Whitebox Robo Advisor – Gebühren, Vorteile, Erfahrung, Test

Bei Whitebox handelt es sich um Robo-Advisor und das Unternehmen hat sich auf die Automatisierte Vermögensverwaltung spezialisiert. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Deutschland in Freiburg im Breisgau und wird auch in Österreich angeboten.

Das Unternehmen entwickelt individuelle Anlagestrategien aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen und setzt dabei Algorithmen ein. Wenn ein Kunde hier ein Konto eröffnet hat, muss er nicht mehr selbst eingreifen. Die Überwachung des Depots und eine erforderliche eventuelle Anpassung erfolgt von Whitebox aus.

Der Geschäftsführer ist Andreas Sarasin. Sarasin war zuvor für die Schweizer Privatbank Srasin & Cie.AG tätig. Dort hat er Anlagelösungen für die dort als Kunden vorhandenen vermögenden Privatanleger optimiert.

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Die Investmentstrategie

Bei Whitebox bezieht sich die Asset-Allokation (Aufteilung des Gesamtportfolios) auf eine aktive und nach vorne gerichtete Fundamental-Analyse. Es sind insgesamt 23 Anlageklassen eingebaut. Die Umsetzung dieser Strategien erfolgt mit kostengünstigen und passiv gemanagten Finanzprodukten. Das gehört hierfür in erster Linie ETFs.

  • Zu den oben erwähnten 23 Anlageklassen gehören beispielsweise Aktien der verschiedene Kontinente, Unternehmensanleihen, Staatsanleihen oder inflationsindexierte Anleihen sowie Rohstoffe, Infrastruktur und Immobilien.

Bei Whitebox wird die Zusammensetzung des Gesamt-Portfolios als das entscheidende Kriterium für den Erfolg der Anlage angesehen. ETFs werden auch von den anderen Robo-Advisor-Systemen verwendet.

Dabei ist bei Whitebox das Ziel die Berücksichtigung der Ansätze aus den aktuellen Forschungsergebnissen, Das Risiko-/Rendite-Profil der Kunden wird optimal eingesetzt und das anvertraute Kapital wird auch in Abschwung-Phasen des Marktes versucht, dieses zu schützen.

Bei Whitebox verändert sich dann die Portfolio-Zusammensetzung zum Beispiel, was das Verhältnis zwischen Aktien und Renten sowie anderen Anlageklassen anbelangt, aktiv unter Zuhilfenahme von Risikomanagement-Modellen. Dabei wird die Gewichtung der Portfolios alle 14 Tage überprüft und dann, wenn erforderlich, eine entsprechende Anpassung an die Soll-Allokation sofort vorgenommen.

  • Von Whitebox werden 13 Risikostufen angeboten. Dies erfolgt bei unterschiedlicher Zusammensetzung des Gesamtportfolios nach Anlageklassen.
  • Whitebox verfolgt den sogenannten „Value-Ansatz“. Ebenso kommt hier der Mean-VCaR-Ansatz zum Einsatz. Dadurch werden die bekannten Unzulänglichkeiten einer aktuellen Portfoliotheorie verhindert.

Der Aktienanteil liegt bei Whitebox, je nach Risikostufe, zwischen 11 und 95 Prozent. Der Anleiheanteil beträgt zwischen 58 und 0 Prozent und in die Rohstoffe werden zwischen 0 und 6 Prozent des Anlagekapitals investiert.

Bei Whitebox wird als Besonderheit eine Rentenlösung angeboten. Hier wird dann das Portfolio bis zu einem vom Kunden gewählten Rentenzeitpunkt schrittweise von dem Risiko her reduziert. Wenn dann dieser Zeitpunkt erreicht wird, können die Kunden zwischen einer Einmalauszahlung des Gesamtbetrages oder einer monatlichen Auszahlung wählen.

Die Umsetzung der Strategien erfolgt durch das Anlageteam von Whitebox in Zusammenarbeit mit dem Morningstar Investment Management/Ibbotson. Die aktuelle Angleichung des Depots erfolgt jedoch vollautomatisch unter Berücksichtigung des vorhandenen Algorithmus.

Moringstar ist einer der weltweit bekanntesten Anbieter für Bewertung von Anlage-Möglichkeiten. Dort steht Whitebox auch ein sehr großes sowie hochspezialisierte Expertenteam mit einer sehr umfangreichen Datenbank zur Verfügung. Dadurch kann auf echte Werte und Erfahrungen zurückgegriffen werden und man muss sich nicht mit Schätzungen und Annäherungswerten hier begnügen.

Dabei wird bei der Portfolioüberwachung täglich durch das Anlageteam von Whitebox überprüft was aktuell auf den Markten passiert. Hier kommen dann auch die Personen von Morningstar, die dann vor Ort in Asien, Europa und Nordamerika tätig sind, zum Zuge.

