Werbungskosten absetzen in Österreich – Arbeitsmittel, Pauschalen, Steuer Tipps

Einmal im Jahr werden Steuerpflichtige vom Finanzamt in Österreich dazu aufgefordert ihre Steuer zu machen. Ab dann stellt sich oft die Frage, was genau sich absetzen lässt und was nicht. Darunter zählen unter anderem die Werbungskosten.

Nicht jeder hat die Möglichkeit auf einen externen Steuerberater oder ähnliches zurückzugreifen. Aus diesem Grund finden sich im folgenden Artikel hilfreiche Tipps rund um das Thema Werbungskosten absetzen in Österreich.

Was sind Werbungskosten?

Bei den Werbungskosten handelt es sich im Prinzip um Aufwendungen, die in Zusammenhang mit dem Arbeitgeber stehen.

Sie lassen sich durch eine Arbeitnehmerveranlagung geltend machen und können teilweise sogar mit einer Pauschale verrechnet werden. In Österreich zum Beispiel gibt es einen sogenannten Verkehrsabsetzbetrag, der für die Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstelle fällig wird.

Stockfoto-ID: 237025819 Copyright: FreedomTumZ/Bigstockphoto.com

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Verrechnete Werbungskosten

In Österreich beträgt die Werbungskostenpauschale 132,00 € im Jahr. Alle Kosten, die darüber hinaus gehen, wirken mindernd. Folgende Positionen können mit den Werbungskosten verrechnet werden, jedoch gibt es noch viel mehr:

1) Arbeitsmittel
Zum Verrichten einer bestimmten Arbeit wird immer ein passendes Arbeitsmittel benötigt. Diese können vom Arbeitgeber nicht ersetzt werden und dementsprechend als Werbungskosten abgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem:

  • -> Internetgebühren
  • -> Telefonkosten
  • -> Büromaterial
  • -> elektronische Geräte
  • -> etc.

2) Arbeitskleidung
Arbeitskleidung ist in manchen Jobs unvermeidlich. Deswegen kann die Berufskleidung auch abgesetzt werden wie beispielsweise Monteurhosen bei Uniformen, Handwerkern oder Arztkitteln. Zudem lassen sich für Kleidung, die für den Beruf benötigt werden, noch zusätzliche Reinigungssteuer vor der Steuer geltend machen. Damenkostüme oder Anzüge hingegen sind nicht abzugsfähig. Nur, wenn der Arbeitgeber eine bestimmte Kleidungsordnung fordert.

3) Arbeitszimmer
Weiterhin besteht die Möglichkeit ein privates Arbeitszimmer steuerlich geltend zu machen. Allerdings nur, wenn der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann aufgrund eines Umbaus oder ähnlichem. Hier fallen Strom, Miete, Versicherungen sowie Heizungskosten an. Ein Sonderfall sind sogenannte Teleworker. Sie üben ihre Arbeit meist zu Hause aus und ein eigener Arbeitsplatz ist nicht vorgesehen.

Was muss bei der Absetzung von Werbungskosten berücksichtigt werden?

Beim Abzug der Werbekosten muss man stets den beruflichen Anteil steuerlich absetzen. Der maximale Prozentsatz beträgt 60 Prozent. Als Anlagevermögen zählen alle Geschäftsausstattungen, die über 400,00 € gehen. Den Wertverlust kann man also als Betriebsausgabe steuerlich abschreiben.

Studenten und Werbungskosten
Auch Studenten können bei einem Bruttogehalt von über 11.000,00 € im Jahr Werbungskosten absetzen. Sollten sie von ihren Eltern finanziert werden, ist es wiederum nicht möglich. Zudem lohnt sich die Ausfüllung der Einkommenssteuererklärung nur, wenn die anfallenden Werbungskosten 132,00 € übersteigen.

Fazit
Bei Werbungskosten handelt es sich um Ausgaben rund um den Job. Dazu zählen unter anderem Weiterbildungen, Fahrtkosten sowie Fachbücher. Die Liste für Werbungskosten ist lang. Idealerweise sollte man jegliche Quittungen sowie Bustickets und co. aufbewahren, um am Ende eine saubere Steuererklärung einreichen zu können. Jeder Arbeitnehmer kann im Jahr bis zu 1.000 € Werbungskosten geltend machen.

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