hatte trotzdem noch das Recht, über 20 % der Pension sowie über das Pflegegeld zu verfügen. War es jedoch so, dass die Rente, Pension und das Pflegegeld nicht ausreichten und außerdem das vorhandene Vermögen der pflegebedürftigen Person nicht ausreicht, um die Unterbringung und Verpflegung zu bezahlen, so kam es bis zum ersten Januar 2018 zu einem Rückgriff auf das private Vermögen der Angehörigen.

Erwähnenswert ist hier, dass Kinder in allen Bundesländern Österreichs von dieser Pflegeregress-Regelung ausgenommen sind, also nicht für ihre Eltern aufkommen mussten.

Es existierten Regelungen in verschiedenen Bundesländern Österreichs, in denen festgehalten war, dass Personen, die innerhalb der vergangenen drei bis zehn Jahren ein Geschenk von der pflegebedürftigen Person erhalten hatten, die Pflicht der Erfüllung des Kostenersatzes zu an das jeweilige Bundesland zu leisten hatte

Da die Bestimmungen des Pflegeregress doch nun abgeschafft wurden, sollen die Kosten, die jetzt durch eben diese Abschaffung entstehen beleuchtet und mit den vorherigen Kosten zu Zeiten des Pflegeregresses verglichen werden. Von Anfang an kann festgehalten werden, dass der Staat Österreichs im Jahr 2018 auf erhebliche Kosten zu steuert.

Ein Überblick – Die Kosten in Zeiten des Pflegeregress und die Kosten nach der Abschaffung

Wie bereits angemerkt, war der Sinn und Zweck des Pflegegresses die finanzielle Entlastung der Bundesländer.

Das Geld, welches ehemals, als der Pflegeregress noch in Kraft war, von den Verwandten für die Pflege der betroffenen Person bezahlt werden musste, muss heutzutage nach der Abschaffung desselben von den Bundesländern selbst aufgebracht werden.

Die Mehrkosten beliefen sich, ersten Schätzungen zufolge, auf 100 Millionen Euro im Jahr. Heutzutage wird allerdings von einer deutlich höheren finanziellen Belastung für die Länder ausgegangen. Neuste Schätzungen belaufen sich auf 400 Millionen Euro, von denen ein Teil auch von den Gemeinden und dem Staat zu tragen ist. Wie hoch die Kosten schlussendlich sein werden, bleibt jedoch noch abzuwarten und wir sich zum Ende des Jahres 2018 herausstellen.

Gleichzeitig profitieren jedoch Familien, die finanziell entlastet werden und, sollte die betroffene, pflegebedürftige Person nicht über ausreichend Vermögen verfügen, nicht um einen Teil ihres Privatvermögens gebracht werden.

Mit anderen Worten dient die Abschaffung des Pflegeregress der finanziellen Entlastung der Familien in Österreich, die einen Angehörigen in einem Pflegeheim unterbringen. Im nächsten Absatz wird nun geschaut, was sich ab dem ersten Januar 2018 für wen geändert hat.

Die Auswirkungen der Abschaffung des Pflegeregresses in Österreich

Neben der Entlastung von Familien, die eine angehörige Person in einem Heim unterbringen sowie der Mehrbelastung der Gemeinden, der Länder und des Bundes, ergeben sich weitere Änderungen, die hier nicht außer Acht gelassen werden sollen.

Zunächst ist davon auszugehen, dass es während des gesamten Jahres 2018 und ebenso in den kommenden Jahren zu einem regelrechten Ansturm auf die Pflegeheim-Plätze in Österreich geben wird. Das hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Anzahl der vorhandenen Plätze, sodass es durchaus dazu kommt, dass betroffene, pflegebedürftige Personen keinen Heim-Platz in der Nähe ihres früheren Wohnorts erhalten.

Neben dem Mangel an Plätzen in den Pflegeheimen kommt es außerdem zu einem Problem hinsichtlich der Qualität der Betreuung. Soll dieser besorgniserregenden Entwicklung entgegengewirkt werden, so würde dies bedeuten, dass dafür weitere Gelder aufgebracht werden müssten, die an anderer Stelle fehlen.

Neben der anfänglichen Freude der deutlichen finanziellen Entlastung durch die Abschaffung des Pflegeregress, stellen viele Familien von betroffenen Personen fest, dass die Suche nach einem Heim in der Nähe des Wohnorts immer schwieriger wird.

Abschließendes Fazit zur Abschaffung des Pflegeregress in Österreich

Die bereits vollzogenen Abschaffung des Pflegeregresses, der dafür vorgesehen war, die Länder und den Bund finanziell zu entlasten, bringt zahlreiche Probleme mit sich. Zu nennen ist hier zunächst die deutliche finanzielle Mehrbelastung der Länder, Gemeinden und des Bundes.

Außerdem ist das Qualitäts- und Platzprobleme aufzuführen, die dazu beitragen, dass weitere Gelder erforderlich sind, um diesen entgegenzuwirken. Für Familien allerdings ist die Abschaffung zumindest in finanzieller Hinsicht eine echte Entlastung.

Jedoch sehen sich auch diese der Problematik des Platzmangels in den Altersheimen sowie der abnehmenden Qualität der Leistungen, die dort durchgeführt werden, gegenüber. Die tatsächlichen Kosten, die auf den Bund, die Länder und die Gemeinden zukommen, werden erst zum Ende des Jahres 2018 beziehungsweise zu Beginn des Jahres 2019 feststehen.

Kommentare

  1. Danke für den Bericht über den Pflegeregress. Bin selbst mit meinen Eltern davon betroffen und kann all die angeführten Fakten bestätigen.
    Was mich wundert ist, dass ich bisher keine Absicht entnehmen konnte, im Bereich Prävention zu investieren. Die billigste Pflege ist immer noch gar keine Pflege zu benötigen. Ich selbst bin im Fitnessbereich tätig und erlebe, wie mit rechtzeitigem altersgemäßem Training ein Pflegefall verhindert oder zumindest für lange Zeit aufgeschoben werden kann. Die dabei ersparten Pflegekosten stehen in keinem Verhältnis zum Aufwand für die Prävention. Einzige Hürde sehe ich im Moment noch in der fast schon genetisch verankerten Vollkaskomentalität bei der Gesundheitsversorgung. Selbstverantwortung für die eigene Fitness kommt nur selten vor. Daher benötigt es nicht nur Zuckerbrot sondern auch auch die Peitsche um einen Großteil der Betroffenen zur Änderung des Lebensstil zu bewegen. Wer jahrelang seine Freizeit nur vor der Glotze verbringt, eventuell noch raucht und auch sonst keine Anstrengungen unternimmt sich fit zu halten, sollte auch einen angemessenen Beitrag für die Gesundheitskassen leisten. In nicht wenigen Fällen wird man dafür noch mit Gratismedikamenten, Kuraufenthalten, vorzeitigen Ruhestand etc. belohnt.
    Mit entsprechend finanziellen und anderen möglichen Anreizen bei nachgewiesenem Fitnesslevel wäre da schon eine substanzielle Einsparung im Pflegebereich möglich. Ansätze und Ideen dazu gäbe es bereits genug.

    Möglichkeiten gäbe es da genug, wie einige Ansätze von privaten Versicherungsgesellschaften zeigen.

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