Mindestanlage

  • Der Mindestanlagebetrag beträgt 5.000 Euro und die Sparpläne gibt es ab 5 Euro (Voraussetzung für einen Sparplan ist jedoch, dass die Mindestbetragsanlage vorhanden ist).
  • Dabei ist es möglich, innerhalb von 2 Wochen in Form eine Voll- oder Teilauszahlung über die Anlagebeträge zu verfügen. Wenn man die Auszahlung kurzfristiger möchte, wird eine Express-Gebühr verlangt und abgerechnet.
  • Neben der Vermögensverwaltungsgebühr werden, wie bei den anderen Robo-Advisor-Möglichkeiten, noch Fondskosten aufgeschlagen.
  • Diese liegen bei Whitebox bei ungefähr 0,22 Prozent im Jahr. Dieser Satz ist im Vergleich zu Branche üblich. Dabei wird dann dieser Wert vom Depotwert abgezogen und an die Fondsgesellschaften weiter geleitet.

Sicherheit

Die Depotführende Bank bei Whitebox ist die flatex Bank AG. Dabei werden alle Wertpapiere dort verwahrt. Hier hat Whitebox keinen Zugriff auf die Anlagegelder. Whitebox und die flatex Bank AG sind von der BaFIn überprüft worden und dort registriert sowie stehen unter deren Aufsicht.

Ebenso gehört die flatex Bank AG zu der gesetzlichen Einlagensicherung. Dieser Betrag, der hier abgesichert wird, beträgt 100.000 Euro je Kunde. Wenn eine Insolvenz kommen sollte, so sind Wertpapiere im Insolvenzfalle auch nicht davon betroffen. Auch in diesem Fall besteht für die Inhaber der Wertpapiere einen schuldrechtlichen Herausgabe-Anspruch.

Depoteröffnung

Wenn bei Whitebox ein Depot eröffnet wird, müssen zunächst die persönlichen Daten des Interessenten oder der Interessentin eingegeben werden. Die Verifikation erfolgt dann im Anschluss zum Beispiel über Video-Ident.

In Abhängigkeit von den Angaben zu der eigenen Risikoneigung und des geplanten zeitlichen Horizonts bei der Anlage erfolgt dann die Algorithmus-Berechnung der dafür passenden Anteile. Über das Online-Banking hat dann der Anleger jederzeit einen Einblick über den aktuellen Stand der Anlage.

Benutzeroberfläche

Hier sieht der Anleger durch die sehr konkrete Einteilung der festgelegten Anlageklassen den aktuellen Stand sehr detailliert. Dabei erfolgen die Eingaben Schritt für Schritt und somit übersichtlich. Ebenso sorgt ein vorhandener Chart für eine große Transparenz, was die zukünftigen eventuellen Entwicklungen sowie Erträge anbelangt. Dadurch erhält der Anleger eine realistische Einschätzung.

Kundensupport

Der Anleger muss sich, wenn er Fragen zu seiner Anlage hat, zunächst versuchen, diese Fragen mit Hilfe des FAQ-Bereiches, der sich auf der Webseite befindet, zu klären. Wenn dann dort die Frage nicht beantwortet wird, gibt es noch eine Hotline-Möglichkeit oder ein schriftliches Kontaktformular auf der Webseite.

Die Vorteile und Nachteile von Whitebox nochmals in Stichworten zusammengefasst

Vorteile

  • Professionelle Vermögensverwaltung, die von der BaFin zugelassen ist und von dort aus überwacht wird;
  • Sparpläne bereits ab 5 Euro im Monat;
  • Investition in passiv verwaltete ETFs und ETCs;
  • gute Absicherung der Anlagen bei der wertpapierführenden flatex Bank über die gesetzliche Einlagensicherung.

Nachteile

  • Mindest-Anlagebetrag beträgt 5.000 Euro

Fazit

Bei Whitebox ist eine sehr detaillierte und übersichtliche Bedienoberfläche vorhanden. Ebenso besteht während des Anlageprozesses eine sehr umfangreiche und große Transparenz. Die Gebühren entsprechen dem üblichen Rahmen im Bereich von Robo Advior-Anlagemöglichkeiten. Etwas verbesserte werden sollte noch die Kunden-Service-Bereich.

In unserem Test konnte der Whitebox Robo Advisor durch die profesionelle Vermögensverwaltung sowie günstige Sparpläne sowie günstige Gebühren für die Geldanlage überzeugen. Wir empfehlen Ihnen, sich selbst mit eigenen Erfahrungen ein Bild vom Angebot vom Whitebox Robo Advisor in Österreich zu machen.

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